Das Bild der Lehrenden in ausgesuchten britischen "Campus Novels"


Magisterarbeit, 1995
142 Seiten, Note: sehr gut

Leseprobe

0. VORWORT :

Die Institution der Universität hatte überwiegend schon seit ihren Anfängen einen besonderen Status in der Gesellschaft, und an dieser Denkweise hat sich auch bis heute im modernen Zeitalter nicht viel verändert. Noch immer tendieren die meisten Menschen dazu, eine Person mit einem akademischen Grad mit anderen Augen zu betrachten, als jemanden, der keine höhere Bildung genossen hat.

Der Grund für diese unterschiedliche Haltung wird oftmals nicht nur mit der Einstellung des Respekts vor dem Wissen des Akademikers angegeben, sondern es spielt auch die Vorstellung eine Rolle, daß der Besuch einer Hochschule die Persönlichkeit eines Menschen in positiver Hinsicht beeinflußt. Das heißt genauer, es findet eine geistige Wertung statt. Mit dem Ergebnis, daß der Glaube entsteht, ein erfolgreicher Universitätsabschluß signalisiere, daß es sich bei dem Studienabsolventen um jemanden handelt, der unter moralischen Gesichtspunkten besehen als ehrenvoller gilt als andere.

Dieser Grundgedanke wirft auch ein entsprechendes Licht auf die ganze Einrichtung der Hochschule. Deren Funktion wird folglich nicht nur darin gesehen, Logik und Fakten auf wissenschaftlicher Basis zu vermitteln, sondern die Studenten zu besseren Menschen zu erziehen. Diese Aufgabe wird vor allem den Geisteswissenschaften zugesprochen, weil die sich intensiv mit Theorien beschäftigen, die die Einstellung zum Leben betreffen.

Die Absicht dieser vorliegenden Arbeit bezieht sich nun auf die Untersuchung der Frage, ob die angeführten Behauptungen der Realität entsprechen und wie die Positionen, besonders in England, in einzelnen Beispielen des Universitätsromans dargestellt werden. Dabei ist es von besonderem Interesse, die berufliche und private Entwicklung der Lehrenden zu durchleuchten, weil diese als Ergebnis ihrer akademischen Laufbahn als Repräsentanten für die gelungene oder erfolglose Ausübung der universitären Aufgabe angesehen werden.

Zu diesem Zweck erweist es sich als sinnvoll für die Interpretation, die drei berühmtesten Werke der englischen Universitätsliteratur heranzuziehen : Changing Places1 von David Lodge, The History Man2 von Malcolm Bradbury und Lucky Jim3 von Kingsley Amis; weil alle drei durch die unterschiedliche Darstellung ihrer Protagonisten das Verhältnis von Lehrenden und Hochschule aus diversen Perspektiven wiedergeben.

Während in Changing Places4 auf satirische Weise, die Hintergründ der Anglo-Amerikanischen Universitässysteme und deren Einflüsse auf die Dozenten und Studenten, sowie die kulturellen Gegensätze zwischen England und Amerika thematisiert werden, geht es in The History Man5 um den Mißbrauch von Ideologie und Machtposition im Lehrberuf. Lucky Jim 6 dagegen behandelt ebenso in komischer Manier, den beschwerlichen Lebensweg eines jungen Dozentenanwärters, der mit seiner beruflichen und privaten Unerfahrenheit nicht zurechtkommt. Eine andere bemerkenswerte Komponente in Lucky Jim 7 ist, daß das Werk einer der einflußreichsten literarischen Bewegungen im England der 50er Jahre, den Angry Young Men zugeordnet wird. Ob diese strikte Kategorisierung wirklich ihre Richtigkeit hat, findet im Laufe dieser Arbeit ebenso Erwähnung

Bei Betrachtung des Forschungsstandes, die sich gründlich mit den Universitätsromanen befaßt, fällt auf, daß es nur recht wenige Ansätze gibt, die den Zusammenhang der universitären Erziehung in Wechselwirkung mit dem gesellschaftlich-familiären Hintergrund eines Individuums erkennen. Es gibt aber auch manche Analysen, von welchen die Arbeiten von Barbara Himmelsbach 8, Ulrike Dubber 9 und Martin Goch 10 besondere Erwähnung verdienen, die versuchen, die Gültigkeit der Interpretationen von Einzelbeispielen in das allgemeine Konzept der Sozietät einzuordnen. Die vorliegende Untersuchung möchte sich diesem Bemühen anschließen, indem sie das Bestreben zeigt, sowohl historische als auch sozio-politische Hintergrundinformationenin die Deutung der Protagonisten einfließen zu lassen.

Um in die Thematik einzuführen, erscheint es als plausibel zunächst über eine Begriffsdefinition die einzelnen Kategorien der Universitätsliteratur vorzustellen und einen literaturhistorischen Abriß der Romane zu liefern, die den Komplex der Hochschule zum Gegenstand haben. Danach folgt eine Darstellung der bildungspolitischen Veränderungen in England der 50er Jahre, um die Erklärung zu begründen, daß der moderne englische Campus Novel seinen Ursprung findet als Antwort auf die unzufriedenstellenden Reformen des Welfare State.

Aus diesem Grund wird die gesellschaftliche Problematik, die sich seitdem einstellt, sowohl von der studentischen als auch von der sogenannten first generation 11 im Lehrberuf betrachtet, um ein allgemeines Bild der Entwicklungen zu präsentieren. In diesem Zusammenhang wird nachfolgend auf die literarische Bewegung der Angry Young Men 12 eingegangen, die eine besondere Rolle spielen als Sprachrohr der Frustration, die sich als Folge des neuen Bildungssystems in England einstellt.

Dabei erweist es sich vor allem als hilfreich, die Reaktion der Gegner der Reformen, welche Mitglieder der höheren Gesellschaftsschichten waren, vor Augen zu führen. Ihre konträren Argumente erlauben, denselben Streitpunkt aus zwei verschiedenen Blickwinkeln zu durchleuchten, was dem Überblick über das Geschehen in einem breiteren Spektrum erscheinen läßt. Genauso verhält es sich auch mit der nachstehenden Darstellung der Studentenrevolution Ende der 60er Jahre, die speziell für das Verständnis von Changing Places13 und The History Man14 relevant ist.

Nachdem die einleitende Vorarbeit die nötige Hintergrundinformation zur Verfügung gestellt hat, geht es über zu den Romanen, die zur Illustration der aufgestellten Theorie dienen. Diese werden anhand einiger biographischer Daten der Autoren und einer kurzen Inhaltsangabe der Texte vorgestellt. Bevor dann allerdings mit der eigentlichen Interpretation der Protagonisten begonnen werden kann, ist es notwendig, das Prinzip der Universität als Mikrokosmos zu erläutern. Dieses Kapitel ist von entscheidender Bedeutung, weil darin die einzelnen Punkte erarbeitet werden, auf welche sich die vorliegende These bezieht. So wird zum Beispiel die ideelle Aufgabe der Hochschule definiert, gemeinsam mit der Funktion der moralischen Integrität der Lehrenden und die Wechselbeziehung zwischen Mikrokosmos Bildungsanstalt mit Makrokosmos Gesellschaft erörtert.

Im Anschluß an diesen theoretischen Teil beginnt die interpretatorische Textarbeit anhand der erwähnten drei Romane. Zuerst wird die unterschiedliche Darstellung der jeweiligen Universitäten in Relation zu den Protagonisten und deren Umgebung gesetzt. Dies geschieht aus dem Grund, um aufzuzeigen, inwieweit die Charaktere der Lehrenden selbst Produkte ihrer Arbeitswelt sind, und deren Einflüsse in ihrem Verhalten reflektieren.

