Diese Arbeit widmet sich dem Thema Islamfeindlichkeit. Genauer genommen stellt sie die Frage nach dem Konzept der Islamfeindlichkeit. Sie stellt sich als qualitative Studie dar, die sich mit Motiven, Einstellungen und Intervention von Islamfeindlichkeit beschäftigt.
Zunächst wird im theoretischen Teil der Arbeit herausgearbeitet als was Islamfeindlichkeit zu begreifen ist, wie sie sich ausdrückt, was ihre Ursachen sind, welche Interventionsmaßnahmen denkbar sind, um sie einzudämmen, wie die Zukunft dieses Konzepts prognostiziert werden kann und ob, und wenn ja, welche Zusammenhänge zum Konzept der Fremdenfeindlichkeit herrschen. Im Exkurs wird daraufhin Stellung dazugenommen ob, und wenn ja welche, Zusammenhänge zum Antisemitismus bestehen. Ein weiteres Kriterium für die Zielsetzung des theoretischen Teils ist es, an zwei neueren Studien herauszustellen, wie sich die aktuelle Situation in Deutschland in Bezug auf den Islam gestaltet.
Es stellt sich die Frage nach herrschender Angst vor dem Islam in der deutschen Gesellschaft, die es in diesem Unterkapitel zu beantworten gilt. Zum gesellschaftskritischen Aspekt, ist mir zudem wichtig, den politischen Bezug herzustellen, sodass ich zwei große Bereiche der Soziologie behandele. Hierbei habe ich mich dazu entschlossen an der Entwicklung des Rechtspopulismus in Deutschland zu arbeiten. Mithilfe einer Unterscheidung von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus werde ich zunächst beleuchten, welche politischen Parteien in Deutschland hinsichtlich einer rechtspopulistischen oder einer rechtsextremen Bewegung zuzuordnen sind. Dies wird hinsichtlich ihrer Präsentation –, sowie ihrer Inhalte und Ziele in der Parteiideologie geschehen.
Im empirischen Teil der Arbeit werde ich mit der Methode der problemzentrierten Interviews arbeiten. Durch diese teilweise offenen Interviews gehe ich der Frage nach der Einstellung und Meinung zum Islam am Individuum auf den Grund. Dabei werde ich zunächst problemzentrierte Interviews definieren und aufzeigen weswegen ich mich für diese Form des Interviews entschieden habe.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung in die Thematik
- Gegenstand, Zielsetzung und Forschungsfrage. Bewusste Ausgrenzung von Fragen
- 2. Theoretische Grundlage:
- 2.1. Begriffsanalyse Islamfeindlichkeit
- 2.2. Ursachen von Islamfeindlichkeit
- 2.3. Intervention von Islamfeindlichkeit und Prognose für die Zukunft
- 2.4. Zusammenhänge zwischen Islamfeindlichkeit und Antisemitismus?
- 2.5. Untersuchung und Vergleich des Konzepts anhand weiterer Studien
- 2.5.1. BERTELSMANN-Stiftung: Religionsmonitor. Sonderauswertung Islam 2015. Gütersloh, 2015
- 2.5.2. FRIEDRICH-EBERT Stiftung: Handlungsempfehlungen zur Auseinandersetzung mit islamistischem Extremismus und Islamfeindlichkeit. Forum Berlin 2015
- 2.6. Rechtspopulismus- und Extremismus in Deutschland
- 2.6.1. Wie unterscheidet sich Rechtsextremismus von Rechtspopulismus?
- 2.6.2. Rechtspopulistische und rechtsextremistische Parteien Deutschlands in Bezug auf Islamfeindlichkeit..
- 3. Methode und empirisches Vorgehen
- Problemzentrierte Interviews zum Thema Islamfeindlichkeit
- 3.1. Definition eines problemzentrierten Interviews
- 3.2. Warum wurde die Form des problemzentrierten Interviews gewählt?
- 3.3. Zentrale Frage und Untersuchungsleitende Fragestellungen in Form eines Leitfadens
- 3.4. Die Interviews
- 3.4.1. Definition der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse
- 3.4.2. Interpretation der Interviews anhand der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse
- 3.4.3. Zusammenhänge und Kontraste zu den weiteren Interviews
- 4. Fazit: Zusammenführung von Theorie und Methode
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit widmet sich der Erforschung von Islamfeindlichkeit, indem sie eine qualitative Studie zu Motiven, Einstellungen und Interventionen durchführt. Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein tieferes Verständnis für die Ursachen und Auswirkungen von Islamfeindlichkeit zu gewinnen und potenzielle Interventionsstrategien zu beleuchten.
- Begriffsanalyse und Definition von Islamfeindlichkeit
- Ursachen und Ausprägungen von Islamfeindlichkeit
- Interventionen und Strategien zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit
- Verbindungen von Islamfeindlichkeit zu anderen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, insbesondere Antisemitismus
- Analyse von Rechtspopulismus und Extremismus im Zusammenhang mit Islamfeindlichkeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik, die den Gegenstand, die Zielsetzung und die Forschungsfrage der Arbeit präzisiert. Es folgt ein Kapitel, das sich mit der theoretischen Grundlage befasst, indem es den Begriff der Islamfeindlichkeit definiert und Ursachen sowie Interventionen analysiert. Weiterhin wird der Zusammenhang von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus beleuchtet. Schließlich wird die Methode der problemzentrierten Interviews und das empirische Vorgehen der Arbeit detailliert dargelegt. Die Kapitel befassen sich mit der Definition, der Auswahl und der Durchführung der Interviews. Die Arbeit schließt mit einem Fazit ab, das die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammenfasst.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind Islamfeindlichkeit, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Intervention, Rechtspopulismus, Extremismus, Qualitative Studie, Problemzentrierte Interviews. Die Arbeit beleuchtet die Ursachen, Folgen und Interventionen von Islamfeindlichkeit, analysiert die Verbindungen zu anderen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und untersucht die Rolle von Rechtspopulismus und Extremismus in diesem Kontext.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Islamfeindlichkeit und Fremdenfeindlichkeit?
Die Arbeit untersucht, ob Islamfeindlichkeit als eigenständiges Konzept oder als Teilaspekt der allgemeinen Fremdenfeindlichkeit zu begreifen ist.
Welche Ursachen hat Islamfeindlichkeit in Deutschland?
Ursachen liegen oft in medial vermittelten Stereotypen, mangelndem Wissen über die Religion, Angst vor Terrorismus und politischen Instrumentalisierungen.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Islamfeindlichkeit und Antisemitismus?
In einem Exkurs wird analysiert, ob beide Phänomene ähnliche psychologische Mechanismen der Ausgrenzung und Vorurteilsbildung teilen.
Wie unterscheidet sich Rechtspopulismus von Rechtsextremismus?
Die Arbeit beleuchtet die ideologischen Unterschiede und wie beide Bewegungen das Thema Islamfeindlichkeit für ihre politischen Ziele nutzen.
Welche Methode wurde für die empirische Studie genutzt?
Es wurden problemzentrierte Interviews durchgeführt, um die individuellen Einstellungen und Motive von Personen tiefgreifend zu erfassen.
- Arbeit zitieren
- Anna-Lea Fischer (Autor:in), 2016, Die Angst vor dem Islam. Eine qualitative Studie zu Motiven, Einstellungen und Intervention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/430966