Die Hypothese meiner Arbeit konzentriert sich auf die Auswirkungen des Internets der Dinge auf die Wirtschaft und wird sich zur Beantwortung dieser Frage mit dem Bereich der „Industrie 4.0“ auseinandersetzen. Da die Thematik sehr umfangreich ist, insbesondere im Bereich der Technologie und Umsetzung, werde ich nur die wichtigsten Punkte dieser Aspekte behandeln und mich auf mögliche Veränderungen für Unternehmen in der Zukunft konzentrieren.
Ein Kühlschrank, der selbstständig registriert, wenn die Milch zur Neige geht und autonom Neue ordert. Ein Toaster, der sich weigert, uns eine weitere Scheibe Brot zu rösten, bevor wir nicht eine Runde joggen waren. Diese Information erhält er von unseren Socken, die nebenbei auch den Ausbruch des immer wiederkehrenden Nagelpilzes erkannt haben und schon längst bei der Apotheke eine Tinktur dagegen bestellt haben.
So oder so ähnlich könnte ein nur kleiner Ausschnitt aus unserem zukünftigen Leben aussehen. Dieses Leben war schon immer begleitet von technologischen Entwicklungen. Beginnend mit der Erfindung des Steinwerkzeuges vor Millionen von Jahren, der erste Einsatz von Dampfmaschinen zur industriellen Fertigung von Gütern oder die Verwendung von Computern, die zu Beginn ihrer Entwicklung noch ganze Räume füllten, mittlerweile aber eine enorme Rechenleistung auf kleinstem Raum innehaben. Durch jeden vergangenen Fortschritt hat sich das Leben der Menschen maßgeblich verändert. Seitdem wurden in immer kürzer werdenden Abständen neue technologische Projekte vorgestellt, sodass wir jetzt wieder vor solch einer entscheidenden Entwicklung stehen, dem „Internet der Dinge“ (im folgenden IoT).
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Das Internet der Dinge
2.1 Die Entwicklung des Internets
2.2 Definition und Ziele
2.3 Voraussetzungen
2.4 Konzepte rund um das Internet der Dinge
3 Industrie 4.0
3.1 Definition
3.2 Das Industrielle Internet der Dinge
3.3 Chancen und Risiken
3.4 Konzepte rund um das Industrielle Internet der Dinge
4 Schlussbetrachtung
4.1 Fazit
4.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des „Internet der Dinge“ (IoT) auf die Wirtschaft. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss dieser Technologie auf Unternehmen zu analysieren und dabei insbesondere die Rolle der „Industrie 4.0“ sowie die damit verbundenen technologischen, ökonomischen und sicherheitsrelevanten Aspekte zu beleuchten.
- Entwicklung des Internets und Ursprünge des IoT
- Technische Voraussetzungen wie Sensorik, RFID und Kommunikationsnetzwerke
- Grundlagen und Definitionen zur Industrie 4.0
- Chancen und Risiken des IIoT für Produktions- und Logistikprozesse
- Praxisbeispiele für die industrielle Umsetzung (Smart Factory)
Auszug aus dem Buch
2.3 Voraussetzungen
Die Hauptaufgabe des IoT besteht in der Erstellung und Speicherung von Daten. Damit diese Daten erstellt werden können, müssen die intelligenten Dinge mit Sensoren ausgestattet werden. Ein Sensor ist ein Bauteil, das physikalische Eigenschaften wie zum Beispiel Temperatur, Helligkeit oder Bewegung erkennt und in eine elektrische Spannung umsetzt. Bekannt sind sie heute jedem, der ein Smartphone besitzt. Beim Kippen kann die Benutzeroberfläche von vertikal zu horizontal umgeschaltet werden und umgekehrt.
Damit Informationen im Netzwerk abgerufen werden können, müssen die „Smart Devices“ zur Identifikation mit einem Chip oder einem Code ausgestattet werden. Hilfreich dabei wird die Technik der Radio Frequency Identification (RFID) sein, zu Deutsch „Erkennung per Funk“. RFID setzt sich in der Regel aus zwei Komponenten zusammen: einem Transponder (RFID-Tag/RFID-Etikett) und einem RFID-Lesegerät (RFID-Reader). Da die Übermittlung ausschließlich über Funkerkennung erfolgt, ist es nicht notwendig, dass sich die zu sammelnden Daten und der Reader berühren oder innerhalb eines bestimmten Radius aufhalten.
Das Lesegerät sendet ein Signal an den Transponder eines Mikrochips und veranlasst die Übermittlung von Informationen. Mit Hilfe eines elektromagnetischen Feldes wird die Antenne des Transponders empfangen und weitergeleitet. In diesem Magnetfeld wird nach Abfrage auch die jeweilige Antwort zur Verfügung gestellt und kann vom Lesegerät erfasst werden. Im Gegensatz zu Bar- oder QR-Codes können Geräte hunderte von RFID-Tags gleichzeitig auslesen. Vorteilhaft ist ebenfalls die Größe. Sie könnten zum Beispiel leicht in einem Container, Kleidung oder unter der Haut angebracht werden. So ist es möglich, dass ein zentrales System für den Nutzer relevante Daten aufgearbeitet zur Verfügung stellt. Die ersten Vorläufer des RFID-Systems kamen in den 1970er Jahren in Form von Warendiebstahlsicherungen auf den Markt. Zehn Jahre später wurde die Technik erstmalig erfolgreich zur Erkennung von Tieren verwendet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Internet der Dinge ein, stellt die Problemstellung dar und erläutert den weiteren Aufbau der Arbeit.
2 Das Internet der Dinge: Hier werden die historische Entwicklung des Internets, zentrale Definitionen, technische Voraussetzungen und grundlegende Konzepte wie Wearables und Smart Homes behandelt.
3 Industrie 4.0: Dieses Kapitel befasst sich mit der vierten industriellen Revolution, definiert das Industrielle Internet der Dinge (IIoT) und diskutiert dessen Chancen, Risiken sowie praktische Anwendungsbeispiele.
4 Schlussbetrachtung: Das Abschlusskapitel bietet ein Fazit zur Arbeit sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung der vernetzten Welt.
Schlüsselwörter
Internet der Dinge, IoT, Industrie 4.0, IIoT, Digitalisierung, Vernetzung, Smart Factory, RFID, Sensoren, Big Data, Cloud Computing, Cyber-physische Systeme, Datensicherheit, Datenschutz, Intralogistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert den Einfluss des „Internet der Dinge“ auf die moderne Wirtschaft und untersucht, wie vernetzte Technologien industrielle Prozesse verändern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Felder sind die technologischen Grundlagen des IoT, die Industrie 4.0, das Industrielle Internet der Dinge (IIoT) sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen des IoT auf die Wirtschaft zu analysieren und zu bewerten, insbesondere unter Berücksichtigung von Effizienzsteigerungen und neuen Geschäftsmodellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse bestehender technischer Konzepte sowie dem Aufzeigen von Praxisbeispielen aus der Wirtschaft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Internets der Dinge, die Darstellung der Industrie 4.0, eine vertiefte Betrachtung des IIoT inklusive Cyber-physischer Systeme sowie eine Diskussion von Chancen und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen IoT, IIoT, Industrie 4.0, Vernetzung, Smart Factory, Big Data und Datensicherheit.
Warum ist das Thema Datensicherheit im IIoT besonders kritisch?
Da im IIoT Industrien, Maschinen und Menschen über offene Netzwerke kommunizieren, entstehen Sicherheitsrisiken wie Cyber-Angriffe, die den Schutz von Betriebsdaten zwingend erforderlich machen.
Welches Potenzial wird durch das IIoT für Unternehmen gesehen?
Es wird ein enormes Potenzial für die Optimierung von Wertschöpfungsketten, die Senkung von Wartungskosten durch „Predictive Maintenance“ und eine erhöhte Flexibilität bei der Produktfertigung identifiziert.
Wie verändert die RFID-Technik die industrielle Identifizierung?
RFID ermöglicht eine schnellere und berührungslose Identifizierung von Objekten im Vergleich zu Barcodes, ist resistenter gegen Umwelteinflüsse und unterstützt die Automatisierung der Intralogistik.
- Arbeit zitieren
- Roxanna Kück (Autor:in), 2018, Wie beeinflusst das Internet der Dinge die Wirtschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421263