Das emanzipatorische Potenzial in Carmen Condes Gedicht "Roce de límites". Eine Gedichtsanalyse nach Kriterien der gender-orientierten Literaturwissenschaft


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015

16 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Die Nachkriegszeit Spaniens und die literarische Zensur
2.2 Carmen Conde
2.3 Gender Studies
2.3.1 Die Textanalyse in der gender-orientierten Literaturwissenschaft

2.4 Gender-orientierte Textanalyse von Carmen Condes Roce de límites (1947)8

3. Schluss

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

“Años de lentitud, años de aguja sobre un bastidor difícil. Años de puntada pequeña y de paciencia, de tacto.” (vgl. Benegas 2006: 42) Dieses Zitat aus dem Werk Tiempo a Salvo der spanischen Dichterin Trina Mercader gewährt einen Einblick in die literarische Schaffensarmut Spaniens unmittelbar nach dem Sieg Francos im Bürgerkrieg. Die Zensur des diktatorischen Regimes, die insbesondere die weiblichen Vertreterinnen unter den Schriftstellern in ihrer Kreativität und ihrem Potenzial einschränkte sorgte dafür, dass viele angesehene Autoren und Intellektuelle ins Ausland flohen und dort für eine ausgeprägte Exilliteratur sorgten. Trotz der Unterdrückung und des folglich geschrumpften literarischen Kreises im Spanien der 1940er Jahre gab es vereinzelt Autorinnen, die unterschwellig Kritik an diesem Zustand übten. Eine von ihnen war Carmen Conde. Das umfangreiche Lebenswerk Condes fasst viele Gedichtsammlungen, darunter ihre bekannteste, Mujer sin Edén, der ein hohes emanzipatorisches Potenzial zugesprochen wird. Dieses Werk wird mehrfach in der Literaturkritik für sein frühes feministisches Gedankengut angepriesen, was zu seiner Entstehungszeit im rückständigen Franco-Spanien ein bemerkenswerter literarischer Beitrag war. Doch studiert man auch andere Literatur Carmen Condes, so entdeckt man ähnliche emanzipatorische Züge wie in ihrer unmittelbar vorher erschienenen Gedichtsammlung Sea la luz.

In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit den Faktoren auseinandersetzen, die zu der Herausbildung eines emanzipatorischen Potenzials in dem Gedicht Roce de límites aus der Gedichtsammlung Sea la luz von Carmen Conde beitragen. Die Leitfrage, der ich nachgehen möchte lautet: Inwieweit hat das Spiel mit den Geschlechterrollen und die erzähltechnische Konstruktion der Kategorie >Geschlecht< in Carmen Conde’s Gedicht Roce de límites einen Einfluss auf die Herausbildung eines emanzipatorischen Potenzials?

Bei der Vorgehensweise werde ich zunächst einen historischen Rückblick zur soziopolitischen Situation Spaniens der 1940er Jahre gewähren, um anschließend auf das Werk Carmen Conde’s und ihre Person zusprechen zu kommen. Um ihr Gedicht Roce de límites auf seinen Emanzipationscharakter hin zu untersuchen, wird eine bestimmte Methode der Erzähltextanalyse, die der gender-orientierten Erzähltextanalyse angewendet, die vorweg erläutert wird. Es folgt die Analyse des Gedichts Roce de límites nach genderspezifischen Kriterien um abschließend ein Fazit ziehen zu können.

Ziel dieser Arbeit ist es, emanzipatorisches Gedankengut, das vor der eigentlichen feministischen Bewegung zu Stande kam wie in Roce de límites anhand einer gender-orientierten Erzähltextanalyse herauszuarbeiten und insbesondere die Rolle des Geschlechts diesbezüglich zu positionieren.

