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Wissen und Technologie - Auf der Suche nach verknüpfenden Elementen

Title: Wissen und Technologie - Auf der Suche nach verknüpfenden Elementen

Seminar Paper , 2000 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carola Milbrodt (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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In der wissenschaftlichen sowie populärwissenschaftlichen Diskussion ist immer häufiger die Rede vom Übergang der Industriegesellschaft in eine Wissensgesellschaft. Es wird von einem neuen “Zeitalter” gesprochen, in dem das “Wissenskapitel” als wichtigster Produktionsfaktor einer Unternehmung gilt. 1 Sieht man sich daraufhin die traditionellen Produktionsfaktoren nach Gutenberg 2 an, so muß man feststellen, daß “Wissen” gar kein “produktiver Faktor” ist. Was also ist “Wissen”, und kann man es durch eine geeignete Konzeption eventuell doch als Produktionsfaktor bezeichnen? Was macht die plötzliche Bedeutsamkeit von “Wissen” aus und welche Konzepte gibt es, um das Wissen in Bezug zur Organisation zu stellen? Der Technologie dagegen wurde nicht erst im letzten Jahrzehnt große Bedeutung im Rahmen der Organisationstheorie beigemessen. Doch obwohl man sich schon lange mit dem Faktor “Technologie” auseinandergesetzt hat, gibt es noch keinen tragenden Konsens über seine genaue Rolle und Bedeutsamkeit - ja nicht einmal über die Definition von Technologie. In einem allgemeinen Verständnis ist es jedoch nicht schwer, sie in das System der Produktionsfaktoren als ein sog. Betriebsmittel 3 einordnen. Ob das ausreicht und auf welche Weise verschiedene Ansätze mit dem Konstrukt “Technologie” umgehen, soll hier zu Beginn herausgearbeitet werden. Auf das Zusammenspiel und eine mögliche Verknüpfung beider Faktoren möchte ich nach jeweiliger Darstellung verschiedener Wissens-und Technologie -Konzeptionen eingehen. Ich versuche dabei, bezogen auf die jeweiligen Konzepte, herauszustellen, welche Rolle das Wissen in der Technologie spielt und was für eine Bedeutung Technologien im Bereich des Wissens, insbesondere des Wissens einer Organisation, haben.

Um die Wechselbeziehungen zwischen den beiden Kräften deutlich zu machen, werde ich am Ende der be iden Hauptkapitel zu den Themen Technologie und Wissen eine Zusammenfassung der verbindenden Elemente geben, bevor ich die genannten Argumente in einer Übersicht zum Schluß der Arbeit noch einmal zusammenfassen werde. Um ein möglichst breites Bild vorhandener Technologie - und Wissens-Konzeptionen zu vergleichen, stammen die gewählten Begriffserklärungen aus verschiedensten theoretischen Ansätzen. Da die Fülle der Untersuchungen, welche ein eigenes Technologie- oder Wissensverständnis zu Grunde gelegt haben jedoch enorm ist, habe ich eine Auswahl treffen müssen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Wandel des Technologie -Verständnisses

1 Technologie als Fertigungstechnologie

1. a Fertigungstechnologie – Wissen

2 Technologie als Varietät der Produktionsaufgabe

2. a Varietät der Produktionsaufgabe – Wissen

3 Technologie als kognitives Konzept

3. a Transformationsmethode – Wissen

4 Technologie als Problemlösungsmechanismus

4. a Problemlösungsmechanismus – Wissen

5 Wissensrollen in der Technologie

III. Die Bedeutung des Wissens für Organisationen

1 Wissen und Information

1. a Wissen als Prozeß – Technologie

2 Organisatorisches Wissen

2. a Organisatorisches Wissen – Technologie

3 Der Wissensentstehungsprozeß und das Organisatorische Lernen

3. a Wissensentstehung – Technologie

4 Wissensmanagement

4. a Wissensinfrastruktur – Technologie

5 Technologien im Wissen

IV. Zusammengefaßte Erkenntnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel und die gegenseitige Abhängigkeit von Wissen und Technologie innerhalb von Organisationen, um diese als verknüpfte Elemente in einem dynamischen Prozess zu identifizieren.

