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Die Semantik desubstantivischer Verben im Russischen

Titel: Die Semantik desubstantivischer Verben im Russischen

Hausarbeit , 2014 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Luisa Gester (Autor:in)

Russistik / Slavistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Sprachgeschichte des Russischen gibt es seit dem 17. Jahrhundert viele Hinweise auf Einflüsse aus westeuropäischen Sprachen, die sich in der Erscheinung von stilistischen, syntaktischen und vor allem lexikalischen Elementen äußern. Die Mittel und Erklärungen für die in jeder modernen Fremdsprache ständig stattfindenden Veränderungen der Lexik finden wir auf dem Gebiet der Wortbildung. Dafür lohnt es sich, zunächst die Einordnung der Wortbildung ins Sprachsystem und ihre Verbindung zur Morphologie zu betrachten.

Der Hauptteil dieser Arbeit ist der Wortbildungssemantik der desubstantivischen Verben gewidmet. Grundlage bietet dabei eine Veröffentlichung zum diesem Thema von H.B. Song aus dem Jahr 1997. Aufgrund der Komplexität und Vielfalt aller dabei auftretenden Suffixe sollen hier exemplarisch die desubstantivischen Verben auf –овать vorgestellt werden. Dabei geht es in diesem Zusammenhang vor allem die Wechselbeziehung zwischen motivierenden und motivierten Wörtern, sowie die Bedeutungsunterschiede der entstehenden Verben. Im dritten Teil folgt eine Untersuchung von -ова- und seinen verschiedenen Suffix¬varianten in den einzelnen Perioden der russischen Nationalsprache und der russischen Sprache der Gegenwart. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Lehnwörtern aus dem Deutschen, die als Basis der Motivation die russische Sprache vielfältig beeinflusst haben. Ausgehend von diesen Betrachtungen soll abschließend herausgefunden werden, ob es sich bei der Wortbildungssemantik von desubstantivischen Verben um ein gutes Beispiel für produktive Wortbildung handelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Wortbildung im Sprachsystem

2. Charakteristika desubstantivischer Verben

3. Semantik der Verben auf –овать mit Substantiven als Basis der Motivation

3. 1 Verben mit dem Suffix -ова-

3.2 Verben mit dem Suffix -ирова-

3.3 Verben mit dem Suffix -изирова-/-изова-

4. Diachrone Entwicklung der Verben mit dem Suffix -ова-

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wortbildungssemantik desubstantivischer Verben im Russischen, wobei ein besonderer Fokus auf der Integration und Anpassung fremdsprachlicher Lehnwörter sowie den dabei auftretenden Suffixvariationen liegt.

  • Stellung der Wortbildung innerhalb des russischen Sprachsystems
  • Morphologische und semantische Analyse desubstantivischer Verben
  • Funktionsweise der Suffixe -ова-, -ирова-, -изирова- und -изова-
  • Historische Entwicklung der Wortbildungsprozesse (Diachronie)
  • Wechselbeziehung zwischen motivierenden und motivierten Wörtern

Auszug aus dem Buch

3. Semantik der Verben auf –овать mit Substantiven als Basis der Motivation

Als Gegenstand dieser Arbeit soll exemplarisch die Untersuchung des Suffixes -ова- mit seinen Varianten -ирова-, -изирова- und -изова- vorgenommen werden. Charakteristisch für diese Art von Verben ist eine Ableitung von einfachen und seltener von bereits abgeleiteten Substantiven. Viele motivierende Wörter für desubstantivische Verben haben einen fremdsprachlichen Ursprung und bezeichnen Vorgänge in wissenschaftlichem, gesellschaftlichem oder technischem Bereich. Die dabei verwendeten Suffixe erfüllen in vielen Fällen die Funktion der Anpassung fremdsprachlicher Substantive an russische Verben: штурм > штурмовать (dt. Sturmangriff > stürmen) philosophie > филосовствовать (gr. Philosophie > philosophieren).

