Eine Zusammenfassung zu den Grundlagen der BWL und VWL


Zusammenfassung, 2018
20 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

1 Einführung in die BWL

Lernziele:

Sie verstehen die Grundlegenden Aufgaben der BWL

1.1 Betriebswirtschaftslehre Betriebswirtschaftslehre (BWL)

- BWL beschäftigt sich mit dem wirtschaftlichen Handeln im einzelnen Betrieb
- Das wirtschaftliche Handeln soll beschrieben und erklärt werden. (Bsp.: Beratung der Unternehmensführung)
- Das wirtschaftliche Handeln soll beeinflusst werden, um die betrieblichen Ziele zu erreichen. (Bsp.: Gewinnmaximierung, Zwischenziele: Kostensenkung und Umsatzsteigerung)

Wirtschaften ist der Inbegriff aller planvollen menschlichen Tätigkeiten, welche vorhandene Mittel so einsetzen, dass ein möglichst hohes Maß an Bedürfnisbefriedigung entsteht.

Zwischen der BWL und der VWL bestehen enge Interdependenzen. Jeder Betrieb ist mit der Gesamtwirtschaft verbunden. Die Unternehmen treffen ihre Entscheidungen auch unter Berücksichtigung der Unternehmensumwelt.

1.2 Der Betrieb

Lernziel: Sie können die charakteristischen Merkmale eines Betriebes erläutern

Definition Betrieb (nach Gutenberg): Eine Stätte, an der durch Kombination von Produktionsfaktoren unter Beachtung des ökonomischen Prinzips Leistung zum Zwecke der Bedürfnisbefriedigung erstellt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Der Betrieb

Leistungserstellung: Bsp: materielle, nominale (Geld, Aktien), immaterielle Güter Produktionsfaktoren: Elementarfaktoren à menschliche Arbeit, maschinelle Sachgüter, Werkstoffe ; Dispositive Faktoren à betriebliche Abläufe, Planung der Organisation Ökonomische Prinzip: Minimum, Maximum, Optimum-prinzip

Stätte der Leistungserstellung:

- Es werden Wirtschaftsgüter erstellt.
- Güter eignen sich zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse.
- Manche Güter sind frei verfügbar, die meisten Güter sind jedoch relativ knapp.

Knappheit bedeutet, dass die Güter nicht ausreichen, um alle Bedürfnisse zu befriedigen.

Beachtung des ökonomischen Prinzips:

- Minimumprinzip Ein bestimmter Güterertrag soll mit einem minimalen Einsatz an Produktionsfaktoren erreicht werden (mengenmäßige Definition) oder ein bestimmter Umsatz soll mit minimalen Kosten erzielt werden (wertmäßige Definition)
- Maximumprinzip Mit einem gegebenen Einsatz an Produktionsfaktoren soll ein maximaler Güterertrag erreicht werden (mengenmäßige Definition) oder mit gegebenen Kosten soll ein maximaler Umsatz erzielt werden (wertmäßige Definition)
- Optimum Prinzip (Extremumprinzip): es soll ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen Input und Output erwirtschaftet werden

1.3 Die betriebliche Zielsetzung

Lernziel: Sie wenden die Erkenntnisse über die betriebliche Zielsetzung an und definieren klare Ziele

Ziele sind zukünftige Zustände, die realistisch und wünschenswert sind. (à müssen so formuliert werden, dass sie überprüfbar sind)

Aspekte der Zielsetzung:

a) Zielgrundsätze

b) Zielarten

c) Zielbeziehungen

d) Rangordnung

a) Zielgrundsätze:

Das SMART-Konzept

Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminbezogen

b) Zielarten

- Ökonomische Ziele (Wer hat das größte Interesse dass ökon. Ziele erreicht werden?: Gewinnmaximierung, Umsatzsteigerung à Staat & Unternehmen & Eigenkapitalgeber)
- Soziale Ziele (Mitarbeiterzufriedenheit, gute Arbeitsbedingungen, gerechte und pünktliche Entlohnung, Arbeitsplatzsicherheit, Vermögenswirksameleistungen)
- Ökologische Ziele (Mülltrennung, Ressourcenschonung à Daran sind Öffentlichkeit und Gesamtgesellschaft interessiert)
- Sachziele / Idelle Ziele (Das sind die Hauptziele der Sozialwirtschaft und Ziele der BWL : Gewinnmaximierung und Rentabilität à Leistungsberechtigte und Leistungsträger)

c) Zielbeziehungen

Aufgabe:

1. Wie könnte man die unten beschriebenen 3 Zielbeziehungen grafisch darstellen?

à Siehe Grafik in Mitschrieb

2. Überlegen Sie sich jeweils ein Beispiel aus dem sozialen Bereich zu jeder Zielbeziehung

