Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Ein reales Märchen?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
20 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die Medien verkünden ein Märchen

2. Vorannahme und Methode
2.1. Vorannahme
2.2. Methode

3. Hält die royale Märchenhochzeit, was Max Lüthis Märchen-Kategorien versprechen?
3.1 Eindimensionalität
3.2 Flächenhaftigkeit
3.3 Abstrakter Stil
3.3.1 Wiederholung und Zahlen
3.3.2 Kontraste
3.3.3 Requisiten
3.3.4 Farben und Edelmetalle
3.4 Isolation (sichtbar) und Allverbundenheit (unsichtbar)
3.5 Welthaltigkeit und Sublimation

4. Fazit: Überzeugt das Medienereignis als Märchen?

5. Quellenverzeichnis

1. Einleitung: Die Medien verkünden ein Märchen

Am 29. April 2011 heiraten William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor und Catherine Elizabeth Middleton. Er ist ein Prinz, sie eine Bürgerliche. Obwohl dieser Eheschließung keine politische Relevanz innewohnt, ist es doch ein groß angelegtes und viel beachtetes Medienereignis gewesen. Geschätzte zwei Milliarden Menschen weltweit[1] sahen live über Internet und Fernsehen zu, als sich das Paar das Ja-Wort gab. Allein in Deutschland wurde das Ereignis von sechs Fernsehsendern live übertragen[2].

Neben den Faktoren Romantik, gesellschaftlicher Festakt sowie die Prominenz der Beteiligten ist ein weiteres Argument ins Feld zu führen, warum solch ein immenses Interesse an diesem Medienereignis bestand bzw. ausgelöst wurde: Die Hochzeit erhielt von allen Seiten das Prädikat „märchenhaft“. Nicht nur, dass tagesaktuelle Nachrichtenmedien von einer „königlichen Märchenhochzeit“[3] berichteten und das Geschehen mit „Wie im Märchen“[4] bewerteten, nein, es wurden auch ganz konkrete Märchen zum Vergleich herangezogen. So wurde nicht nur auf der Homepage der Zeitschrift „Focus“ mit „Vom Aschenbrödel zur Super-Prinzessin“ getitelt[5], sondern auch eine Reihe von manipulierten Bildern des Disney-Trickfilms „Cinderella“ im Internet durch Privatpersonen verbreitet[6], die auf eine vermeintliche Ähnlichkeit mit den Fotos der royalen, aber realen Hochzeit hinweisen sollte. Außerdem wurden mit „Fairy tale“-betitelte Biographien veröffentlicht[7], ebenso ein Kinderbuch, das das Paar und ihre Beziehungsgeschichte in ein fiktionales Märchen mit bunten Illustrationen verwandelt[8].

Und auch noch knapp ein Jahr später, am 4. Februar 2012 (23:15 bis 00:00 Uhr), zeigte der Fernsehsender NDR eine Dokumentation über das royale Paar mit dem Titel „William und Kate: Wenn Märchen wahr werden“[9].

In dieser Arbeit soll der Titel dieser Sendung als These aufgegriffen werden und auf seine Gültigkeit überprüft werden. Denn eigentlich kann das Märchen als Gattung literarischer Fiktion per se kein wahres, also reales Ereignis sein.

2. Vorannahme und Methode

2.1. Vorannahme

Die Märchenforschung ist sich noch immer nicht einig, inwieweit das Märchen per Definition an seine traditionellen Formen von mündlicher Erzählbarkeit und Verschriftlichung gebunden ist. Ist das Märchen, wenn es als Hörspiel, Theaterstück, Animationsfilm oder Realverfilmung dargeboten wird, noch ein Märchen? Während man auf der einen Seite das Märchen als transmediale Gattung anerkennt, so wie Ursula Heindrichs, die sagt: „ […] überm Suchen finde ich das Märchen in allen poetischen Gattungen heute: in der Lyrik, in Film und Hörspiel, im Drama, im Roman.“[10] und auch Helge Weinrebe, der meint, dass „die Märchen der Brüder Grimm [...] schon längst in den verschiedensten Medien … angekommen [sind]“[11], so sehen andere wie Horst Heidtmann das Märchen als etwas von seiner Darstellung in „audiovisuellen und elektronischen Massenmedien“ Getrenntes, wobei die neuen Verbreitungsformen, reduziert „mediale Adaption“ genannt, nur als Lebenserhaltungsmaßnahme der Märchen ihre Gültigkeit erhalten: „Medienadaptionen sichern […] die Verbreitung von Märchenstoffen. […] Märchen [können] also nur in der medialen Adaption überleben […].“[12]

Da es jedoch in dieser Arbeit um ein reales Ereignis geht, dessen Erzählbarkeit durch alle auditiven, visuellen und virtuellen Medien möglich ist - nicht zu vergessen, dass es für knapp 100.000 Besucher in London eine direkte Erfahrbarkeit bzw. Erlebbarkeit des Geschehens gab - soll dieser Untersuchung die Annahme vorangestellt werden, dass Märchen grundsätzlich zum Medienwechsel fähig sind ohne ihren Status als ‚Märchen‘ zu verlieren.

