Der 20. Juli 1944 als deutscher Erinnerungsort


Bachelorarbeit, 2010
50 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Methodischer Zugang
1.2 F orschungsstand und Literatur
1.3 Der Quellenkorpus: Die Reden der Bundesprasidenten

2 Der deutsche Widerstand und der 20. Juli 1944

3 Die Analyse der Reden
3.1 Theodor Heuss: Bekenntnis und Dank
3.1.1 Die Darstellung des 20. Juli in der Rede von Theodor Heuss
3.1.2 Die Ziele Theodor Heuss ’
3.1.3 Erklarung aus dem gesellschaftlichen Kontext
3.2 Heinrich Lubke: Symbol der Selbstachtung unseres Volkes
3.2.1 Die Darstellung des 20. Juli 1944 in der Rede von Heinrich Lubke
3.2.2 Die Ziele Heinrich Lubkes
3.2.3 Erklarung aus dem gesellschaftlichen Kontext
3.3 Gustav Heinemann: Zeugnis des Ringens um Menschenrecht und Menschenwurde
3.3.1 Die Darstellung des 20. Juli in der Rede von Gustav Heinemann
3.3.2 Die Ziele Gustav Heinemanns
3.3.3 Erklarung aus dem gesellschaftlichen Kontext

4 Die Metamorphose des Erinnerungsorts?

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Der 20. Juli ist eine Mahnung an die Zukunft und kein jahrlich wiederkehrender nostalgischer Event. Mit seinem von Beginn an gegebenen Zukunftsbezug wird auch deutlich, dass dieser Tag nicht isoliert der Vergangenheitsbewaltigung dienen soll, ge- schweige denn erschopfend kann.u[1] So beschrieb der damalige deutsche Wirtschaftsmi- nister Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg am 20. Juli 2009 in der Gedenkstatte Plot- zensee die Funktion des 20. Juli 1944 in der Gegenwart. Dies war das Datum, an dem das Attentat Claus Graf Schenk von Stauffenbergs auf Hitler scheiterte und damit der bedeutendste, weil umfangreichste und spektakularste Versuch das Nazi Regime zu be- seitigen.

Guttenbergs Worte sagen viel uber die Funktion des 20. Juli 1944 fur unsere Gesell- schaft. Die Erinnerung an diesen Tag dient stets dazu, die Fehler der Vergangenheit an- zumahnen und zugleich mit Hinweis auf die Ziele und Motive des Widerstands den 20. Juli fur die Gegenwart und Zukunft nutzbar zu machen.

Fur den Mainzer Historiker Johannes Hurter ist der 20. Juli 1944 der „deutsche „Erinne- rungort par excellence“ [2]. Er bezieht sich hierbei auf eine Erfindung des franzosischen Historikers Pierre Nora, die mittlerweile in Deutschland Nachahmer gefunden hat: die Erinnerungsorte. Sie sind „langlebige Generationen uberdauernde Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung und Identitat, die in gesellschaftliche, kulturelle Ublichkeiten eingebunden sind und die sich in dem Mafie verandern, in dem sich die Weise ihrer Wahrnehmung, Aneignung und Ubertragung verandert“ [3].

Diese Arbeit wagt am Beispiel dreier Reden der Bundesprasidenten Theodor Heuss (1954), Heinrich Lubke (1964) und Gustav Heinemann (1969) zum Gedenken an den 20. Juli 1944 das „Abenteuer des lieu de memoire‘[4]. Sie feiert nicht die Nation, sondern sie „studiert ihre Feierstunden“[5]. Es soll untersucht werden, wie und warum die Erinne- rung an den 20. Juli am Beispiel der Reden der Bundesprasidenten als Situierung von Vergangenheit in der Gegenwart gebraucht wird und wie sich diese mit der Zeit veran- dert.

Dazu soll in Kapitel 1.2 zunachst einmal die Frage beleuchtet werden, was einen „Ort“ zu einem „Erinnerungsort“ macht. Punkt 1.3 des ersten Kapitels beschaftigt sich mit der Aussagekraft der Reden der Bundesprasidenten und ihrer Nutzlichkeit im Sinne der Fragestellung. Abschnitt 1.4 gibt Auskunft uber den aktuellen Forschungsstand zum Thema „20. Juli 1944 als deutscher Erinnerunsgort“.

In Kapitel 2 soll pragnant das Ereignis „20. Juli 1944“ beleuchtet werden. Es ist als ein Auszug des Speichergedachtnisses zu sehen, aus dem sich das Funktionsgedachtnis in den Reden bedient.[6] Diesem Kapitel soll folgender Fragenkatalog zugrunde liegen: Welche Personengruppe verbirgt sich hinter dem 20. Juli? Welche Grunde hatten die Widerstandler, zur Tat zu schreiten? Was waren ihre Ziele nach einem erfolgreichen Attentat? Warum ist der 20. Juli zu einem derart herausragenden Ereignis in der Ge- schichte des deutschen Widerstands geworden? Die Klarung dieser Fragen wird sich als hilfreich herausstellen, um zu verstehen, wie die Bundesprasidenten den 20. Juli inter- pretieren.

