Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Pedagogic Psychology

Die Verwendung von Ich-Botschaften als Beispiel für einen erfolgreichen Einsatz von Kommunikationstechniken im Unterricht

Title: Die Verwendung von Ich-Botschaften als Beispiel für einen erfolgreichen Einsatz von Kommunikationstechniken im Unterricht

Elaboration , 2017 , 8 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Luisa Gester (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Kommunikationstechniken leisten im Unterricht einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau eines lernförderlichen Klimas. Nach den Ergebnissen der Hattie-Studie befinden sich Klarheit der Lehrperson, Feedback und die Lehrer-Schüler-Beziehung auf Rang 8, bzw. 10 und 11 von insgesamt 138 untersuchten Einflussfaktoren und tragen somit nachweisbar zum Unterrichtserfolg bei. Der zwischenmenschliche Umgang als Motivations- und Erfolgsfaktor spielt nicht nur in Unterrichtssituationen eine entscheidende Rolle; die Erforschung pädagogischer Kontexte beruht auf Ergebnissen der allgemeinen Kommunikationspsychologie, wobei die verschiedenen theoretischen Modelle von Friedemann Schulz von Thun und Thomas Gordon mittlerweile zum Grundlagenwissen gehören und in den letzten Jahrzehnten einen besonderen Stellenwert gewonnen haben. Ihnen geht mit den Erkenntnissen von Karl Bühler, Paul Watzlawick und Carl Rogers bereits wertvolle Forschungsarbeit auf diesem Gebiet voraus. Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Arbeit und einem zentralen Schwerpunkt auf den Ich-Botschaften kann darauf jedoch nicht ausführlich eingegangen werden; gleiches gilt für weitere Gesprächstechniken wie z.B. das aktive Zuhören.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ICH-BOTSCHAFTEN ALS WIRKSAME KOMMUNIKATIONSTECHNIK IM UNTERRICHT

2.1 Relevante Kommunikationsmodelle

2.2 Ich-Botschaften im Unterricht

2.3 Der Aufbau einer Ich-Botschaft

2.4 Möglichkeiten und Grenzen von Ich-Botschaften im Schulalltag

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Kommunikationstechniken zur Förderung eines lernförderlichen Klimas im Schulalltag, wobei der Fokus gezielt auf dem Einsatz und der Wirkung von Ich-Botschaften als Instrument in der Lehrer-Schüler-Interaktion liegt.

  • Grundlagen der Kommunikationspsychologie im pädagogischen Kontext
  • Gegenüberstellung von Du-Botschaften und Ich-Botschaften
  • Methodische Vorgehensweisen beim Aufbau einer korrekten Ich-Botschaft
  • Anwendungsmöglichkeiten und didaktische Grenzen der Kommunikationstechnik
  • Die Rolle der Authentizität der Lehrperson im Kommunikationsprozess

Auszug aus dem Buch

2.3 Der Aufbau einer Ich-Botschaft

Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass eine Nachricht nicht automatisch zu einer Ich-Botschaft wird, wenn sie in der ersten Person Singular formuliert ist und Informationen über Emotionen des Senders enthält. Die Aussage „Ich habe das Gefühl, dass du im Unterricht nicht mitarbeitest“ wäre eine „verkleidete Du-Botschaft“, die dem Schüler bzw. der Schülerin besonders viel weiterhilft. Nach Gordon (2006) beginnt die Formulierung einer Ich-Botschaft immer mit einer „Wenn-“Aussage, damit die Lernenden (oder die Kollegen und Kolleginnen) wissen, dass sie nur in Zusammenhang mit einem bestimmten Verhalten ein Problem besteht. Sprachlich bietet sich daher an, eine verallgemeinernde Wortwahl („immer“, ständig“) zu vermeiden. Außerdem sollte das störende Verhalten sachlich (statt wertend oder interpretierend) beschrieben werden, die Botschaft sollte keine Vorwürfe und auch keine Forderung nach Verhaltensänderung, sondern besser eine Bitte enthalten.

Über die genaue Reihenfolge der Formulierung der einzelnen Bestandteile von Ich-Botschaften gibt es leicht unterschiedliche Darstellungen, die jedoch im Prinzip die gleichen Inhalte beschreiben. Für Gordon (2006) ist „die logische Reihenfolge wichtig, aber nicht unantastbar“. Er spricht von einer „dreiteiligen Ich-Botschaft“ mit den Einzelschritten. „Verhalten-Effekt-Gefühl“. Bei Crisand (2010) stimmen die Verhaltens- und Gefühlsaussage mit Gordon überein; die Benennung des Effekts der ausgeführten Handlung wird mit der Bitte um Änderung in den letzten Schritt der Wirkungsaussage integriert. Greuel (2016) wiederum ist davon überzeugt, dass Gordons Ich-Botschaft aus vier Teilen besteht und beschreibt die Reihenfolge: Verhaltensbeobachtung – Gefühlsbenennung – Ausdruck der eigenen Bedürfnisse – Bitte um Verhaltensänderung.

