Digitalisierung und bedingungsloses Grundeinkommen. Führt die Digitalisierung in die Massenarbeitslosigkeit?


Fachbuch, 2018
74 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Vorgehen der Arbeit

2 Theoretische und begriffliche Grundlagen
2.1 Definition Digitalisierung
2.2 Künstliche Intelligenz
2.3 Makroökonomische Grundlagen
2.4 Grundlagen Grundeinkommen

3 Digitalisierung - bisherige Auswirkungen, Technologien und Ausblick
3.1 Bisherige Auswirkungen
3.2 Technologien
3.3 Ausblick: Substituierbarkeitspotenziale von Berufen

4 Die makroökonomischen Auswirkungen der Digitalisierung
4.1 Kurze Sicht
4.2 Die Kompensationstheorie in der Digitalisierung
4.3 Zwischenfazit

5 Das Grundeinkommen in der Digitalisierung
5.1 Makroökonomische Risiken ohne Grundeinkommen
5.2 Makroökonomische Auswirkungen eines Grundeinkommens
5.3 Vor- und Nachteile

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Google Ngram Viewer: Digitization

Abbildung 2: Modifiziertes keynesianisches Gesamtmodell

Abbildung 3: Entwicklung der Wirtschaftssektoren

Abbildung 4: Tätigkeitszusammensetzung am U.S. Arbeitsmarkt 1960 - 2009

Abbildung 5: Arbeitslosigkeit im modifizierten keynesianischen Gesamtmodell

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Zuordnung von Aktivitäten zu Tasks

1 Einleitung

„New technologies and approaches are merging the physical, digital, and biological worlds in ways that will fundamentally transform humankind. The extent to which that transformation is positive will depend on how we navigate the risks and opportunities that arise along the way“

- Klaus Schwab[1]

Wie schon oft in der Geschichte der Menschheit steht sie auch heute wieder vor der Herausforderung eine technische Revolution zu bewältigen.

Die aktuelle Herausforderung „Digitalisierung“ - wird die Art wie wir leben und arbeiten grundlegend verändern, und bietet dadurch beispielslose Chancen. Gleichzeitig birgt sie aber auch noch nie dagewesene Risiken.

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Politische und wirtschaftliche Debatten werden zurzeit zunehmend von den möglichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen der Digitalisierung dominiert. Dabei sticht ein Diskussionsthema besonders heraus – die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt.

Die aktuell wieder aufkommende Furcht vor einer technisch bedingten Massenarbeitslosigkeit existiert bereits seit der ersten industriellen Revolution und spielt auch in der aktuellen Debatte wieder eine große Rolle. Die Empfindungen bezüglich der Digitalisierung werden durch diese Furcht in zwei Lager gespalten.

Die, die eine arbeitssparende Digitalisierung prognostizieren und die, die diesen Gedanken als Irrglauben abtun. Auch die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens erfährt in diesem Zusammenhang wieder größerer Aufmerksamkeit.

Während also Persönlichkeiten wie Bill Gates, Elon Musk und andere, die die aufkommenden Technologien hautnah erleben, sich für ein Grundeinkommen als wohlstandsverteilendes Instrument einer arbeitssparenden Digitalisierung aussprechen, scheint die Aussage, dass auch vergangene industrielle Revolutionen nie zu einer dauerhaft hohen Arbeitslosigkeit geführt haben, unter Ökonomen nach wie vor ein Kernargument gegen eine arbeitssparende Digitalisierung zu sein.[2],[3],[4],[5]

Diese Arbeit hinterfragt dieses Kernargument und stellt die möglichen makroökonomischen Auswirkungen einer arbeitssparenden Digitalisierung dar. In diesem Zuge wird außerdem das bedingungslose Grundeinkommen als Lösungsansatz diskutiert.

1.2 Aufbau und Vorgehen der Arbeit

Nach der Einleitung werden die theoretischen und begrifflichen Grundlagen geklärt. Neben begrifflichen Definitionen der zentralen Konzepte „Digitalisierung“ und „Künstliche Intelligenz“ finden sich in Kapitel 2 insbesondere makroökonomische Grundlagen zum keynesianischen Gesamtmodell sowie zu der Kompensationstheorie. Außerdem werden einige Finanzierungsmodelle für das Grundeinkommen vorgestellt. Kapitel 3 gibt einen Überblick über die historischen Auswirkungen technischen Fortschritts bis hin zur heutigen Tertiarisierung der Volkswirtschaft. Auf Grundlage dessen wird gezeigt, inwiefern sich die Digitalisierung von vergangenen technischen Revolutionen unterscheidet und dass sich Arbeit zunehmend „vergeistigt“.

Im nächsten Schritt werden Technologien vorgestellt, die zunehmend die Automatisierung menschlicher Arbeit, insbesondere der Denkarbeit, ermöglichen.

Anschließend werden mehrere Studien vorgestellt, die die Substituierbarkeitspotenziale von Berufen durch die zuvor vorgestellten Technologien untersuchen.

Auf Basis dieser Substituierbarkeitspotenziale wird in Kapitel 4 untersucht, wie sich solch umfassende Freisetzungseffekte auf das ökonomische System auswirken könnten. Dabei werden die Auswirkungen in der kurzen Sicht modellhaft dargestellt. In der mittleren bis langen Sicht wird das ökonomische Kernargument gegen eine arbeitssparende Digitalisierung – die Kompensationstheorie - kritisch hinterfragt.