Das dritte Kapitel wendet sich der Analyse der Reden zu. Es soll nach einer kurzen Zu- sammenfassung der Reden zunachst einmal der Frage nachgegangen werden, wie der 20. Juli in den Reden der Jahre 1954, 1964 und 1969 dargestellt wird. In einem nachsten Schritt soll gezeigt werden, welche Ziele die Prasidenten mit ihrer Art der Darstellung verfolgen. Zum Schluss des jeweiligen Unterkapitels wird aus dem jeweiligen gesell- schaftlichen Kontext erklart, warum die Prasidenten den 20. Juli in der Weise deuten, wie es in den vorhergehenden Kapiteln veranschaulicht wurde.

In Kapitel 4 wird abschlieBend die Frage beantwortet, wie sich der 20. Juli als deutscher Erinnerungsort in den Reden verandert. Lasst sich eine Metamorphose des Erinnerung- sortes 20. Juli 1944 feststellen? Wie verandert sich der Uberlieferungsbestand des kultu- rellen Gedachtnisses, das schlieBlich im historischen Wandel einer „bestandigen Deu- tung, Diskussion und Erneuerung“[7] bedarf? Ein Bestand, der stets „von den nachwach- senden Generationen angeeignet und dabei immer wieder neu mit den aktuellen Bedurf- nissen der jeweiligen Gegenwart vermittelt werden muss“ [8].

1.1 Methodischer Zugang

Wie kam Pierre Nora auf die Idee, mit den Erinnerungsorten eine „Geschichte zwei- ten Grades“[9] zu schreiben? Eine Geschichte, die sich nicht dafur interessiert „wie es gewesen“ ist, sondern wie es in der Nachwelt interpretiert wird? Und was macht einen „Ort“ eigentlich erst zu einem lieu de memoire?

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es in Frankreich zu mehreren Entwick- lungen: Zum Einem kam es zu einer „Konjunktur des Gedachtnisses“[10]. Gedenktage waren en vogue. Zum Zweiten emanzipierten sich immer mehr gesellschaftliche Min- derheiten und entdeckten ihr eigenes Gedachtnis wieder. Nora spricht hierbei auch von der „Demokratisierung der Geschichteu[11]. Die vielleicht wichtigste Entwicklung ist die „Beschleunigung der Geschichte“ [12]. Die franzosische Gesellschaft war in einer Zeit des Umbruchs. Alte Erinnerungsgemeinschaften wie die bauerliche Welt existierten nicht mehr. Viele junge Menschen haben den Bezug zur Vergangenheit verloren.[13] Die mi­lieux de memoire haben aufgehort zu existieren. Weil sie nicht mehr existieren, gibt es die lieux de memoire, die Erinnerungsorte.[14]

Adaptiert hat Nora den Begriff der lieux de memoire aus der Antike. Damals hatte man eine Technik (Mnemotechnik) entwickelt, um sich an Hand von Orten und Bildern Din- ge, z.B. Inhalte einer Rede zu merken: die loci memoriae.[15] Der Begriff Erinnerungsort ist als Metapher zu verstehen.[16] Er basiert auf der Annahme, dass das kulturelle Ge­dachtnis sich „auf Fixpunkte in der Vergangenheit“ richtet, die zu „symbolischen Figu- ren“ werden, an denen sich die „Erinnerung haftet“ [17]. Die lieux de memoire Noras sind Orte in jedem Sinn des Wortes, in dem sich das nationale Gedachtnis eines Volkes in ganz besonderer Weise manifestiert.[18] So konnen es zum Beispiel Gebaude sein, wie die Pariser Universitat Sorbonne. Auch Ereignisse, wie die Ersturmung der Bastille oder Personen, wie die franzosische Nationalheldin Jean D’Arc sind Erinnerungsorte.

Sie sind aber nicht Orte eines Einzelnen, sondern gehoren einem ganzen Gedachtniskol- lektiv. In Bezug auf die kollektiven Erinnerungen einer Gruppe bezieht sich Nora auf den franzosischen Soziologen Maurice Halbwachs. Jeder Mensch habe sein eigenes Ge­dachtnis. Dieses ist gepragt von seinen jeweiligen Lebensumstanden. Halbwachs sieht das Gedachtnis des Einzelnen aber eingebettet in einen grofieren Kontext: als ein Teil des Gruppengedachtnisses.[19] Das heifit, dass der Einzelne sich erinnert, aber seine Erin- nerung bestimmt wird von dem Milieu, in dem die Person lebt. Diese Milieus schaffen sich Erinnerungen, weil sie ein kollektives Bedurfnis nach Sinnstiftung haben. Derartige Erinnerungen finden ihren Ausdruck in „Gedenkfeiern und Denkmalern, Mythen und Ritualen“ [20], oder der Identifikation mit Personen.

Doch was macht einen „Ort“ zu einem „lieu de memoire “? Zunachst einmal muss er eine dreifache Bedeutung haben: eine materielle, symbolische und funktionale.[21] Zu ei­nem Gedachtnisort kann deshalb nur das werden, was uber alle drei Bedeutungen ver- fugt. Die Metamorphose ist ebenfalls eine Eigenschaft, die einen Erinnerungsort aus- macht. Der Erinnerungsort ist aber immer nicht nur als „Ort“ an sich zu betrachten. Er erhalt seine Bedeutung namlich erst dadurch, dass er in Bezug zu einem immer wech- selnden Umfeld steht.[22]

