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»Das Ich braucht das WIR«. Soziale Ordnung im Zeichen des Kommunitarismus.

Title: »Das Ich braucht das WIR«. Soziale Ordnung im Zeichen des Kommunitarismus.

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander-Kenneth Nagel (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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In dieser Arbeit wird auf der Grundlage einer ausführlichen Diskussion von soziologischen und politologischen Theorien der Sozial- und Systemintegration das Konzept sozialer Ordnung beleuchtet, wie es der Kommunitarismus propagiert. Dabei wird der K. sowohl als adademische und soziale Bewegung begriffen und sein Menschen- und Gesellschaftsbild ebenso wie seine Diagnose und Therapie der Gegenwartsgesellschaft behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis und Gliederung

2. Problemstellung

3. Integration und soziale Ordnung

3.1 Systemintegration und Sozialintegration

3.2 Sozialintegration durch Differenzierung

3.3 Substantielle und prozedurale Staatsbegründungen

4. Menschen und Gesellschaften: Soziologische Imaginationen

4.1 Menschenbilder in der Soziologie

4.2 Gesellschaftsbilder in der Soziologie

5. Kommunitarismus bei Amitai Etzioni

5.1 Kurzbiographie Etzionis

5.2 Kommunitarismus als Theorieströmung und Bewegung

6. Anthropologie und Soziologie des KTR

6.1 Anthropologie

6.2 Gesellschaftslehre

7. Kommunitarismus und soziale Ordnung

7.1 Sozialer Wandel

7.2 Gesellschaftsdiagnose und Therapie

7.2.1 Diagnose

7.2.2 Therapie

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Kommunitarismus (KTR) von Amitai Etzioni vor dem Hintergrund soziologischer Debatten über soziale Ordnung, Integration und Modernität. Ziel ist es, das Menschen- und Gesellschaftsbild des Kommunitarismus kritisch zu analysieren und dessen modernitätskritische Positionen innerhalb der sozialwissenschaftlichen Theorielandschaft einzuordnen.

  • Soziologische Integrationskonzepte (System- vs. Sozialintegration)
  • Idealtypische Menschenbilder in der Soziologie
  • Der Kommunitarismus als soziale Bewegung und Theorie
  • Die Gesellschaftsdiagnose und das therapeutische Programm Etzionis
  • Die Spannung zwischen Ordnung und Autonomie in modernen Gesellschaften

Auszug aus dem Buch

3.2 Sozialintegration durch Differenzierung

In seinem Aufsatz „Die Kreuzung sozialer Kreise“ entwirft Simmel ein Programm der Integration durch (Interessen-) Vielfalt. Soziale Kreise sind im weitesten Sinne geeinte Gruppen. Diese Einung kann aufgrund indisponibler (Geschlecht, Alter) und disponibler Merkmale (Interesse) der Beteiligten bewirkt werden. Die Spannung zwischen Individuum und Gesellschaft wird nun dialektisch in den Zusammenhang des Einzelnen zu seinen sozialen Kreisen aufgelöst:

„Nachdem die Synthese des Subjektiven das Objektive hervorgebracht hat, erzeugt nun die Synthese des Objektiven ein neueres und höheres Subjektives – wie die Persönlichkeit sich an den sozialen Kreis hingibt und sich in ihm verliert, um dann durch die individuelle Kreuzung der sozialen Kreise in ihr wieder ihre Eigenart zurückzugewinnen.“

Soziale Kreise (oder: Strukturen) bestehen also nur in Trägerschaft durch die beteiligten Einzelnen, gleichzeitig aber erfolgt Individuation nur durch die je einzigartige Kombination sozialer Kreise, die der Einzelne aufweist. Je differenzierter eine Gesellschaft, desto mehr soziale Kreise weist sie auf, desto genauer bestimmbar ist der Einzelne (Individualisierung). Die Gefahr der Dissoziation, wie sie einer Gesellschaft etwa durch zunehmende Arbeitsteilung ankommen mag, wird hier nicht –wie bei Durkheim- durch ein soziales Band aufgefangen, sondern vielmehr in das Individuum hinein verlagert. Der Einzelne, die Schnittstelle sozialer Strukturen wird zum Kampfplatz der dissoziativen Tendenzen. Er reagiert darauf entweder mit psychischer Desintegration („seelischer Dualismus und Zerreißung“) oder aber mit einem gestärkten Ich-Bewusstsein:

Zusammenfassung der Kapitel

2. Problemstellung: Die Einleitung führt in die Thematik der sozialen Ordnung ein und positioniert den Kommunitarismus als eine Form der Gesellschaftskritik, die Integration und Wandel thematisiert.

3. Integration und soziale Ordnung: Dieses Kapitel erläutert Konzepte der System- und Sozialintegration sowie die Debatte um substantielle und prozedurale Staatsbegründungen.

4. Menschen und Gesellschaften: Soziologische Imaginationen: Es werden idealtypische Akteurmodelle in der Soziologie dargestellt und die verschiedenen Perspektiven auf Gesellschaftsprozesse diskutiert.

5. Kommunitarismus bei Amitai Etzioni: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Biographie Etzionis und definiert den Kommunitarismus als intellektuelle Bewegung.

6. Anthropologie und Soziologie des KTR: Die anthropologischen Grundannahmen des KTR zwischen Hobbes und Rousseau sowie die zugrundeliegende Gesellschaftslehre werden analysiert.

7. Kommunitarismus und soziale Ordnung: Der Fokus liegt hier auf dem sozialen Wandel, der Gesellschaftsdiagnose und dem therapeutischen Programm des Kommunitarismus.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des modernitätskritischen Potenzials des Kommunitarismus.

Schlüsselwörter

Kommunitarismus, Amitai Etzioni, Soziale Ordnung, Integration, Sozialintegration, Modernitätskritik, Gesellschaftsdiagnose, Systemtheorie, Individualisierung, Anthropologie, Bürgergemeinschaft, Soziologie, Wertintegration, Lebenswelt, Gemeinwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Kommunitarismus von Amitai Etzioni als soziologische Theorie und gesellschaftliche Bewegung unter besonderer Berücksichtigung der Frage nach sozialer Ordnung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Integration, das Spannungsfeld zwischen Ordnung und Autonomie sowie die Kritik an modernen Gesellschaftstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die soziologischen Gehalte des Kommunitarismus zu erarbeiten und zu prüfen, inwieweit diese eine adäquate Antwort auf die Herausforderungen moderner Gesellschaften darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die soziologische Konzepte (z.B. von Esser, Elias, Simmel) heranzieht, um die Argumentationsstruktur des Kommunitarismus zu durchleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung soziologischer Imaginationen von Mensch und Gesellschaft, die theoretische Einbettung des Kommunitarismus sowie dessen konkrete Diagnose- und Therapieansätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kommunitarismus, soziale Integration, Systemintegration, Ordnungspol, Autonomiepol und die moralische Dimension der Gesellschaft.

Wie unterscheidet Etzioni zwischen Ordnung und Autonomie?

Etzioni sieht Gesellschaften auf einem Kontinuum zwischen einem stark regulierten Ordnungspol und einem autonomieorientierten Pol, wobei er versucht, diese Gegensätze durch das Modell der Gemeinschaft der Gemeinschaften zu vermitteln.

Was versteht man unter dem therapeutischen Programm des KTR?

Es umfasst Vorschläge wie die Stärkung der Familie als moralische Instanz, die Förderung von Werten in der Schule und die Wiederbelebung von Gemeinschaftsstrukturen durch funktionale Äquivalente.

Warum bezeichnet der Autor den KTR als "verkappte eleatische Perspektive"?

Der Autor kritisiert, dass der Kommunitarismus trotz seines dynamischen Anspruchs bei der Analyse sozialer Ordnung letztlich zu statischen, homöostatischen Modellen neigt.

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Details

Title
»Das Ich braucht das WIR«. Soziale Ordnung im Zeichen des Kommunitarismus.
College
University of Bremen  (Institut für Soziologie)
Course
'Kritik der Modernität (Beiträge von D.Bell, H.Marcuse, G.Ritzer, P. Bourdieu u.a.)'
Grade
1,0
Author
Alexander-Kenneth Nagel (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V42508
ISBN (eBook)
9783638405249
ISBN (Book)
9783638656658
Language
German
Tags
WIR« Soziale Ordnung Zeichen Kommunitarismus Modernität Bell Marcuse Ritzer Bourdieu
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander-Kenneth Nagel (Author), 2003, »Das Ich braucht das WIR«. Soziale Ordnung im Zeichen des Kommunitarismus., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42508
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