In Kapitel 5 werden abschließend die makroökonomischen Risiken ohne ein Grundeinkommen in dem Szenario einer arbeitssparenden Digitalisierung untersucht. Außerdem werden die makroökonomischen Auswirkungen eines Grundeinkommens – soweit möglich – skizziert und die Vor- und Nachteile von selbigem gezeigt.

In Kapitel 6 wird ein abschließendes Fazit formuliert.

2 Theoretische und begriffliche Grundlagen

2.1 Definition Digitalisierung

Die Digitalisierung ist momentan in aller Munde und erfährt großer Aufmerksamkeit. Obwohl es keinen einheitlichen „Startpunkt“ für den Beginn der Digitalisierung gibt, liegen frühe Anhaltspunkte für diese Entwicklung schon einige Zeit zurück.

Das folgende Diagramm des Google Ngram Viewer zeigt, dass der Begriff „Digitization“ (Englisch für „Digitalisierung“) in der englischen Literatur erstmals um 1960 erscheint und die Häufigkeit der Verwendung des Begriffs seit den 1970er Jahren stark zunahm:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Google Ngram Viewer: Digitization

Quelle: https://goo.gl/XBLoE7

Die y-Achse gibt dabei den prozentualen Anteil der gesuchten Begriffe im Verhältnis zu allen Begriffen innerhalb der verfügbaren Literatur für die gesuchten Kriterien wieder. Die gesuchten Kriterien waren in diesem Fall die englische Literatur ab 1940 bis 2008 mit dem Suchbegriff „Digitization“. Die x-Achse zeigt die Jahre.

Das Diagramm zeigt die Ursprünge der Technologie, durch die es selbst erst ermöglicht wurde. Google LLC hat im Laufe der Zeit große Mengen an Literatur digitalisiert, wodurch es heute erst möglich ist, z.B. Literatur zwischen 1940 und heute nach dem Stichwort „Digitization“ zu durchsuchen.

Das Diagramm zeigt außerdem, dass die Verwendung des Begriffs „Digitization“ insbesondere ab dem Jahr ~1970 stark ansteigt. Zu diesem Zeitpunkt entwickelte Intel den ersten Serien-Mikroprozessor. Diese Entwicklung gilt seither als Anhaltspunkt für den Beginn der Digitalisierung. Digitale Computer wurden zwar - wie auch der Verlauf des Graphen vermuten lässt - schon seit mehreren Jahren gebaut und genutzt, waren aber auf Grund ihrer physikalischen Ausmaße und den enormen Kosten nur einigen wenigen - oft staatlichen - Instituten vorbehalten. Der IBM 7090 z.B. wurde 1959 eingeführt und kostete damals 3 Millionen $ und wurde hautsächlich von der US Air Force und der NASA genutzt.[6]

Weitere Meilensteine der Digitalisierung sind die zwischen 1981 und 1984 veröffentlichen Computer „Apple Macintosh“ sowie der „IBM Personal Computer“ die die ersten massentauglichen Computer für den persönlichen Gebrauch darstellten.[7],[8]

Der Begriff „Digitalisierung“ beschreibt im Prinzip das Umwandeln analoger Informationen in digitale Daten. Um einen handgeschriebenen Text zu digitalisieren müsste man ihn z.B. händisch abtippen, dem Computer diktieren oder aber mit Hilfe der OCR (optical character recognition/optische Zeichenerkennung) den Text eines eingescannten Bildes automatisch erkennen lassen. Neben Texten können auch Bilder, Filme, Töne und Informationen physikalischer Objekte wie Temperaturen oder Geschwindigkeiten von Sensoren digitalisiert werden.

Diese binäre Repräsentation analoger Informationen kann damit nicht mehr nur zwischen Mensch und Mensch, sondern auch zwischen Mensch und Maschine oder aber zwischen Maschine und Maschine übertragen, gespeichert, verarbeitet und verteilt werden.[9],[10]

Die Geschwindigkeiten der Übertragung, Verarbeitung sowie der Analyse elektronischer Information profitierte außerdem von im Laufe der Zeit immer leistungsfähigeren Maschinen. Laut dem von Gordon Moore 1965 formulierten „Gesetz“, verdoppelt sich bei gleichbleibendem Preis die Leistungsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnik etwa alle zwei Jahre.[11],[12]

Durch diese exponentielle Entwicklung war es möglich, dass digitale Daten zunehmend Einzug in eine bis dahin analoge Welt finden konnten.

Wenn heute von der Digitalisierung gesprochen wird ist jedoch meist nicht mehr die Rede von dem Konvertieren analoger Informationen in digitale Daten, sondern vielmehr von den Technologien, die durch die Digitalisierung ermöglicht werden.

Insbesondere Stichwörter wie das „Internet of Things“, künstliche Intelligenz aber auch der 3D-Druck werden heute mit der Digitalisierung verbunden. Schon heute haben die genannten Technologien großen Einfluss auf Wirtschaft, Politik und die Gesellschaft.