Noras’ Erinnerungsorte haben in Deutschland Nachahmer gefunden. Denn auch Deutschland ist ins Zeitalter des Gedenkens eingetreten. Die Feier des 60. Geburtstags der BRD oder der 2000. Jahrestag der Varusschlacht im letzten Jahr sind dafur Beispie- le. Nach langeren Diskussionen bezuglich der Anwendbarkeit des Konzepts wurde im Jahr 2001 eine Sammlung von „Deutschen Erinnerungsorten“ veroffentlicht.[23]

Der 20. Juli 1944 ist so ein Erinnerungsort. Symbolisch war er schon fur die Attentater. Er war ein nach aufien hin sichtbares Zeichen dafur, dass es Widerstand gegen Hitler gab, egal was durch die Tat noch fur Deutschland erreicht werden konnte.[24] Lange galt er bei der Bevolkerung als Hochverrat.[25] Erst mit dem Remer- Prozess 1952 wurde der 20. Juli 1944 - mit unklarer Auswirkung auf die Volksmeinung - offiziell rehabilitiert.[26] Durch die Geschichtswissenschaft und Gedenkreden in den 50ern wurde er immer mehr vom Makel des Verrats befreit und die Widerstandler avancierten zu Helden.[27] Das ver- half ihm zur Metamorphose. Man erfand eine Tradition, die den 20. Juli 1944 unabhan- gig von seinen politischen und gesellschaftlichen Zielen, die mit der Demokratie, wie wir sie heute kennen, nichts zu tun hatten, zur moralischen Vorgeschichte der BRD machte.[28] Durch das Opfer des 20. Juli sah man die „Ehre des Landes“[29] wiederherge- stellt. Er wurde auch zum Beweis dafur, dass nicht alle Deutschen dem Nationalsozia- lismus anhingen und zum Symbol fur das ,andere Deutschland’. Materiell ist er durch die Menschen, die hinter ihm standen. Im Laufe der Jahre wurde er zur Chiffre fur den gesamten deutschen Widerstand.

Seine Funktion wechselte im Laufe der Jahre immer wieder. Er wurde fur gesellschafts-, staats-, europa- und aubenpolitische Zwecke funktionalisiert.[30]

1.2 Forschungsstand und Literatur

Wahrend die Literatur uber den 20. Juli 1944 allgemein Legion ist, sind Arbeiten uber ihn als Erinnerungsort seltener. So thematisiert ihn etwa Jurgen Danyel in seinem Essay „Der 20. Juli“ in der Sammlung der Deutschen Erinnerungsorte.[31] Peter Reichel nimmt ihn gleich zweimal in Arbeiten auf, die sich thematisch nahe dem Konzept der Erinnerungsorte ansiedeln lassen. Einmal untersucht er die Politik mit der Erinnerung und das andere Mal schreibt er eine deutsche Symbolgeschichte.[32] Seine Aufsatze hier- in uber den 20. Juli erwiesen sich als besonders hilfreich, weil er in Ihnen auf zwei Re­den unseres Samples eingeht.

Ulrike Emrich und Jurgen Notzold untersuchten 1984 in einem kurzen Aufsatz die Re- zeption des 20. Juli in Gedenkreden der Bundesrepublik und in der Darstellung der DDR.[33] Inhaltlich beschranken sie sich auf wenige Reden und einzelne Aspekte. Da- mals stellten sie in Bezug auf die Analyse der Rezeption des 20. Juli in Gedenkreden fest, dass dies „ein noch zu bestellendes ,Forschungsfeld’“[34] sei. Dieser Mangel wurde durch die extrem quellenintensive Studie der Journalistin Regina Holler 1994 behoben. Sie untersucht die Rezeption des 20. Juli 1944 in Gedenkreden, Tageszeitungen und der Historiographie.[35] Fur die vorliegende Arbeit war diese Untersuchung allerdings nur wenig hilfreich. Sie blieb aber nicht die letzte auf diesem Gebiet.

Die Studien Peter Steinbachs konnen als grundlegend fur die Rezeption des 20. Juli gel- ten. So hat er sich zum Beispiel in vielen Aufsatzen aus verschiedenen Blickwinkeln dem Thema genahert. Zwei seiner Aufsatze erwiesen sich als besonders hilfreich.[36] Der vorliegenden Arbeit am nachsten steht ein Aufsatz von Andreas Woll.[37] Er unter- sucht an Hand der Gedenkreden zum 20. Juli die bundesdeutsche Auseinandersetzung mit der NS- Vergangenheit.“[38] Unsere Arbeit unterscheidet sich von Woll in einem we- sentlichen Punkt: Weniger der Umgang mit der NS Vergangenheit steht hier im Mittel- punkt. Zentraler ist vielmehr die Veranderung der Interpretation des 20. Juli 1944 in symbolischer, funktioneller und materieller Hinsicht in der Zeit.

1.3 Der Quellenkorpus: Die Reden der Bundesprasidenten

Die Reden der Bundesprasidenten sind in mehrerer Hinsicht etwas Besonderes: Als Inhaber des „hochsten Amt[es] im Staate“[39] sind ihre Reden an das ganze Volk adres- siert und i. d. R. frei von Parteiinteressen. Sie treten in der Offentlichkeit als „Lehrmeis- ter der Nation“[40] auf. Aus mehreren Grunden kann man davon sprechen, dass die Reden der Bundesprasidenten einen Teil des kollektiven Gedachtnisses reprasentieren und auch auf dieses einwirken:

Sie sind schliefilich auch ein Teil der Gedachtnisgemeinschaft und dementsprechend ist ihre Erinnerung beeinflusst von dem Milieu in dem sie leben. Dafur spricht eine Er- kenntnis Peter Steinbachs, demnach sich in den prasidialen Reden i. d. R. namlich auch „der Wandel der Forschungsperspektive [ausdruckt], vielleicht vermittelt durch histori- sche Berater, vielleicht aber auch angestofien durch ein offentliches Bewusstsein [...]“[41]. Die Reden zum 20. Juli sind, so stellen Emrich und Notzold fest, keine „errati- schen Blocke im Flufi des Geschehens, sondern spiegeln Veranderungen des politischen sozialen Umfelds wider, nehmen Bezug auf aktuelle Ereignisse oder historische Daten und geben nicht zuletzt Aufschlufi uber Zustand und Wandel des offentlichen Bewusst- seins“[42].

In Anbetracht dessen, eignen sich die Reden der Bundesprasidenten besonders gut fur unsere Untersuchung des 20. Juli 1944 als deutscher Erinnerungsort. Denn die gesell- schaftlichen und politischen Veranderungen und zum Teil die wissenschaftlichen Er- kenntnisse fliefien in sie ein und beeinflussen die Darstellung des 20. Juli in entschei- dendem Mafie. Diese Formung ware bei Reden einfacher Bundestagsabgeordneter, Mi- litars oder Geistlicher in dieser Weise nicht oder weniger festzustellen. Die Reden der Bundesprasidenten wurden zudem stets in den Medien abgedruckt und im Falle Theo­dor Heuss’ sogar in Schulen verteilt.[43] In gewissem Mafie ist es deswegen sicher nicht falsch, ihnen einen Einfluss auf das kollektive Gedachtnis zuzuschreiben.

2 Der deutsche Widerstand und der 20. Juli 1944

Widerstand gegen den Nationalsozialismus gab es seit 1933. Er existierte unter an- derem in der Jugend, den Kirchen, Gewerkschaften, der Arbeiterschaft, genauso wie in burgerlichen Kreisen.[44] Der Einzeltater Georg Elser versuchte am 8. November 1939 im Munchener Burgerbraukeller als erster Hitler zu toten.[45] Danach war es lange Zeit ober- flachlich recht ruhig. Lediglich die Geschwister Scholl sorgten am 18. Februar 1943 fur Aufsehen.[46]

Auch im Militar hatte sich ab 1938 Widerstand formiert.[47] Darunter war der einstige Generalstabschef Ludwig Beck, der bis zum Ende eine entscheidende Rolle im Wider­stand spielen sollte. Aber man konnte sich bis 1939 nicht uberwinden, mit alten Denk- mustern zu brechen und den Staatsstreich zu wagen.[48] Diese Widerstandsgruppe loste sich auf, aber der Widerstand endete nicht.

Der erste Generalstabsoffizier der Heeresgruppe Mitte, Henning von Tresckow, hatte schon wahrend der Kriegsvorbereitungen gegen die Sowjetunion damit begonnen, Men- schen, denen er vertrauen konnte, fur einen Umsturz um sich zu sammeln[49] Sie waren allesamt derselben adligen, zumeist preubischen Herkunft. Die Kunde und das Miterle- ben von brutalen Verbrechen im Ostfeldzug waren ein Faktor fur die Hinwendung zum Widerstand.[50] Ihre Motivation nahmen sie aus patriotischen und theologischen Moti- ven.[51] An den Eid auf Hitler, fuhlten sie sich nicht mehr gebunden.“ [52]. Im Jahre 1943 trat zur Gruppe um Tresckow der Mann, dessen Person spater entscheidend werden soll- te: Claus Graf Schenk von Stauffenberg.[53] Dieser hegte, wie nicht wenige der spateren Widerstandler, anfangs Sympathien fur den Nationalsozialismus. Als das Regime aber sein wahres Gesicht offenbarte, anderte sich das schnell.[54] Letztlich war es Stauffen- berg, der den Mut und die Moglichkeit hatte, das Attentat am 20. Juli 1944 auszufuhren. Stauffenberg und Tresckow sollten auf die Idee kommen, den Walkure Befehl, der einst vom Mitverschworer General Friedrich Olbricht dazu erdacht war, Unruhen im Inneren mit Hilfe des Ersatzheeres zu bekampfen, durch kleine Veranderungen und ein Vor- schalten eines Geheimbefehls, fur den Staatsstreich nutzbar zu machen.[55]

Der militarische Widerstand hatte auBer zur Gruppe Becks, Kontakte zu dem Kreis um den Leipziger Oberburgermeister Carl Friedrich Goerdeler, den Kreisauer Kreis und zu Gewerkschaftlern und Arbeiterfuhrern.[56] Die zivilen Gruppen beanspruchten die intel- lektuelle und politische Fuhrung des Widerstands fur sich. Die Militars haben sich nie dagegen gewendet.[57] In diesen Gruppen, die sich vor allem in die jungen Kreisauer, wie Moltke und York von Warteburg, und in eine Gruppe alterer Honoratioren um Goerde­ler und Beck unterteilen lasst, gab es eine rege Diskussion daruber, wie ein Deutschland bzw. Europa in der postnationalsozialistischen Zeit aussehen sollten. Die Vorstellungen waren unterschiedlich[58]:

Da die Demokratie der Weimar Republik versagt hatte, stand man einem parlamentari- schen und demokratischen System im Deutschland nach Hitler kritisch gegenuber. Trotzdem war man sich einig, dass an einem Regierungssystem mit Parlament kein Weg vorbei fuhrte. Dessen Machtspielraum wollte man aber stark begrenzen. Ihm sollte ein Staatschef (Monarch oder Reichsverweser) mit starker Stellung vorgesetzt werden.[59] Der christliche Glauben sollte Fundament des neuen Staates werden.[60]

Es existierten zwei Vorstellungen von einer Neugliederung Europas: Der deutschnatio- nale Teil der Widerstandsgruppe bevorzugte eine Losung, in der eine deutsche Vor- machtsstellung in Europa im Mittelpunkt stand, die sich lange Zeit an utopische Grenz- ziehungen eines GroBdeutschlands band.[61] Die neokonservative Gruppe um den Krei- sauer Kreis berief sich auf den Reichsgedanken und erstrebte ein foderalistisches Euro- pa. Eine „gesamteuropaische Kooperation“[62] sahen sie als einzige Moglichkeit nach ei- nem Zusammenbruch der Nazi- Herrschaft.

Der Widerstand hatte Kontakte zum Ausland, um mit diesem uber einen Frieden nach Hitler zu diskutieren. Diese Versuche blieben aber erfolglos.[63]

Die Opposition stritt stets uber richtigen Zeitpunkt und Erfolgsaussichten eines Staats- streichs. Sie furchteten eine neuerliche DolchstoBlegende, unternahmen aber verschie- dentlich Versuche, Hitler zu beseitigen. Diese scheiterten aber, oder mussten abgebro- chen werden.[64] Den Hohe- und Endpunkt fanden die Umsturzversuche am 20. Juli 1944. Nach mehreren verschobenen Anlaufen an den Tagen zuvor, platzierte Stauffenberg ei­ne Tasche mit einem Sprengsatz unter dem Tisch der Lagebaracke im Fuhrerhauptquar- tier „Wolfsschanze“. Die militarische Lage war vorher aussichtslos geworden. Nachdem sich die Alliierten schon auf der Konferenz von Casablanca uber die Bedingung einer unconditional surrender“ fur einen Frieden einigten, brachten die Invasion der Alliier­ten in Frankreich nach dem D- Day und die Russen, die die Linien der Heeresgruppe Mitte durchstieBen und ihr schwerste Verluste zufugten, die endgultige Wende. Die Niederlage war besiegelt. Das Attentat sollte aber trotzdem erfolgen und Walkure auch bei einem Scheitern ausgelost werden.[65] Es ging nur noch darum, ein Zeichen zu setzen. Das Attentat, der einzige ernsthafte Versuch, das Nazi Regime von innen heraus zu be- seitigen, scheiterte.[66] Der Widerstand wurde von den Nazis gejagt, verhaftet, und hinge- richtet. Die NS- Propaganda diffamierte ihn u.a. als zweiten DolchstoB einer „Clique ehrgeiziger, gewissenloser [...] Offiziere“[67]. Die Angeklagten der engsten Widerstands- kreise wurden vom Volkgerichtshof zum Tode verurteilt. Die meisten ergaben sich freiwillig der Justiz. Dies geschah, um ihre Familien vor der Repression der NS zu be- wahren, oder aus tiefer Uberzeugung zur Tat. Sie gingen voller Selbstgewissheit in den Tod. Harald Poelchau, der Gefangnispfarrer von Plotzensee, machte die Zeugnisse ihres Ablebens zu einem Buch mit dem Titel „Aufstand des Gewissens“.[68] Der Titel des Bu- ches wurde zu einer Deutung des 20. Juli 1944. Es blieb aber nicht die einzige, wie man im nachsten Kapitel, der Analyse der Reden, erfahren wird.

3 Die Analyse der Reden

„Gerade der 20. Juli 1944 macht deutlich, in welchem Mafie jedes auf Gedenktage und Veranstaltungen bezogene Erinnern zeitabhangig ist und deshalb von denjenigen, die Gedenktage analysieren, nicht allein auf die ursprunglichen historischen Ereignisse des Ausgangstages bezogen werden darf.“[69] Peter Steinbachs richtiger Erkenntnis wird in diesem Kapitel Rechnung getragen. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Reden wird analysiert, wie der 20. Juli in den Reden interpretiert wird, mit welcher Absicht das geschieht und wie sich das aus dem gesellschaftlichen Kontext erklaren lasst.

3.1 Theodor Heuss: Bekenntnis und Dank

Zwei Worte fassen den Inhalt der Rede vom 19. Juli 1954, die Theodor Heuss an- lasslich des 10. Jahrestags des 20. Juli 1944 im Auditorium Maximum der Freien Uni- versitat Berlin hielt, pragnant zusammen: Bekenntnis und Dank [70].

Zunachst einmal bekennt er sich zur Tat. Weitere Hauptaspekte seiner Rede sind die Charakterisierung des 20. Juli und seiner Anhanger, die Thematisierung des Wider- standsrechts, die Problematik des Eids, die er in einen breiteren Kontext einordnet, Hit­ler und der 20. Juli, der Untergang der Verschworer und der Dank fur ihre Tat.

