Einleitung
In dieser Hausarbeit werden verschiedene Arten von Klimaklassifikationen vorgestellt. Hierbei gehe ich zuerst auf die historische Entwicklung der Klimaklassifikationen ein, danach vertiefe ich die beiden typisierenden Darstellungen der Klimaklassifikationen, nämlich die genetischen, sowie die effektiven Klimaklassifikationen.
Die bedeutsamsten Klimaklassifikationen stelle ich zudem im Einzelnen vor.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wozu dienen Klimaklassifikationen ?
3. Die Geschichte der Klimaklassifikation
4. Die Genetische Klassifikation der Klimate
5. Genetische Klimaklassifikationen am Beispiel von Alfred Hettner
6. Genetische Klimaklassifikationen auf Grundlage allgemeiner Zirkulation am Beispiel von Hermann Flohn
7. Die Effektive Klassifikation der Klimate
8. Effektive Klimaklassifikationen am Beispiel von Wladimir Köppen
9. Effektive Klimaklassifikation nach Lauer & Frankenberg
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die systematische Vorstellung und Erläuterung verschiedener Ansätze der Klimaklassifikation, um ein Verständnis für die wissenschaftliche Einteilung atmosphärischer Verhältnisse zu schaffen. Die Forschungsarbeit beleuchtet dabei insbesondere die Differenzierung zwischen genetischen und effektiven Klassifikationsmethoden.
- Historische Entwicklung der Klimaklassifikationen
- Grundlagen der genetischen Klimaklassifikation
- Klassifikationsansätze von Alfred Hettner und Hermann Flohn
- Methodik der effektiven Klimaklassifikation
- Systematik nach Wladimir Köppen sowie Lauer & Frankenberg
Auszug aus dem Buch
Genetische Klimaklassifikationen am Beispiel von Alfred Hettner
Der Ansatz seiner Klimaklassifikation ist folgender:
„Eine natürliche klimatologische Einteilung muss in erster Linie den allgemeinen Charakter der Klimate ins Auge fassen, wie er eben in der ganzen Art und im jährlichen und täglichen Verlauf der Luftbewegung, der Hydrometeore, des Lichtes und der Wärme zum Ausdruck kommt. Erst danach darf sie die Zahlenwerte berücksichtigen, die sich aus den Unterschieden der Bodengestaltung, namentlich der Entfernung der Meere und der Meereshöhe ergeben und die innerhalb der Gebiete mit gleichartigem Klimatypus graduelle Unterschiede erzeugen. Hinsichtlich der Benennung der Klimatypen ist grundsätzlich eine solche nach Eigenschaften des Klimas selbst vorzuziehen, und in erster Linie kommt dafür die Art der Luftbewegung in Betracht.“
(Originalzitat Alfred Hettner aus seinem Artikel „Die Klimate der Erde“)
Hettner legt in seinem Klassifikationssystem die Zirkulationsbedingungen der Atmosphäre als Haupteinteilungsprinzip fest. Daneben wird zur Charakterisierung noch die Lage zum Meer, unterschieden in Ost- oder Westküste, der Grad von Kontinentalität und Ozeanität und die Höhenlage herangezogen. Außerdem sind noch die Luv- bzw. Lee-Laage und die Dauer der Regenzeit Charaktere.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene Klimaklassifikationen, von der historischen Entwicklung bis hin zu genetischen und effektiven Ansätzen.
2. Wozu dienen Klimaklassifikationen ?: Dieses Kapitel definiert Klima und Klimaklassifikation und erläutert deren Aufgabe als abstrahierende Typisierung von Klimaerscheinungen.
3. Die Geschichte der Klimaklassifikation: Es wird der Weg von der antiken Einteilung in sieben Klimazonen bis hin zu den ersten systematischen Messungen im 18. Jahrhundert nachgezeichnet.
4. Die Genetische Klassifikation der Klimate: Die genetische Methode wird als ein auf dynamischen Vorgängen und planetarischer Zirkulation basierender Ansatz eingeführt.
5. Genetische Klimaklassifikationen am Beispiel von Alfred Hettner: Vorstellung von Hettners System, das die atmosphärischen Zirkulationsbedingungen als primäres Einteilungsprinzip nutzt.
6. Genetische Klimaklassifikationen auf Grundlage allgemeiner Zirkulation am Beispiel von Hermann Flohn: Eine Untersuchung von Flohns System, das auf vier Zirkulationsgürteln basiert, die sich jahreszeitlich verlagern.
7. Die Effektive Klassifikation der Klimate: Definition der effektiven Klassifikation als beschreibende Methode, die primär die Auswirkungen auf die Umwelt betrachtet.
8. Effektive Klimaklassifikationen am Beispiel von Wladimir Köppen: Analyse von Köppens weit verbreitetem, auf Schwellenwerten von Temperatur und Niederschlag basierendem System.
9. Effektive Klimaklassifikation nach Lauer & Frankenberg: Erläuterung dieses ökoklimatischen Ansatzes, der solare Strahlungsgürtel und Tageslängenschwankungen als Kriterien nutzt.
Schlüsselwörter
Klimaklassifikation, Klima, Genetische Klassifikation, Effektive Klassifikation, Zirkulation, Alfred Hettner, Hermann Flohn, Wladimir Köppen, Lauer & Frankenberg, Temperatur, Niederschlag, Vegetation, Klimatologie, Ariditätsindex, Klimazonen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit primär?
Die Arbeit befasst sich grundlegend mit der wissenschaftlichen Einteilung der Erde in Klimazonen durch verschiedene Klassifikationsmodelle.
Welche zentralen Themenfelder werden unterschieden?
Es erfolgt eine wissenschaftliche Differenzierung zwischen genetischen Klimaklassifikationen (Entstehung) und effektiven Klimaklassifikationen (Auswirkungen).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die systematische Darstellung von Klimaelementen und die verschiedenen Ansätze zur Typisierung dieser Phänomene vorzustellen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?
Die Arbeit stellt Methoden vor, die entweder auf atmosphärischen Dynamiken und Zirkulationen (genetisch) oder auf beobachtbaren Auswirkungen wie Temperatur und Feuchtigkeit (effektiv) basieren.
Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert im Detail die Ansätze von Hettner, Flohn, Köppen sowie Lauer & Frankenberg.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Klimaklassifikation, Zirkulation, Temperatur-Niederschlags-Verhältnisse und ökologische Klimaeinteilung charakterisiert.
Warum spielt die Zirkulation bei Hettner eine so große Rolle?
Da Hettner die Luftbewegung als den entscheidenden Faktor für die natürliche Charakterisierung von Klimatypen betrachtet.
Was macht den Ansatz von Lauer & Frankenberg besonders?
Dieser Ansatz integriert zusätzlich zum Wasser- und Wärmehaushalt auch solare Strahlungsgürtel basierend auf der Schwankung der Tageslängen.
Wie unterscheidet sich die "effektive" von der "genetischen" Klassifikation?
Während die genetische Klassifikation die Ursachen (dynamische Vorgänge) betrachtet, konzentriert sich die effektive Klassifikation auf die Auswirkungen auf Landschaft und Vegetation.
- Quote paper
- Kai-Oliver Müller (Author), 2004, Die Einteilung der Klimazonen durch Klimaklassifikationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42547