Das Prinzip eines Workfare-Staates ist Bestandteil einer „Welfare-to-work“-Politik und basiert als Grundsicherung konsequent auf dem Gegenleistungsprinzip. Mit dem Ziel der Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von Workfare folgt zunächst eine Begriffs- und Zieldefinition des Konzepts. Anschließend werden die Auswirkungen und Effekte auf den Transferleistungsempfänger aufgeführt und erläutert, die mit der Einführung eines Gegenleistungsprinzips entstehen können. Im vierten Kapitel werden die Beschäftigungs- und fiskalpolitischen Auswirkungen für den Staat und die damit einhergehenden Konsequenzen sowohl ausgearbeitet als auch erläutert. Zum Schluss wird im Fazit abrundend die Tragfähigkeit der Workfare-Politik in Deutschland beurteilt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffs- und Zieldefinition von Workfare
- Arbeitsmarktpolitische Auswirkungen und Effekte auf den Transferleistungsempfänger
- Beschäftigungs- und Fiskalpolitische Auswirkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Konzept von Workfare in Deutschland und analysiert dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Transferleistungsempfänger und die Staatsfinanzen. Ziel ist es, die Vor- und Nachteile von Workfare zu beleuchten und dessen Tragfähigkeit für Deutschland zu beurteilen.
- Definition und Zielsetzung von Workfare
- Auswirkungen von Workfare auf Transferleistungsempfänger
- Beschäftigungswirkungen von Workfare
- Fiskalpolitische Implikationen von Workfare
- Vergleich von Workfare mit dem deutschen Sozialsystem
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Arbeit untersucht die arbeitsmarktpolitische Reform der Kombilöhne und die Konzeption von Workfare in Deutschland. Es wird auf die aktuelle Situation in Deutschland mit Ein-Euro-Jobs eingegangen und die Unterschiede zum Workfare-Modell in den USA dargestellt.
Begriffs- und Zieldefinition von Workfare
Das Kapitel erläutert den Begriff Workfare, seine Herkunft und seine Ziele. Es wird der Unterschied zum deutschen Sozialsystem dargestellt und die Unterschiede in der Umsetzung von Workfare in verschiedenen Ländern beleuchtet.
Arbeitsmarktpolitische Auswirkungen und Effekte auf den Transferleistungsempfänger
Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen von Workfare auf die Transferleistungsempfänger, insbesondere auf deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ihre Integration in die Arbeitsgesellschaft.
Beschäftigungs- und Fiskalpolitische Auswirkungen
Das Kapitel analysiert die Auswirkungen von Workfare auf die Beschäftigung und die Staatsfinanzen. Es werden die potenziellen Kosten und Nutzen von Workfare im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit und die öffentlichen Ausgaben betrachtet.
Schlüsselwörter
Workfare, Arbeitsmarktpolitik, Transferleistungen, Beschäftigung, Sozialsystem, Kombilöhne, Ein-Euro-Jobs, Gegenleistungsprinzip, Welfare-to-work, Arbeitslosigkeit, Fiskalpolitik, Deutschland, USA.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Grundprinzip von Workfare?
Workfare basiert auf dem Gegenleistungsprinzip: Transferleistungsempfänger erhalten staatliche Unterstützung nur dann, wenn sie im Gegenzug eine Arbeitsleistung erbringen.
Wie unterscheidet sich Workfare vom klassischen deutschen Sozialsystem?
Während das klassische System den Lebensunterhalt primär als sozialen Rechtsanspruch sichert, macht Workfare die Hilfe von einer aktiven Arbeitsverpflichtung abhängig.
Welche Auswirkungen hat Workfare auf die Transferleistungsempfänger?
Es kann die Integration in die Arbeitsgesellschaft fördern, birgt aber auch das Risiko, Empfänger in prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu drängen.
Was sind die fiskalpolitischen Ziele von Workfare?
Ziel ist die Entlastung der öffentlichen Haushalte durch die Reduzierung von Langzeitarbeitslosigkeit und die Umwandlung von Transferempfängern in Beitragszahler.
Was sind Ein-Euro-Jobs im Kontext von Workfare?
Ein-Euro-Jobs sind eine deutsche Form der Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, die Elemente des Workfare-Gedankens in die Arbeitsmarktpolitik integrieren.
- Quote paper
- Natalie Martini (Author), 2018, Für und wider Workfare in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428542