2.2. Methode

Die Untersuchung, ob und inwieweit das Medienereignis um die Hochzeit von Prinz William und Catherine Middleton als Märchen wirkt und funktioniert, wird anhand der Märchen-Kategorien nach Max Lüthi[13] vorgenommen: Eindimensionalität, Flächenhaftigkeit, Abstraktheit, Isolation und Allverbundenheit sowie Welthaltigkeit und Sublimation.

Obwohl in dieser Arbeit die Merkmale in separaten Kapiteln bearbeitet werden, sind diese nicht als voneinander getrennt auftretende Eigenschaften des Märchens zu verstehen. Denn die Stil- und Wesensmerkmale greifen ineinander und funktionieren in einem gemeinsamen Zusammenspiel.

Dabei soll nicht aber nicht vergessen werden, dass Lüthi von „einem Grundtyp des europäischen Volksmärchen“[14] ausgeht, der als „Idealtyp aufgefaßt werden [muss]; die einzelnen Erzählungen umkreisen ihn, nähern sich ihm, ohne ihn je ganz zu erreichen“[15].

3. Hält die royale Märchenhochzeit, was Max Lüthis Märchen-Kategorien versprechen?

3.1 Eindimensionalität

Aschenputtel bekommt auf wunderbare Weise (von einem Baum, aus heiterem Himmel herabfallend) schöne Kleider geschenkt um auf den Ball zu gehen, wo sie dann den Prinzen trifft. Sie nimmt diese Geschenke nicht als etwas Alltägliches, so doch aber für selbstverständlich, für nicht ungewöhnlich hin[16]. Sie wundert sich nicht, denn „[d]as Wunderbare ist dem Märchen nicht fragwürdiger als das Alltägliche“[17]. Das liegt daran, dass wie in jedem Märchen auch bei „Aschenputtel“ Diesseitiges und Jenseitiges nebeneinander „auf einer Ebene“[18] existieren, sodass Märchenfiguren dem Wunderbaren eben nicht mit Erstaunen oder Überraschung begegnen, sondern „ohne jede innere Bewegung“[19].

Im „Märchen“ von William und Kate gibt es einen Aspekt, der als das Märchen definierende Wunderbare – oder wie Lüthi es nennt: Numinose[20] – funktionieren könnte: Williams verstorbene Mutter, Lady Diana. Der vom Volk beinah als heilig verehrten „Prinzessin der Herzen“ ist es zu verdanken, dass William eine für das konservative Königshaus geradezu liberale Erziehung erhielt, die ihn zu dem modernen Prinzen machte, der eine Bürgerliche heiratet. Und wie Aschenputtels tote Mutter mit schönen Kleidern zu Hilfe eilt, so hilft Williams tote Mutter dem Glück ihres Sohnes mit ihrer Erziehung und ihren Erbanlagen. Dianas Einfluss auf ihren Sohn ist nicht zu leugnen, aber es handelt sich dabei nicht um ein jenseitiges Wunder. Erziehung und Erbgut sind soziale und biologisch nachweisbare Komponenten der Charakterbildung, aber bestimmt nicht magisch. Außerdem wurde die von ihr beeinflusste Persönlichkeitsentwicklung Williams schon vor ihrem Tod wirksam. Die verstorbene Diana ist zwar durch mediale Erinnerung und dem Gedenken der Bevölkerung noch in der Gesellschaft gegenwärtig und auch ihr ehemaliger Verlobungsring, der inzwischen von Williams Frau Kate getragen wird, kann als Symbol für Dianas Beitrag an diesem „Märchen“ verstanden werden, doch handelt es sich dabei um eine passive und vor allem rein gedanklich konstruierte Anwesenheit. Diana vollbringt weder zauberhafte Verwandlungen, noch kann ihr Ring das Böse besiegen. Jenseitiges und Diesseitiges begegnen einander nicht, sodass von Eindimensionalität nicht die Rede sein kann.

3.2 Flächenhaftigkeit

Ein weiterer erkennbarer Unterschied zwischen Märchen und Wirklichkeit ist die fehlende bzw. existierende Individualität der beteiligten Figuren bzw. Personen. Darin zeigt sich die Flächenhaftigkeit (und die Abstraktion), die Lüthi als Merkmal des Märchens feststellt:

„Dem Märchen fehlt nicht nur das Gefühl für die Kluft zwischen profaner und numinoser Welt. Es ist überhaupt und in jedem Sinn ohne Tiefengliederung. Seine Gestalten sind Figuren ohne Körperlichkeit, ohne Innenwelt, ohne Umwelt; ihnen fehlt die Beziehung zur Vorwelt und zur Nachwelt, zur Zeit überhaupt.“[21]

In einem Märchen haben wir es immer nur mit „Repräsentanten des menschlichen Daseins schlechthin“[22] zu tun. Da heißen die Beteiligten „Mädchen“ und „Prinz“[23], aber nicht William Arthur Philipp Louis Mountbatten-Windsor und Catherine Elizabeth Middleton. Allerdings reduzieren die Medien die beteiligten Persönlichkeiten gern auf solche märchenhafte Figuren. Und so verschwinden die wahren, die wirklichen Persönlichkeiten William und Kate hinter den Rollen „Prinz“ und „Braut aus dem Volk“. Doch nicht nur die Medien, sondern auch das Protokoll des britischen Königshauses konstruiert eine Flächenhaftigkeit, indem eine mögliche Beteiligung an den Ereignissen und der Zugang zu Beteiligten auf öffentliche – und damit nur äußerlich sichtbare - Aspekte beschränkt bleibt. Das Mitteilen von Gedanken oder etwaige Gefühlsausbrüche fehlen entweder vollständig oder sind ausschließlich auf das eigentliche Geschehen der Hochzeit zugeschnitten. Ambivalenz oder Differenzierung gibt es jedoch nicht.

Die Flächenhaftigkeit des Märchens ist vergleichbar mit der Bühnenfläche eines Theaters. Dort wird nur das gezeigt, was für die Handlung wichtig ist: Alles ist nur Oberfläche. Inneres wie Charakter oder Motivation werden nur auf der Fläche der Außenwelt sichtbar, verbildlicht in Handlungen und Requisiten[24]. Und „Innere Zustände werden nach außen gewendet, z.B. als entsprechende Handlungsweisen und im Aussehen: Ein gütiges Herz zeigt sich in schönem Aussehen, Fleiß, Hilfsbereitschaft u.ä., eine häßliche Seele in äußere Häßlichkeit oder Faulheit […].“[25]

Und so erlebt der Rezipient das Brautpaar William und Kate wie Märchenfiguren: „ohne Innenwelt“[26]. Er bekommt als Außenstehender auch nur Äußeres zu sehen: Ein Ja-Wort in der Kirche. Ein Lächeln. Ein Kuss auf dem Balkon. Aber sobald sich die Türen schließen – quasi der Bühnenvorhang fällt – bleibt der Blick hinter die Mauern des Buckingham Palace und damit auch ins emotionale, wirkliche Innenleben von Kate und William verwehrt.

Allerdings werden diese ausgewählten Darstellungen ergänzt mit dokumentierten Biographien und Interviews, die einen tieferen und damit die Oberflächlichkeit verlassenden Einblick ins Innenleben der Beteiligten geben sollen, ja erlauben. Dennoch können auch hier Konstruktion und Beschränkung vorliegen, indem selektiert und zensiert wird. Die ganz persönlichsten, geheimsten und intimsten Informationen wird der Rezipient auch hier nicht finden, doch das ist kein Alleinstellungsmerkmal des Märchens mehr, sondern gilt auch für die Informationsvermittlung nicht-märchenhafter Ereignisse.

Und auch eine örtliche und zeitliche Unbestimmtheit bzw. Losgelöstheit[27] gibt es bei William und Kate nicht: Während das o.g. Kinderbuch noch mit einem typischen Märchenbeginn „Es war einmal“ arbeiten kann, so sind die Informationsmedien doch gemäß ihrer Daseinsberechtigung und ihrem Anspruch auf Glaubwürdigkeit daran gebunden, den Rezipienten mit Fakten zu versorgen: Die Hochzeit fand am 29. April 2011 in London, Großbritannien statt. Auf diversen Internetseiten konnte das Ereignis mit Live-Tickern minutiös verfolgt werden und auch alle Örtlichkeiten wie Westminster Abbey und Buckingham Palace sind konkret auszumachen. Eine Distanz zwischen diesem historisch und lokal verorteten „Märchen“ und seinen Rezipienten gibt es aufgrund der Aktualität und Gegenwärtigkeit des Geschehens nicht.

