Der mögliche Einfluss von Gliazellen auf die Entstehung von Epilepsie


Hausarbeit, 2004

9 Seiten, Note: keine - pass or fail


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Funktion der Gliazellen

Der Einfluss von Astrozyten auf die Epilepsie

Diskussion

Literatur

Einleitung

Kernpunkt dieser Arbeit ist ein Essay der Psychologen Claudia Krebs und Kerstin Hüttmann in dem populärwissenschaftlichen Magazin Gehirn & Geist (Gehirn & Geist, 2004). In diesem postulieren Sie eine völlig neue Eigenschaft der bist dato unterschätzten Gliazellen und deren elementaren Zusammenhang mit der Entstehung von epileptischen Anfällen.

Dieser Artikel soll in dieser Hausarbeit rezitiert und diskutiert werden.

Die Funktion der Gliazellen

Funktionen und Unterteilungen

Gliazellen bilden neben den Neuronen die zweite Zellklasse im zentralen Nervensystem. Sie sind wesentlich zahlreicher als die Neuronen und machen etwas 50% des Gesamthirnvolumens aus. Die Hauptfunktion der Neuronen besteht in der Erregungsverbreitung und –leitung, während den Gliazellen dem Binde- und Stützgewebe ähnliche Funktionen nachgesagt werden. Sie sind zuständig für Stofftransport, Ernährung, Isolierung, mechanischer Schutz, Abwehr und Regeneration.

Je nach Lokalisation unterscheidet man zwei prinzipielle Arten von Glia:

Im peripheren Nervensystem ist die periphere Glia lokalisiert.

Im zentralen Nervensystem ist die zentrale Glia lokalisiert.

Für den weiteren Verlauf dieser Arbeit ist die periphere Glia nicht weiter von Interesse, so dass auf eine ausführliche Beschreibung verzichtet wird.

Zentrale Glia

In der zentralen Glia werden grundsätzlich vier verschiedene Zelltypen unterschieden:

- Oligodendrozyten
- Mikroglia
- Epedymzellen
- Astrozyten

1.) Oligodendrozyten

Diese sind für die Markscheidenbildung verantwortlich (Myelinisierung). D.h. für die Isolierung von Zellausläufer der Neuronen gegeneinander. Oligodendrozyten sind also sehr kleine Zellen mit wenigen Verzweigungen und liegen den Nervenzellen unmittelbar an.

2.) Mikroglia

Mikroglia sind sehr kleine, mobile Zellen mit fein verzweigten Fortsätzen. Diese Zellgattung wird auch als Hortega-Zellen bezeichnet. Sie haben die Funktion von „Abräumzellen“, die vorwiegend unter pathologischen Bedingungen vermehrt auftreten. Sie sind in der Lage, durch Phagozytose körpereigene und körperfremde Bestandteile abzubauen.

3.) Epedymzellen

Diese kleiden die Innenräume des Zentralnervensystems aus. Damit sind sie als innere Oberfläche in den Ventrikeln des Gehirns und im Zentralkanal des Rückenmarks angesiedelt.

4.) Astrozyten

Astrozyten sind sehr grosse Gliazellen. Sie umgeben die Neurone und haben engen Kontakt zu den Gefässen des Gehirns.

Früher war man der Auffassung, dass Astrozyten die Blut-Hirn-Schranke aufbauen. Allerdings weiss man heute, dass dies durch das Kapillarenendothel geschieht.

Sie kontaktieren mit Ihren Ausläufern Blutgefässe und stehen gleichsam mit den Nervenzellen in Verbindung. Deshalb zählt zu Ihren wichtigsten Aufgaben, die Zusammensetzung des extrazellulären Milieus zu regulieren.

Sie sorgen also dafür, dass im Extrazellularraum die Ionenkonzentration zwischen den Zellen des Gehirns konstant bleibt.

Astrozyten sind in der Lage, von den Neuronen freigesetzte Neurotransmitter aufzunehmen und somit deren weitere Wirkung zu stoppen.

Neu sind allerdings die Erkenntnisse, dass sich die Astrozyten aus wiederum sehr unterschiedlichen Zelltypen zusammensetzt, die zum Teil noch ganz andere Aufgaben bewältigen können.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Der mögliche Einfluss von Gliazellen auf die Entstehung von Epilepsie
Hochschule
Universität Basel  (Institut für Psychologie)
Veranstaltung
Kognitive Neuropsychologie
Note
keine - pass or fail
Autor
Jahr
2004
Seiten
9
Katalognummer
V43274
ISBN (eBook)
9783638411134
ISBN (Buch)
9783656620662
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einfluss, Gliazellen, Entstehung, Epilepsie, Kognitive, Neuropsychologie
Arbeit zitieren
Marcel Maier (Autor), 2004, Der mögliche Einfluss von Gliazellen auf die Entstehung von Epilepsie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43274

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