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Veganismus. Einstiegsdroge für Bulimie und Anorexie?

Title: Veganismus. Einstiegsdroge für Bulimie und Anorexie?

Bachelor Thesis , 2018 , 33 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Laila Römling (Author)

Health - Nutritional Science
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Angesichts der Relevanz des Veganismus in jüngster Zeit und dem enormen Zuwachs dieser Ernährungsform interessiere ich mich sehr für die Hintergründe einer veganen Lebensweise. Es hilft nicht nur den Tieren, die durch die eigene Ernährungsweise verschont werden, sondern ist zudem Trend geworden. Immer mehr Menschen schließen sich dieser Ernährungsform an und wollen dazugehören. Der Veganismus wird daher sowohl mit einer ethisch-moralischen Komponente gekoppelt, die für das Zusammengehörigkeitsgefühl, für gesundheitliche Aspekte als auch das Erzielen der eigenen „Wunschfigur“ genutzt. Dieser Abnehmwunsch findet sich auch in den Krankheiten Bulimie und Anorexie wieder.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt eine repräsentative Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) vor. Nach dieser Studie leiden in Deutschland 1,1 % der Frauen und 0,3 % der Männer im Alter von 18 bis 79 Jahren unter Magersucht und 0,3 % der Frauen und 0,1 % der Männer unter Bulimie. Für Mädchen und Jungen wurde bisher keine repräsentative Studie erhoben. Jedoch besagt der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert Koch-Instituts, dass bei etwa einem Fünftel aller 11 bis 17 Jährigen in Deutschland der Verdacht für eine Essstörung besteht.

Diese Zahlen sind ein Alarmzeichen und es stellt sich mir die Frage, welche Bedeutung in diesem Kontext die Selektierung von Nahrung für den Menschen hat und in-wieweit diese mit Essstörungen zusammenhängt. Daher entschied ich mich bewusst für diese Thematik und wollte gezielt die Kernfrage untersuchen, ob Veganismus eine Einstiegsdroge für Bulimie und Anorexie sein kann. Ferner möchte ich mich damit beschäftigen, welche Symptome in einer veganen Ernährung durch Mangelerscheinungen auftreten und wie diese mit Essstörungen zusammenhängen können. In dieser Arbeit werden daher primär die Essstörungen „Bulimie“ und „Anorexie“ beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Veganismus

2.1 Medienwirkung

2.2 Motivation des Veganismus

2.3 Die Gefahren des Veganismus

3. Essstörungen

3.1 Essverhalten

3.1.1 Faktoren für eine Ernährungsentscheidung

3.1.2 Gestörtes Essverhalten

3.2 Geschichtliche Hintergründe des Schlankheitsideals

3.3 Einflussfaktoren zur Entstehung von Essstörungen

3.3.1.Indiviuelle Faktoren einer Essstörung

3.3.2 Familiär

3.3.3 Kulturell

3.3.4 Essen (Droge)

4. Bulimia nervosa

4.1 Geschichtlicher Hintergrund

4.2 Merkmale

4.3 Folgen

5. Anorexia nervosa

5.1. Geschichtlicher Hintergrund

5.2 Untergewicht erkennen

5.3 Merkmale

5.4 Folgen

6. Die Verbindung zwischen Orthorexie, Veganismus, Bulimie und Anorexie

7. Veganismus und Essstörung - gibt es Zusammenhänge?

7.1 Abnehmen durch Veganismus:

7.2 Nährstoffmangel:

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob der Veganismus als Einstiegsdroge für die Essstörungen Bulimie und Anorexie fungieren kann, indem sie die psychologischen und physiologischen Hintergründe der Nahrungsmittelselektion analysiert.

  • Analyse des Veganismus als Ernährungsform und potenzieller Risikofaktor für Essstörungen.
  • Untersuchung der Krankheitsbilder Bulimia nervosa und Anorexia nervosa hinsichtlich Ursachen und Folgen.
  • Betrachtung der Rolle von Medien und Schlankheitsidealen bei der Entstehung gestörten Essverhaltens.
  • Evaluierung des Zusammenhangs zwischen Nährstoffmangel bei veganer Ernährung und psychischen Störungen.
  • Diskussion über die Entwicklung von Orthorexie als Vorstufe oder Begleiterscheinung.

Auszug aus dem Buch

4.2 Merkmale

Bulimie, in der Wissenschaft als „Bulimia nervosa“ bezeichnet, beschreibt das Phänomen der Sucht von übermäßiger Nahrungsaufnahme durch Heißhunger, welche mit anschließendem selbstinduziertem Erbrechen einhergeht. Hierbei soll der Gewichtszunahme entgegengewirkt werden, mit dem Ziel Gewicht zu verlieren. Das Essen wird zur Droge, Erbrechen zum Zwang und die Figur zur Messskala des Selbstwertgefühls. Wer an Bulimie leidet, befindet sich in einem Teufelskreis. Das schlechte Gewissen nagt am Bulimiker, der über keine Kontrolle seiner „Fressanfälle“ verfügt und somit die Nahrung zwangsläufig wieder erbrechen muss, um nicht dick zu werden bzw. sich schlecht zu fühlen. Diese Menschen verzweifeln an ihrem unstillbaren Hunger, da sie im Prinzip gar nichts essen wollen.