Häufig entsteht durch den Einfluss des desubstantivischen Verbs als letztes Derivat in der wortbildenden Reihe nach dem Prinzip „Substantiv > Verb > Substantiv“ ein weiteres Substantiv, das sich in seiner Bedeutung vom motivierenden Substantiv unterscheidet: мотив > мотивировать > мотивирование.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wortbildung im Sprachsystem: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Verortung der Wortbildung als Teilbereich der Morphologie sowie als eigenständige Sprachebene und definiert zentrale Begriffe der Derivatologie.

2. Charakteristika desubstantivischer Verben: Es wird die morphologische Natur russischer Verben beschrieben und das Verfahren der Suffixbildung auf der Grundlage von Substantiven sowie die „innerverbale“ Ableitungsart abgegrenzt.

3. Semantik der Verben auf –овать mit Substantiven als Basis der Motivation: Der Hauptteil analysiert detailliert die semantischen Gruppen und Funktionen der Suffixe -ова-, -ирова- sowie -изирова-/-изова- bei der Integration von Lehnwörtern.

4. Diachrone Entwicklung der Verben mit dem Suffix -ова-: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Suffixe in vier Perioden nach und beleuchtet den Einfluss westlicher Sprachen auf den russischen Wortschatz.

5. Schlussbemerkung: Die Ergebnisse zur Produktivität und Regelmäßigkeit der untersuchten Wortbildungstypen werden zusammengefasst und die historische Bedeutung der Sprachkontakte für die Gegenwartssprache hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Wortbildung, Desubstantivische Verben, Russisch, Derivation, Suffix, Wortbildungssemantik, Lehnwörter, Sprachsystem, Morphologie, Diachronie, Sprachkontakt, Motivation, Verbalbildung, Sprachgeschichte, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Wortbildungssemantik von Verben, die im Russischen von Substantiven abgeleitet wurden (desubstantivische Verben).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Suffixbildung, der Einfluss fremdsprachlicher Einflüsse (Lehnwörter) auf die russische Sprache sowie die historische Entwicklung dieser Wortbildungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, exemplarisch aufzuzeigen, wie produktiv und regelmäßig die Wortbildung mit den Suffixen -ова-, -ирова- und -изирова-/-изова- verläuft und welche semantischen Beziehungen zwischen Basiswort und Derivat bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die synchrone und diachrone Analyse von Wortbildungsprozessen und stützt sich dabei auf die Klassifikationen der linguistischen Forschung, insbesondere auf die Arbeiten von H.B. Song.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Untersuchung der Suffixvarianten anhand ihrer semantischen Gruppen (z.B. Personen, Tiere, Zustände) sowie in eine diachrone Betrachtung über verschiedene Zeitepochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wortbildung, Desubstantivische Verben, Derivation, Lehnwörter, Suffixe und Sprachgeschichte.

Warum spielt die polnische Sprache eine Rolle bei der historischen Entwicklung?

Das Polnische fungierte in den frühen Phasen der Entwicklung (insbesondere ab dem 18. Jahrhundert) oft als wichtige „Vermittlungssprache“ für Lehnwörter aus dem Deutschen oder Französischen in das Russische.

Was unterscheidet die Suffixe -ирова- und -изирова- in ihrer Anwendung?

Während -ирова- häufig zur Anpassung von Lehnwörtern an ein russisches Verbalsystem dient, treten -изирова- und -изова- verstärkt bei der Ableitung von Fachbegriffen und Abstrakta auf.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Semantik desubstantivischer Verben im Russischen
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,0
Autor
Luisa Gester (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V429377
ISBN (eBook)
9783668732773
ISBN (Buch)
9783668732780
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprache Russisch Semantik Desubstantiv Verben Romanistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luisa Gester (Autor:in), 2014, Die Semantik desubstantivischer Verben im Russischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429377
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Leseprobe aus  13  Seiten
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