Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Book Science

Aventiurehafte Dietrichepik. Analyse und Editionsversuch der Strophen 43 und 44 aus dem Sigenot

Title: Aventiurehafte Dietrichepik. Analyse und Editionsversuch der Strophen 43 und 44 aus dem Sigenot

Term Paper , 2018 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carina Loos (Author)

Book Science
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit erfolgt im Zuge des Seminars „früher Buchdruck“, dass sich mit den Anfängen des Buchdrucks beschäftigt hat. Im Zentrum der Untersuchung stehen drei Drucke der Strophen 43 und 44 aus dem Sigenot der aventiurehaften Dietrichepik. Die Drucke sind unter den Siglen 3, 8 und 15 bekannt und werden im Folgenden S3, S8 und S15 genannt. S3 gilt als Leitdruck der Analyse und des Editionsversuchs. Für eine zeitliche und örtliche Bestimmung der Drucke bedarf es einer paläotypischen Untersuchung, um diese weitestgehend rekonstruieren zu können. Der Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Transkription des Textes nach den Transkriptionsregeln (,Sigenot‘-Drucke), die im Seminar zur Verfügung gestellt wurden, der Kollation der Strophen 43 und 44 aus S3, S8 und S15, sowie eines abschließenden Editionsversuchs des Leitdrucks S3

Die Inkunabelkunde befasst sich, mit den Frühwerken des Buchdruckes. Als Inkunabel, auch Wiegendruck genannt, wird […] ein vor dem 1. Januar 1501 vollendetes, mit beweglichen Metalllettern hergestelltes Druckwerk [bezeichnet]. Jedoch gibt es Probleme bei undatierten Druckwerken, da man ihnen nicht ansehen kann, wann diese erschienen sind. Es gibt kein direktes Kriterium dafür, was als Inkunabel gilt. Ein Indiz für eine Inkunabel ist, dass das Druckbild der Inkunabeln an „gedruckte Handschrift“ erinnert, die erst im Verlauf zu einer Buchschrift wurde. Inkunabelkunde ist im Allgemein das katalogmäßige Erfassen, die Bibliographierung und Analyse der ältesten Druckwerke, sowie der Lösung daraus entstehender Probleme, wie beispielsweise der Zuordnung von undatierten Werken. Inkunabelkunde wird bereits seit dem 17. Jahrhundert ausgeübt und wurde im 18. Jahrhundert so populär, dass geradezu eine Jagd auf Inkunabeln stattfand, bei der sogar Wiegendrucke erfunden wurden. Die Biographien von damaligen Typographen, bedeutende Druckorte, sowie die frühe Druckgeschichte fallen ebenfalls in das Gebiet der Inkunabelkunde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inkunabelkunde

3. Analyse der Drucke

3.1 Paläotypische Untersuchungen

3.1.1 Druck S3

3.1.2 Druck S8

3.1.3 Druck S15

3.2 Transkription der Drucke

3.2.1 Druck S3

3.2.2 Druck S8

3.2.3 Druck S15

3.3 Kollation

3.3.1 Strophe 43

3.3.2 Strophe 44

4. Editionsversuch

4.1 Editionsversuch Strophe 43

4.2 Editionsversuch Strophe 44

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht drei verschiedene Drucke der Strophen 43 und 44 aus dem "Sigenot" der aventiurehaften Dietrichepik mit dem Ziel, diese durch paläotypische Analyse zeitlich und örtlich einzuordnen und durch eine systematische Transkription sowie Kollation die textuellen Unterschiede herauszuarbeiten.

  • Grundlagen der Inkunabelkunde
  • Paläotypische Analyse und Bestimmung der Drucke S3, S8 und S15
  • Transkription der Strophen 43 und 44
  • Kollation der Textvarianten
  • Editionsversuch auf Basis des Leitdrucks S3

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Druck S3

Der Druck S3 ist in zwei Spalten aufgeteilt. In der linken Spalte sind zwischen den Strophen Absätze eingefügt. Die Strophen sind dreizehnzeilig. Über der Strophe 43 ist die Überschrift Hye ,schluͦg der Berner dem. wilden man das haubet ab. eingefügt, die einen neuen Abschnitt ankündigt. Zu Beginn der rechten Spalte findet sich ein Umrissholzschnitt der Dietrich von Bern in Rüstung vor einer hügeligen Landschaft zeigt, wie er gerade mit einem Schwert den Kopf des behaarten Riesen Sigenot abgeschlagen hat. Im Hintergrund zwischen Sigenot und Dietrich befindet sich der Zwerg, der dem Geschehen beiwohnt und auf Dietrich schaut. Rechts im Bild, im Rücken von Dietrich ist der Kopf und das linke Bein eines gezügelten Pferdes abgebildet.