[...]


[1] Vgl. Millionen sehen Hochzeit von William & Kate. Vom 30.04.2011. Unter: http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=49328&p3 (Stand: 27.11.2012).

[2] Ebd.: „In Deutschland war das Interesse ebenfalls groß, neben den beiden Nachrichtensendern N24 und n-tv widmeten sich auch ARD, ZDF, RTL und Sat.1 der königlichen Hochzeit“.

[3] Vgl. Alles über die königliche Märchenhochzeit am 29. April 2011. Unter: http://www.bild.de/themen/ereignisse/prinz-william/nachrichten-news-fotos-videos-16964522.bild.html (Stand: 27.11.2012). Auch: Fromme, Claudia. Papierhochzeit für William und Catherine - Wir Royal. 29.04.2012, 10:35. Unter: http://www.sueddeutsche.de/leben/papierhochzeit-fuer-william-und-catherine-wir-royal-1.1344009 (Stand: 27.11.2012): „Es war eine Märchenhochzeit, die London in einen Ausnahmezustand versetzte und Millionen Zuschauer an die Fernsehschirme fesselte.“

[4] Vgl. Wie im Märchen. Ein Jahr William und Kate. 29.04.2012, 17:40. Unter: http://www.n24.de/mediathek/wie-im-maerchen-ein-jahr-william-und-kate_1547439.html (Stand: 27.11.2012): „Alles ist wie im Märchen, sie leben glücklich und zufrieden […]“.

[5] Vgl. Thomas, Inga Catharina. William und Kate feiern ersten Hochzeitstag. Vom Aschenbrödel zur Super-Prinzessin. 29.04.2012, 12:17. Unter: http://www.focus.de/panorama/welt/royales/william-kate-hochzeit/tid-25565/william-und-kate-feiern-ersten-hochzeitstag-vom-aschenbroedel-zur-super-prinzessin_aid_741236.html (Stand: 27.11.2012).

[6] Vgl. Nelson, Liz Kelly. Cinderella vs. Prince William and Kate Middleton: Which royals wore it best? 12.05.2011. Unter: http://blog.zap2it.com/pop2it/2011/05/cinderella-vs-prince-william-and-kate-middleton-which-royals-wore-it-best.html (Stand: 27.11.2012).

[7] z.B. Green, Jane. A Modern Fairy Tale. 2011. Vgl. http://www.hyperionbooks.com/book/royal-wedding/ (Stand: 27.11.2012).

[8] Price, Anne u. Henderson, Tamara. William & Kate A Royal Fairytale (about a Prince finding his Princess). Vgl. Locomotion of Expressions: William & Kate A Royal Fairytale Book Giveaway! Unter: http://1caseycolette.blogspot.de/2011/07/william-kate-royal-fairytale-about.html (Stand: 27.11.2012).

[9] Vgl. TV-Programm. Unter: http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1114754.html (Stand: 27.11.2012).

[10] Vgl. Heindrichs, Ursula. Die verborgene Anwesenheit des Märchens in der neueren Dichtung. In: Heindrichs, Ursula. Es war einmal – es wird eines Tages sein. Zur Aktualität der Volksmärchen. Schneider Verlag. Hohengehren. 2001. S. 96-107. Hier S. 97.

[11] Vgl. Weinrebe, Helge. SimsalaGrimm. Meinungen zur Fernsehseerie. Kopiertes Material. 1999. S. 7. Zitiert nach: Giera, Joachim. „Es ist, was es ist...“. In: Franz, Kurt; Kahn, Walter (Hrsg.). Märchen – Kinder – Medien. Beiträge zur medialen Adaption von Märchen und zum didaktischen Umgang. (= Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder – und Jugendliteratur Volkach e.V., Bd. 25) Schneider Verlag. Hohengehren. 2000. S. 117-119. Hier S. 117.

[12] Vgl. Heidtmann, Horst. Medienadaptionen von Volksmärchen. In: Franz, Kurt; Kahn, Walter (Hrsg.). Märchen – Kinder – Medien. Beiträge zur medialen Adaption von Märchen und zum didaktischen Umgang. (= Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder – und Jugendliteratur Volkach e.V., Bd. 25) Schneider Verlag. Hohengehren. 2000. S. 82-98. Hier S. 95.

