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Sokrates als Inbegriff des Philosophen

Titel: Sokrates als Inbegriff des Philosophen

Seminararbeit , 2005 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Joachim Waldmann (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sokrates – für Karl Jaspers eine der vier größten, maßgebendsten Personen in der Geschichte der Menschheit (neben Buddha, Konfuzius und Jesus). Ein Mensch, dessen „geschichtliche Wirkung von unvergleichlichem Umfang und Tiefengang“ war und ist. Von ihm nimmt die attische Philosophie ihren Ausgang. Seine Schüler nahmen seine Lehren zum Fundament, entwickelten diese selbständig weiter und gründeten eigene philosophische Schulen der verschiedensten Richtungen. Trotz ihrer Feindschaft untereinander konnten fast alle Philosophen der Antike in Sokrates die Inkarnation des Ideals des Philosophen sehen. Auf ihn geht eine eigene literarische Gattung zurück: das „sokratische Gespräch“. Und nach Platon ist Sokrates sogar der Begründer der Philosophie überhaupt.

Was aber macht diesen Sokrates zu solch einer bedeutungsschweren Person? Was macht ihn zum Inbegriff des Philosophen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sokrates als Inbegriff des Philosophen

2.1. Probleme beim Versuch einer Annäherung an Sokrates

2.2. An wen sich wenden?

2.3. Der historische Sokrates

2.4. Was macht einen Philosophen aus? – Der Eros der Diotima Rede

2.5. Sokrates Methodik: Dialog, Maieutik, Frage und Elenktik

2.6. Die sokratische Ironie

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht, warum Sokrates als der Inbegriff des Philosophen gilt, und beleuchtet dabei die historische Person sowie die methodischen Ansätze seiner Lebensführung. Im Fokus steht die Frage, inwieweit Platons Darstellung das sokratische Idealbild geprägt hat und welche Rolle der Eros und die spezifische sokratische Gesprächskunst dabei spielen.

  • Historische Einordnung und Charakterisierung der Person Sokrates.
  • Analyse des Eros-Begriffs innerhalb der Diotima-Rede im Symposion.
  • Erörterung der sokratischen Methode: Dialog, Maieutik und Elenktik.
  • Untersuchung der Funktion und Absicht der sokratischen Ironie.
  • Diskussion der Ambivalenz zwischen dem existenziellen und pädagogischen Anspruch des sokratischen Fragens.

Auszug aus dem Buch

2.5. Sokrates Methodik: Dialog, Maieutik, Frage und Elenktik

Sokrates geht es um das menschliche Gutsein, um das gute oder genauer, um das beste Leben des Menschen, um die Tugend, die Arete. Die Tugend hält er für ein Wissen, sie muss also in irgendeiner Art und Weise lehrbar sein. Andererseits wendet aber Sokrates selbst ein, dass es – bis auf ihn natürlich – keine Tugendlehrer gibt. Aus diesem Widerspruch ergibt sich die Frage, wie solch ein Wissen denn dann vermittelt werden können soll. Die direkte Wissensmitteilung scheidet aus, denn Tugendwissen ist kein inhaltliches Wissen. Die Mitteilung des Tugendwissens beruht nicht auf einem einfachen Auskunftgeben. Es ist kein Wissenstransfer vom Lehrer auf den Schüler möglich. Das Wissen um die Tugend muss vielmehr aus dem einzelnen Menschen selbst entspringen; dieser muss selbst nachvollziehen, muss jeden einzelnen Schritt hin zum Wissen durch selbstständiges Nachdenken gehen. Erkenntnis von Tugend kann nur durch eine Eigenleistung zustande kommen.

Wie aber lässt sich solch ein Wissen dann vermitteln; wie muss die Methodik aussehen, die zu solch einem Wissen führen kann? Zunächst ist es wichtig festzuhalten, dass Sokrates sich immer an den Angesprochenen als Einzelnen wendet. Er trägt dadurch der Forderung nach dessen Eigenleistung Rechnung, denn in der direkten Konfrontation kann sich sein Gegenüber nicht in der gesichtslosen Masse verstecken, sondern muss Rede und Antwort stehen. Die sokratische Methode bedient sich demnach naturgemäß des Dialogs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Sokrates als historische Schlüsselfigur ein und formuliert die zentrale Fragestellung, was ihn zum Inbegriff des Philosophen macht.

