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Richard Löwenherz. Im Schatten des Vaters, in den Armen der Mutter?

Eleonore von Aquitaniens Einfluss auf Richard I.

Titel: Richard Löwenherz. Im Schatten des Vaters, in den Armen der Mutter?

Hausarbeit , 2018 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Patrick Prokop (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll sowohl die Rolle Eleonores in den familiären Konflikten, als auch ihr Einfluss auf den jungen Richard bis zur großen Revolte 1173 untersucht werden. Dazu werden zuerst ihre jungen Jahre als französische Königin beleuchtet, um eine Idee ihres Charakters und politischen Selbstverständnisses zu entwickeln. Daran anknüpfend wird ihre Verwurzelung in ihrem Herzogtum und die damit verbundene politische Prägung Richards betrachtet, um die Weichen für die anschließende Analyse der Beweggründe ihrer Teilnahme an der Rebellion zu stellen.
Als Quellen dienen hauptsächlich die Bände der Reihe Rerum britannicarum medii aevi scriptores, in denen vor allem William von Newburgh, Robert von Torigni und Gervasius von Canterbury vielfältige Informationen zu Eleonores Leben liefern.
Als Sekundärliteratur sei hier besonders Daniela Laubes Werk „Zehn Kapitel zur Geschichte der Eleonore von Aquitanien“ hervorgehoben, die sehr nah an den historischen Quellen bleibt und es schafft, die Ereignisse überzeugend miteinander zu verknüpfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Le famille avant tout - Der Charakter Eleonores

3. Eleonore - Königin von England

3.1 Die Zukunft Aquitaniens

3.2 Mutter-Sohn-Beziehung

4. Der große Aufstand - Ein königliches Eheproblem?

5. Fazit

6. Bibliographie

6.1 Quellen

6.2 Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den politischen Einfluss von Eleonore von Aquitanien auf ihren Sohn Richard I. (Richard Löwenherz) sowie ihre Rolle innerhalb der familiären Konflikte der Plantagenets bis zur großen Revolte von 1173.

  • Charakteranalyse und politisches Selbstverständnis Eleonores während ihrer Zeit als französische Königin.
  • Die Bedeutung der Verwurzelung Eleonores in ihrem Herzogtum Aquitanien für ihr politisches Handeln.
  • Die emotionale und pädagogische Mutter-Sohn-Beziehung zwischen Eleonore und Richard.
  • Analyse der politischen und persönlichen Beweggründe für die Teilnahme an der Rebellion gegen Heinrich II.

Auszug aus dem Buch

3.2 Mutter-Sohn-Beziehung

Zunächst muss jedoch das Heranwachsen Richards genauer betrachtet werden. Über seine früheste Kindheit ist wenig bekannt. Am Wahrscheinlichsten ist jedoch, dass er sich zwar im Hofstaat der Königin befand, so bei Eleonores Reise nach Angers 1165, die meiste Zeit jedoch von Ammen betreut wurde. In relevante Erscheinung tritt er erst, als Heinrich seine Gattin 1168 beauftragt, die Regentschaft in Poitou und damit Aquitanien zu übernehmen. Als Elfjähriger befindet sich Richard nun in der uneingeschränkten Obhut Eleonores, die in dieser Zeit einen beachtlichen Einfluss auf ihn ausüben kann und ihn auf die Herrschaft über das Herzogtum vorbereitet.

Es ist also nicht nur das politische Potential Richards als Erbe ihrer Ländereien, das Eleonore veranlasst, sich intensiv mit ihrem Sohn zu beschäftigen; es darf vielmehr davon ausgegangen werden, dass die beiden tatsächlich eine liebevolle Mutter-Sohn-Beziehung verband. Obwohl diese Tatsache aus heutiger Sicht simpel und natürlich erscheint, so war sie in den Herrscherfamilien des Hochmittelalters keine Selbstverständlichkeit, wurden die Kinder zur Erziehung doch häufig an fremde Höfe geschickt und bekamen die Eltern höchstens zu besonderen Anlässen zu Gesicht. Die Zuneigung Eleonores äußert sich in den Quellen unter anderem durch die besondere Anrede, die sie Richard in den von ihr verfügten Dokumenten zuteil werden lässt: So bezeichnet sie ihn im Vergleich zu seinen Geschwistern überproportional oft als dilectus oder carissimus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die familiären Machtkämpfe der Plantagenets ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Eleonore von Aquitanien auf Richard I.