Wie sich später zeigen wird, spielt insbesondere das Gebiet der künstlichen Intelligenz eine der größten Rollen bezüglich der Auswirkungen durch die Digitalisierung. Aber auch die Auswirkungen des 3D-Drucks werden im späteren Verlauf der Arbeit - stellvertretend für die Auswirkungen weiterer Produktionsverfahren - vorgestellt.

2.2 Künstliche Intelligenz

„Künstliche Intelligenz/KI“ (engl. artificial intelligence/AI) ist als der Versuch einer „Mechanisierung“ bzw. konzeptuellen Nachahmung der natürlichen Intelligenz zu verstehen.[13]

Im Allgemeinen wird Intelligenz als die kognitive Leistungsfähigkeit von Lebewesen oder Systemen verstanden. Der Duden schreibt dazu, dass „Intelligenz die Fähigkeit [ist], abstrakt und vernünftig zu denken und daraus zweckvolles Handeln abzuleiten.“[14]

Demzufolge kann Intelligenz selbstständig bisher unbekannte Probleme lösen, sich an veränderte Umstände anpassen und mit einer gewissen Voraussicht handeln.

Man unterscheidet zwischen Systemen mit schwacher und starker künstlichen Intelligenz. Eine starke künstliche Intelligenz ist menschenähnlich oder der menschlichen Intelligenz sogar überlegen.[15] Die Struktur des menschlichen Gehirns ist allerdings äußerst komplex und verändert sich zudem auch noch kontinuierlich, wodurch es bisher nicht möglich war, den kompletten „Schaltplan“ zu erstellen und in die Umgebung einer künstlichen Intelligenz zu übertragen.[16] Man kann deshalb bei dem aktuellen Stand der Forschung noch nicht von der Existenz einer starken künstlichen Intelligenz sprechen.

Schwache künstliche Intelligenz hingegen ist auf einen konkreten Bereich oder auf konkrete Aufgaben beschränkt.[17]

Ein, auch für spätere Ausführungen, besonders relevante Teilgebiet der künstlichen Intelligenz ist das so genannte maschinelle Lernen (oder im Englisch: „machine learning“). Stark vereinfacht beschreibt das maschinelle Lernen selbstlernende Programme, bei denen es nicht mehr notwendig ist einen kompletten Ablauf per Hand zu programmieren. Dazu müssen diese Programme mit einer großen Anzahl von Beispieldaten versorgt werden, aus denen sie dann eigenständig Muster und Eigenschaften der Daten erlernen. So können sehr komplexe und schwierige Verhaltensmuster von dem Programm selbst erlernt werden. Das ist insbesondere dort von Vorteil, wo die klassische Programmierung aufgrund der Komplexität von Aufgaben an ihre Grenzen stößt.[18]

Das maschinelle Lernen profitiert insbesondere durch die massiven Datenmengen, die die Digitalisierung mit sich bringt - auch Big Data genannt.[19]

2.3 Makroökonomische Grundlagen

Nachfolgend werden die für die vorliegende Themenstellung benötigten makroökonomischen Grundlagen dargestellt.

In der modernen Makroökonomie werden drei grundsätzliche Perspektiven betrachtet: Die kurze, mittlere und lange Sicht.

Die kurze Sicht beschreibt die Veränderungen einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres. Die mittlere Sicht untersucht einen Zeitraum von 10 Jahren und die lange Sicht untersucht die nächsten 50 Jahre und darüber hinaus.

In der kurzen Sicht können die Märkte einer Volkswirtschaft im Ungleichgewicht sein. In der mittleren bis langen Sicht jedoch, so der überwiegende ökonomische Konsens, würde eine Volkswirtschaft immer wieder Gleichgewichte auf allen Märkten erreichen. Die für diese Arbeit relevanten Märkte sind der Güter-, Geld- sowie der Arbeitsmarkt.[20],[21],[22]

2.3.1 Kurze Sicht

In der Makroökonomie gibt es kein Modell, das alle volkswirtschaftlichen Zusammenhänge gleichzeitig darstellen und untersuchen kann. Stattdessen werden verschiedene Modelle für verschiedene Untersuchungen genutzt.[23] Auch das unten gezeigte Modell erhebt nicht den Anspruch, alle möglichen Wechselwirkungen innerhalb einer Volkswirtschaft abzubilden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Modifiziertes keynesianisches Gesamtmodell

Eigene Darstellung auf Basis des keynesianischen Gesamtmodells nach Mussel, 2013, S. 166; Erläuterung siehe Text

Das Modell basiert auf dem keynesianischen Gesamtmodell und eignet sich für komparativ-statische Betrachtungen.

Vorgenommen wurden einige Änderungen, um den Untersuchungsgegenstand - die makroökonomischen Auswirkungen der Digitalisierung in der kurzen Sicht - besser darstellen zu können.

Das Modell verfügt, im Gegensatz zum Standard Gesamtmodell, über eine um den technischen Fortschritt erweiterte Produktionsfunktion sowie um einen angepassten Arbeitsmarkt.

Der erste Quadrant zeigt den Arbeitsmarkt. Auf der x-Achse ist der Produktionsfaktor Arbeit A abgetragen. Auf der y-Achse ist der Reallohn abgetragen, wobei W den Nominallohn und P das Preisniveau darstellt. Die Kurve AA zeigt das gesamtwirtschaftliche Arbeitsangebot durch die Haushalte, die den Produktionsfaktor Arbeit A in Abhängigkeit des Reallohns anbieten. Die Kurve AN zeigt die gesamtwirtschaftliche Arbeitsnachfrage durch die Unternehmen in Abhängigkeit von dem Reallohn .