[13] Die Begrifflichkeit „Lüthische Kategorien“ wird von Marion Jerrendorf verwendet. Vgl. Jerrendorf, Marion. Grimms Märchen in den Medien. Aspekte verschiedener Erscheinungsformen in Hörfunk, Fernsehen und Theater. Tübingen. 1985. S. 37. Gemäß dem dieser Arbeit zugrunde liegenden Werk „Das europäische Volksmärchen. Form und Wesen“ nennt Lüthi selbst sie vielmehr Form- bzw. Stil- und Wesensmerkmale. Vgl. Lüthi, Max. Das europäische Volksmärchen. Form und Wesen. (11. Auflage). (= UTB 312) A. Francke Verlag. Tübingen, Basel. 2005.

[14] Vgl. Lüthi, Max. Märchen (10. Auflage). (= Sammlung Metzler Bd. 16) Verlag J.B. Metzler. Stuttgart, Weimar. 2004. S. 25.

[15] Ebd.

[16] Vgl. Lüthi, Max. Das europäische Volksmärchen. A. Francke Verlag. Tübingen, Basel. 2005. S. 56: „Legende und Sage fassen das Wunder als erregenden Einbruch des Numinosen in die profane Welt. Dem Märchen aber ist das Wunder etwas Selbstverständliches (wenn auch nicht Alltägliches).“

[17] Ebd. S. 11.

[18] Vgl. Zitzlsperger, Helga. Was sollte an Märchen bei einer Verfilmung nicht verloren gehen? In: Märchen-Stiftung Walter Kahn (Hrsg.). Medien erzählen Märchen (= Umgang mit Märchen, Heft 7). Leipzig. 2000. S. 28-39. Hier S. 28.

[19] Vgl. Lüthi, Max. Das europäische Volksmärchen. A. Francke Verlag. Tübingen. Basel. 2005. S. 9.

[20] Ebd. S. 8f. Und vgl. Schülerduden. Das Fremdwörterbuch. Dudenverlag. Mannheim u.a. 1992. S. 313: „Numinose, das: das Göttliche als unbegreifliche, zugleich Vertrauen und Schauer erweckende Macht.“

[21] Vgl. Lüthi, Max. Das europäische Volksmärchen. A. Francke Verlag. Tübingen, Basel. 2005. S.13.

[22] Vgl. Eicher, Thomas. Einleitung. In: Eicher, Thomas (Hrsg.). Märchen und Moderne. Fallbeispiele einer intertextuellen Relation. (= Literatur im Kontext. Quellen und Studien zur deutschsprachigen Literatur der Moderne, Bd. 2). LIT Verlag. Münster. 1996. S. 7-20. Hier S. 8.

[23] Vgl. Lüthi, Max. Märchen. Verlag J.B. Metzler. Stuttgart, Weimar. 2004. S. 28: „Personen und Dinge des Märchens sind im allgemeinen nicht individuell gezeichnet. Schon der beliebte Name Hans, Jean, Iwan, der seit dem Ende des Mittelalters häufigste Personenname in Europa, deutet darauf hin, daß der Held des Märchens keine Persönlichkeit, aber auch kein Typus, sondern eine allgemeine Figur ist […] Die meisten Personen bleiben überhaupt unbenannt, sie sich [sic, sind] einfach Königin, Stiefmutter, Schwester, Soldat, Schmied oder Bauernjunge.“

[24] Vgl. Lüthi, Max. Das europäische Volksmärchen. A. Francke Verlag. Tübingen, Basel. 2005. S. 15: „Eigenschaften und Gefühle sprechen sich in Handlungen aus – das heißt aber: sie werden auf dieselbe Fläche projiziert, wo sich auch alles andere abspielt.“

[25] Vgl. Zitzlsperger, Helga. Was sollte an Märchen bei einer Verfilmung nicht verloren gehen? In: Märchen-Stiftung Walter Kahn (Hrsg.). Medien erzählen Märchen. Leipzig. 2000. S. 28-39. Hier S. 30.

[26] Vgl. Lüthi, Max. Das europäische Volksmärchen. A. Francke Verlag. Tübingen, Basel. 2005. S. 13.

[27] Vgl. Zitzlsperger, Helga. Was sollte an Märchen bei einer Verfilmung nicht verloren gehen? In: Märchen-Stiftung Walter Kahn (Hrsg.). Medien erzählen Märchen. Leipzig. 2000. S. 28-39. Hier S. 30: „jede Tiefengliederung [...] des Raumes und der Zeit fehlt.“

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Ein reales Märchen?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Deutsche Philologie)
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V428185
ISBN (eBook)
9783668723252
ISBN (Buch)
9783668723269
Dateigröße
578 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Märchen, Hochzeit, England, Großbritannien, Monarchie, Medien, Medienereignis, Gattung, 21. Jahrhundert, Windsors
Arbeit zitieren
Anja Keller (Autor), 2013, Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Ein reales Märchen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428185

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