  • Analyse verschiedener Konzeptionen von Technologie
  • Untersuchung der Wissensbegriffe in der Organisationstheorie
  • Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Wissensentstehung und Technologieentwicklung
  • Evaluation von Technologie als Wissensinfrastruktur
  • Klassifizierung der Wissensrollen innerhalb technologischer Modelle

Auszug aus dem Buch

II. 3 Technologie als kognitives Konzept

Der Wandel von einer rein technizistischen Sichtweise auf die Technologie hin zur “Unsicherheit” bei der Bewältigung der Produktionsaufgabe wird von Charles Perrow zu einem eigenen theoretischen Modell ausgebaut. Unter Technologie versteht er “the actions that an individual performs upon an object (...) in order to make some change on that object.” Diese Handlungen (“actions”) können mit oder ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen oder mechanischen Hilfsmitteln durchgeführt werden; das “Objekt” oder “Rohmaterial” kann ein Lebewesen, ein Symbol oder ein Gegenstand sein. Der Transformationsprozeß den ein Objekt erfährt, wird durch die angewandte Technologie bzw. durchgeführten Handlungen bestimmt. Da er unter Handlungen solche mechanischer als auch geistiger Art versteht, kann man sie ebenso als Methode einer Transformation begreifen. Nach Duden wird eine “Methode” wie folgt definiert: “Art der Durchführung; Weg, wie man zu einem angestrebten Ziel gelangen kann.” Ich setze also die angewandte Methode dem Begriff der Technologie (in Perrows Sinne) gleich.

Zur Messung der Technologie dienen Perrow zwei unabhängige Dimensionen, die er, dichtomisiert, in einer Vier-Felder-Matrix darstellt. Die Ausprägung von Varietät im Arbeitsprozeß (wie schon beim überarbeiteten Technologie-Konzept von Woodward) und die Analysierbarkeit der Aufgabe sowie eventueller Probleme (incl. die Möglichkeit der Problemlösung durch Intuition, Ermessen und Experimentieren) bilden die Pfeiler des kontingenztheoretischen Modells von Perrow. Je höher die Varietät und je geringer die Analysierbarkeit der Aufgabe, desto größer ist die “Unsicherheit” bei der Ausführung der Produktionsaufgabe.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Wissensgesellschaft und problematisiert die traditionelle Definition von Produktionsfaktoren sowie die Rolle der Technologie in der Organisationstheorie.

II. Der Wandel des Technologie -Verständnisses: In diesem Kapitel werden vier Basiskonzeptionen von Technologie analysiert und deren jeweiliger Bezug zum Faktor Wissen in Theorie und Praxis herausgearbeitet.

III. Die Bedeutung des Wissens für Organisationen: Dieses Kapitel expliziert zentrale Begriffe wie Organisatorisches Wissen und Wissensmanagement und stellt deren enge Verbindung zu technologischen Prozessen dar.

IV. Zusammengefaßte Erkenntnisse: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse in einem Kreislaufmodell, das Wissen und Technologie als sich gegenseitig bedingende und regenerierende Kräfte beschreibt.

Schlüsselwörter

Wissen, Technologie, Organisation, Wissensmanagement, Produktionsfaktor, Transformationsmethode, Organisatorisches Lernen, Wissensentstehung, Wissensinfrastruktur, Wissensgesellschaft, Kognitives Konzept, Problemlösungsmechanismus, Wissensübertragung, Innovationsfähigkeit, Fertigungstechnologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Verknüpfungen zwischen den Begriffen Wissen und Technologie im organisatorischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt den technologischen Wandel, Wissenskonzepte, organisatorisches Lernen sowie das Management von Wissen mittels technischer Infrastrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Wissen und Technologie aufzuzeigen und zu klären, inwiefern beide Faktoren als integrierte Produktionsfaktoren verstanden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Management- und Organisationstheorien, um Konzepte zu vergleichen und in einer neuen Synthese zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse verschiedener Technologie-Verständnisse und die Untersuchung der Bedeutung von Wissen für Organisationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Wissensmanagement, Technologie, Organisatorisches Lernen und der Prozesscharakter von Wissen.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Technologie bei Woodward und Perrow?

Während Woodward Technologie primär als hardwareorientierte Fertigungstechnologie sieht, erweitert Perrow das Konzept um die kognitive Ebene und begreift Technologie als Methode zur Problemlösung.

Warum wird das Gehirn in der Arbeit als Technologie bezeichnet?

Die Autorin fasst den Begriff Technologie hier weit, um die körpereigenen Prozesse zur Codierung und Entschlüsselung von Wissen im Gehirn als notwendige Komponente der Wissensverarbeitung zu beschreiben.

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Details

Title
Wissen und Technologie - Auf der Suche nach verknüpfenden Elementen
College
Free University of Berlin  (Institut für Management)
Course
Technologie und Organisation
Grade
1,3
Author
Carola Milbrodt (Author)
Publication Year
2000
Pages
21
Catalog Number
V42643
ISBN (eBook)
9783638406369
Language
German
Tags
Wissen Technologie Suche Elementen Technologie Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carola Milbrodt (Author), 2000, Wissen und Technologie - Auf der Suche nach verknüpfenden Elementen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42643
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