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Der Weg in den 1. Weltkrieg

Title: Der Weg in den 1. Weltkrieg

Term Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: David Christoph Lerch (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit versucht, den Paradigmenwandel in der deutschen Außenpolitik des Kaiserreichs im Vorfeld des Ersten Weltkriegs nachzuzeichnen. Dazu wird detailliert und gründlich recherchiert die strategisch wie diplomatisch hoch komplexe Bündnisspolitik des Reichskanzlers Otto von Bismarck beschrieben sowie der Bruch mit dieser Politik, der vor allem mit Kaiser Wilhelm II. und dem Marinestaatssekretär Alfred von Tirpitz in Verbindung gebracht wird. Dieser Paradigmenwandel wird vor allem als ein Wandel in der Selbstwahrnehmung des deutschen Reiches als verspätete Nation interpretiert und aus der Sicht der handelnden Akteure dargestellt. Die Arbeit vertritt darüber hinaus die These, dass es keine Möglichkeit gab, den drohenden Krieg abzuwenden, aber mehrere Gelegenheiten, die späteren Kriegsallianzen und damit den Kriegsverlauf anders zu gestalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bündnissystem Bismarcks

3. Der „Neue Kurs“

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die deutsche Außenpolitik am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, um zu ergründen, warum diese Entwicklung letztlich in den Ersten Weltkrieg führte und welche außenpolitischen Versäumnisse oder Alternativen in diesem Prozess existierten.

  • Das Bündnissystem unter Otto von Bismarck
  • Die Abkehr von der bisherigen Außenpolitik unter Wilhelm II.
  • Deutsch-englische Annäherungsversuche und ihr Scheitern
  • Die Auswirkungen des deutschen Flottenbaus und Imperialismus
  • Die Rolle der Vorkriegskrisen (Marokko, Balkan)

Auszug aus dem Buch

3. Die Gegensätze des 73-jährigen Bismarck und des 29-jährigen neuen Kaisers Wilhelm II.

Die Gegensätze des 73-jährigen Bismarck und des 29-jährigen neuen Kaisers Wilhelm II. lagen, neben der Tatsache, dass der junge Kaiser darauf brannte, selbst Politik zu machen, wie ihm dies gemäß der Verfassung ja auch zustand und eben nicht wie sein Großvater seinen Reichskanzler schalten und walten zu lassen, vor allem in einem völlig unterschiedlichen Verständnis von Deutschland. In den Augen Bismarcks war das Deutsche Reich saturiert, nach der Reichsgründung 1871 gab es nichts mehr zu gewinnen, aber im Gegenteil viel zu verlieren. Es galt eine möglichst breite Vertrauensbasis bei den anderen europäischen Mächten aufzubauen, um sich den Ruf einer friedlichen, bescheidenen und verlässlichen Nation anzueignen. Wilhelm II. dachte in anderen Dimensionen, in weltpolitischen Dimensionen.

Sein Ausgangspunkt war nicht ein Deutschland mit zahlreichen zerstückelten Ländereien, das seine Einheit und Staatsgründung mühsam erkämpfen musste, sondern eine Großmacht im Herzen Europas, dessen weltpolitische Stellung gerade im Vergleich mit Frankreich und England in keinerlei Relation zu seinem technischen, industriellen und auch militärischen Entwicklungsgrad stand. Für den Kaiser galt es einen „Neuen Kurs“ einzuschlagen, der Deutschland von einer europäischen Großmacht zu einer Weltmacht führen sollte. Dabei ging es weniger darum, ein bestimmtes Land bewusst zurückzudrängen oder zu bedrohen, sondern eher um die Tatsache, dass das Deutsch Reich sich das nehmen sollte, was ihm schon lange zustand. Der spätere Reichskanzler Bernhard von Bülow fasste das in der Formel zusammen: „Wir wollen niemanden in den Schatten stellen, aber wir wollen auch einen Platz an der Sonne“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zäsur des 20. Jahrhunderts ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Gründen der deutschen Bündnisentwicklung und der Unvermeidbarkeit des Ersten Weltkriegs.

2. Das Bündnissystem Bismarcks: Dieses Kapitel analysiert Bismarcks Außenpolitik, die primär auf den Erhalt des Status quo, die Isolation Frankreichs und die Vermeidung eines Zweifrontenkrieges durch ein komplexes Netz an Verträgen abzielte.

3. Der „Neue Kurs“: Hier wird der radikale Wandel der deutschen Außenpolitik nach Bismarcks Entlassung beschrieben, der durch weltpolitische Ambitionen des Kaisers, den Flottenbau und eine zunehmende politische Isolation geprägt war.

4. Schluss: Das Schlusskapitel resümiert, dass der Erste Weltkrieg zwar als politisches Ergebnis des Imperialismus und der gescheiterten deutsch-englischen Annäherung betrachtet werden kann, jedoch auch tiefere historische Ursachen hatte.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Deutsche Außenpolitik, Otto von Bismarck, Wilhelm II., Bündnissystem, Neuer Kurs, Weltmachtpolitik, Flottenbau, Imperialismus, Zweifrontenkrieg, Marokkokrisen, Rückversicherungsvertrag, Entente cordiale, Diplomatie, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die deutsche Außenpolitik in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, insbesondere den Übergang von der Ära Bismarck hin zum „Neuen Kurs“ unter Kaiser Wilhelm II.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des europäischen Bündnissystems, das Scheitern der deutsch-englischen Annäherung, der deutsche Flottenbau sowie die Auswirkungen imperialistischer Bestrebungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob die Entwicklung in den Ersten Weltkrieg zwangsläufig war oder ob durch alternative außenpolitische Entscheidungen andere Ergebnisse hätten erzielt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung fachwissenschaftlicher Literatur basiert, um historische Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Bismarcks komplexem Bündnissystem und die darauffolgende außenpolitische Neuausrichtung unter Wilhelm II. inklusive der damit verbundenen Krisenjahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bündnispolitik, Imperialismus, Weltmachtstreben, diplomatisches Scheitern und politische Arroganz charakterisiert.

Warum wird Bismarcks Politik als "Drahtseilakt" bezeichnet?

Aufgrund der komplizierten, teilweise widersprüchlichen Verträge wie dem Rückversicherungsvertrag, die nur durch Bismarcks diplomatisches Geschick in Balance gehalten werden konnten.

Welchen Einfluss hatte der deutsche Flottenbau auf die Beziehungen zu England?

Der Flottenbau wurde von England als direkte Bedrohung wahrgenommen, was die Möglichkeiten einer festen deutsch-englischen Allianz nachhaltig zerstörte.

Was bedeutete der „Blankoscheck“ im Kontext der Julikrise?

Die Zusage des Deutschen Reiches an Österreich am 6. Juli 1914, im Falle eines Krieges auf dem Balkan uneingeschränkte Bündnistreue zu leisten, was die Eskalation zum Ersten Weltkrieg forcierte.

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Details

Title
Der Weg in den 1. Weltkrieg
College
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Deutsche Außenpolitik vor 1945
Grade
1,7
Author
David Christoph Lerch (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V42115
ISBN (eBook)
9783638402255
ISBN (Book)
9783638790796
Language
German
Tags
Weltkrieg Deutsche Außenpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Christoph Lerch (Author), 2001, Der Weg in den 1. Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42115
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