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Ehrenamtliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden - Kritische Bestandsaufnahme mit Blick auf die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen und die Strukuren der Förderung

Title: Ehrenamtliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden - Kritische Bestandsaufnahme mit Blick auf die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen und die Strukuren der Förderung

Diploma Thesis , 2005 , 98 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Barbara Lochner (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Einleitung

Ehrenamtliche Beteiligung ist ein Thema, dem momentan aus ganz verschiedenen Richtungen Beachtung geschenkt wird. Arbeitsmarktpolitisch wird diskutiert, ob freiwilliges Engagement eine Alternative zur Erwerbsarbeit sein kann. Die Geschlechterforschung beschäftigt sich u. a. damit, welche ehrenamtlichen Aufgaben hauptsächlich von Männern bzw. von Frauen ausgeführt werden. Und wie in vielen gesellschaftlichen Bereichen werden auch beim freiwilligen Engagement Unterschiede zwischen Ost und West erforscht.

Die vorliegende Arbeit hingegen widmet sich einem Bereich, dem in Deutschland das baldige „Aus“ bescheinigt wird: Dem ehrenamtlichen Engagement in Wohlfahrtsverbänden und deren Einrichtungen. Ausgangspunkt der Auseinandersetzung sind folgende Hypothesen:

Ehrenamtlich Engagierte haben heute andere Erwartungen an und Motive für ihre Beteiligung. Darauf müssen Wohlfahrtsverbände reagieren, was sie bisher noch zu wenig getan haben.
Wenn Wohlfahrtsverbände es schaffen, neue, attraktive Konzepte zu entwickeln, bieten sie einen Rahmen, der durchaus Vorteile gegenüber selbstinitiierten Formen bürgerschaftlicher Beteiligung hat. Ehrenamtliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden als Auslaufmodell zu bezeichnen, ist demnach falsch.
Gute Konzepte für den Einbezug ehrenamtlich Engagierter in die Arbeit wohlfahrtsverbandlicher Einrichtungen binden finanzielle Mittel. Sie können daher nicht primär als Mittel zur Kostensenkung verstanden werden.
Die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen ist aufgrund fehlender Konzepte problemanfällig.
Die Förderung ehrenamtlichen Engagements kann dazu beitragen, dass ausgebildeten Sozialarbeitern1 ein professionelleres Arbeiten ermöglicht wird.

Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung folgender Frage:

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit sich Bürger in Wohlfahrtsverbänden engagieren, dieses Engagement gewinnbringend für alle Beteiligten ist und nicht als Konkurrenz zur professionellen Sozialarbeit verstanden wird?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Einbezug von Experteninterviews

3 Ehrenamtliches Engagement

3.1 Begriffsdefinition und Abgrenzung

3.2 Entwicklung des ehrenamtlichen Engagements

3.3 Gesellschaftliche Bedeutung von freiwilliger, unentgeltlicher Beteiligung

3.4 Zur aktuellen Situation des Ehrenamts

3.5 Meinungen der Experten

4 Ehrenamtliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden

4.1 Die ersten gemeinsamen Jahre

4.2 Gesellschaftliche Verortung der Wohlfahrtsverbände heute

4.3 Weshalb Wohlfahrtsverbände Ehrenamtliche brauchen

4.4 Faktoren, die ehrenamtliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden bestimmen

4.5 Expertenaussagen

5 Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen am Beispiel der Sozialen Arbeit

5.1 Grundlagen der Zusammenarbeit

5.2 Sensible Punkte der Zusammenarbeit

5.3 Abgrenzung von professioneller Sozialarbeit und ehrenamtlicher Laienhilfe

5.4 Expertenaussagen

6 Bedingungen eines gelingenden ehrenamtlichen Engagements

6.1 Ein Beispiel: Voluntary work bei Jewish Care, Sydney

6.2 Institutionelle und sozialarbeiterische Förderung durch Freiwilligen-Management

6.3 Freiwilligenagenturen

6.4 Gesellschaftspolitische Voraussetzungen

6.5 Vorstellungen der Experten

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch das ehrenamtliche Engagement innerhalb von Wohlfahrtsverbänden, mit einem besonderen Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Kräften sowie die Strukturen der Förderung. Ziel ist es zu klären, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit bürgerschaftliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden gewinnbringend für alle Beteiligten gestaltet werden kann, ohne als Konkurrenz zur professionellen Sozialarbeit zu fungieren.