2. Hauptteil

2.1 Die Nachkriegszeit Spaniens und die literarische Zensur

Die Errungenschaften der zweiten Republik, wie die neugewonnenen literarischen Freiheiten, die Weltoffenheit Spaniens, die Demokratie und auch die Anerkennung der Frauen als vollwertige und gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft waren mit Beginn der Franco-Ära vorbei. Insbesondere was den Zuwachs an Frauenrechten betraf, war die Phase der zweiten Republik fortschrittlich. Die dort eingeführten Reformen brachten der Frau ihre anerkannte Wahlstimme, und es wurden zudem die Scheidung und die Zivilehe legalisiert. Arbeitsrechtlich waren Männer und Frauen annähernd auf der gleichen Höhe und die arbeitenden Mütter wurden gesetzlich geschützt. 1932 wurden sogar elf Frauen in das Parlament Spaniens gewählt, was symbolisch für die aufstrebende Gleichberechtigung innerhalb des Landes gesehen werden konnte.

Mit dem Beginn der Franco-Ära, die bis 1975 andauerte, begann in Spanien eine Phase der Regression, der politischen Repressionen, des Terrors und der Unterdrückung, die die Geschichte Spaniens nachhaltig prägten. Die Distanzierung Spaniens zur europäischen Entwicklung sowie die Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Strukturen, oder wie Franco zu sagen pflegte “Die Rückkehr zu den ureigensten Elementen des spanischen Wesens.“(vgl. Bernecker 2002:177), standen im Vordergrund und rückten die zuvor aufstrebenden Modernisierungen in allen Bereichen in den Hintergrund(vgl. Van Deest 2011: 90).

Weil sie sich nicht der Zensur des diktatorischen Regimes beugen wollten, flohen Künstler, Intellektuelle und auch Wissenschaftler ins Ausland. Darunter waren auch zahlreiche Schriftsteller, was in den darauffolgenden Jahren für eine stark ausgeprägte Exilliteratur sorgte. Der literarische Kreis im Spanien der 1940er Jahre war extrem geschrumpft und von intellektueller Armut geprägt, da angesehene Schriftsteller wie Antonio Machado oder Federico Garcia Lorca im Zuge des Bürgerkrieges starben. Andere hingegen, wie Juan Ramón Jiménez, Guillén, Alberti oder Cernuda wanderten aus, weil sie sich dem diktatorischen Regime samt seiner Einschränkungen nicht beugen wollten und setzten ihr literarisches Können daher außerhalb Spaniens fort. (vgl. Debicki 1997: 87,88) Die Einschränkung in der literarischen Freiheit umfasst die gesamte schriftstellerische Produktion, von Büchern, Dramen bis hin zu Filmen(vgl. Stenzel 2010:270,71) und “erzwingt eine zumindest oberflächliche Anpassung an die moralischen und ideologischen Kriterien der Diktatur.“(vgl. Stenzel 2010:271) Obwohl diese Einschränkungen nicht immer lückenlos funktionierten trugen sie in hohem Maße zu einer Stimmung der permanenten Unterdrückung bei, die das literarische Schaffen bis in die 1960er Jahre bestimmte. (vgl. Stenzel 2010:271)

Die Zensur traf insbesondere die weiblichen Vertreterinnen in der Literatur, die stets um die Veröffentlichung ihrer Werke sowie eine Leserschaft kämpfen mussten. Dies ist neben den Umwälzungen unter Franco auch darauf zurückzuführen, dass Spanien sich rückblickend im europäischen Vergleich in einer “fünfzigjährigen historischen Verspätung“ gegenüber der “zivilisierten Welt“ (Rodriguez 1920: 146) befand, was auch die Realisierung der Frauenrechte in Spanien und die Entwicklung der Emanzipation retardierte. Der Bewegungsspielraum der Frau beschränkte sich auf den Haushalt und die Reproduktion neuer Arbeitskräfte. Wenn sie überhaupt einem Beruf nachgehen durfte, so war es einer, der keine weitreichenden Qualifikationen verlangte. Für intellektuelle Frauen und Schriftstellerinnen war diese Degradierung daher besonders schwierig und stellte ein Hindernis für ihre Kreativität und ihr Schaffenspotenzial dar(vgl. Benegas & Munárriz 2006: 42,43). Trotz der Unterdrückung und der Zensur gab es einige Schriftstellerinnen, die in ihren Werken unterschwellig Kritik an dieser Frauenfeindlichkeit und Degradierung übten. Eine von ihnen war Carmen Conde.