Theodor Heuss bekennt sich nicht nur zu den Motiven, sondern auch zum ihrem Vorge- hen. Trotzdem das Attentat scheiterte, schmalere das nicht den Respekt vor der Tat und ihrem Opfer fur die Rettung des Vaterlands in einer Zeit, da ehrloses Handeln und Machtgier Deutschlands Ansehen beschmutzten.[71]

Er charakterisiert die Gruppen des 20. Juli als innerlich gespalten, weil man sich darum sorgte, wie das Attentat von nachfolgenden Generationen interpretiert werden wurde.[72] Goerdeler habe bei einem Gesprach mit Heuss die Angst vor einer neuerlichen Dolch- stofilegende erwahnt. Die Dolchstofilegende habe der Politik damals sehr geschadet und das Staatsoberhaupt fragt, ob selbiges heute wieder passieren konnte. Denn Demagogen warteten zu jeder Zeit auf ihre Chance.

Fur Theodor Heuss ist der Widerstand des 20. Juli 1944 in zweierlei Hinsicht etwas Be- sonderes. Sein Opfer sei nicht zu vergleichen mit den anderen Opfern des NS- Regimes.[73] Er sei auch anderer Art als die Geschichte der Geschwister Scholl. Das Ge- wissen habe die jungen Menschen der weiBen Rose zur Tat getrieben. Im 20. Juli hatte sich aber das Rationale zu den Motiven der Sittlichkeit gesellt.[74]

Die Menschen des 20. Juli 1944 kamen aus verschiedensten Gesellschaftsgruppen. Der Adel, habe sich mit Fuhrungspersonen der Sozialisten, der Gewerkschaften, Kirchenleu- ten, Staatsdienern und Militars zusammengeschlossen.[75]

Um sich zur Tat zu bekennen, geht Heuss ausfuhrlich auf das Recht zum Widerstand ein. Dies sieht er durch das Militarstrafrecht gerechtfertigt. Ein Zuwiderhandeln gegen einen Befehl aus Gewissengrunden habe sogar ausgezeichnet werden konnen.[76] Genau- so wie das Recht zu Handeln erkennt Heuss aber ebenfalls die Schwierigkeit der Uber- windung zur Tat an. Ein Staat sei schlieBlich eine Einrichtung, die auf Befehl und Ge- horsam beruhe, was unentbehrlich fur das menschliche Zusammenleben sei.[77]

Der Eid, den die Militars des 20. Juli einst auf Hitler schworen, wird von Heuss intensi- ver thematisiert und in einen breiteren Kontext eingeordnet. Er sei in einer Zeit ge- schworen, in der Ungerechtigkeit und Barbarei geherrscht hatten. Dadurch dass er auf Gott geschworen wurde, habe er keine Gultigkeit gehabt, da Gott uber den Menschen stunde.[78] Hitler selbst hatte den Eid gebrochen. Der Bundesprasident definiert den Eid beruhend auf Gegenseitigkeit und beruft sich als Beispiel auf Bismarck und auf Kaiser Wilhelm II.[79] Letzterer habe gegenuber Bismarck nicht die gegenseitige Treue ein- gehalten und damit Eidbruch begangen. Hitler habe diese Form der Treue nicht ge- kannt.[80]

Theodor Heuss ist davon uberzeugt, dass der Eid bzw. der Gehorsam im Kriege tau- sendfach gebrochen wurde. Dabei sei zu unterscheiden zwischen der Verweigerung des Gehorsams und dem Nichtausfuhren eines Befehls aus Gewissensgrunden.[81] Die Folgen dieses Handelns seien ambivalent. Man hatte vors Kriegsgericht gestellt, genauso aber auch ausgezeichnet werden konnen.

[...]


[1] GUTTENBERG, Karl Theodor zu: Fur Freiheit, Recht und Menschenwurde. Ansprache des Ministers fur Wirtschaft und Technologie Dr. Karl Theodor zu Guttenberg am 20. Juli 2009 in der Gedenkstatte Plotzensee, Berlin, Quelle: http://www.20-juli-44.de/pdf/2009_Guttenberg.pdf ( Stand 28. 12.2009)

[2] HURTER, Johannes: Auf dem Weg zur Militaropposition. Tresckow, Gersdorff, der Vernichtungskrieg und der Judenmord. Neue Dokumente uber das Verhaltnis der Heeresgruppe Mitte zur Einsatzgruppe B im Jahr 1941,in: VfZ 2004/4, S.527- 562, hier S.527.

[3] Dies ist die Definition der deutschen Erinnerungsorte Vgl. Dazu: FRANCOIS/ SCHULZE: Einleitung, in: dies. (Hrsg.) Deutsche Erinnerungsorte, Bd. I., Munchen 2001, S. 9-24, hier S.19.

[4] abgewandelt von dem Titel eines Aufsatzes von Pierre NORA uber sein Projekt der Lieux de Memoire, Vgl. dazu: NORA, Pierre: Das Abenteuer der lieux de memoire, in: FRANCOIS, Etienne (Hrsg): Nation und Emotion, Gottingen 1995, S.83-92.

[5] NORA: Zwischen Geschichte und Gedachtnis, S.18.

[6] zur Unterscheidung zwischen Speicher- und Funktionsgedachtnis: ASSMANN, Aleida: Erinnerungs- raume: Formen und Wandlungen des kulturellen Gedachtnisses, Munchen 2003, S.133ff.

[7] ASSMANN, Aleida: Der lange Schatten der Vergangenheit: Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, Munchen 2006, S.51

[8] ASSMANN: Der lange Schatten der Vergangenheit, S.51.