  • Aktueller Stand und Wandel des ehrenamtlichen Engagements
  • Die Rolle der Wohlfahrtsverbände als Träger für Freiwilligenarbeit
  • Dynamiken und Konfliktpotenziale in der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt
  • Förderstrukturen und Konzepte des Freiwilligen-Managements

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsdefinition und Abgrenzung

So wenig sich die verschiedenen Autoren auf einen Begriff einigen können, so laut sind ihre Klagen über die Begriffskonfusion, welche die Erforschung des Feldes erschwert und die Weiterentwicklung des ehrenamtlichen Engagements hemmt (Beher, Liebig, Rauschenbach 2002, S.103). Es herrscht weder ein Konsens darüber, welche Begriffe zeitgemäß sind, noch wie sie eingegrenzt werden müssen. Im Folgenden wird ein Einblick in die anhaltende Diskussion gegeben.

Vielfach wird der Versuch gemacht, „Ehrenamtliches Engagement“ oder „Ehrenamtliche Arbeit“ durch andere Schlagwörter zu ersetzen. Statt vom Ehrenamt wird von Freiwilligenarbeit bzw. –engagement, bürgerschaftlichem Engagement, Selbsthilfe, Volunteering oder zumindest vom „Neuen Ehrenamt“ gesprochen. Ehrenamtlichkeit scheint überholt, weil es, so z.B. Müller-Kohlenberg (1996, S. 43), den damit verbundenen Tätigkeiten an Ehre fehlt und sie selten als Amt bezeichnet werden können. Während Müller-Kohlenberg (ebd.) den Begriff „Ehrenamt“ aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds ablehnt, ihn als „mit historischer und normativer Grundmoräne“ beladen tituliert, hält Jakob (1993, S. 9) eine Änderung des Begriffs gerade wegen der historischen Dimensionen für unmöglich.

Ergebnisse einer 1999 bundesweit durchgeführten Umfrage zeigen, dass immerhin noch 32% aller befragten Engagierten ihre Aufgabe als „Ehrenamt“ bezeichnen (Rosenbladt 2001, S. 19). Trotzdem wirkt dieser Begriff zunehmend veraltet (Bartjes, Otto 2001, S. 204), was sich auch daran zeigt, dass wesentlich mehr, nämlich 48% der Befragten, von „Freiwilligenarbeit“ sprechen (Rosenbladt 2001, S. 19). Dieser Begriff wurde zumindest in den 90er Jahren noch angezweifelt, etwa weil er als zu unpräzise galt (z.B. Müller-Kohlenberg 1996, S.50; Notz 1999, S. 21).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert das ehrenamtliche Engagement in Wohlfahrtsverbänden und formuliert Hypothesen zur notwendigen Anpassung der Konzepte für eine gelingende Zusammenarbeit.

2 Der Einbezug von Experteninterviews: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Auswahl und Durchführung von Experteninterviews, um die theoretischen Erkenntnisse durch Praxiswissen zu ergänzen.

3 Ehrenamtliches Engagement: Hier werden Definitionen sowie der historische Wandel des ehrenamtlichen Engagements und dessen Bedeutung für die Gesellschaft und den Einzelnen beleuchtet.

4 Ehrenamtliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden: Dieses Kapitel analysiert die historische und aktuelle Verortung der Wohlfahrtsverbände und untersucht, warum diese Institutionen weiterhin auf Ehrenamtliche angewiesen sind.