à Siehe Mitschrieb

3. Wie beurteilen Sie folgende Zielsetzungen:

Die Behindertenhilfe gGmbH möchte die Anzahl ihrer Beschäftigten (Menschen mit Behinderung) in der WfbM im nächsten Geschäftsjahr deutlich erhöhen. (à unspezifisch und messbar fehlt)

Die Behindertenhilfe gGmbH möchte etwas für die Umwelt tun. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, 3 Autos aus ihrem Fuhrpark durch umweltfreundliche Elektroautos zu ersetzen.(à nicht terminiert)

Die Behindertenhilfe gGmbH möchte zum 01.07.2018 einen Einkaufsleiter einstellen. Dieser soll die Einkaufsprozesse so optimieren, dass dadurch ab dem 01.07.2019 Kosten in Höhe seiner Personalkosten eingespart werden können.

(à Attraktivität evtl. höher, wenn etwas mehr erwirtschaftet wirdà gut formuliertes Ziel)

Komplementäre Ziele:

Die Erhöhung des Zielerreichungsgrades von Ziel1 führt auch zu einer Erhöhung des Zielerreichungsgrades von Ziel 2.

Konkurrierende Ziele („trade-off“):

Die Erhöhung des Zielerreichungsgrades von Ziel 1 führt zu einer Verminderung des Zielerreichungsgrades von Ziel 2.

Indifferente Ziele:

Die Erhöhung oder Minderung des Zielerreichungsgrades von Ziel 1 hat keinen Einfluss auf den Zielerreichungsgrad von Ziel 2.

2 Trägerstrukturen und Rechtsformen der Sozialen Arbeit

Lernziele:

Der eingetragene Verein

Definition:

Ein eingetragener Verein wird auf eine gewisse Dauer angelegt und ist ein organisatorischer Zusammenschluss von mind. 7 Personen, die ein gemeinschaftliches Ziel verfolgen

- gehört zu den privatrechtlichen Rechtsformen und hat den Status der Gemeinnützigkeit

Vereinsrecht in §§ 21-79 BGB

Eingetragener Verein in der sozialen Arbeit:

-Meist hauptamtliche Geschäftsführer mit Vertretungsmacht in allen Rechtsgeschäften

-Haben Vorstand und Mitgliederversammlung typische weitere Organe: Aufsichtsrat, Ausschuss/ Beirat, denen Aufgaben übertragen werden

Die GmbH

- „Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist eine Rechtsform vorwiegend für kleine und mittlere Betriebe, deren Eigenkapitalgeber ihre Haftung auf die Kapitaleinlage beschränken wollen.“

- keine eigene Rechtsform àfällt unter die Bestimmungen einer GmbH

- Besteht aus einem oder mehreren Gesellschaftern à Gründung erfolgt durch den Gesellschaftsvertrag

- Muss notariell beurkundet werden
- Name und Sitz des Unternehmens
- Gegenstand des Unternehmens
- Stammkapital (25.000euro)
-Privatvermögen ist geschützt à Gleichzeitig Nachteil, da die Haftung beschränkt ist, kommen Unternehmen schwerer an Kredite von der Bank
- :
-Buchführung ist teuer und aufwendig (aufgrund der doppelten Buchführung GOB)
- Gesellschafter bestimmen
- Mindestkapital notwendig
- Die Gesellschaftsversammlung trägt die Verantwortung für Grundsatzentscheidungen Bsp.: Jahresabschluss, Sonderzahlungen, etc.

- gGmbH muss sich zu einem gemeinnützigen Zweck verpflichten, GmbH nicht

Die Stiftung

Definition: Organisation, die bestimmte, durch ein Stiftungsgeschäft festgelegte Zwecke mithilfe eines Vermögens verfolgt, dass diesen Zwecken dauernd gewidmet ist.

Rechtliche Grundlage: §§ 80 – 88 BGB

Die Genossenschaft

- Zweck: gemeinschaftlicher Geschäftsbetrieb mit dem Ziel, gemeinsame wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedürfnisse zu befriedigen
- Besonderheit: ist zugleich ein Wirtschaftsunternehmen und eine idealtypisch demokratische Mitgliedsorganisation
- Bietet sich also an, wenn der Verein als Rechtsform wegen der starken wirtschaftlichen Ausrichtung ausscheidet, jedoch eine starke Mitgliederbasis gewünscht ist
- Die Genossenschaft ist gemeinnützigkeitsfähig
- Mindestens 3 Gründungsmitglieder
- Es können jederzeit weitere Mitglieder und neues Eigenkapital aufgenommen werden.
- Kein Mindestkapital erforderlich
- Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Genossenschaftsversammlung
- Haftung beschränkt auf das Genossenschaftsvermögen
- Evtl. Nachteil für kleine Genossenschaften: gewisse jährliche Rechtsformkosten
- Beispiel: GDW Süd: Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd e.G.