Die Strophen werden durch das Paragraphenzeichen, dem Majuskel-C mit einem senkrechten Strich, welches handschriftlich durch den Rubrikator in rot ergänzt wurde, eingeleitet. Bis auf das Majuskel-B von Berner in der Überschrift sind ausschließlich die Majuskeln der Satzanfänge mit roten Strichen verziert. Am Ende der Verse ist als Interpunktion ein Punkt gesetzt, wobei dieser bei jedem dritten Vers nicht vorhanden ist. Der Diphthong /uo wird durch das Diakritika uͦ dargestellt. Der Nasalstrich, welcher anzeigt, dass nachfolgend ein m oder n zu ergänzen ist, wird in den beiden Strophen ausschließlich über dem e angewandt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Fokus auf die drei Drucke S3, S8 und S15 des "Sigenot" und definiert das Ziel der paläotypischen Untersuchung und Textedition.

2. Inkunabelkunde: Dieses Kapitel führt in die Definition und historische Erforschung von Inkunabeln ein, die als Frühwerke des Buchdrucks vor 1501 gelten.

3. Analyse der Drucke: Hier erfolgt die detaillierte paläotypische Untersuchung, Transkription und Kollation der drei Drucke, um deren Entstehung und Varianz zu bestimmen.

4. Editionsversuch: Dieser Abschnitt stellt die Methodik und Durchführung der Textedition der Strophen 43 und 44 unter Verwendung des Leitdrucks S3 dar.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analysen zusammen und betont die Notwendigkeit detaillierter Studien für die Herkunftsbestimmung von Drucken.

Schlüsselwörter

Sigenot, Dietrichepik, Inkunabelkunde, Buchdruck, Paläotypie, Transkription, Kollation, Edition, Bastarda, Drucktype, Textura, Kursiva, Strophe, Frühdruck, Holzschnitt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse dreier historischer Drucke (Siglen S3, S8, S15) der Strophen 43 und 44 aus dem "Sigenot", einem Werk der aventiurehaften Dietrichepik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Inkunabelkunde, die paläotypische Beschreibung der Drucke sowie die philologische Transkription und kollationierende Bearbeitung der genannten Strophen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, durch eine paläotypische Untersuchung die zeitliche und örtliche Herkunft der Drucke zu bestimmen und einen wissenschaftlich fundierten Editionsversuch der Strophen 43 und 44 zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Methoden der Inkunabelkunde (paläotypische Analyse), die Transkription nach festen Regeln sowie der Variantenvergleich (Kollation) angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Schriftmerkmale, die zeichengenaue Transkription der Drucke, den Vergleich der Textvarianten sowie die konkrete editorische Aufbereitung der Strophen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Inkunabelkunde, Dietrichepik, Transkription, Kollation, Edition und Paläotypie.

Warum wurde der Druck S3 als Leitdruck gewählt?

S3 diente als Ausgangsbasis für die Analyse und den Editionsversuch, da er als repräsentativ für die Untersuchung und den Vergleich mit den anderen Drucken (S8 und S15) geeignet war.

Welche Rolle spielt der Varianten-Apparat im Editionsversuch?

Der Varianten-Apparat verzeichnet systematisch die Abweichungen der Drucke S8 und S15 gegenüber dem Leitdruck S3 und dient somit der wissenschaftlichen Nachvollziehbarkeit der edierten Fassung.

Welche Bedeutung haben die Holzschnitte in den untersuchten Drucken?

Die Holzschnitte dienen als zusätzliche Indizien für die paläotypische Analyse und helfen dabei, die Drucke zeitlich und werkstattbezogen einzuordnen.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin hinsichtlich der Editionstexte?

Die Autorin stellt fest, dass für aussagekräftige Ergebnisse bei der Herkunftsbestimmung alter Drucke die reine Arbeit mit Editionstexten oft nicht ausreicht, da kleinste Details im Typensatz entscheidend sein können.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Aventiurehafte Dietrichepik. Analyse und Editionsversuch der Strophen 43 und 44 aus dem Sigenot
Grade
1,3
Author
Carina Loos (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V427567
ISBN (eBook)
9783668718760
ISBN (Book)
9783668718777
Language
German
Tags
Buchdruck Bücher Druck Schrift Inkunabelkunde Kollation Paläotypie Edition Transkription
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carina Loos (Author), 2018, Aventiurehafte Dietrichepik. Analyse und Editionsversuch der Strophen 43 und 44 aus dem Sigenot, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427567
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint