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Beteiligung von Berufsfremden an einer Steuerberatungs-Personengesellschaft

Untersuchung der Verfassungskonformität der Abfärbetheorie

Title: Beteiligung von Berufsfremden an einer Steuerberatungs-Personengesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: David Gehlen (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Ziel dieser Seminararbeit ist im Rahmen einer Literaturrecherche insbesondere auf Basis der Fachliteratur, von Aufsätzen und der Rechtsprechung der Finanzgerichte und des Bundesfinanzhofs, den Zusammenschluss von Steuerberatern in der Rechtsform der Personengesellschaft aus steuerlicher Sicht zu klären. Dabei soll insbesondere auf die sogenannte Abfärberegelung des § 15 Absatz 3 Nummer 1 EStG und dessen Voraussetzungen und Auswirkungen eingegangen werden.

Im Rahmen der Voraussetzungen soll das Hauptaugenmerk auf der Beteiligung von sog. Berufsfremden beziehungsweise einer berufsfremden Tätigkeit des Steuerberaters liegen. Zudem soll geklärt werden, ob die Abfärberegelung umgangen werden kann und ob diese angesichts einer drohenden Ungleichbehandlung von Einzelunternehmen und Personengesellschaft verfassungskonform ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. PROBLEMSTELLUNG DES ZUSAMMENSCHLUSSES VON STEUERBERATERN

2. FREIBERUFLICHE STEUERBERATUNGS-PERSONENGESELLSCHAFT IM STEUERRECHT

2.1 Voraussetzungen der freiberuflichen Personengesellschaft

2.2 Steuerliche Behandlung der Personengesellschaft

3. BETEILIGUNG VON BERUFSFREMDEN UND DEREN AUSWIRKUNGEN

3.1 Abfärberegelung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG

3.1.1 Zielsetzung und Voraussetzung der Abfärberegelung

3.1.2 Umqualifizierung der Einkünfte aufgrund der Abfärberegelung

3.1.3 Bagatellgrenze bei teilweiser gewerblicher Tätigkeit

3.1.4 Umgehung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG durch Ausgliederung

3.2 Gewerbliche Tätigkeit i.S.d. Abfärberegelung

3.2.1 Definition eines Berufsfremden

3.2.2 Beurteilung der interprofessionellen Personengesellschaft

3.2.3 Gewerbliche Tätigkeit eines Steuerberaters

3.2.4 Beteiligung eines Steuerberaters ohne eigenen Tätigkeitsbeitrag

3.2.5 Beteiligung einer Kapitalgesellschaft an der Personengesellschaft

4. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenschluss von Steuerberatern in Form einer Personengesellschaft aus steuerlicher Sicht, mit besonderem Fokus auf die sogenannte Abfärberegelung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG und deren Auswirkungen bei Beteiligung berufsfremder Dritter.

  • Grundlagen der freiberuflichen Personengesellschaft im Steuerrecht
  • Anwendung und Voraussetzungen der Abfärberegelung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG
  • Definition und steuerliche Folgen der Beteiligung von Berufsfremden
  • Möglichkeiten zur Umgehung der Abfärbewirkung durch Ausgliederung gewerblicher Tätigkeiten
  • Abgrenzung der berufstypischen von gewerblichen Tätigkeiten

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Umqualifizierung der Einkünfte aufgrund der Abfärberegelung

Nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG gelten sämtliche Einkünfte aller Gesellschafter der Personengesellschaft als Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.S.d. § 15 EStG, sofern die Gesellschaft auch eine gewerbliche Tätigkeit ausübt oder Einkünfte einer gewerblichen Mitunternehmerschaft bezieht. Es kommt somit zu einer gesamten Umqualifizierung der freiberuflichen Einkünfte der Steuerberatungs-Personengesellschaft in gewerbliche Einkünfte, wenn die diese nicht ausschließlich freiberuflich, sondern auch gewerblich tätig wird.

Die Abfärbewirkung tritt dabei ab dem Beginn der gewerblichen Tätigkeit bzw. der Beteiligung des Berufsfremden ein und endet wie auch die Gewerbesteuerpflicht mit der Einstellung der werbenden Tätigkeit. Einkünfte die außerhalb dieses Zeitraums erzielt werden, bleiben unberührt und werden daher nicht umqualifiziert.