Das Gemeinnützigkeitsrecht

- Gemeinnützigkeit ist ein rein steuerrechtlicher Tatbestand
- Wenn eine Organisation als gemeinnützig anerkannt worden ist, wird sie von den (Gewinn-)Steuern ganz oder teilweise befreit

Rechtfertigung: Die Verwirklichung des allgemeinen Wohls ist a priori Aufgabe des Staates. Wenn ein Träger freiwillig eine Teilaufgabe davon übernimmt, dann wird der von Steuern und Abgaben weitgehend befreit, da er den Staat entlastet.

Rechtliche Grundlagen:

Abgabenordnung (AO), §§ 51-68

Wer kann die Gemeinnützigkeit beantragen?

--> Körperschaften i.S. des § 1 Körperschaftssteuergesetz (KStG)

Voraussetzungen für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit

- Gemeinnützige Zwecke (§ 52 AO):

„Eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.“

Gefördert werden unter anderem Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie der Sport.

Beispiel: Verein zur Förderung der regionalen Künstler, Eltern-Kind-Gruppe

- Mildtätige Zwecke (§ 53 AO) Beispiel: Altenheime, Betreuung von behinderten Menschen, Altenheime, Katastrophenhilfe

- Kirchliche Zwecke (§ 54 AO) Beispiel: Förderung einer Religionsgemeinschaft (ev. oder katholische Kirche, jüdische Gemeinde)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 Personalwirtschaft

- Einführung in die Personalwirtschaft

Warum sollte sich jeder mit Personalwirtschaft beschäftigten?

Viele Menschen glauben, der Erfolg von Unternehmen hängt von den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ab:

Beispiele für betriebswirtschaftliche Kennzahlen:

- EK-Rentabilität (Gewinn/EK*100)

- EK-Quote (EK/GK*100)

- Umsatz-Rentabilität (Gewinn/Umsatz*100)

- Marktanteil

Menschen als Mittelpunkt

In den Unternehmensleitbildern werden die Menschen gerne in den Mittelpunkt gestellt. Im Kontext der sozialen Marktwirtschaft hat dies eine lange Tradition. (z.B. BASF, Telekom, Deutsche Post, BMW). Unternehmensleitbilder sind jedoch auch für die Außenwirkung gedacht.

- Gründe für den Mensch als Mittel

-Mitarbeiter sind große Kostenfaktoren
-Betrieb wird aufrechterhalten durch menschliche Arbeitskraft (elemantfaktoren)
-Mensch = Produktionsfaktoren zur Gewinnmaximierung

- Gründe für den Mensch als Mittelpunkt

-Durch Motivation, Fortbildung etc. können Menschen gehalten werden à Dadurch kann auch Geld gespart werden
-Entspricht nicht der Menschenwürde
-Durch sozialen Auftrag soll man den Menschen in den Mittelpunkt setzen

In einem zukunftsorientierten Personalmanagement ergibt sich im optimalen Fall folgende Situation:

Die Mitarbeiter steuern sich selbst in Richtung eines übergeordneten Unternehmenszieles. Dies ist die Herausforderung eines zukunftsorientierten Personalmanagements.

- Menschen sind Subjekte und handeln nach eigenen Vorstellungen: kann Zielkonflikte ergeben (Trade off) Das Ziel wäre: ein komplementäres Ziel zu erreichen

Zentrale Ausgangssituation der Personalwirtschaft:

Die Mitarbeiter in Unternehmen verfolgen nicht nur die Ziele des Unternehmens, sondern jeweils auch individuelle, eigene Ziele. Eine der wichtigsten Aufgaben der Personalwirtschaft ist es, die individuellen Ziele der MA in Einklang mit den Unternehmenszielen zu bringen. Hierzu stehen bestimmte Anreizinstrumente zur Verfügung.

Die elementaren „Schlüsselfragen“, die im Personalmanagement beantwortet werden müssen, stellen sich wie folgt:

„1. Wie gewinne ich die richtigen Leute für mein Unternehmen (Akquisition)? (Stellenausschreibungen, nicht nur nach Formalitäten beurteilen, Transparenz, Personen auf passende Stellen einstellen)

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Eine Zusammenfassung zu den Grundlagen der BWL und VWL
Veranstaltung
BWL - VWL
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V437579
ISBN (eBook)
9783668782181
ISBN (Buch)
9783668782198
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebswirtschaftslehre, ökonomisches Prinzip, Verein, GmbH, Bruttoinlandsprodukt, Dienstleistungen
Arbeit zitieren
Isabell Scieszka (Autor), 2018, Eine Zusammenfassung zu den Grundlagen der BWL und VWL, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437579

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