Unter demselben Gesichtspunkt werden die Dozenten darauf in ihrer Rolle als Akademiker betrachtet, damit für den Leser erkenntlich wird, welche verschiedene Arten von Arbeitsauffassung es unter den Gelehrten gibt und wie weit der Bezug zum Beruf von den sozio-politischen Zuständen abhängig ist. Dabei wird speziell der kommerzielle Aspekt der wissenschaftlichen Arbeit und die moralische Einstellung der Hauptfiguren, angesichts ihrer Aufgaben begutachtet.

Da die thematisierten Universitätsromane nicht ausschließlich ihre Protagonisten in deren Funktion als Hochschullehrer unterbreiten, ist es nicht unbedeutend sie auch von ihrer privaten Seite zu untersuchen. Dies geschieht vordergründig anhand der diversen Beziehungen zum weiblichen Geschlecht, um die menschlichen Schwächen und Stärken der überwiegend männlichen Hauptfiguren näher zu bringen. Außerdem ist es für die Entwicklung der Charaktere wichtig herauszuarbeiten, bis zu welchem Grad das Privatleben Einfluß auf den Beruf und umgekehrt hat, damit ein detailliertes Bild durch die Interpretation entsteht.

Zum Schluß werden als Ergänzung manche wesentliche Einzelpunkte zur Sprache gebracht, die das soziale Umfeld in den behandelten Romanen betreffen. Der Grund dafür liegt in dem Bestreben, mögliche gesellschaftskritische Ansätze in den Primärtexten zu erläutern. So ergibt sich als Gesamtresultat dieser ausführlichen Analyse ein realistisches Bild der Universität und ihren Mitgliedern, das zum besseren Verständnis des Mikrokosmos Hochschule im Makrokosmos Gesellschaft beiträgt.

1. EINLEITUNG :

DIE ENTWICKLUNG DER CAMPUS NOVELS -

EIN PRODUKT SOZIALER UND LITERARISCHER BEWEGUNGEN

1.1. Definition verschiedener Termini des Akademischen Romans

Wie jedes literarische Genre, so hat auch die Campus Novel ihre eigene Entstehungsgeschichte. Die wichtigste Frage, die sich jedoch unwillkürlich bei einem historischen Abriß in der Literatur einstellt ist : Wo fängt man an, damit der Leser einen kurzen aber informativen Überblick von einer Entwicklung bekommt, die nicht effektiv durch eine Datentabelle festgehalten werden kann ?

Der Versuch den Ursprung der Campus Novels aufzuspüren, ist von diesem Problem nicht ausgenommen. Denn seit den Lehren der Philosophen in der Antike war das Thema Bildung, mit allem was damit zusammenhängt, ein vielbesprochener Gegenstand in verschiedenen Texten. Betrachtet man sich nun die Forschungsliteratur die sich mit dem Subjekt 'Universitätsroman' beschäftigt, so entdeckt man eine Gemeinsamkeit, welche die Autoren einheitlich hervorheben : Sie alle erwähnen an irgendeiner Stelle ihrer Arbeit Chaucers Clerk of Oxford15, worauf sie die Quelle der Campus Novels zurückführen. Denn in diesem Text wird der Leser zum ersten Mal auf einen bestimmten Typus des Gelehrten aufmerksam gemacht, der allem Weltlichen, wie Reichtum fernbleibt, um nur für seine Studien dazusein.

Wie weit diese Behauptung der Tatsache entspricht, mag hier dahingestellt sein. Denn für die Fragestellung dieser Untersuchung wäre der Rückblick in das Mittelalter ein Schritt, der zu weit ausholt. Um den Hintergrund der drei Universitätsromane, die im Folgenden besprochen werden, zu ermitteln, ist es ausreichend, relevante literarische Gesichtspunkte aus jüngerer Vergangenheit näher zu betrachten. Dazu gehört zunächst die Definition von einigen Termini, die auf den ersten Blick alle Synonyme für dasselbe Genre zu sein scheinen. Sie lauten im einzelnen : University Novel; Academic Novel; Oxbridge Novel und Campus Novel.16 Bei genauerer Betrachtung dieser Begriffe wird allerdings deutlich, daß sie zwar Gemeinsamkeiten aufweisen, aber in ihrer Bedeutung nicht identisch sind.

Die Gemeinsamkeit ergibt sich aus der Assoziation die diese Bezeichnungen miteinander verbindet : Sie alle gehören in den Bereich, der im weitesten Sinne mit dem Wort Hochschule17 überschrieben werden kann. Das heißt, daß die Themen, die in der narrativen Literatur dieser Gattung behandelt werden, eine Verbindung mit dem Milieu der Hochschule aufweisen müssen.

1.1.1. Die University Novels und die Oxbridge Novels

Dies führt zuerst zu dem Terminus University Novel18, der noch allgemein jene Romangattung umfaßt, deren Handlung sich auf dem Schauplatz der Hochschule abspielt. Dies muß jedoch nicht von Anfang bis Ende der Erzählung der Fall sein. Dennoch ist es erforderlich, daß die Universitätsepisode entweder zur Entwicklung des Protagonisten oder der Abfolge des Geschehens im Roman einen entscheidenden Beitrag leistet.

Ein Beispiel, der in diesem Zusammenhang genannt werden kann, ist Evelyn Waughs Brideshead Revisited19, dessen Charaktere im ersten Drittel fast vollständig und im zweiten Drittel nur Absatzweise an einer Universität agieren. Brideshead Revisited20 ist aber auch gleichzeitig in die andere Kategorie der Oxbridge Romane21 einzuordnen; da sich das College, wo sich die beiden Hauptpersonen Charles Ryder und Sebastian Flyte kennenlernen, in Oxford befindet. Es kann jetzt an dieser Stelle also festgehalten werden, daß der University Novel 22, mit ihrem Schauplatz der Hochschule, eine ihr untergeordnete Romangattung, die

OxbridgeNovel 23, angehört. Diese beinhaltet jedoch nur jene Universitätsromane, deren Handlung größtenteils oder ganz an einer der Edelcolleges in Cambridge oder Oxford abläuft. Als weiteres Beispiel eignet sich hierbei Jill 24 von Philip Larkin, dessen Schauplatz sich fast ausschließlich in Oxford befindet.

Aus diesen obigen Feststellungen ergibt sich schließlich die folgende Konsequenz, daß die übrigen Romane, die weder in Oxford noch in Cambridge spielen, sondern an einer anderen Universität, in eine separate Gruppe eingeordnet werden. Für sie wurde der Begriff Campus Novels 25 eingeführt, um sie von den Oxbridge Novels zu unterscheiden.

1.1.2. Die Campus Novels

Die Campus Novels beinhalten unter anderem die Texte, die in dieser Arbeit noch genauer untersucht werden : Changing Places26 von David Lodge, The History Man27 von Malcolm Bradbury und Lucky Jim28 von Kingsley Amis. Sie alle präsentieren den Schauplatz von sogenannten Redbrick Universities29, die im Gegensatz zum traditionsreichen Oxbridge eine weitaus jüngere Entstehungsgeschichte aufweisen. Das heißt, daß sie erst im Zuge der Bildungsreformen aufkommen, die unmittelbar nach 1945 einsetzen. Daher problematisieren die Campus Romane meist auch unterschiedliche Themen im Gegensatz zu den klassischen Oxbridge Novels. Letztere zeichnet sich hauptsächlich durch die Widerspiegelung von der Pflege eines Lebensstils aus, der an den Edeluniversitätenim Vordergrund steht. Die moderneren Campus Novels hingegen sehen die Umgebung der Universität aus dem Gesichtspunkt eines temporären Aufenthaltsortes oder Arbeitsplatzes sehen 30. Dabei spielt weniger der Lebensstil eine Rolle, als die Kritik an der Gesellschaft, die in den Wirkungsbereich der Universität einbezogen wird und mit politischen oder sozialen Konflikten in Berührung gerät. Als Beispiele zählen vor allem die Präsentation des Konkurrenzkampfes von universitären Institutionen oder Fachbereichsmitgliedern, die auch in ihrem Privatleben von ihren Problemen beeinflußt werden.31

In den Oxbridge Romanen dagegen mögen diese Themen zwar nicht vollständig ausgespart werden, sind aber stets vor dem Hintergrund des Ansehens, der Tradition und der Ehrwürdigkeit eines gewissen noblen Lebensstils zu betrachten.

1.1.3. Die Academic Novels

Zum Schluß ist die Gruppe der sogenannten Academic Novels 32 zu erwähnen, die durch zwei verschiedene Aspekte gekennzeichnet werden können : Der naheliegendste gehört in den Bereich der Campus Novels, die zum größten Teil von Autoren verfaßt wurden, die selbst entweder noch einem akademischen Beruf nachgehen, oder zumindest einmal nachgegangen sind, bevor sie sich entschlossen, nur als Schriftsteller tätig zu sein.

Meist sind es Literaturwissenschaftler, wie David Lodge oder Kingsley Amis, oder Sozialwissenschaftler, die in ihren Büchern auch persönliche Erfahrungen einarbeiten, die sie im Laufe ihrer Lehrtätigkeit an der Universität gemacht haben.33 Daher stehen hauptsächlich Institute wie das English Department oder die Soziologie in den Werken im Vordergrund, die als Handlungsort zur Kritik an der Sozietät dienen. Der Begriff Academic Novel umfaßt demnach nicht nur das Milieu der Hochschule, wo sich die Handlung abspielt, sondern er kann auch im Zusammenhang mit dem Autor des Werkes gesehen werden.

Der zweite Bereich, in der die Academic Novel eingeordnet werden kann, ist die große generelle Gruppe der Romane, die sich mit dem Thema Ausbildung beschäftigen. Sie beinhaltet also auch jene Literatur, die sich mit dem Gegenstand Schule auseinandersetzt. Als Beispiel wäre hier George Friels Mr Alfred MA34 anzuführen, der von den Problemen eines alten Lehrers handelt, der nicht mehr mit seinen zum Teil gewalttätigen Schülern fertig wird

Unter diesem Aspekt der Kategorisierung läßt sich betonen, daß die University Novels eine Abspaltung der Academic Novel darstellen, die Schule und Universität einschließt. Daraus folgt, daß letzteres zwar die allgemeingültigste Bezeichnung für Narrativik mit dem Schauplatz eines Bildungsinstituts ist, ihr aber oft auch die Gültigkeit allein für den universitären Zweig zugesprochen wird, sofern keine weiteren Differenzierungsversuche unternommen werden.

An dieser Stelle sollte jedoch hervorgehoben werden, daß eine exakte Zuteilung der Universitätsromane in die einzelnen Gruppen trotz allem nicht durchgeführt werden kann. Die vorangegangene Aufstellung bietet lediglich eine Gliederung der prägnantesten Merkmale, um einen Überblick über das literarische Genre zu gewinnen. Denn wie bei jedem anderen Versuch einer genauen Gattungsdifferenzierung in der Literatur, so wird man auch bei den Universitätsromanen des öfteren mit Werken konfrontiert, die sich nicht eindeutig bestimmen lassen.

Das liegt daran, daß sie die Charakteristika von sowohl der einen als auch der anderen Kategorie aufweisen können. Dieses Faktum ist abhängig von der Erscheinungszeit des Textes, und den sozial- politischen Einflüssen, die bei der Gestaltung der Erzählung eine große Rolle spielen. Der Übergang dieser äußeren zeitgeschichtlichen Entwicklungen ist stets als ineinander fließend zu bezeichnen, was sich auch in den Effekten auf die Literatur übertragen läßt. Daher ist es wichtig für eine treffende Analyse, darauf hinzuweisen, daß es Möglichkeiten zur Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven gibt. Eine Art von Schubladendenken, welches den Leser nur unnötig verwirren könnte, sollte unbedingt vermieden werden.

1.2. Die Historische Entwicklung der Universitätsliteratur

Im vorangegangenen Kapitel wurde der Versuch unternommen, die unterschiedlichen Kategoriemerkmale im Bereich der Universitätsliteratur zu erläutern. Auf den folgenden Seiten nun soll ein kurzer historischer Abriß der wichtigsten Themen gegeben werden, die in der neueren Entwicklung der Hochschulromane eine starke Wandlung erfahren haben. Barabara Himmelsbach präsentiert zu diesem Punkt folgende Stellungnahme :

Von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert hat sich der englische Universitätsroman in vielerlei Hinsicht stark gewandelt. Die wichtigsten Veränderungen betreffen die Auswahl der Protagonisten und somit die Perspektive der Entwicklung, den Handlungsort und die Darstellungsweise. Während in den früheren Universitätsromanen Studierende im Mittelpunkt des Geschehens stehen unddie vielfältigen Erlebnisse der Studienzeit aus der Sicht der freshmen beziehungsweise der undergraduates geschildert werden, rückt mit dem Oxford krimi und der novel of academic intrigue der Lehrkörper in den Vordergrund.35

Die anfänglichen Studentenromane konzentrierten sich hauptsächlich auf die Erziehung des jungen Menschen zum verantwortungsbewußten Erwachsenen. Dieser erreicht enweder über Hindernisse und Konflikte sein Ziel oder gerät in schlechte Gesellschaft, wenn er als abschreckendes Beispiel galt, und versagte.36 Das bedeutet, daß diese Art der Präsentation die Absicht verfolgte, den Leser in seiner Meinung über das universitäre Leben zu beeinflussen und anhand von positiven oder negativen Exempeln zu erziehen.Die Turbulenzen eines solchen Studentendaseins, die besonders zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein beliebtes Thema der Universitätsliteratur darstellen, schildert Leah Fitzpatrick als einprägsame Zusammenfassung :

A freshman arriving at university full of parental advice or having just left a widowed mother behind, learns all about the high social life at college and is consquently distracted from serious study by lively wine parties playing tricks on unpopular students or tutors, or, in the days of hunts, spending days in the fields with hounds and horses, and last but not least punting.37

Der Schauplatz dieser Art der Studentenromane ist hauptsächlich lokalisiert in den Colleges von Oxford oder Cambridge, da diese, wie im vorigen Kapitel erläutert, vor allem den traditionsgeprägten Lebensstil an der Hochschule in den Vordergrund stellen. Damit erklärt sich auch die Tatsache, daß die Gattung der Universutätsromane in der deutschen Literatur nur wenige Vertreter aufweist. Denn im Unterschied zu den englischen Hochschulen werden die hieseigen Bildungsinstitute meist nur vom einseitigen Blickwinkel des Studierens und der Wissensvermittlung und weniger als Entfaltungsbereich des jungen Lebens gesehen.38

Doch auch die Entwicklung der englischen Universitätsliteratur setzte sich in bezug auf stilistische, formale und inhaltliche Veränderungen weiter fort. Dies kam auf in Folge von sozio- politischen Wandlungen, wie in den folgenden Kapiteln im Detail erkennbar wird. Der einzige Aspekt, der weiter beibehalten wird und eines der wichtigen Merkmale der Hochschulliteratur darstellt, ist die humorvolle Präsentation der Charaktere in ihrer Umgebung. Doch hat auch dieser Gesichtspunkt einen weiteren Fortgang erfahren und sich vom burlesken zum satirisch kritisierenden verlagert.

Der gravierendste Einschnitt in der Geschichte der Universitätsromane wird im Zusammenhang mit Kingsley Amis' Lucky Jim gesehen. Ab dieser Periode, Anfang der 50er Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts, tritt die Problematik derNachwuchswissenschaftler und der Professoren auf, die sich mit beruflichen und privaten Kontroversen auseinandersetzen müssen.39

Gemeinsam mit dem Perspektivenwechsel der Protagonisten setzt auch eine Ablösung der bisher dominierenden Handlungsorte ein. Weil durch aufkommende Bildungsreformen neue Universitäten entstehen, "die oft als provinziell, architektonisch fehlkonstruiert und in finanzieller Hinsicht unzulänglich ausgestattet dargestellt werden."40 An dieser Stelle kommt es zum Übergang von den Oxbridge Novels mit dem Schwerpunkt der Tradition und dem Lebensstandart, hin zu den Campus Novels, die das Thema der Gesellschaftskritik hervorheben. Wie die einzelnen Schritte der Entwicklung aussahen und was sie bewirkten, ist Gegenstand der nachstehenden Kapitel in dieser Arbeit.

1.3. Die Campus Novel -

Ein Produkt der englischen Bildungsreformen

1.3.1. Die Scholarship Boys

Bei dem Versuch einer Definition des Begriffes Campus Novel, ist an anderer Stelle bereits angedeutet worden, daß Bildungsreformen im England nach 1945 einen erheblichen Einfluß auf jene Romangattung geltend machten. Um nun die literarische Reaktion auf die politischen Entwicklungen besser zu verstehen, ist es erforderlich, zunächst die bildungspolitischen Veränderungen zusammenzufassen. Ulrike Dubber äußert sich zu diesem Thema im folgenden Zitat :

Im Gegensatz zu [den] älteren Universitäten, denen die englische Regierung bis 1945 nur zögernd finanzielle Unterstützung zukommen ließ, wurde die dritte Ausbaustufe des englischen Hochschulwesens, die der kurz vor Kriegsende verabschiedete Butler Act einleitete, von staatlicher Seite initiiert und vorangetrieben. Sie sollte nicht nur den nach 1945 gestiegenen Bedarf an Akademikern aus allen Fachbereichen befriedigen, sondern war auch Ausdruck eines allgemeinen Bildungsenthusiasmus, der ebenfalls die mehr handwerklich ausgerichteten Technical und Polytechnical Colleges einschloß. Diese Bestrebungen wurden durch die Erweiteung vorhandener Kapazitäten sowie die staatliche Neugründung von sieben Hochschulen umgesetzt die zwischen 1961 und 1965 als [ . . . ] "new universities" entstanden und deren Bau - zusammen mit der bis 1968 erfolgten Erhebung von acht Colleges of Advanced Technology in den Universitätsrang - Höhepunkt und Ende der Bildungseuphorie im England der Nachkriegszeit markierte. 41

Das Leitmotiv dieser bildungspolitischen Bestrebungen kann mit dem Satz Education for all ! umschrieben werden. Die Erweiterung des Systems der Eignungsprüfungen für eine höhere Schulausbildung, mit dem Eleven Plus Test für alle Kinder ab 11 Jahren, war dabei nur der erste Schritt des Staates in seinen Reformen. Hinzu kam, daß alle Kinder, die diesen Test bestanden, den schulgeldfreien Besuch von Grammar Schools bewilligt bekamen. Ferner erklärte sich die Regierung bereit, begabte Schüler unabhängig ihrer sozialen Stellung durch eine finanzielle Unterstützung zu fördern. Somit begann man generös Stipendien, zu vergeben, um auch Mitgliedern der unteren Gesellschaftsschichten eine höhere Bildung zu ermöglichen. Die anfangs zumeist männlichen Gewinner dieser Stipendien wurden als scholarship boys bezeichnet.42

Auf diese Weise entstand das White Collar Proletariat, wie die jungen Aufsteiger aus den unteren Mittelschichten oder der Arbeiterklasse genannt wurden. Das Problem bei diesen Entwicklungen bestand aber darin, daß die Sozialreformen nur eine scheinbar einfache Aufstiegsmöglichkeit schufen, denn die alten Privilegien der oberen Schichten und die früheren Klassenstrukturen der Gesellschaft blieben auch weiterhin erhalten.

Das hatte schließlich zur Folge, daß die Schüler und Studenten aus dem White Collar Proletariat oder der Arbeiterklasse, sich intellektuell von ihren sozialen Wurzeln entfernten. Sie wußten nicht mehr, wohin sie gehörten, denn die Erziehung durch den familiären Hintergrund unterschied sich von der Einstellung, die sie auf den höheren Schulen vermittelt bekamen. Viele schafften deswegen den Sprung in die bürgerliche Welt nicht und blieben Außenseiter. Dieser Effekt machte sich vor allem auf den Eliteuniversitäten in Oxford oder Cambridge bemerkbar, weil dort die sozialen Unterschiede, durch die prozentuale Mehrheit der Upper Classes, am intensivsten zu spüren waren.43

Durch die besondere Position der scholarship boys entwickelte sich bei ihnen das Gefühl von trotzigem Selbstbewußtsein, das sich durch eine betonte Distanz zu ihren privilegierten bürgerlichen Mitschülern oder Studenten äußerte. Die scholarship boys versuchten, trotz ihrer Ausbildung auf dem höheren Bildungsweg, an ihren sozialen Werten, die ihre Persönlichkeit geprägt hatten, festzuhalten. Dadurch gerieten sie in Konflikte, die sich aber nicht nur auf die Mitglieder der Universität oder Schule beschränkten, denn auch zuhause wurden sie mit Problemen konfrontiert. Sie galten nämlich auch in ihren Familien als gesellschaftliche Außenseiter, weil sie durch ihr Stipendium in Kreise gerieten, die andere soziale Wertvorstellungen vertraten.44

Mit anderen Worten, sie hatten keine sozio-psychologische Heimat, die ihnen durch das Gefühl der Zugehörigkeit die Sicherheit geben konnte, die sie für ihren Lebensweg benötigten. Sie konnten ihr Ziel, in eine höhere Gesellschaft aufzusteigen, wenn überhaupt nur als Individuen verwirklichen, was nur auf Kosten ihrer bisherigen Geborgenheit in den heimatlichen sozialen Rängen zu erreichen war. Die daraus resultierende Unsicherheit äußerte sich in Frustration, weil die scholarship boys mit ihrer Umwelt nicht mehr zurechtkamen. 45

Das Problem dieser jungen Menschen ist, samt ihren Konsequenzen aus den Entwicklungen, eines der Hauptthemen, die in den Campus Novels behandelt werden. Eines der besten Romanbeispiele im Zusammenhang ist Philip Larkins Oxbridge Roman Jill,46 der zwar noch zu Beginn der Bildungsreformen entstand, aber die Konfliktsituation des Protagonisten, John Kemp ausführlich demonstriert.

1.3.2. Die First Generation im Lehrberuf

Doch die Veränderungen im Bildungssystem brachten nicht nur Schwierigkeiten unter den Studenten hervor, auch die Lehrenden bekamen im Laufe der Zeit die Einflüsse dieses Prozesses zu spüren : Dies machte sich hauptsächlich bemerkbar, als aus den ehemaligen scholarship boys, die es geschafft hatten, Dozenten oder Dozentenanwärter an einer Universität geworden waren. Sie wurden als die first generation bezeichnet, die nach einer Ausbildung im neuen System in den Lehrberuf ging, und das weitergab, was sie einst gelernt hatten.47

Auch diese Laufbahn verlief nicht unproblematisch, denn die früheren Anpassungsschwierigkeiten setzten sich weiter fort. Diesmal jedoch wurden die Fronten unter Kollegen verteilt. Mit andern Worten, die jungen Dozenten, die ihren Klassenkonflikt nie ganz bewältigen konnten, waren gezwungen, mit Professoren zu arbeiten,die noch das alte Elitendenken kennengelernt hatten : Als man die akademische Ausbildung noch als Privileg derjeniger empfunden hatte, die es sich aufgrund ihrer sozialen Position leisten konnten.

Daraus ergab sich die Konsequenz, daß ein junger Dozent aus der Arbeiterklasse oder aus der unteren Mittelschicht mit einem Professor aus dem Bürgertum zusammenarbeiten mußte. Die unterschiedlichen Wertvorstellungen und Lebensansichten, die in so einem Fall aufeinander prallten, konnten zu entscheidenden Konflikten führen, besonders wenn der ranghöhere Professor durch seine Machtposition für die feste Anstellung seines Assistenten an der Universität verantwortlich ist. Diese Situation stellt sich für Letzteren als zukunftsbestimmend heraus, denn wenn er an der Hochschule fest angestellt wird, bekommt er die tenure. Das heißt er kann nicht wieder entlassen werden, solange er sich nichts zuschulden kommen läßt und hat für sein Leben ausgesorgt. Daher ist es wichtig, daß der Probationary Assistant Lecturer während seiner Probezeit mit seinen Kollegen gut auskommt.

Die Verwicklungen, die bei einer Zusammenarbeit von zwei Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und Wesen auftreten können, ist das Kernthema eines Romans, der am Anfang der Campus Novels Welle in den 50er Jahren, steht. Es handelt sich dabei um Lucky Jim von Kingsley Amis, einer komischen Universitätssatire, die mit ihrem Protagonisten Jim Dixon alle Schwierigkeiten durchläuft, die sich einem jungen Akademiker aus der unteren Mittelschicht in den Weg stellen können.

Der Leser wird das Werk, das als Gegenstand dieser Arbeit mit zwei weiteren Beispielen der Campus Romane gegenübergestellt wird, in Folge näher kenenlernen. Zunächst jedoch ist es erforderlich, eine literarische Strömung vorzustellen, die zwar als Antwort auf die Einflüsse der beschriebenen Bildungsreformen gilt, mit dem Komplex der Universität im engsten Sinne aber nichts zu tun hat. Es handelt sich um die Gruppe der Angry Young Men, die nah mit den sozio-politischen Veränderungen in den er Jahren verknüpft ist.

1.4. Die Angry Young Men

In den vorangegangenen Erläuterungen konnte der Leser bereits erkennen, welchen Einfluß die Bildungsreformen der englischen Regierung auf die Struktur der Gesellschaft gewonnen hatte. Die daraus resultierenden Probleme machten sich nicht nur in der Zeit der Ausbildung auf Schulen und Universitäten bemerkbar, sondern auch später gab es Hindernisse, als bei anderen Gelegenheiten Menschen unterschiedlicher Schichten zusammenkamen.

Das schon vorher angesprochene Gefühl des Außenseiters unter den Mitgliedern des White Collar Proletariats und der Working Class verstärkte sich zusehends, da die höheren sozialen Kreise keine Bereitschaft zeigten, die jungen Aufsteiger zu akzeptieren. Gleichzeitig gewannen die aufstrebenden unteren Gesellschaftsschichten eine Einsicht in das traditionelle Funktionieren des Klassensystems, das ihnen eine positive Zukunftsperspektive als unrealistisch erscheinen ließ.48 Die Konsequenz aus diesen Tatsachen war eine starke Frustration, die sich bei den unteren Gesellschaftsklassen immer mehr intensivierte, so daß auch die Literatur aus dieser Zeit zum Sprachrohr für ihre Unzufriedenheit wurde.

Somit entstand die Gruppe, die von Journalisten der Fleet Street den Namen Angry Young Men 49 bekamen. Man verstand unter dieser Bezeichnung eine Gemeinschaft von englischen Autoren der Mittel- oder Arbeiterklasse, die durch das Medium ihrer Dramen und Romane die tiefe Enttäuschung von den sozialen Entwicklungen im Land ausdrückten.

Sie kritisierten vor allen Dingen die Tatsache, daß ihnen und ihresgleichen trotz Universitätsausbildung der Zutritt zu den Domänen der privilegierten Upper Classes noch immer verweigert oder zumindest erschwert wurde. Diese Domänen sahen die Angry Young Men hauptsächlich in Bereichen wie Politik, Literatur und Erziehung manifestiert. Ihrer Meinung nach gab es nur eine scheinbare Gleichberechtigung. Auch das kulturelle

Erscheinungsbild der höheren Gesellschaftsklassen wurde angegriffen. Dabei traten Aspekte wie Snobismus oder typische Verhaltensweisen, die als Heuchelei angesehen wurden, besonders in den Vordergrund.

Eines der Paradebeispiele, die die Problematik der Angry Young Men Bewegung demonstrieren, ist das Drama Look Back in Anger50 von John Osborne. Sein Protagonist in diesem Stück, Jimmy Porter, der durch seine Wurzeln in der Arbeiterklasse verankert ist, wehrt sich mit verbaler und physischer Vehemenz gegen die Wertvorstellungen der oberen sozialen Schichten. Diese sieht er in seiner Frau Alison repräsentiert, die der Upper Middle Class angehört. Alison jedoch läßt die bitter-zynischen Attacken ihres Mannes gegen ihren gesellschaftlichen Hintergrund in völliger Passivität über sich ergehen, bis sie merkt, daß sie schwanger ist, und sich von ihrer Freundin Helena überreden läßt Jimmy zu verlassen. Nach einer kurzen aber unbefriedigenden Affäre Jimmys mit Helena kehrt Alison wieder zu ihrem Mann zurück. Doch ist sie verzweifelt, weil sie das Baby verloren hat. Schließlich sind beide bereit ihr gemeinsames bescheidenes Leben, das gezeichnet ist von Frustration, weiter fortzusetzen. Denn es gelingt Jimmy seine Frau doch noch von seiner Liebe zu ihr zu überzeugen.

Es waren Figuren wie Jimmy Porter, die die große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregten und für Gesprächsstoff in den Kritiken sorgten. Sie drückten die Empfindungen und Gedanken einer Generation aus, die sich von den Versprechungen der Regierung betrogen fühlte.

Auch Kingsley Amis schuf mit Lucky Jim 51 einen Charakter, der mit den Angry Young Men in Verbindung gebracht wird, obwohl dieses eigentlich nicht ganz in der Absicht des Autors lag. Denn Amis wollte in erster Linie mit seiner humorvollen Darstellung des Universitätslebens einen Beitrag zur Unterhaltung leisten. Diese Feststellung belegt Joseph Rippier in seiner Untersuchung von Amis und dessen Roman :

How does Kingsley Amis fit into the pattern of the "Angries" ? He does not, or only marginally. [ . . . ] Amis has himself said on many occasions that he considers himself to be merely an entertainer [ . . . ] "I hate all this pharisaical twittering about the 'state of our civilization' and I suspect anyone who wants to buttonhole me about 'my role in society'. This book is likely to prove a valuable addition to the cult of the Solemn Young Man; [ . . . ] 52

Aus der Analyse Rippiers geht hervor, daß es mehr einem Versehen gleichkam, daß man Amis im selben Atemzug mit Osborne nannte. Dies kam zustande, weil die Kritiker, durch die Welle der Bewegung erschüttert, Lucky Jim 53 als genauso radikal wie Look Back in Anger 54 misinterpretierten. Sie ließen dadurch den unterhaltenden Aspekt des Romans vollkommen außer acht.

Das hatte die Folge, daß schließlich auch die Leserschaft die vermeintlich dominierende Gesellschaftskritik genauso ernst zu nehmen begann, wie den Protest anderer Autoren. Das soll aber nicht heißen, daß Jim Dixon überhaupt aus der Reihe der Angry Young Men ausgeschlossen werden soll. Wie die Hauptmerkmale bei Amis' Protagonisten aussehen, die ihn als Mitglied erscheinen lassen, wird in Folge dieser Arbeit näher behandelt, wenn von der Figur der Lehrenden im einzelnen die Rede sein wird.

1.4.1. Die Reaktion des Establishments

Da die Bewegung der Angry Young Men ein Phänomen war, das ausschließlich die Literatur betraf, war die negative Reaktion des literarischen Establishment besonders ausgeprägt. Viele Verfasser aus dem Kreis der 'Aufrührer' gehörten selber der Mittelklasse an, deswegen galten sie als 'Nestbeschmutzer', als sie sich gegen die Werte der bürgerlichen Gesellschaft auflehnten.55

Das folgende berühmt gewordene Zitat von W. Somerset Maugham faßt in wenigen Worten zusammen, wie die Reaktion der literarisch etablierten Gesellschaft, angesichts der Romanfiguren wie Jim Dixon, aussah :

They do not go to University to aquire culture, but to get a job, and when they have got one, scamp it. They have no manners, and are woefully unable to deal with any social predicament. Their idea of a celebration is to get to a public house and drink six beers. They are mean, malicious and envious. They will write anonymous letters to harass a fellow undergraduate and listen to a telephone conversation that is no business of theirs. Charity, kindliness, generosity are qualities which they hold in contempt. They are scum. They will in due course leave the university. Some will doubtless sink back, perhaps with relief, into the modest class from which they emerged; some will take to drink, some to crime, and go to prison. Others will become schoolmasters and form the young, or journalists and mould public opinion. A few will go into parliament, become Cabinet Ministers and rule the country. I look upon myself as fotrunate that I shall not live to see it.56

Anhand dieser Bemerkungen ist zu erkennen, wie heftig die negative Entgegnung auf die Angry Young Men sich bemerkbar machte. Für die meisten Angehörigen der Upper Classes war es ein Affront, das ihre Wertvorstellungen und Lebensansichten kritisiert wurden. Zumal diese den Stolz besaßen auf eine sehr lange Tradition zurückzublicken.

Bezeichnend ist auch das Bild, das Maugham hier von den jungen Aufsteigern zeichnet; und welches typisch ist für den Eindruck, den die höheren Gesellschaftsklassen von den Lower Classes hatten : Sie sahen sie als ungehobelte Rüpel, die sich betrinken, kriminelle Tendenzen haben und das Gute im Menschen verachten. Da erscheint es einem zunächst als überraschend positiv, daß Maugham zugesteht, daß einige von ihnen den sozialen Sprung aufwärts doch noch schaffen können. Denn er gibt zu, daß der Weg in die Politik offen steht - wenn auch nur für wenige. Doch der letzte Satz zerstört diesen Anschein genauso schnell, wie er vorher entstand. Wenn man Maugham hier liest, könnte man glauben, daß eine Regierung durch die neue Generation einer Anarchie gleichkäme.

1.4.2. Schlußfolgerung

Als Schlußfolgerung bleibt nach diesen Ausführungen also Folgendes zu sagen : Unter der Bezeichnung Angry Young Men versteht man eine ausschließlich literarische Reaktion auf die sozio- politischen und auch ökonomischen Widersprüche, die sich im englischen Welfare State der 50er Jahre bemerkbar machen.

Diese Widersprüche manifestieren sich hauptsächlich in den Veränderungen im Bildungssystem, die den neuen Typus des scholarship boys hervorbringen. Der Klassenkonflikt mit dem sich letzterer auseinandersetzten muß, resultiert aus der scheinbaren Möglichkeit, durch eine höhere Bildung sozial aufzusteigen. Dies geht jedoch unter der gleichzeitigen Beibehaltung von früheren Gesellschaftswertvorstellungen vor sich. Dieser Prozeß führte zur Verschärfung des Klassenbewußtseins, das die Existenz der unüberwindbaren Gegensätze noch mehr betonte. Dadurch macht sich zwischen den Welten der etablierten Upper Classes und den aufstrebenden Lower Classes eine Kluft bemerkbar, die zur Frustration in der letztgenannten Gruppe führt, weil ihr Problem kaum zu bewältigen war.

Inzwischen greift die Literatur die Schwierigkeiten der Gesellschaft auf und verarbeitet sie in Romanen oder Theaterstücken wie Look Back in Anger57, deren Protagonisten den Namen Angry Young Men bekommen. Denn es zeichnet sie aus, daß sie sich vehement gegen die Werte der oberen sozialen Schichten wenden. Robert Weimann faßt das im folgenden Zitat zusammen :

Diese Literatur steht in einer eigentümlichen, zumindest zweifachen Beziehung zur Nachkriegswirklichkeit : Sie ist einerseits ein Abbild, andererseits eine Reaktion auf deren bevorstehende Tendenzen. Sie bietet ein Abbild der Epoche, weil ihre Stoffe oft noch nach dem Bereich der unmittelbaren Nachkriegswirklichkeit entnommen sind. Sie ist aber zugleich eine Reaktion gegen diese Verhältnisse, weil deren Darstellung nicht kritiklos vorgenommen wird, sondern teilweise bereits eine Überwindung des Welfare State einschließt.58

Allerdings muß, wie eingangs bei der Kategorisierung der Universitätsromane, hervorgehoben werden, daß es auch in den Werken der Angry Young Men keine einheitliche Entwicklung gibt. So betont Weimann gleich zu Anfang seiner Analyse :

Das zornige Element ist indessen überbetont worden : Wie jedes Schlagwort vereinfacht der Begriff Angry Young Men die wirkliche Problematik des Gegenstandes und täuscht eine literarische Einheitlichkeit und einen schriftstellerischen Zusammenhalt vor, die niemals gegeben waren. Die Angry Young Men bilden keine école, und die zwischen ihnen vorhandenen Gemeinsamkeiten erwachsen nicht aus einer kollektiven Absprache und Überzeugung, sondern aus dem Druck und Abdruck der Zeitläufe, von denen das individuelle künstlerische Wollen auf mannigfache Weise und in verschiedenem Ausmaß bestimmt wird.59

Mit Hilfe dieses Zitats läßt sich erklären, warum auch satirisch gezeichnete Romancharaktere in eine Sparte eingeordnet werden, in die sie eigentlich nicht ganz hineinpassen.

Die vorangegangenen Erläuterungen waren ein Versuch, dem Leser ein Bild des Haupthemas zu vermitteln, welches in den 50er Jahren die Literatur bestimmte. Doch wie jede aufkommende Welle, ebbte auch diese Bewegung wieder ab, nachdem sie ihren Höhepunkt erreicht und ihre Spuren hinterlassen hatte.

Sie machte einem Phänomen Platz, deren Ursprünge zwar diesmal in Frankreich zu finden waren, die jedoch auch in England nicht unbemerkt blieb. Vor allem aber wuchs sie in Deutschland und den USA zu einem vieldiskutierten Thema an. Gemeint sind die Studentenunruhen in den späten 60 er Jahren, die sich bis in die 70 er hinein zu einem weiteren wichtigen Gegenstand der Buchautoren avancierten.

Besonders Romane, mit dem Schauplatz im Universitätsmilieu, standen in dieser Zeit im Vordergrund und bewirkten eine große Nachfrage nach den Campus Novels. Denn genau wie in der Periode der Angry Young Men wurde die Literatur auch diesmal wieder zum Sprachrohr von Meinungen und Ansichten, die sich mit den Vorgängen in der Gesellschaft kritisch auseinandersetzten. Und ebenso wie bei der Darstellung auf den vergangenen Seiten, so ist es auch hierbei wieder von Bedeutung, daß der Leser zunächst einen Einblick in die Fakten der sozialen Entwicklungen gewinnt, bevor er mit der literarischen Reaktion darauf vertraut gemacht wird.

1.5. Die Studentenunruhen der späten 60er Jahre und ihre Einflüsse auf die Literatur

Es gibt verschiedene Komponente, die man als Ursache von dem nennen könnte, was später als die 68er Studentenrevolution bekannt werden sollte. Doch wie bei anderen historischen Ereignissen, spielten auch in den 60er Jahren diverse Aspekte eine Rolle, die eine lange Vorgeschichte haben, oder die aus komplizierten Verknüpfungen resultieren, auf die in dieser Arbeit nicht näher eingegangen werden kann.

Einige Faktoren aber sind so herausragend, daß es unerläßlich ist, sie im Zusammenhang mit den Unruhen zu erwähnen. Die wichtigsten Punkte führt Wolfgang Weiß in seiner Studie an :

Ursachen für die ironisch als "Erster Hochschul - Weltkrieg"apostrophierten Studentenunruhen [ . . . ] waren vielfältiger Natur : die Unzufriedenheit mit einer an Erfolg und Wohlstand orientierten Wettbewerbsgesellschaft und die Sehnsucht nach einer utopischen Gesellschaft, in der der einzelne, vom Leistungszwang und anderen bürgerlichen Normen befreit, in der Geborgenheit eines Kollektivs sich der Selbstverwirklichung widmen konnte; der Glaube an die Veränderbarkeit einer Gesellschaft, der den marxistischen Diagnosen und Rezepturen zur Heilung der menschlichen Misere zu einer erstaunlichen Popularität unter den Studenten verhalf; schließlich die Empörung, über die Verstrickung des Westens in den Vietnamkrieg, eine Empörung, an der sich die Unruhe und Frustration der jungen Generation letztendlich entzündet.60

Wenn man sich die Kriterien betrachtet, die Weiß aufzählt, so fällt einem ein Gesichtspunkt auf, der es erlaubt, eine gedankliche Brücke von der Studentenrevolution zurück zu den Angry Young Men zu schlagen. Es handelt sich um die Tatsache, daß beide Gruppen ähnliche Motive hatten, mit der damaligen Gesellschaft nicht zufrieden zu sein.

Beide richteten sich bei ihren Angriffen gegen die Normen des Bürgertums. Außerdem verband alle zwei Seiten die Suche nach einem Ort oder einer Gemeinschaft, die einem das Gefühl der Zugehörigkeit geben konnte. Nur muß bei aller Gemeinsamkeit herausgestellt werden, daß der Hintergrund, aus dem die Frustration erwuchs, in beiden Perioden von unterschiedlicher Natur ist.

Während die Angry Young Men mit Problemen des für England ganz typischen Klassensystems konfrontiert wurden, lag der Kritikpunkt der 68er Generation bei den großen Einflüssen der profitorientierten Wettbewerbsgesellschaft. Trotzdem sind es die negativ auffallenden Seiten der bürgerlichen Mittelschicht, die angefochten werden und alle zwei Protestbewegungen miteinander verbinden. Ebenso ist der Glaube an die Veränderbarkeit der Gesellschaft ein Punkt, der es erlaubt, die zeitlich verschiedenen Ereignisse gegenüberzustellen.

Doch an diesem Passus hören die Möglichkeiten der Vergleichbarkeit schon auf, weil die unterschiedlichen Einflüsse der Rahmenbedingungen einen entgegengesetzten Lauf der Dinge bewirken. Wie bereits erwähnt, war die Figur des Angry Young Man nicht ausschließlich auf das Milieu der Universität berschränkt, obwohl die Veränderungen im Bildungssystem eine entscheidende Rolle bei den gesellschaftlichen Problemen spielten. Dagegen beschränken sich die Studentenunruhen, wie aus dem Namen hervorgeht, vor allem auf den Umkreis der Hochschule. Dies war deswegen der Fall, weil die Universität als eine öffentliche Institution, die sich mit öffentlichen Fragen auseinandersetzt, besonders gut geeignet war, um die Vorkommnisse in der Umwelt zu diskutieren und zu erörtern.

1.5.1. Studenten und Lehrende im Konflikt

Es entwickelte sich unter den Studenten ein besonderes Bewußtsein, je intensiver sie sich mit der aktuellen Politik und deren Einflüsse auf das soziale Zusammenleben beschäftigten. Dieses schloß auch ihre Situation in der Universität mit ein, das heißt, daß die Studenten die Hochschule nicht nur als Bildungsanstalt sahen, die ihnen faktisches Wissen vermittelte, sondern daß sie ein kritisches Auge auf die Werte warfen, mit denen sie im Unterricht konfrontiert wurden. Sie stellten das Bild in Frage, das ihnen von einer Gesellschaft präsentiert wurde, die bisher als ein Ideal galt. Das Resultat aus diesen Überlegungen sah folgendermaßen aus :

Die akademischen Lehrer gerieten durch die studentischen Unruhen in eine prekäre Situation. Aus der Sicht revolutionärer Studenten erschienen viele angesehene Professoren der Geisteswissenschaften als "Fachidioten", also als Vertreter einer sich objektivistisch gebärdenden bürgerlichen Wissenschaft, die "irrelevantes Wissen" produzierte und dadurch mithalf, die tatsächlichen gesellschaftlichen Verhältnisse zu verschleiern.61

Genauso wie es auf Seiten der Studenten viele Gemäßigte und einige Radikale gab, so war auch das Lager der Universitätslehrenden gleichermaßen gespalten. Es gab Professoren, die liberal eingestellt waren, und die Aufstände als "Zeichen intellektuellen Erwachens und eines neuen politischen Bewußtseins begrüßten"62, das im Gegensatz stand zur intellektuellen Trägheit. Und es gab Lehrende, die sich vollkommen mit der bürgerlichen Ideologie identifizierten, was sich dann ebenso in ihren Veranstaltungen ausdrückte.