5 Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen am Beispiel der Sozialen Arbeit: Hier werden die Grundlagen, Konfliktpunkte und Abgrenzungsfragen in der Zusammenarbeit zwischen professionellen Kräften und freiwilligen Helfern diskutiert.

6 Bedingungen eines gelingenden ehrenamtlichen Engagements: Dieses Kapitel erarbeitet konkrete Bedingungen für ein erfolgreiches Engagement, unter anderem durch ein Beispiel aus der Praxis (JewishCare) und die Diskussion von Freiwilligen-Management.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wohlfahrtsverbände ihre Beziehung zum ehrenamtlichen Engagement neu überdenken müssen, um attraktiv zu bleiben und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu sichern.

Schlüsselwörter

Ehrenamtliches Engagement, Wohlfahrtsverbände, Freiwilligen-Management, Soziale Arbeit, Kooperation, Freiwilligenagenturen, Bürgerschaftliches Engagement, Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Professionalisierung, Sinnstiftung, Engagementförderung, Partizipation, soziale Dienstleistungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit widmet sich dem ehrenamtlichen Engagement innerhalb von Wohlfahrtsverbänden und untersucht, wie dieses zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Entwicklung von Freiwilligenarbeit, die historische Rolle von Wohlfahrtsverbänden, die Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen sowie Strategien für ein professionelles Freiwilligen-Management.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Voraussetzungen und Bedingungen zu identifizieren, unter denen das Engagement von Bürgern in Wohlfahrtsverbänden für alle Beteiligten gewinnbringend ist und nicht als Konkurrenz zur professionellen Sozialarbeit wahrgenommen wird.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es wurde ein methodischer Mix aus einer fundierten Literaturrecherche und qualitativen Experteninterviews mit fünf Fachleuten gewählt, um die Theorie durch praktische Erkenntnisse zu validieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen des Engagements und der Wohlfahrtsverbände analysiert als auch praktische Ansätze wie das Freiwilligen-Management und die Zusammenarbeit in der Sozialen Arbeit explizit dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Ehrenamtliches Engagement, Wohlfahrtsverbände, Freiwilligen-Management, Soziale Arbeit, Kooperation und Freiwilligenagenturen.

Warum wird das Beispiel "JewishCare" aus Sydney herangezogen?

Das Beispiel dient als Anschauungsobjekt für professionelles Freiwilligen-Management, da die Einrichtung Ehrenamtliche sehr konsequent in ihre Dienste einbindet, was als Inspiration für deutsche Institutionen dient.

Wie stehen die interviewten Experten zum Thema "Ersatz von Hauptamtlichen"?

Die Experten sind sich einig, dass ehrenamtliches Engagement keine professionellen Fachkräfte ersetzen kann, sondern als wertvolle Ergänzung und Unterstützung in der sozialen Arbeit fungieren sollte.

Welche Rolle spielt die Anerkennungskultur in der Untersuchung?

Eine Anerkennungskultur wird als zentraler Aspekt für die Motivation und langfristige Bindung von ehrenamtlich Engagierten identifiziert, die über bloße Ehrungen hinausgehen und im täglichen Miteinander gelebt werden sollte.

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Details

Title
Ehrenamtliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden - Kritische Bestandsaufnahme mit Blick auf die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen und die Strukuren der Förderung
College
Erfurt University of Applied Sciences  (FB Sozialwesen)
Grade
1,0
Author
Barbara Lochner (Author)
Publication Year
2005
Pages
98
Catalog Number
V42435
ISBN (eBook)
9783638404662
Language
German
Tags
Ehrenamtliches Engagement Wohlfahrtsverbänden Kritische Bestandsaufnahme Blick Zusammenarbeit Haupt- Ehrenamtlichen Strukuren Förderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbara Lochner (Author), 2005, Ehrenamtliches Engagement in Wohlfahrtsverbänden - Kritische Bestandsaufnahme mit Blick auf die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen und die Strukuren der Förderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42435
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