AA verläuft positiv, da bei steigendem Reallohn immer mehr Haushalte bereit sind ihre Freizeit gegen ein größeres Arbeitsangebot zu „tauschen“. AN verläuft negativ, da durch einen höheren Reallohn die Grenzkosten der Arbeit steigen. Um zu verhindern, dass die Grenzkosten der Arbeit höher als die Grenzerlöse werden, reduziert sich die Arbeitsnachfrage. Vereinfacht haben die Unternehmen bei steigendem Reallohn also höhere Kosten zu tragen und fragen deswegen weniger Arbeitsplätze nach. Der Schnittpunkt zwischen und AA beschreibt einen Reallohn, bei dem die Arbeitsnachfrage dem Arbeitsangebot entspricht.[24]

Das zeigt sich auch durch die Produktionsfunktion, die im vierten Quadranten abgetragen ist. Auf der y-Achse ist die Produktionsmenge , auf der x-Achse der Produktionsfaktor Arbeit A abgetragen. Die Produktionsfunktion zeigt den Zusammenhang zwischen der Produktionsmenge und dem dafür benötigten Arbeitseinsatz A. Der Produktionsfaktor Kapital K ist für die Zwecke dieser Untersuchung nicht allzu relevant und wird deswegen zur Vereinfachung konstant gehalten ( ) und damit außer Acht gelassen. Erweitert wurde die übliche Produktionsfunktion stattdessen um den exogenen Faktor des technischen Fortschritts T. Interpretieren lässt sich T als die Arbeitsproduktivität pro Arbeitseinsatz A. Eine Erhöhung von T würde demzufolge bedeuten, dass für die gleiche Produktionsmenge Y nunmehr weniger Arbeit A eingesetzt werden muss bzw. dass mit gleichem Arbeitseinsatz A eine höhere Produktionsmenge Y erzeugt werden kann.[25]

Die Produktionsfunktion hat einen abnehmenden positiven Verlauf da, sofern ein Produktionsfaktor konstant gehalten wird (¯K), die Produktionsfunktion mit einer Vermehrung des variablen Produktionsfaktors – in diesem Fall A - nur unterproportional ansteigt.[26]

Ein banales Beispiel für diesen Verlauf ist das folgende: Die Einstellung von mehr Arbeitskräften A würde bei einer gleichbleibenden Anzahl von Maschinen (in dem Fall stehen die Maschinen für ) nur zu einer geringeren Produktionsmengenerhöhung führen, da die Maschine nicht schneller arbeiten kann, nur weil sie von einer größeren Anzahl von Arbeitskräften bestückt wird. Auf eine mathematische Erklärung der Produktionsfunktion wird an dieser Stelle verzichtet.[27]

Der zweite Quadrant zeigt die IS-, sowie die LM-Kurve, die Kombination dieser beiden Kurven wird auch als das IS-LM-Diagramm bezeichnet. Umfangsbedingt kann das IS-LM-Diagramm an dieser Stelle nur äußerst oberflächlich behandelt werden.[28]

Im IS-LM-Diagramm ist auf der x-Achse das Volkseinkommen Y, auf der y-Achse der Zinssatz i abgetragen.

Die IS-Kurve ist der geometrische Ort aller Zins-Volkseinkommen-Kombinationen, bei denen ein Gleichgewicht auf dem Gütermarkt herrscht.

Die Gleichgewichtsbedingung des Gütermarkts lautet: YA .

YA ist durch das gesamtwirtschaftliche Güterangebot definiert und entspricht der Produktionsmenge Y. Da die Produktionsmenge das Volkseinkommen Y festlegt, ergibt sich die gleiche Größe für das gesamtwirtschaftliche Güterangebot, der Produktionsmenge und dem Volkseinkommen.

YN wird definiert durch .

C steht dabei für den Konsum der privaten Haushalte in Abhängigkeit des Volkseinkommen Y sowie T. T steht für die Abgaben und Steuern, die vom Konsument zu zahlen sind abzüglich der Transferleistungen. I steht für die Investitionsnachfrage der Unternehmen in Abhängigkeit des Volkseinkommen Y sowie dem Zinssatz i. Die Investitionsnachfrage steigt mit steigendem Volkseinkommen Y und sinkt mit steigendem Zinssatz i. G steht für die Staatsausgaben. Die IS-Kurve verläuft negativ, da die Unternehmen mit steigendem Zins i ihre Investitionsnachfrage I senken. Dadurch sinkt YN, die Produktionsmenge YA passt sich an und das Volkseinkommen Y sinkt.

Die LM-Kurve ist der geometrische Ort aller Zins-Volkseinkommen-Kombination, bei denen ein Gleichgewicht auf dem Geldmarkt herrscht. Die Gleichgewichtsbedingung lautet und beschreibt damit den Zusammenhang zwischen dem Geldangebot definiert als die reale Geldmenge und der Geldnachfrage L. M ist dabei definiert als die nominelle Geldmenge, P steht für das Preisniveau. L setzt sich zusammen aus der Nachfrage nach Transaktionskasse LT(Y) in Abhängigkeit vom Volkseinkommen Y sowie der Nachfrage nach Spekulationskasse LS(i) in Abhängigkeit vom Zinssatz i.

Die LM-Kurve verläuft positiv, da mit steigendem Volkseinkommen Y die Nachfrage nach der Transaktionskasse LT(Y) steigt. Dadurch sinkt die Spekulationskasse LS(i) und die Zinsen i steigen.

Quadrant drei ist eine Spiegelachse des Gleichgewichtseinkommen Y*, die sich aus dem zweiten Quadranten ergibt und stellt die Verbindung zwischen dem IS-LM-Diagramm und der Produktionsfunktion her.

Einflussgrößen, die nicht direkt untersucht werden sollen, verbleiben im Modell unverändert (Ceteris Paribus). So wird z.B. der internationale Handel nicht betrachtet und der Außenbeitrag beträgt null.

Im oben dargestellten Modell befinden sich alle Märkte im Gleichgewicht. Diese Gleichgewichtssituation wird genutzt, um im weiteren Verlauf der Arbeit (teilweise Kapitel 4 sowie 5) Störungen zu untersuchen. Zur Vereinfachung wird im weiteren Verlauf der Arbeit jedoch größtenteils auf eine formale und grafische Darstellung verzichtet und die Auswirkungen, die sich im Modell vollziehen, nur verbal wiedergegeben.

2.3.2 Kompensationstheorie

Die Kompensationstheorie umfasst die Kompensationseffekte, die genutzt werden, um zu begründen, warum eine Volkswirtschaft nach Freisetzungseffekten bzw. Ungleichgewichten in der kurzen Sicht auf mittlere bis lange Sicht immer wieder zu einem Gleichgewicht zurückfindet.

Als Freisetzungseffekt wird die Freisetzung von Arbeitskräften im Zuge von technischen Wandel bezeichnet.[29] Die Wörter „Arbeitslosigkeit“, „Freisetzung“ sowie „Erwerbslosigkeit“ werden in dieser Arbeit als Synonym verwendet und beschreiben Erwerbspersonen, die keiner beruflichen Beschäftigung nachgehen.

Einige der Kompensationseffekte griff erstmals Jean-Baptiste Say 1803 in seinem Werk „Traité d'economie politique“ auf.[30] David Ricardo und Karl Marx prägten diese und weitere Kompensationseffekte dann unter der dem Namen der „Kompensationstheorie“.[31],[32],[33]

Viele der Kompensationseffekte der Kompensationstheorie basieren deshalb auf dem sayschen Theorem, dass unter anderen auf den französischen Ökonomen Jean-Baptiste Say (1767-1832) zurückgeht. Das saysche Theorem besagt vereinfacht, dass sich jedes Angebot seine eigene Nachfrage schafft bzw., dass aus jeder Produktion in genau gleicher Höhe Einkommen entstehe und dieses Einkommen voll nachfragewirksam sei. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Einkommen für Konsum genutzt oder gespart werde. Konsumiert ein Haushalt sein verfügbares Einkommen ist der Konsum direkt nachfragewirksam. Auch Nachfragewirksam ist es nach dem sayschen Theorem, wenn ein Haushalt sein Einkommen spart (z.B. durch das Anlegen bei der Bank) - das gesparte Einkommen würde dann von der Bank an Unternehmen verliehen werden, die dadurch nachfragewirksam investieren. Es wird daher davon ausgegangen, dass Geld, auf welchem Weg auch immer, unmittelbar zurück in den Wirtschaftskreislauf fließt.[34],[35]

Die Kompensationstheorie umfasst folgende Kompensationseffekte:[36]

Kompensationseffekt durch neue „Maschinen“

Der Grundgedanke hierbei ist, dass bei der Substitution menschlicher Arbeit durch „Maschinen“ die Nachfrage nach Arbeitskraft bei den Herstellern von Investitionsgüter (der „Maschinen“) und ihren jeweiligen Vorstufen steigt. Die Arbeitsnachfrage würde also in den von der Substitution betroffenen Bereichen sinken, aber durch die gestiegene Arbeitsnachfrage im produzieren Gewerbe wieder zu einem Gleichgewicht führen.

Kompensationseffekt durch Preissenkungen

In einem wettbewerbsorientierten Markt werden durch gesunkene Kosten auch die Preise der betroffenen Güter sinken.

Die gesunkenen Preise entsprechen einem höheren Realeinkommen der Konsumenten, wodurch die Konsumenten die Möglichkeit hätten, ihre Nachfrage entsprechend zu erhöhen. Eine erhöhte Nachfrage würde zu einer erhöhten Produktion führen und dementsprechend auch zu einer wieder steigenden Nachfrage nach menschlicher Arbeitskraft.[37] Das „Kaufkrafttheorem“ von Say besagt zudem, dass die Gesamtkaufkraft der Volkswirtschaft selbst bei einer Freisetzung von Arbeitskraft durch die induzierten Preissenkungen unverändert bleibt.[38] Das fehlende Einkommen der freigesetzten Arbeitskräfte würde also durch das durch die Preissenkungen größere Realeinkommen der anderen Haushalte kompensiert.

Kompensationseffekt durch neue Investitionen

Ähnlich wie der Kompensationseffekt durch neue Maschinen basiert auch dieser Kompensationseffekt darauf, dass sich die Nachfrage nach Arbeitskraft von dem Bereich, in dem sie freigesetzt wurde, in einen anderen verlagert. Durch die mit einer erhöhten Produktivität einhergehende Kostensenkung, so David Ricardo (1772-1823), würde bei den Unternehmen zusätzliches Kapital (unter der Annahme, dass der Prozess der Preisanapassung einige Zeit in Anspruch nimmt) entstehen, das wiederum für neue Investitionen genutzt wird, was die Arbeitsnachfrage wieder erhöhen wird.[39]

Kompensationseffekt durch Niedriglöhne

Im Falle eines Angebotsüberschusses auf dem Arbeitsmarkt würde sich auf mittlere bis lange Sicht wieder ein Gleichgewicht einstellen, indem die Nominallöhne gesenkt werden. Die Löhne würden im Falle einer Substitution durch „Maschinen“ also so lange fallen, bis sie wieder unter oder gleich den Kosten der jeweiligen Substitution sind. Das würde schlussendlich wieder zu einer erhöhten Arbeitsnachfrage seitens der Unternehmen führen.

Kompensationseffekt durch neue Märkte und Produkte

Die Freisetzungseffekte würden dadurch kompensiert, dass neue Märkte entstehen oder neue Produkte entwickelt werden, die eine ausreichende Nachfrage nach menschlicher Arbeitskraft generieren. Während bei den anderen Kompensationseffekten die Rede von sogenannten Prozessinnovationen war, deren Innovation in der gestiegenen Produktivität eines Produktionsprozesses liegt, handelt es sich bei dem Kompensationseffekt durch neue Märkte und Produkte um sogenannte „Produktinnovationen“. Produktinnovationen sind neue oder verbesserte Güter, die vorher auf den Märkten nicht verfügbar waren.

Es ist anzumerken, dass eine genaue Unterteilung technischer Innovationen in Prozess- und Produktinnovation schwierig sein kann, da Produktinnovationen unter Umständen in anderen Sektoren zu den Prozessinnovationen zählen. So stellt z.B. ein Industrieroboter im Maschinenbau eine Produktinnovation, in der Automobilindustrie jedoch eine Prozessinnovation dar.[40]

2.4 Grundlagen Grundeinkommen

Im Zuge der Digitalisierung bzw. dem generellen technologischen Fortschritt erfährt das Modell des Grundeinkommens momentan wieder erhöhte Aufmerksamkeit und war sogar in einigen Parteiprogrammen des deutschsprachigen Raums zu finden. Auch Pilotprojekte zur Umsetzbarkeit des Grundeinkommens finden sich immer öfter. Während ein populäres Testprojekt in Finnland 2019 auslaufen wird, wird der erste Versuch in Deutschland in den nächsten Jahren in Schleswig-Holstein stattfinden. Konkrete Informationen zu z.B. der Höhe des dort angestrebten Test-Grundeinkommens sind allerdings noch nicht bekannt.[41],[42]

Doch das Grundeinkommen ist keineswegs eine neue Idee. Das Konzept existiert bereits seit einigen Jahrhunderten unter verschiedenen Bezeichnungen. Auch wenn es in der Antike schon Ansätze eines Grundeinkommens gegeben haben soll, findet sich die Idee niedergeschrieben das erste Mal in dem Buch Utopia von Thomas Morus, welches im Jahre 1516 veröffentlicht wurde.

Die Rahmenbedingungen seiner Idee des Grundeinkommens stimmen mit dem heutigen Verständnis weitestgehend überein.[43] Das Grundeinkommen ist eine finanzielle Zuwendung, die vom Staat an alle Bürger individuell ausgezahlt wird. Wird das Grundeinkommen außerdem ohne vorherige Gegenleistung und ohne vorherige Bedürftigkeitsprüfung ausbezahlt, spricht man von einem bedingungslosen Grundeinkommen.[44] In der aktuellen Diskussion wird bei dem Begriff „Grundeinkommen“ jedoch meist impliziert, dass es bedingungslos, also eine einseitige nicht an Gegenleistungen geknüpfte Leistung ist – so auch in dieser Arbeit.

Die Idee des Grundeinkommens findet sich in den unterschiedlichsten Bezeichnungen wieder. Einige Beispiele wären das „Bürgergeld“, „Einkommensgarantie“ oder die „Sozialdividende“.[45] Diese Alternativbezeichnungen weisen oft ähnliche Inhalte auf, können sich aber auch stark zur oben formulierten Definition unterscheiden.

Zu unterscheiden ist das Grundeinkommen außerdem von staatlichen Transferzahlungen wie z.B. der in Deutschland bestehenden Sozialhilfen (Arbeitslosengeld I und II etc.). Diese Zuwendungen sind entweder an vorher erbrachte Leistungen und/oder an andere Verpflichtungen geknüpft und außerdem bedürftigkeitsabhängig und entsprechen daher nicht den Kriterien eines bedingungslosen Grundeinkommens.

Die Höhe des Grundeinkommens kann je nach Auffassung variieren, jedoch ist die Höhe fast in jedem Modell existenzsichernd. Laut des letzten Existenzminimumberichts des Bundesfinanzministeriums aus 2016 setzt sich das Existenzminimum unter anderen aus dem Regelbedarf (Lebensunterhalt, Nahrung, Kleidung etc.) und den Kosten für Unterkunft und Heizung zusammen.

Außerdem soll das Existenzminimum die Teilnahme am kulturellen Leben ermöglichen (§20, Absatz 1, SGB II). So beläuft sich das Existenzminimum laut dem Bundesfinanzministerium auf insgesamt 721€ monatlich für einen alleinstehenden Erwachsenen.[46] Auch wenn dieser Betrag das „offizielle“ Existenzminium ist, ist in den meisten Modellen eine eigen definierte Höhe des Existenzminimums zu finden, die meist weit über den genannten 721€ liegt.

2.4.1 Finanzierungsmodelle

Eine der am häufigsten kritisierten Aspekte des Grundeinkommens ist dessen Finanzierung. Deswegen werden nachfolgende einige der existierenden Finanzierungsmodelle vorgestellt. Für die vorliegende Arbeit ist zu erwähnen, dass nur auf den Finanzierungsaspekt eingegangen wird und die restlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Modells (wie z.B. Höhe des Grundeinkommens) außer Acht gelassen werden.

2.4.1.1 Besteuerung der natürlichen Ressourcen

Die Idee der Finanzierung einer Art Grundeinkommen durch Einkünfte, die durch natürliche Ressourcen entstehen, ist die älteste unter den hier vorgestellten und geht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Damals war Armut sehr verbreitet und es wurde nach Wegen gesucht, diese zu bekämpfen.

Die Idee von Thomas Paine (1737 - 1809) war, dass der Staat jedem Bürger als Kompensation, für die durch das System des Grundeigentums verlorenen naturrechtlichen Ansprüche, einen entsprechenden Betrag ausbezahlt.[47] Er geht in seinem Werk Agrarian Justice davon aus, dass die Erde Eigentum der Menschheit als Gemeinschaft ist und dass jeder Mensch mit diesem Eigentumsrecht geboren wurde. Jeder Eigentümer von Grund schuldete seiner Ansicht nach der Gemeinschaft eine Boden- und/oder Grundrente. Diese Boden- und/oder Grundrente sollte an einen „National Fund“ gezahlt werden und zu einem bestimmten Zeitpunkt in Form einer einmaligen sowie einer regelmäßigen Zahlung an jeden Bürger ausbezahlt werden.[48]

Thomas Spence (1750 - 1814) sah die Erde ebenfalls als gemeinsames Eigentum der Menschheit und forderte in dem Essay „The Rights of Infants“ die Grundstücke wieder der Gemeinschaft zuzuschreiben, und statt die Pacht für etwaigen Grundstücke an (adlige) Grundstückseigentümer zu zahlen, die Pachteinnahmen nach Abzug der öffentlichen Ausgaben an die Bürger der Gemeinschaft zu zahlen. Er betonte, dass dadurch kein Unterschied für die Pächter entstehe, und diese wohl noch eher ihre Pacht an die Gemeinschaft als an (damals oftmals adlige) Grundstückseigner zahlen würden.[49]

Silvio Gesell (1862 - 1930) konkretisierte die oben genannten Ideen und prägte sie unter anderem mit dem Namen „Freiland“. Er wollte, dass jegliche Vorrechte auf Boden aufgehoben werden. Um das zu erreichen sollte der Staat den gesamten Privatgrundbesitz aufkaufen und die ursprünglichen Eigentümer mit Staatsschuldscheinen entschädigen. Die daraus resultierenden Pachterträge sollten dann an die Menschen ausgeschüttet werden.[50]

Dass eine Art Grundeinkommen heutzutage durch Einnahmen, die durch natürliche Ressourcen generiert werden, finanziert werden kann zeigt der Alaska Permanent Fund.

Durch den Verkauf von Öl- und Gas Förderrechten verdiente der amerikanische Bundesstaat Alaska 1969 auf einen Schlag 900 Millionen $. Da Öl und Gas endlich ist, entschied Alaska per Volksentscheid im Jahre 1976 einen Fond einzurichten, in den ein Teil der staatlichen Rohstoffeinnahmen fließt. Ein Teil der Gewinne des Fonds wird fast bedingungslos an die Einwohner Alaskas in Form einer Dividende ausgeschüttet.[51] Die Höhe der Dividende ist zwar nicht annähernd existenzsichernd, aber der Alaska Permanent Fund zeigt, dass Einkünfte durch natürliche Ressourcen durchaus für die Finanzierung eines Grundeinkommens genutzt werden könnten.

[...]


[1] Schwab, 2016.

[2] vgl. Delaney, 2017.

[3] vgl. World Government Summit, 2017.

[4] vgl. Brynjolfsson/McAfee, 2016, S. 212.

[5] vgl. Cyert/Mowery, 1987, S. 17.

[6] vgl. O’Regan, 2016, S. 90.

[7] vgl. Hansen, 2017, S. 14.

[8] vgl. Williams, 2017, S. 94 f.

[9] vgl. Neugebauer, 2018, S. 9.

[10] vgl. Brynjolfsson/McAfee, 2016, S. 19.

[11] vgl. Lemke, 2015, S. 24 f.

[12] vgl. Stengel/van Looy/Wallaschkowski, 2017, S. 40.

[13] vgl. Ertel, 2016, S. 9.

[14] Dudenredaktion, 2018.

[15] vgl. Jaekel, 2017, S. 21 ff.

[16] vgl. Ertel, 2016, S. 266 ff.

[17] vgl. Stengel/van Looy/Wallaschkowski, 2017, S. 90.

[18] vgl. Ertel, 2016, S. 191 f.

[19] vgl. Neugebauer, 2018, S. 14 f.

[20] vgl. Blanchard/Illing, 2014, S. 31, 50.

[21] vgl. Brynjolfsson/McAfee, 2016, S. 212.

[22] vgl. Cyert/Mowery, 1987, S. 17.

[23] vgl. Mankiw, 2010, S. 12.

[24] Das keynesianische Gesamtmodell unterstellt für gewöhnlich nach unten starre Löhne und unterscheidet sich deswegen von der oben dargestellten Form. In dieser Darstellung des Arbeitsmarktes entfällt dieser Punkt, da er für diese Untersuchung irrelevant ist und die Darstellung nur unnötig verkomplizieren würde. Demzufolge wird auch der in Deutschland herrschende Mindestlohn nicht dargestellt. Des Weiteren wird die natürliche Erwerbslosenquote (bestehend aus freiwilliger, struktureller und friktioneller Arbeitslosigkeit) konstant gesetzt und im Modell ebenfalls nicht dargestellt. (Vgl. Wohltmann, 2016, S. 294)
Den ursprünglichen keynesianische Ansatz des Gesamtmodells stellt z.B. Mussel, 2013, S. 166 dar.

[25] vgl. Blanchard/Illing, 2014, S. 362–365.

[26] vgl. Engelkamp/Sell, 2017, S. 225.

[27] Weiterführende Literatur zur Produktionsfunktion: Engelkamp/Sell, 2017, 79-86.

[28] Die Darstellungen der Gleichungen des IS-LM-Modell sollen in erster Linie dazu dienen einen Überblick über die zu Grunde gelegten Funktionen des verwendeten Modells zu schaffen. Weiterführende Literatur zum Thema IS-LM-Modell findet sich z.B. in Blanchard/Illing, 2014, S. 83–143.
Auf Blanchard/Illing, 2014 basiert auch der folgende Abschnitt über das IS-LM-Diagramm.

[29] vgl. Mettelsiefen, 1981, S. 16.

[30] vgl. Say, 1971, S. 87, 134 f.

[31] vgl. Marx, 1962, S. 461–504.

[32] vgl. Ricardo/Sraffa, 2004, S. 396 f.

[33] vgl. May, 2003, S. 242.

[34] vgl. Say, 1971, S. 134 f.

[35] vgl. Engelkamp/Sell, 2017, S. 29 f, 296.

[36] Die folgenden Wechselwirkungen finden sich in analytischer Form in so gut wie jedem makroökonomischen Lehrbuch wie z.B. bei Blanchard/Illing, 2014. Aber auch Vivarelli, 2012; Franz, 2013 sowie Mettelsiefen, 1981.

[37] vgl. Say, 1971, S. 87.

[38] vgl. Mettelsiefen, 1981, S. 44 f.

[39] vgl. Ricardo/Sraffa, 2004, S. 396 f.

[40] vgl. Franz, 2013, S. 190 ff.

[41] vgl. Süddeutsche.de, 2018.

[42] vgl. CDU/CSU/Die Grünen, 2017, S. 31.

[43] vgl. Arnswald, 2010, S. 159.

[44] vgl. Vanderborght/van Parijs, 2005, S. 37 ff.

[45] vgl. Vanderborght/van Parijs, 2005, S. 14.

[46] vgl. Bundesfinanzministerium, 2016.

[47] vgl. Vanderborght/van Parijs, 2005, S. 21.

[48] vgl. Paine, 2017, S. 28–32.

[49] vgl. Spence, 1982, S. 3–16.

[50] vgl. Gesell, 2003, S. 59–64.

[51] vgl. Alaska Permanent Fund Corporation, 2018.

Ende der Leseprobe aus 74 Seiten

Details

Titel
Digitalisierung und bedingungsloses Grundeinkommen. Führt die Digitalisierung in die Massenarbeitslosigkeit?
Autor
Jahr
2018
Seiten
74
Katalognummer
V438884
ISBN (eBook)
9783960953968
ISBN (Buch)
9783960953975
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung, Grundeinkommen, Ökonom, Auswirkungen, Kompensationstheorie, Freisetzungstheorie, Künstliche Intelligenz, Makroökonomie, Keynes, Marx, Tertiarisierung, Volkswirtschaft, Vergeistigung, Automatisierung, makroökonomische Auswirkungen, Preissenkungen, Niedriglöhne, Investitionen, neue Produkte, neue Märkte, Risiken, Vorteile, Nachteile, Task, Based, Approach, Task-Based-Approach, keynesianische
Arbeit zitieren
Lucas Fobian (Autor), 2018, Digitalisierung und bedingungsloses Grundeinkommen. Führt die Digitalisierung in die Massenarbeitslosigkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438884

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