Das Zitat aus Goethes Werk „Faust“, welches zwei Seelen in einer Brust beschreibt, drückt in dem Zusammenhang mit Bulimie die Dilemma Situation aus, in der sich Bulimiker befinden. Der Frust, der auf eine Heißhungerattacke folgt, ist sehr stark und die Abneigung gegen die eigene Person die Folge.

Das Essverhalten wird verantwortungslos, da übermäßig viel gegessen wird, mit dem Vorhaben, danach wieder alles zu erbrechen. Das Verhältnis zum Essen ist somit absurd geworden. Doch wie entsteht ein solcher Teufelskreis? Die Entwicklung einer Bulimie lässt sich in drei Entwicklungsstadien einteilen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik und Formulierung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Verbindung zwischen Veganismus und Essstörungen.

2. Veganismus: Erläuterung der Grundlagen des Veganismus, der Motivationen sowie der Rolle von Medien bei der Vermittlung von Ernährungs- und Schlankheitsidealen.

3. Essstörungen: Darstellung der psychologischen Faktoren, des gesellschaftlichen Drucks durch Schlankheitsideale und des Essverhaltens als Machtmittel oder Suchtersatz.

4. Bulimia nervosa: Untersuchung des geschichtlichen Hintergrunds, der Merkmale, der physischen sowie psychischen Folgen und der verschiedenen Entwicklungsstadien der Krankheit.

5. Anorexia nervosa: Analyse der Ursprünge der Magersucht, der Problematik der Untergewichtsdiagnose und der schwerwiegenden körperlichen Konsequenzen.

6. Die Verbindung zwischen Orthorexie, Veganismus, Bulimie und Anorexie: Diskussion über die Überschneidungen zwischen orthorektischem Verhalten, bewusster Ernährung und der Entstehung von Zwanghaftigkeit.

7. Veganismus und Essstörung - gibt es Zusammenhänge?: Erörterung der Risiken durch den Abnehmwunsch im Veganismus sowie der gesundheitlichen Gefahren durch spezifische Nährstoffmängel.

8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und kritische Reflexion des Veganismus als mögliche Einstiegsdroge für pathologisches Essverhalten.

Schlüsselwörter

Veganismus, Essstörungen, Bulimie, Anorexie, Schlankheitsideal, Ernährung, Sucht, Nährstoffmangel, Orthorexie, Körperwahrnehmung, Psychologie, Selbstkontrolle, Medienwirkung, Gesundheitsfanatismus, Essverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die These, ob eine vegane Lebensweise als Einstiegsdroge für die Entwicklung von Essstörungen wie Bulimie und Anorexie dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt den Veganismus, die Entstehung von Essstörungen, den Einfluss medialer Schlankheitsideale sowie physiologische Aspekte wie Nährstoffmangel und psychologische Faktoren wie Zwanghaftigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, ob das selektive Essverhalten im Veganismus Ähnlichkeiten zum Kontrollzwang essgestörter Personen aufweist und somit ein Risiko für die Entstehung von Anorexie oder Bulimie darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Studien und fachwissenschaftlicher Literatur, um Zusammenhänge zwischen Ernährungsgewohnheiten und psychischen Erkrankungen herzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Definitionen von Veganismus, die Untersuchung der Krankheitsbilder Bulimie und Anorexie, die Einordnung der Orthorexie sowie die abschließende Verknüpfung dieser Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Veganismus, Essstörungen, Anorexie, Bulimie, Schlankheitsideal, Zwanghaftigkeit und Nährstoffmangel.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen "gesundem" Veganismus und pathologischem Essverhalten?

Die Autorin unterscheidet primär nach der Intention: Während vollwertige, ausgewogene Ernährung gesundheitsorientiert ist, sieht sie in einem durch Trend oder Abnehmzwang motivierten, extrem selektiven Essverhalten einen potenziellen Risikofaktor.

Welche Rolle spielt der Mangel an Tryptophan laut Arbeit für die Psyche?

Die Arbeit weist darauf hin, dass ein durch einseitige vegane Ernährung bedingter Tryptophanmangel zu einer Senkung des Serotoninspiegels führen kann, was Depressionen begünstigt und das Risiko für Essstörungen erhöhen kann.

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Details

Title
Veganismus. Einstiegsdroge für Bulimie und Anorexie?
College
University of Potsdam
Grade
2,3
Author
Laila Römling (Author)
Publication Year
2018
Pages
33
Catalog Number
V437614
ISBN (eBook)
9783668778290
ISBN (Book)
9783668778306
Language
German
Tags
veganismus einstiegsdroge bulimie anorexie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laila Römling (Author), 2018, Veganismus. Einstiegsdroge für Bulimie und Anorexie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437614
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