2. Le famille avant tout - Der Charakter Eleonores: Das Kapitel beleuchtet den Werdegang Eleonores sowie ihren politischen Einfluss während ihrer ersten Ehe mit Ludwig VII.

3. Eleonore - Königin von England: Hier wird der Übergang zur englischen Krone sowie die politische Verwaltung Aquitaniens und die enge Bindung zu ihrem Sohn Richard analysiert.

4. Der große Aufstand - Ein königliches Eheproblem?: Dieses Kapitel untersucht die Ursachen der Rebellion von 1173 im Kontext der Konflikte zwischen Heinrich II. und seinen Söhnen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Eleonores Wirken durch politische Willensstärke geprägt war und sie maßgeblichen Einfluss auf das Herrschaftsverständnis Richards nahm.

6. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen und wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Eleonore von Aquitanien, Richard Löwenherz, Plantagenets, Mittelalter, Angevinisches Reich, Heinrich II., politische Macht, Mutter-Sohn-Beziehung, Rebellion 1173, Aquitanien, Herrschaftslegitimation, Investitur, Familiengeschichte, Königin, Feudalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Leben und Wirken von Eleonore von Aquitanien und ihren spezifischen Einfluss auf ihren Sohn Richard Löwenherz bis zum Jahr 1173.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Machtpolitik der Plantagenets, die Rolle von Frauen im Hochmittelalter, die Verwaltung von Aquitanien und die Ursachen für innerfamiliäre Herrschaftskonflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den tatsächlichen Einfluss der Mutter auf das politische Handeln und die Identitätsbildung Richards zu belegen und die Hintergründe der Rebellion von 1173 kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine quellenbasierte historische Analyse durchgeführt, die zeitgenössische Chroniken (wie die Rerum britannicarum medii aevi scriptores) mit moderner Fachliteratur verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Charakters Eleonores, ihre Rolle als Königin von England, die Mutter-Sohn-Beziehung und die Analyse der Auslöser des großen Aufstands gegen Heinrich II.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Herrschaftslegitimation, politische Ambition, Familiendynamik und die Rolle von Aquitanien charakterisiert.

Welche Bedeutung hatte die Investitur Richards im Jahr 1172 für die Autorin?

Die Arbeit interpretiert die Investitur als einen geschickten politischen Schachzug Eleonores, um Richard als eigenständigen Herrscher Aquitaniens ohne direkte Abhängigkeit von seinem Vater zu inszenieren.

Warum spielt die Anrede "dilectus" in den Dokumenten eine so große Rolle für die Argumentation?

Die Verwendung von "dilectus" oder "carissimus" in offiziellen Urkunden dient der Autorin als Beleg für eine überdurchschnittlich enge und liebevolle Beziehung, die im krassen Gegensatz zur damals üblichen distanzierten Erziehung in Adelskreisen stand.

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Details

Titel
Richard Löwenherz. Im Schatten des Vaters, in den Armen der Mutter?
Untertitel
Eleonore von Aquitaniens Einfluss auf Richard I.
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,7
Autor
Patrick Prokop (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V441252
ISBN (eBook)
9783668796959
ISBN (Buch)
9783668796966
Sprache
Deutsch
Schlagworte
richard löwenherz schatten vaters armen mutter eleonore aquitaniens einfluss
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Prokop (Autor:in), 2018, Richard Löwenherz. Im Schatten des Vaters, in den Armen der Mutter?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441252
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Leseprobe aus  14  Seiten
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