Die umqualifizierten gewerblichen Einkünfte unterliegen wie auch originär gewerbliche Einkünfte der Gewerbesteuer nach § 2 Abs. 1 Satz 1 GewStG. Jedoch ist auf Ebene der Gesellschaft der Abzug des Gewerbesteuer-Freibetrags nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG i.H.v. 24.500 EUR und beim Gesellschafter die Anrechnung der gezahlten Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer nach § 35 EStG möglich. Die entlastende Wirkung des § 35 EStG ist jedoch vom Gewerbesteuerhebesatz der jeweiligen Gemeinde abhängig. Ab einem Hebesatz von ca. 401% kommt es dabei schlussendlich zu einer effektiven Belastung für den Steuerpflichtigen durch die Gewerbesteuer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. PROBLEMSTELLUNG DES ZUSAMMENSCHLUSSES VON STEUERBERATERN: Einleitung in die Rechtsformwahl für Steuerberater und die Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich steuerlicher Auswirkungen.

2. FREIBERUFLICHE STEUERBERATUNGS-PERSONENGESELLSCHAFT IM STEUERRECHT: Analyse der Voraussetzungen für eine freiberufliche Personengesellschaft und deren grundsätzliche steuerliche Behandlung.

3. BETEILIGUNG VON BERUFSFREMDEN UND DEREN AUSWIRKUNGEN: Detaillierte Betrachtung der Abfärberegelung, ihrer Tatbestandsvoraussetzungen, der Folgen der Umqualifizierung und Lösungsansätze wie die Ausgliederung.

4. ZUSAMMENFASSUNG: Fazit der Seminararbeit, das die Problematik der Abfärberegelung hervorhebt und die rechtssichere Gestaltung der Sozietät unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung bewertet.

Schlüsselwörter

Steuerberater, Personengesellschaft, Abfärberegelung, § 15 EStG, Gewerbesteuer, Mitunternehmer, Berufsfremde, Umqualifizierung, Ausgliederung, Freiberufler, gewerbliche Tätigkeit, Bagatellgrenze, Haftung, PartG mbB, Steuerberatungsgesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Personengesellschaften, in denen Steuerberater tätig sind, insbesondere wenn diese Gesellschaften zusätzlich gewerbliche Aktivitäten entfalten oder berufsfremde Personen beteiligen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die Abfärberegelung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG, die steuerliche Qualifizierung von Einkünften, die Definition des Berufsfremden und Strategien zur Vermeidung einer Gewerbesteuerpflicht.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis von Fachliteratur und Rechtsprechung zu klären, unter welchen Bedingungen der Zusammenschluss von Steuerberatern in einer Personengesellschaft trotz gemischter Tätigkeiten steuerlich vorteilhaft als freiberuflich erhalten bleiben kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine systematische Literaturrecherche, die auf Fachliteratur, Aufsätzen sowie der Rechtsprechung der Finanzgerichte und des Bundesfinanzhofs basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen der Abfärberegelung, die Definitionen von Berufsfremden, die Behandlung interprofessioneller Gesellschaften sowie Gestaltungsmöglichkeiten wie die Ausgliederung von Tätigkeiten zur Vermeidung der Abfärbewirkung.

Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Abfärberegelung, gewerbliche Einkünfte, Mitunternehmerschaft, Berufsfremde und Umqualifizierung.

Warum führt die Beteiligung einer Kapitalgesellschaft oft zur Abfärbung?

Da eine Kapitalgesellschaft kraft ihrer Rechtsform nach § 8 KStG immer gewerbliche Einkünfte erzielt, gilt sie als berufsfremd. Ihre Beteiligung an einer freiberuflichen Personengesellschaft kann daher die dortigen Einkünfte nach der Abfärberegelung in gewerbliche Einkünfte umqualifizieren.

Welche Rolle spielt die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) für das Thema?

Die PartG mbB dient als Lösungsmodell, um eine Haftungsbeschränkung zu erreichen, ohne die negativen steuerlichen Folgen der Abfärberegelung auszulösen, die bei der klassischen GmbH & Co. KG als Alternative oft drohen würden.

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Details

Title
Beteiligung von Berufsfremden an einer Steuerberatungs-Personengesellschaft
Subtitle
Untersuchung der Verfassungskonformität der Abfärbetheorie
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,3
Author
David Gehlen (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V432049
ISBN (eBook)
9783668742659
ISBN (Book)
9783668742666
Language
German
Tags
Abfärbetheorie Steuer Steuerrecht Personengesellschaft PartG mbB Steuerberatung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Gehlen (Author), 2016, Beteiligung von Berufsfremden an einer Steuerberatungs-Personengesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432049
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