Letztendlich passiert bei der Ich-Botschaft nichts anderes, als dass der Sender seine Information auf mehreren Ebenen aufgeschlüsselt präsentiert und dabei verschiedene Ohren des Empfängers angesprochen werden: Die wertungsfreie Beschreibung des unerwünschten Zustands ist eine sehr direkte Sachinformation, die Gefühlsbeschreibung berührt die Selbstmitteilungsebene und der Wunsch nach Veränderung (mit Hintergrund der Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehung) kann auch als Appell gesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz einer konstruktiven Kommunikation für den Unterrichtserfolg und führt in die wissenschaftliche Thematik der Kommunikationstechniken ein.

2. ICH-BOTSCHAFTEN ALS WIRKSAME KOMMUNIKATIONSTECHNIK IM UNTERRICHT: Das Hauptkapitel befasst sich mit theoretischen Modellen, dem spezifischen Aufbau von Ich-Botschaften und deren praktischer Anwendung im schulischen Alltag.

2.1 Relevante Kommunikationsmodelle: Hier werden grundlegende Modelle wie das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun auf ihre Anwendbarkeit in Lehr-Lern-Situationen hin analysiert.

2.2 Ich-Botschaften im Unterricht: Dieser Abschnitt kontrastiert die Wirkungsweise von Du- und Ich-Botschaften und zeigt deren unterschiedliche Auswirkungen auf das Lehrer-Schüler-Verhältnis auf.

2.3 Der Aufbau einer Ich-Botschaft: Dieses Kapitel beschreibt die methodischen Anforderungen und die schrittweise Formulierung einer Ich-Botschaft unter Berücksichtigung gängiger fachwissenschaftlicher Theorien.

2.4 Möglichkeiten und Grenzen von Ich-Botschaften im Schulalltag: Der abschließende Teil beleuchtet die Chancen der Technik bei der Deeskalation von Konflikten, weist jedoch auch auf notwendige authentische Rahmenbedingungen und Grenzen hin.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Ich-Botschaften, Lehrer-Schüler-Interaktion, Kommunikationsquadrat, Konfliktlösung, Unterrichtsklima, Feedback, Verhaltensänderung, Schulz von Thun, Thomas Gordon, Kommunikationsbarrieren, Pädagogische Psychologie, Gesprächsführung, Erziehungssituationen, Authentizität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Lehrerinnen und Lehrer durch gezielte Kommunikationstechniken, insbesondere durch den Einsatz von Ich-Botschaften, ein lernförderliches Klima schaffen und Konflikte konstruktiv bearbeiten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die allgemeine Kommunikationspsychologie im schulischen Kontext, den Vergleich zwischen Du- und Ich-Botschaften, Methoden der Gesprächsführung sowie die Bedeutung von authentischer Kommunikation.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?

Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit von Ich-Botschaften als "Verantwortungsbotschaften" darzustellen, die zur Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen im Klassenzimmer beitragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender kommunikationspsychologischer Modelle (z.B. nach Schulz von Thun und Thomas Gordon) und deren Adaption für den pädagogischen Alltag.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen beleuchtet, die Unterschiede in der Nachrichtenformulierung erörtert sowie der konkrete Aufbau und die Anwendungsmöglichkeiten von Ich-Botschaften dargelegt.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ich-Botschaften, Kommunikation, Unterrichtsklima, Lehrer-Schüler-Interaktion, Konfliktlösung und Gesprächsführung.

Warum wird die "Eisbergkommunikation" in der Arbeit erwähnt?

Der Begriff beschreibt eine mangelnde Klarheit in der Kommunikation, bei der die Sachebene zwar sichtbar ist, Signale auf der Beziehungsebene jedoch ignoriert werden, was laut Arbeit zu Konflikten führen kann.

Warum können Ich-Botschaften manchmal auch problematisch sein?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Ich-Botschaften bei übermäßiger oder unauthentischer Verwendung zu einem "Psycho-Jargon" führen können, der die Lehrperson unnatürlich wirken lässt und bei Schülern Irritationen auslösen kann.

Excerpt out of 8 pages  - scroll top

Details

Title
Die Verwendung von Ich-Botschaften als Beispiel für einen erfolgreichen Einsatz von Kommunikationstechniken im Unterricht
College
Dresden Technical University
Grade
1,0
Author
Luisa Gester (Author)
Publication Year
2017
Pages
8
Catalog Number
V429380
ISBN (eBook)
9783668736443
ISBN (Book)
9783668736450
Language
German
Tags
verwendung ich-botschaften beispiel einsatz kommunikationstechniken unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisa Gester (Author), 2017, Die Verwendung von Ich-Botschaften als Beispiel für einen erfolgreichen Einsatz von Kommunikationstechniken im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429380
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  8  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint