In dieser Arbeit wird herausgearbeitet, ob die WM 2010 unabhängig der positiven oder negativen politischen Folgen einen sozialen Beitrag in Südafrika leisten kann. Dieser kann in diesem Kontext als die Verbesserung oder Bearbeitung von Begebenheiten in den sozialen Bereichen Gesundheit und Bildung, welche also direkt die Gesellschaft und dessen Organisation betreffen, definiert werden. Dies geschieht, indem zuerst einmal das Land Südafrika und dessen Bildungs- und Gesundheitsstand vorgestellt werden. Anschließend wird die Vergabe der WM 2010 an Südafrika erläutert und die Frage der sozialen Verantwortung einer WM geklärt. Im weiteren Verlauf wird dann der konkrete soziale Beitrag, den die WM 2010 in Südafrika leisten kann dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Südafrika – ein Land im (sozialen) Wandel
2.1 Kleiner Überblick über das Land und die Geschichte Südafrikas
2.2 Gesundheit in Südafrika
2.3 Bildung in Südafrika
3. Die WM in Südafrika
3.1 Warum bekam Südafrika die WM 2010?
3.2 Kann einer WM überhaupt eine soziale Verantwortung zugeordnet werden?
4. Welchen sozialen Beitrag kann die WM 2010 in den Bereichen Gesundheit und Bildung leisten?
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und in welchem Ausmaß die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 einen sozialen Beitrag zur Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitssituation in Südafrika leisten kann, wobei der Fokus auf den Herausforderungen eines Landes im sozialen Wandel liegt.
- Historische und soziale Kontextualisierung Südafrikas nach der Apartheid
- Analyse der gesundheitlichen Situation, insbesondere der HIV/AIDS-Problematik
- Bewertung des Bildungssystems und bestehender struktureller Mängel
- Untersuchung der sozialen Verantwortung und des Einflusses von Sportgroßveranstaltungen
- Evaluierung konkreter Entwicklungsprojekte wie „Football for Hope“
Auszug aus dem Buch
3.1 Warum bekam Südafrika die WM 2010?
Allgemein ist die Fußball WM als die größte Sportgroßveranstaltung auf der Welt zu betrachten. Knapp gefolgt von den Olympischen Spielen. Die WM ist ein groß angelegtes Sportevent, dass das Interesse vieler Menschen weckt, große Publikumsmengen anzieht und eine große Anzahl an Unternehmensinvestitionen und Unternehmenserträge bewirken kann. Somit stehen die WM und auch der jeweilige Austragungsort im internationalen Rampenlicht. Anhand einer großen Medienpräsenz und der riesigen Geldflüsse die die WM auslöst, können im Land selbst sowohl politische als auch soziale Veränderungen ausgelöst oder verstärkt werden. Südafrika hat von Anfang an solch große politische und soziale Hoffnungen darin gesetzt, als Austragungsort für die WM 2010 zu dienen.
Eine weitere Hoffnung um sich als Austragungsort für die WM 2010 zu bewerben war, um das eigene Image international zu fördern und sich laut des Bundestages „auf der internationalen Bühne prominenter zu positionieren.“ Durch die WM im eigenen Land möchte Südafrika Direktinvestitionen an Land ziehen und die Attraktivität des Landes als Urlaubsziel steigern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Bedeutung der ersten Fußball-WM auf afrikanischem Boden und stellt die Forschungsfrage nach einem möglichen sozialen Beitrag in den Bereichen Bildung und Gesundheit.
2. Südafrika – ein Land im (sozialen) Wandel: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand von Gesundheit und Bildung unter Berücksichtigung der Folgen der Apartheid.
3. Die WM in Südafrika: Es wird analysiert, warum Südafrika den Zuschlag erhielt und inwieweit einem sportlichen Großereignis soziale Verantwortung zugeschrieben werden kann.
4. Welchen sozialen Beitrag kann die WM 2010 in den Bereichen Gesundheit und Bildung leisten?: Der Hauptteil untersucht konkrete Entwicklungsprojekte wie „Football for Hope“ und deren Wirksamkeit in der Praxis.
5. Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz und beantwortet die Ausgangsfrage positiv, wenngleich das Ausmaß der sozialen Wirkung als schwer quantifizierbar eingestuft wird.
Schlüsselwörter
Südafrika, Fußball-Weltmeisterschaft 2010, soziale Verantwortung, Bildung, Gesundheit, Apartheid, Nation Building, Nation Branding, Entwicklungsprojekte, Football for Hope, HIV/AIDS, soziale Entwicklung, Sportsoziologie, Wirtschaftswachstum, Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht, welchen sozialen Einfluss die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 auf die prekären Bereiche Bildung und Gesundheit in Südafrika ausübt.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Zentral sind die historische Aufarbeitung der Apartheid, die aktuelle HIV/AIDS-Problematik, die Defizite im Bildungssystem sowie die Rolle von Sport als Katalysator für gesellschaftliche Veränderungen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob die WM 2010 jenseits rein sportlicher oder ökonomischer Aspekte einen nachhaltigen Beitrag zur sozialen Entwicklung in Südafrika leisten kann.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Sekundärdaten, Berichten von Hilfsorganisationen sowie offiziellen Dokumenten zur WM-Vergabe.
Welche Aspekte werden im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Beweggründe Südafrikas für die Bewerbung, die ethische Debatte über die soziale Verantwortung von Sportevents und konkrete Initiativen wie das „Football for Hope“-Programm.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie soziale Verantwortung, Nation Building, Entwicklungshilfe durch Sport und die spezifische sozioökonomische Lage Südafrikas nach 1994.
Inwiefern hat die Apartheid die aktuelle Situation geprägt?
Die Arbeit legt dar, dass die Apartheid tiefe strukturelle Ungleichheiten in Bildung und Gesundheit hinterlassen hat, die auch Jahre nach dem demokratischen Wandel noch fortbestehen.
Warum wird die soziale Verantwortung einer WM als "automatisch" bezeichnet?
Die Autorin argumentiert, dass allein durch die massive mediale Aufmerksamkeit und die Präsenz internationaler Akteure soziale Probleme in den Fokus rücken, was zwangsläufig eine moralische Verantwortung erzeugt.
- Quote paper
- Anne-Karen Fischer (Author), 2010, Kann die WM 2010 einen sozialen Beitrag in der Bildung und Gesundheit in Südafrika leisten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424092