Laut Aussage von Weiss jedoch, sahen sich die liberalen Dozenten gewissen Konflikten gegenüber, die sie aus folgenden Gründen keine eindeutige Stellung zu den Vorgängen auf dem Campus beziehen ließen :

Gerade diese Akademiker gerieten bald in einen inneren Konflikt zwischen den Sympathien für die bilderstürmenden Studenten, der Liebe zur Wissenschaft und der Solidarität mit attackierten Kollegen. Oft genug wurden sie überdies der geistigen Vaterschaft von Revolutionären und Anarchisten bezichtigt. Diejenigen akademischen Lehrer, die sich mit der Studentenbewegung vorbehaltlos identifizierten, weil sie in ihr die Chance sahen, ihrer Wissenschaft und der Universität insgesamt einen neuen Sinn und eine neue gesellschaftliche Bedeutung zu geben, lösten innerhalb der akademischen Kommunität heftige Kontroversen über das Wissenschaftsverständnis, über Formen und Ziele akademischer Lehre sowie über den akademischen Sittenkodex aus.63

Wie in der zweiten Hälfte des obigen Zitats ersichtlich ist, gab es auch im Kollegium der Lehrenden einige Personen, die die Motive der Unruhen uneingeschränkt unterstützten. Doch ihr zahlenmäßiges Verhältnis zu ihren gemäßigteren oder gegnerischen Mitarbeitern blieb trotzdem, wie auf Seiten der Studenten, gering. So daß man festhalten kann, daß auch in dieser Protestbewegung keine Homogenität vorhanden war; und das sie angeführt nur von einer Minderheit, erst durch die große Aufmerksamkeit der Medien 'revolutionäre Ausmaße' annahm. Die Unruhen an den Universitäten während der 60er Jahre standen also, diesen Gesichtspunkt betreffend, im Gegensatz zu den Angry Young Men, welche sich allein auf die Literatur beschränkten. Es sollte auch betont werden, daß in England verglichen mit dem Kontinent diese aufständischen Entwicklungen sehr geringe Ausmaße hatten, da die Situation der englischen Universitäten nicht als so brisant empfunden wurde.

Wie diese Entwicklungen zustande kamen und wie ihre Wirkung auf die Öffentlichkeit aussah, wurde einmal mehr zu einem viel diskutierten Gegenstand der Literatur. Die Autoren setzten sich auseinander mit Themen für und wider die Unruhen samt deren Kritikpunkte. Eines der vielseitigsten Romane, was die Perspektive der Auswirkungen dieser Aufstände betrifft, ist Changing Places64 von David Lodge, dem zweiten Roman, der in dieser Analyse im Vordergrund steht. Das Werk wird dem Leser im Verlauf des nächsten Kapitels vorgestellt.

[...]


1.Lodge, David. Changing Places. A Tale of Two Campuses. Harmondsworth : Penguin, [30] 1978.

2.Bradbury, Malcolm. The History Man. Harmondsworth : Penguin [10] 1985.

3.Amis, Kingsley. Lucky Jim. Harmondsworth : Penguin, [37] 1961.

4.Lodge a.a.O. im Folgenden zitiert als Lodge C.P.

5. Bradbury a.a.O. im Folgenden zitiert als Bradbury H.M.

6.Amis a.a.O. im Folgenden zitiert als Amis L.J.

7.Amis L.J. a.a.O.

8.Himmelsbach, Barbara. Der englische Universitätsroman. Frankfurt am Main, Bern, Berlin, New York, Paris, Wien : Lang, 1992.

9.Dubber,Ulrike. Der englische Universitätsroman der Nachkriegszeit. Ein Beitrag zur Gattungsbestimmung. Würzburg : Königshausen und Neumann, 1991.

10.Goch, Martin. Der englische Universitätsroman nach 1945 : "Welcome to Bradbury Lodge". Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 1992.

11. Dubber. Universitätsroman der Nachkriegszeit. S.150.

12.Benét, William Rose. The Reader's Encyclopedia. London : Book Club Associates, [2] 1977.

13.Lodge C.P. a.a.O.

14.Bradbury H.M. a.a.O.

15. Chaucer, Geoffrey. The Canterbury Tales. Harmondsworth : Penguin, [22] 1977. S. 27.

16.Dubber. Universitätsroman der Nachkriegszeit. S. 3.

17.meine Hervorhebung.

18.ibid Dubber

19.Waugh, Evelyn. Brideshead Revisited. Harmondsworth : Penguin, [40] 1962.

20.Waugh Brideshead a.a.O.

21.ibid Dubber

22.ibid Dubber

23.ibid Dubber.

24.Larkin, Philip. Jill. London - Boston : faber and faber, [6] 1985.

25.Drabble, Margaret. The Oxford Companion to English Literature. Oxford, New York, Tokyo, Melbourne : Oxford University Press, [5] 1985. S 164.

26.Lodge C.P. a.a.O.

27.Bradbury H.M. a.a.O.

28.Amis L.J. a.a.O.

29.Weimann, Robert. "Die Literatur der Angry Young Men. Ein Beitrag zur Deutung englischer Gegenwartsliteratur" Zeitschrift für Anglistik und Amerikanistik 7 (1959) S.123:

30.Dubber Universitätsroman der Nachkriegszeit S. 135.

31.Dubber Universitätsroman der Nachkriegszeit S .175.

32.Dubber Universitätsroman der Nachkriegszeit S.3.

33.Dubber Universitätsroman der Nachkriegszeit S. 6.

34.Friel, George. Mr Alfred M.A. Edinburgh : Canongate, 1987.

35. Himmelsbach. Englische Universitätsroman. S.272.

36.vgl.Fitzpatrick. Leah. Women in David Lodge's Campus Novels. Unveröffentlichte Magisterarbeit. Frankfurt am Main : November 1992,

37.vgl.Fitzpatrick Women. S. 14-15.

38.vgl.Fitzpatrick Women. S. 16.

39.vrgl.Himmelsbach. Englische Universitätsroman. S. 272.

40.ibid Himmelsbach.

41.Dubber. Universitätsroman der Nachkriegszeit. S. 12

42.vgl.Dubber. Universitätsroman der Nachkriegszeit. S. 150-151.

43.vgl.Weimann. Angry Young Men. S. 137.

44.vgl. ibid Weimann.

45.vgl. ibid Weimann.

46.Larkin, Philip Jill. a.a.O.

47.vgl.Dubber Universitätsroman der Nachkriegszeit. S. 150.

48.vgl.Weimann. Angry Young Men. S.139.

49.vgl.Benét. Encyclopedia. S.37.

50.Osborne, John. Look back in Anger. London - Boston : faber and faber, [15] 1986.

51.Amis L.J. a.a.O.

52.Rippier, Joseph S. Some Postwar English Novelists Frankfurt am Main, Berlin, Bonn : Diesterweg, 1965. S.141.

53.Amis L.J. a.a.O.

54.Osborne Anger a.a.O.

55.Benét. Encyclopedia. S. 37.

56.Bradford, Richard. Kingsley Amis. London, New York, Melbourne, Auckland : Arnold (keine Angabe).

57.Osborne. Anger. a.a.O.

58.Weimann.Angry Young Men. S 125.

59.Weimann. Angry Young Men. S.117.

60.Weiß, Wolfgang. Der Anglo- Amerikanische Universitätsroman. Eine historische Skizze. Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, [23] 1994. S. 144.

61.Weiß. Anglo- Amerikanischer Universitätsroman. S. 145.

62.Weiß. Anglo- Amerikanischer Universitätsroman. S. 146.

63.ibid Weiß.

64.Lodge. C.P. a.a.O.

Ende der Leseprobe aus 142 Seiten

Details

Titel
Das Bild der Lehrenden in ausgesuchten britischen "Campus Novels"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für England- und Amerikastudien)
Note
sehr gut
Autor
Jahr
1995
Seiten
142
Katalognummer
V4299
ISBN (eBook)
9783638126632
ISBN (Buch)
9783638696777
Dateigröße
848 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Magisterarbeit beschäftigt sich mit den Charakteren der Lehrenden aus folgenden Romanen: Lucky Jim von Kingsley Amis, The History Man von Malcolm Bradbury und Changing Places von David Lodge. Zusätzlich wird auch die Entwicklung der Universitätsromane thematisiert.
Schlagworte
Bild, Lehrenden, Campus, Novels
Arbeit zitieren
Didem Oktay (Autor), 1995, Das Bild der Lehrenden in ausgesuchten britischen "Campus Novels", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4299

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