2.2 Carmen Conde

Carmen Conde (1906-1996) gilt als eine der repräsentativsten und produktivsten spanischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts und war die erste Frau, die einen Platz in der Real Academia Española, der königlichen spanischen Akademie für Sprache bekommen hat. Die 1907 in Cartagena geborene Grande Dame Spaniens hat ein umfassendes literarisches Repertoire vorzuweisen und wirkte sowohl als Journalistin, Poetin und Romanautorin aber auch als Herausgerberin und Dramaturgin in Spanien. Ihr literarisches Werk zählt 40 Gedichtsammlungen, Anthologien, neun Romane, Theaterstücke, Kinderliteratur sowie Kritiken und Sammelbänder. Conde gehörte zu ihren Lebzeiten einer anarchistisch - feministischen Gruppierung an, die Mujeres libres, die auch eine gleichnamige Zeitschrift herausbrachten. Während des patriarchalisch orientierten Franco Regimes mussten sich die Frauen einem veralteten Frauenbild unterordnen, darunter auch Carmen Conde, die ihre Werke unter den Pseudonymen Florentina del Mar und Magdalena Noguera veröffentlichte. Sie war eine der ersten Vertreterinnen des Feminismus im Franco-Spanien und kämpfte für die Gleichberechtigung der Frau. Zwar geschah dies immer verdeckt und unter Verwendung von Pseudonymen, doch Carmen Conde machte in ihren Werken auf die Konflikte in der Gesellschaft aufmerksam, die eine gleichberechtigte Einbeziehung der Frau in die traditionellen und gegebenen Strukturen erschwerten.

Im Hinblick auf diese Ungerechtigkeit gibt es ein Werk in Condes Repertoire, dass für seinen emanzipatorischen Charakter steht und ein besonderes Bewusstsein für die Unterdrückung der Frauen im Spanien der Nachkriegszeit geschaffen hat: Mujer sin Edén. Dieses Buch ist eine Gedichtsammlung aus dem Jahre 1947, welches von Literaturkritikern als die Spitze Condes literarischer Produktion angesehen wird. Der Bürgerkrieg hinterließ seine Spuren in Carmen Condes Schreibstil, der sich unter anderem in Mujer sin Edén herauskristallisiert. In ihrem Werk verändert die Schriftstellerin die Figur der Eva um gegen die Unterdrückung der Frauen und das dominierende Patriarchat zu protestieren und damit die untergeordnete Rolle der Frau in der Schöpfungsgeschichte in Frage zu stellen. Diese emanzipatorischen Tendenzen sind jedoch nicht erst in Mujer sin Edén anzutreffen, sondern nehmen bereits in einem ihrer wenigen bekannten Gedichtsammlungen Sea la luz erste Formen an.(vgl. Debicki 1997: 106,7)

2.3 Gender Studies

Die Gender Studies sind ein interdisziplinärer Ansatz, der kulturelle Phänomene, die von der Geschlechterdifferenz geprägt sind, untersucht. Der Ansatz gilt als eine Weiterführung der feministischen Literaturwissenschaft, die aus den gesellschaftspolitischen Gegebenheiten der 1968er Jahre entstand. Studentenunruhen ebneten den Weg für eine “politisch-ideologisch motivierte Frauenbewegung, die in den 1970er und 1980er Jahren in vielen Bereichen, nicht zuletzt in den Universitäten, eine Institutionalisierung erfuhr.“(Becker 2007:112) Die feministische Literaturwissenschaft konzentrierte sich auf die in der Literatur thematisierten Geschlechterverhältnisse und Geschlechterbilder, hatte sich aber aufgrund ihrer Fokussierung auf ausschließlich frauenspezifische Fragestellungen als einseitig und parteiisch erwiesen. (vgl. Becker 2007:119)

Demzufolge entwickelten sich in den 1990er Jahren die Gender Studies, die sowohl auf die weibliche als auch auf die männliche Identität Rücksicht nehmen. Mit diesem Schritt weitete sich die subjektive Frauenforschung zu den vielseitigen Gender Studies aus. In ihrem Werk Methoden der feministischen Literaturwissenschaft und der Gender Studies arbeiten Ansgar und Vera Nünning(2010:255) die Unterschiede zwischen der feministischen Literaturwissenschaft und den Gender Studies genauer heraus:

Die Übergänge zwischen der feministischen Literaturwissenschaft und den Gender Studies erscheinen in vielerlei Hinsicht fließend. Während es im Rahmen der feministischen Literaturwissenschaft aber durchaus Positionen gibt, die essentialistische Auffassungen von Geschlecht vertreten, die also von naturgegebenen Geschlechterunterschieden [. . .] ausgehen, ist für die Gender Studies die Auffassung konstitutiv , dass es sich bei der Kategorie >Geschlecht< um ein Konstrukt handelt.

Daraus lässt sich schließen, dass es sich bei der gender-orientierten Textanalyse nicht mehr nur um Frauenbilder dreht, sondern um die erzähltechnischen Konstruktionen und Dekonstruktionen geschichtlich veränderbarer Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie um die Korrelation von Geschlechterkonstruktionen. Die Gender Studies stellen sowohl das Weibliche als auch das Männliche als veränderbares “gesellschaftliches und kulturelles Konstrukt“(Becker 2007:119) dar, und interessieren sich daher insbesondere für die soziokulturellen, gesellschaftlichen und historischen Konstellationen, in die die Geschlechterbeziehungen integriert sind. Die Erforschung des geschichtlichen Wandels von Geschlechterbeziehungen, die Rolle und Funktion von der Kategorie Geschlecht sowie das gesellschaftliche Bild von Geschlechtern stehen im Zentrum der gender-orientierten Literaturwissenschaft. Die Geschlechterforschung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Geschlechtergegensätze zu dekonstruieren und die gesellschaftlichen und sozialen Herrschaftsverhältnisse, in denen das weibliche Geschlecht unterdrückt wird, diskursanalytisch zu beschreiben. (vgl. Becker 2007: 120)

Eine entscheidende Ergänzung der feministischen Literaturwissenschaft sei Becker zufolge die “diagnostizierte Relationalität der Geschlechterbeziehungen und der daraus abgeleiteten Differenzialität der Kategorien von sex und gender.“(2007:121) Die Gender Studies unterscheiden demzufolge zwischen dem biologischen Geschlecht (sex) und der sozial und kulturell kodierten Identität (gender) , was die Weiblichkeit und Männlichkeit einerseits zu einer historisch-sozialen, andererseits zu einer kultur-und literaturwissenschaftlichen Kategorie macht.

Für die Literaturwissenschaft bedeutet dies, dass die Geschlechterrollen nicht als rein biologische Unterschiede zu betrachten sind, sondern als gesellschaftliche Konstrukte analysiert werden können. (vgl. Becker 2007:122) Darüber hinaus hinterfragt die gender-orientierte Literaturwissenschaft das geschlechtsspezifische Lesen und Schreiben und inwieweit die Autorenschaft die repräsentierte Geschlechterdifferenz beeinflusst. Wie sich aus dem vorangegangenen Text schließen lässt, dreht es sich auch bei der gender-orientierten Textanalyse nicht mehr nur um Frauenbilder, sondern um die erzähltechnischen Konstruktionen und Dekonstruktionen geschichtlich veränderbarer Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie um die Korrelation von Geschlechterkonstruktionen

2.3.1 Die Textanalyse in der gender-orientierten Literaturwissenschaft

Bei der Methodik der Textinterpretation ist gesondert darauf zu achten, die Konstruktionsmechanismen von Geschlecht und Geschlechterunterschieden herauszukristallisieren. Gerade auf der sprachlichen Ebene, “ wie etwa der Gebrauch von Personalpronomina oder die Bildlichkeit, aber auch die Darstellung von Bewusstseinsvorgängen, von figuralen Handlungen oder des Redeverhaltens von Figuren [können] in vielfältiger Weise auf den Konstruktcharakter der Kategorie >Geschlecht< [verweisen].“(Nünning 2010:255)

Um die literarischen Darstellungsverfahren speziell im Hinblick auf die Kategorie Geschlecht analysieren zu können, gibt es bestimmte Suchraster. Zunächst einmal setzt man sich bei der Analyse im Rahmen einer gender-orientierten Narratologie mit dem Geschlecht des lyrischen Ichs, des Sprechers und dem Adressaten auseinander. Man beschäftigt sich also mit deren Stimme, insbesondere mit der weiblichen, und ob es im Zuge der Handlung zu einem Verstummen oder Schweigen der weiblichen Stimme auf der Handlungs- oder Erzählerebene kommt. Des Weiteren werden die Redeanteile männlicher und weiblicher Figuren analysiert, insbesondere darauf, ob es eine geschlechtsabhängige Distribution der Sprecherrollen gibt. Die Beschäftigung mit der Stimme, eine der vier Suchraster nach Ansgar und Vera Nünning, bietet die Möglichkeit, weibliche Stimmen hörbar zu machen, da Frauen früher in bestimmten Gelegenheiten, wie juristischen oder medizinischen Debatten, keinen Redeanteil hatten und sogar zum Schweigen verurteilt worden sind. Die Fragen nach dem Inhalt des Gesprochenen und nach dem Sprecher selbst können Aufschluss darüber geben, ob “gesellschaftliche Machtverhältnisse im Rahmen der Geschlechterordnung“ (Nünning 2010:257) bestehen.

Als weiteres Suchraster für eine gender-orientierte literaturwissenschaftliche Analyse dient die Frage nach den Blickstrategien, also wer von wem wie gesehen wird. Als Konzept der psychoanalytisch orientierten feministischen Filmwissenschaft lässt sich der >male gaze< (dt. männlicher Blick) auch auf geschriebene Literatur übertragen, was dann über die Fokalisierung analysiert werden kann. Das Konzept des >male gaze< ist darauf aus, jene Muster oder Strategien ausfindig zu machen, “die weibliche Figuren zum (erotischen) Objekt des männlichen Blicks, d.h. des Blicks männlicher Figuren wie auch männlicher Zuschauer, machen.“(Nünning 2010:258) Grundsätzlich öffnet die Analyse von Blickstrategien einen Einblick in die Erschaffung von Geschlechterunterschieden.

Eng verbunden mit der Analyse der Blickstrategien ist die Darstellung von männlichen und weiblichen Körpern in Texten. Eine Herangehensweise an diese Körperkonzepte ist beispielsweise die Beschreibung von männlichen und weiblichen Körpern in fiktionalen Texten, die häufig kontrastiv sind. Weiterhin kann man die Bewegung im Raum oder das Berührungsverhalten von weiblichen und männlichen Figuren “ als Ausdruck der inszenierten Vorstellungen von geschlechtsbezogener Körperlichkeit und als Aspekt des Aushandelns von Weiblichkeit und Männlichkeit[. . .] “(Nünning 2010:259) beobachten.

Den vierten und letzten Ansatzpunkt für eine genderorientierte Textanalyse bildet das Konzept der Handlungsermächtigung(agency), welches immer in Abhängigkeit von der Kategorie Geschlecht zu betrachten ist. Hierbei gilt es, den Handlungsverlauf und seine Wendepunkte genauer zu betrachten und gegebenenfalls eine Verbindung zwischen den Geschlechtern und ihren Einfluss auf den Handlungsverlauf zu ermitteln.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Das emanzipatorische Potenzial in Carmen Condes Gedicht "Roce de límites". Eine Gedichtsanalyse nach Kriterien der gender-orientierten Literaturwissenschaft
Hochschule
Universität Osnabrück  (Institut für Romanistik)
Veranstaltung
Spanische Lyrik im 20. Jahrhundert
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V429000
ISBN (eBook)
9783668734708
ISBN (Buch)
9783668734715
Dateigröße
578 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Carmen Conde, Lyrik, emanzipatorisches Potenzial, Roce de limites, Gedichtsanalyse
Arbeit zitieren
Claudia Rumms (Autor), 2015, Das emanzipatorische Potenzial in Carmen Condes Gedicht "Roce de límites". Eine Gedichtsanalyse nach Kriterien der gender-orientierten Literaturwissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429000

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