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Das Glück als Ziel menschlichen Lebens

Vom Sinn des Strebens nach Glück in Aristoteles' Nikomachischer Ethik

Titel: Das Glück als Ziel menschlichen Lebens

Essay , 2017 , 8 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Nicole Ludwig (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage nach dem, was Glück sei, beschäftigt die Philosophie seit Anbeginn. Von Homer, Platon und Aristoteles, über Kant und Mill diskutierte man über das Streben nach Glück und den Inhalt des Glücksbegriffes. Aristoteles versucht in seinem Werk Nikomachische Ethik ebendies in einer Allgemeingültigkeit zu beantworten.
Über alle Lebensinhalte hinweg wird die Bedeutung des Glücks erörtert. Angefangen im ersten Buch mit einer Überblicksdiskussion über den philosophischen Standpunkt Platons und der Unterscheidung zwischen guten und besten Gütern im Hinblick auf das Glück als bestes Gut. Weitergehend wird die Frage gestellt, was das menschliche Glück ausmachte und der Unterschied zwischen Glück und Tugend herausgearbeitet.
Die folgenden Bücher befassen sich mit Freundschaft, den Tugenden, Lust und schließend mit den zwei Formen des Glücks. Zwar ist die Bedeutung des Glücks und der Glückseligkeit in der Gemeinschaft und im Politischen von ebenso wichtiger Bedeutung wie die Allgemeindefinition, jedoch sollen diese Diskussionsgegenstände nur am Rande Thema dieser Ausarbeitung sein. Der Schwerpunkt dieser Arbeit soll der Versuch sein, eine auch heute noch gültige Aussage aus der aristotelischen Glücksphilosophie ziehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Glücksbegriff bei Aristoteles

3. Glück als Lebensinhalt

4. Glück und Glückseligkeit im menschlichen Handeln

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des Glücks innerhalb der "Nikomachischen Ethik" von Aristoteles mit dem Ziel, die antike Philosophie auf ihre heutige Gültigkeit hin zu prüfen und das Streben nach Glück als lebenslange Aufgabe zu definieren.

  • Definition des Glücks als höchstes Gut bei Aristoteles
  • Unterscheidung zwischen verschiedenen Lebensformen und deren Bezug zum Glück
  • Verhältnis von Handeln, Tugend und Glückseligkeit
  • Kritische Gegenüberstellung des antiken Glücksbegriffs zum modernen Verständnis
  • Bedeutung der Selbstvervollkommnung als teleologisches Lebensziel

Auszug aus dem Buch

2. Der Glücksbegriff bei Aristoteles

Wie bereits erwähnt, definiert sich das Glück bei Aristoteles als das höchste Gut. Um dies verstehen zu können, muss zuvor jedoch geklärt werden, was Güter sind und wie deren Wertigkeit zu betrachten ist.

Alles, was etwas schaffe, strebe danach ein Gut zu erzeugen, dies bezieht sich nicht nur auf materiell schaffende Tätigkeiten, sondern auch auf metaphysisch Schaffende. Jedem zentralen Gut seien andere Güter untergeordnet. Als Beispiel nennt Aristoteles die Sattlerei, die wie die übrigen Kenntnisse, die mit der Ausstattung von Pferden zu tun haben, der Reitkunst untergeordnet [ist].

Es sei jedoch stets das Übergeordnete zu bevorzugen, da damit automatisch auch die Untergeordneten verfolgt werden würden.

Am erstrebenswertesten ist jedoch das Ziel, das nicht um des Erschaffens willen, sondern um seiner selbst willen gewünscht wird, da etwas zu Schaffendes ein Ende findet, etwas, das aufgrund des bloßen Zwecks getan wird, nicht. Daraus wird abgeleitet, dass das ewige und vergebliche Ziel das beste aller Güter sei. Die verschiedenen Disziplinen und daraus resultierenden Güter besitzen, wenngleich sie unterschiedlich geartet sind, alle die gleiche Wertigkeit, nur ihr Ergebnis und die Herangehensweise unterscheiden sich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die philosophische Debatte um den Glücksbegriff ein und formuliert das Ziel, die aristotelische Glücksphilosophie auf ihre zeitlose Relevanz hin zu untersuchen.

2. Der Glücksbegriff bei Aristoteles: In diesem Kapitel wird das Glück als höchstes Gut und teleologisches Ziel analysiert, welches sich von bloß materiellen Handwerken durch seine Autarkie unterscheidet.

3. Glück als Lebensinhalt: Der Text differenziert zwischen den drei Hauptformen des Lebens – Genuss, Politik und Betrachtung – und ordnet das Streben nach Glück dem permanenten Wunsch zu, das eigene Handeln zu perfektionieren.

4. Glück und Glückseligkeit im menschlichen Handeln: Hier wird beleuchtet, wie menschliches Handeln durch Tugend und Vernunft bestimmt werden muss, um glücklich zu sein, und welche Rolle die Seele dabei spielt.

5. Fazit: Das Fazit fasst das Glück als eine niemals endende Lebensaufgabe zusammen und stellt den anspruchsvollen antiken Begriff dem modernen, oft materialistischen Glücksverständnis gegenüber.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Glück, höchstes Gut, Tugend, Lebensinhalt, Teleologie, Handeln, Philosophie, Selbstvervollkommnung, Vernunft, Seele, Glückseligkeit, Ethik, Lebensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung des Glücksbegriffs in Aristoteles' "Nikomachischer Ethik" und analysiert den Sinn des menschlichen Strebens nach diesem Ziel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition des höchsten Gutes, die Differenzierung von Lebensformen, der Zusammenhang von Tugend und Handeln sowie die Frage nach der zeitlosen Gültigkeit aristotelischer Prinzipien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, eine auch heute noch gültige Aussage aus der aristotelischen Glücksphilosophie zu extrahieren und diese dem modernen Verständnis von Glück gegenüberzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine textimmanente Analyse und Interpretation des Quelltextes der "Nikomachischen Ethik", gestützt durch philosophische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definition des Glücks als höchstes Gut, ordnet Glück verschiedenen Lebensformen zu und untersucht die Voraussetzungen für ein tugendhaftes Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Glück, Tugend, teleologisches Streben, höchstes Gut, aristotelische Ethik und die Vervollkommnung des eigenen Handelns.

Warum unterscheidet Aristoteles zwischen verschiedenen Lebensformen?

Er unterscheidet zwischen dem Leben des Genusses, dem politischen Leben und dem betrachtenden Leben, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche menschliche Schichten ihr Streben nach Glück organisieren.

Wie unterscheidet sich das antike Glücksverständnis vom modernen?

Während der moderne Mensch Glück oft materiell und als kurzfristigen Zustand begreift, fordert Aristoteles ein ständiges, tugendhaftes Handeln und eine lebenslange Selbstoptimierung.

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Details

Titel
Das Glück als Ziel menschlichen Lebens
Untertitel
Vom Sinn des Strebens nach Glück in Aristoteles' Nikomachischer Ethik
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaften)
Veranstaltung
Einführung in die philosophische Ethik
Note
2,3
Autor
Nicole Ludwig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V437556
ISBN (eBook)
9783668776692
ISBN (Buch)
9783668776708
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aristoteles Glück Nikomachische Ethik Ethik Philosophie Einführung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Ludwig (Autor:in), 2017, Das Glück als Ziel menschlichen Lebens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437556
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Leseprobe aus  8  Seiten
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