2. Sokrates als Inbegriff des Philosophen: Dieses Hauptkapitel untersucht die Quellenlage, den Eros-Begriff, die sokratische Methode sowie die Ironie als zentrale Bestandteile seiner philosophischen Identität.

2.1. Probleme beim Versuch einer Annäherung an Sokrates: Es wird die Problematik beleuchtet, dass Sokrates keine Schriften hinterließ und wir auf sekundäre, teils widersprüchliche Quellen angewiesen sind.

2.2. An wen sich wenden?: Dieses Unterkapitel thematisiert die Schwierigkeit, ein objektives Bild des vielschichtigen Mannes angesichts der unterschiedlichen Darstellungen bei Xenophon, Aristophanes und Platon zu gewinnen.

2.3. Der historische Sokrates: Hier wird der Mensch Sokrates mit seinen biografischen Daten, seinem äußeren Erscheinungsbild und seinem öffentlichen Wirken in Athen skizziert.

2.4. Was macht einen Philosophen aus? – Der Eros der Diotima Rede: Dieses Kapitel analysiert das platonische Eros-Verständnis als treibende Kraft, die den Menschen zur Suche nach der Wahrheit und dem Göttlichen animiert.

2.5. Sokrates Methodik: Dialog, Maieutik, Frage und Elenktik: Hier wird die sokratische Gesprächskunst erläutert, die darauf abzielt, durch gezieltes Fragen den Partner zum eigenen Denken anzuregen und falsches Wissen zu entlarven.

2.6. Die sokratische Ironie: Dieses Kapitel beschreibt die Ironie als Mittel zur Provokation und als Werkzeug, um den Gesprächspartner aus der Reserve zu locken und zur persönlichen Stellungnahme zu zwingen.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst Sokrates’ Wirken zusammen und würdigt ihn als existentiell getriebenen Sucher nach der Wahrheit, der durch sein konsequentes Infragestellen zum Vorbild wurde.

Schlüsselwörter

Sokrates, Platon, Symposion, Eros, Philosophie, Dialog, Maieutik, Elenktik, Aporie, Ironie, Tugend, Wahrheit, Wissensdrang, Existenzielle Philosophie, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische und philosophische Bedeutung von Sokrates und versucht zu ergründen, warum er als der Inbegriff des Philosophen betrachtet wird.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, durch die Analyse von Platons Symposion und weiteren Quellen die wesentlichen Merkmale des sokratischen Philosophierens – insbesondere den Eros-Begriff und die methodische Gesprächsführung – herauszuarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Problematik der Quelleninterpretation, die Bedeutung des Eros als Antrieb zur Wahrheit, die sokratische Methode der Maieutik und Elenktik sowie den Einsatz der Ironie.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine interpretative Analyse philosophischer Quelltexte, insbesondere Platons Dialoge, im Kontext moderner philosophischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biografische Einordnung, die philosophische Untersuchung des Eros-Begriffs bei Diotima und die detaillierte Darstellung der sokratischen Gesprächsmethodik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Sokrates, Eros, Maieutik, Elenktik, Dialog, Aporie und Ironie beschreiben den Kerninhalt der Arbeit.

Was versteht der Autor unter dem "Eros" im Kontext von Sokrates?

Eros wird nicht als bloßes Begehren, sondern als existenzielle, antreibende Kraft definiert, die den Menschen zur Suche nach dem Schönen, dem Wahren und dem Göttlichen bewegt.

Warum spielt die Aporie in der sokratischen Methode eine so wichtige Rolle?

Die Aporie gilt als Endpunkt des falschen vermeintlichen Wissens und als notwendige Voraussetzung für einen Neuanfang und den Übergang zu wahrhaft selbstständigem Denken.

Ist die sokratische Ironie ein Zeichen von Unwissenheit oder Taktik?

Die Arbeit stellt dar, dass die Ironie bei Sokrates ein bewusstes, oft aggressives Mittel ist, um Gesprächspartner aus der Reserve zu locken und ihre Überzeugungen kritisch zu hinterfragen.

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Details

Titel
Sokrates als Inbegriff des Philosophen
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Veranstaltung
Proseminar: Platon, Symposion
Note
1,0
Autor
Joachim Waldmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V43304
ISBN (eBook)
9783638411318
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sokrates Inbegriff Philosophen Proseminar Platon Symposion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joachim Waldmann (Autor:in), 2005, Sokrates als Inbegriff des Philosophen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43304
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Leseprobe aus  14  Seiten
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