[9] WOLFRUM: Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland, Darmstadt 1999 S.50

[10] NORA, Pierre: Gedachtniskonjunktur, in: Transit: Europaische Revue. Das Gedachtnis des Jahrhun­derts, Bd.22, Wien 1990, S. 18- 31, hier S.19.

[11] Ibid., S.25.

[12] Ibid., S.23.

[13] HOBSBAWM, Eric. J.: Das Zeitalter der Extreme, Darmstadt 1994, S.17.

[14] NORA: Zwischen Geschichte und Gedachtnis, S.11.

[15] YATES, Frances A.: The Art of Memory, Harmondsworth 1978, S.3.

[16] FRANCOIS/ SCHULZE: Deutsche Erinnerungsorte, Bd. I, S.17.

[17] ASSMANN, Jan: Das kulturelle Gedachtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identitat in fruhen Hochkulturen, 6. Auflage, Munchen 2007, S.52.

[18] NORA, Pierre: Zwischen Geschichte und Gedachtnis , Berlin 1990, S.7.

[19] HALBWACHS, Maurice: Das Gedachtnis und seine sozialen Bedingungen, Berlin 1966, S.200f.

[20] FRANCOIS, Etienne; Hagen SCHULZE: Deutsche Erinnerungsorte, S.13.

[21] NORA, Pierre: Zwischen Geschichte und Gedachtnis, S. 26.

[22] FRANCOIS/ SCHULZE: Deutsche Erinnerungsorte, Bd. 1, S.18.

[23] zu der Ubertragbarkeit des Konzepts Noras auf Deutschland: FRANCOIS, Etienne: Von der wiederer- langten Nation zur „Nation wider Willen“. Kann man eine Geschichte der deutschen Erinnerungsorte schreiben?, in: DERS: Nation und Emotion, Gottingen 1995, S. 93- 107.; zu der Problematik Deutscher Erinnerungsorte: DANYEL, Jurgen: Unwirtliche Gegenden und abgelegene Orte?, in: Geschichte und Gesellschaft (24) 1998, S. 463-475.

[24] DANYEL, Jurgen: Der 20. Juli, in: FRANCOIS, Etienne; Hagen SCHULZE: Deutsche Erinnerungsor­te, Bd. II., Munchen 2001, S.220- 237, hier S.220f.

[25] zum Meinungsbild ausfuhrlich: BAUR: Tobias: Das ungeliebte Erbe. Ein Vergleich der zivilen und militarischen Rezeption des 20. Juli in Westdeutschland der Nachkriegszeit, Frankfurt a.M. 2007, S.86ff.

[26] REICHEL, Peter: Vergangenheitsbewaltigung in Deutschland. Die Auseinandersetzung mit der NS Diktatur von 1945 bis heute, Munchen 2001, S.97-106.

[27] DANYEL: Der 20. Juli, S.232.

[28] Ibid., S. 232.; STEINBACH: Widerstand im Dritten Reich- die Keimzelle der Nachkriegsdemokratie? (kunftig: Keimzelle) in: UBERSCHAR, Gerd R.: Der 20. Juli. Das andere Deutschland in der Vergan- genheitspolitik nach 1945 Berlin 1998, S.98- 124, hier S.98. zum Gesellschaftsbild des Widestands UBERSCHAR: Fur ein anderes Deutschland: : Der deutsche Widerstand gegen den NS Staat 1933- 1945 (kunftig: Fur ein anderes Deutschland), Frankfurt a. M. 2006, S.196. dazu, dass Nationen sich auf erfun- dene Traditionen grunden: HOBSBAWM, Eric J.; Hugh Trever ROOPER (Hrsg.): Invention of Tradition, Cambridge 1984, S. 1-14.

[29] ROTHFELS: Das politische Vermachtnis des deutschen Widerstands, in: VfZ 1954/4, S. 329- 343, hier S.333.

[30] WOLL: „Wegweisend fur das deutsche Volk“ “- Der 20. Juli 1944: Offentliche Erinnerung und Ver- gangenheitsbewaltigung in der Bundesrepublik, in: KONIG, Helmut (Hrsg.): Vergangenheitsbewaltigung am Ende des zwanzigsten Jahrhundert, Leviathan Sonderheft 18, Opladen 1998, S.17-36, hier S.21

[31] DANYEL: Der 20. Juli.

[32] REICHEL, Peter: Politik mit der Erinnerung. Gedachtnisorte im Streit um die deutsche Vergangenheit, Munchen 1995; REICHEL: Schwarz Rot Gold. Kleine Geschichte Deutscher Nationalsymbole, Munchen 2005, S.65-75.

[33] EMRICH, Ulrike; Jurgen NOTZOLD: Der 20. Juli 1944 in den offiziellen Gedenkreden der Bundesre­publik und in der Darstellung der DDR (kunftig: Gedenkreden), in: APUZ , B26 1984, 3- 13., S.3.

[34] Ibid., S.4.

[35] HOLLER, Regina: 20. Juli 1944. Vermachtnis oder Alibi?, Munchen 1994.

[36] z.B.: STEINBACH, Peter: Widerstandsdiskussion im Spannungsfeld politischer Entwicklungen, in: Widerstand im Widerstreit; DERS: Widerstandsdiskussionen im politischen Wandel der Bundesrepublik Deutschland, in: DERS.(Hrsg.): Widerstand. Ein Problem zwischen Theorie und Geschichte, Koln 1987.; DERS: Keimzelle.

[37] WOLL, Andreas: „Wegweisend fur das deutsche Volk.

[38] Ibid.

[39] SCHOLZ, Gunther: Martin E. SUSKIND: Die Bundesprasidenten. Von Theodor Heuss bis Horst Koh­ler, Munchen 2004, S.14.

[40] LANGEWIESCHE, Dieter: Geschichte als politisches Argument: Vergangenheitsbilder als Gegen- wartskritik und Zukunftsprognose- die Reden der deutschen Bundesprasidenten, in: Saeculum 43, 1992, S. 36- 53, hier S.42.

[41] STEINBACH: Widerstandsdiskussion im Spannungsfeld politischer Entwicklungen, S.114.

[42] EMRICH; NOTZOLD: Gedenkreden, S.3.

[43] zum Beispiel: die Gedenkrede des Bundesprasidenten Heuss, Vgl. Frankfurter Rundschau, 20.7.1954, S.1.; KITTEL, Manfred: Die Legende von der zweiten Schuld, Berlin 1993, S.196

[44] einen sehr guten Uberblick bietet UBERSCHAR: Fur ein anderes Deutschland.

[45] STEINBACH, Peter; TUCHEL, Johannes: Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939, in: DIES: (Hrsg.): Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933- 1945, Bonn 2004, S.343- 357.

[46] MOLL, Christiane: Die Weibe Rose, in: STEINBACH/TUCHEL (Hrsg.): Der Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur, Bonn 2004, S.375- 995, hier S.384f.

[47] FEST: Joachim: Staatsstreich: Der lange Weg zum 20. Juli (kunftig: Staatsstreich), Berlin 1994, S. 76,97.

[48] Ibid., S.76ff, 137.

[49] Ibid., , S.177f.

[50] Ibid., S.184.

[51] Ibid., S.193.

[52] STEINBACH/TUCHEL: Der Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur, in: DIES: Wider- stand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933- 1945, Bonn 2004, S.11- 25, S.23.; HOFFMANN: Widerstand, S.438.

[53] Ibid.,S.219.

[54] HOFFMANN: Widerstand, S.372ff.

[55] HOFFMANN: Widerstand, S.222.

[56] ROTHFELS, Hans: Die deutsche Opposition gegen Hitler (kunftig: Opposition), Krefeld 1949, S.104ff.; FEST: Staatsstreich, S.10.

[57] STEINBACH/TUCHEL: Der Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur, S.23.

[58] FEST: Staatsstreich, S.140ff.

[59] MOMMSEN: Alternative zu Hitler, S. 172, 178. zur Gegensatzlichkeit in den Zielen auch FEST: Staatsstreich, S. 160.; UBERSCHAR: Fur ein anderes Deutschland, S.196.

[60] UBERSCHAR, Gerd R.: Fur ein anderes Deutschland:, S.190.

[61] MOMMSEN: Alternative zu Hitler, S.272.; UBERSCHAR: Fur ein anderes Deutschland, S.197.

[62] MOMMSEN: Alternative zu Hitler, S. 273.

[63] FEST: Staatsstreich, S.209. MEYER, Winfried: Staatsstreichplanung, Opposition und Nachrichten- dienst. Widerstand aus dem Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht, in: STEINBACH, Peter; Johannes Tuchel (Hrsg.): Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Berlin 1994, S.319- 338, hier S. 330f.

[64] FEST: Staatsstreich,188, S.197ff.

[65] Ibid. S. 260, 139, 240.; HOFFMANN: Widerstand, S.441.

[66] ZEIDLER: Der 20. Juli 1944, S.7.

[67] in Anlehnung an die DolchstoBlegende nach dem Ende des 1. Weltkrieg., Vgl. BAUR, Tobias: Das ungeliebte Erbe, Frankfurt a.M. 2007, S. 33f.

[68] DANYEL: Der 20. Juli, S.226; REICHEL: Schwarz Rot Gold, S.66.

[69] STEINBACH: Keimzelle, S.99.

[70] Vgl. HEUSS, Theodor: Der 20. Juli 1944. Ansprache des Bundesprasidenten Prof. Dr. Theodor HEUSS am 19. Juli 1954 im Auditorium Maximum der Freien Universitat zu Berlin., in: Forschungsgemeinschaft 20. Juli e.V. (Hrsg.): Gedanken zum 20. Juli 1944, Mainz 1984,S.31-50, hier S. S.31.

[71] Ibid., S.31.

[72] Ibid., S.32.

[73] HEUSS: Bekenntnis und Dank, S.33f.

[74] Ibid., S.34.

[75] Ibid., S.35.

[76] Ibid., S.36.

[77] Ibid., S.36f.

[78] Ibid., S.38.

[79] Ibid., S.39.

[80] Ibid.

[81] Ibid., S.40.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten

Details

Titel
Der 20. Juli 1944 als deutscher Erinnerungsort
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
50
Katalognummer
V441732
ISBN (eBook)
9783668803176
ISBN (Buch)
9783668803183
Sprache
Deutsch
Schlagworte
juli, erinnerungsort
Arbeit zitieren
Master of Arts Timo Lange (Autor), 2010, Der 20. Juli 1944 als deutscher Erinnerungsort, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441732

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