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Koedukation - Rückschritt oder neue Chance?

Title: Koedukation - Rückschritt oder neue Chance?

Term Paper , 2001 , 23 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Christina Schumacher (Author)

Pedagogy - General
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Da die Auseinandersetzung mit der Koedukation zu einem komplexen gesellschaftlichen Problem ausgeweitet werden kann, ist diese Hausarbeit vorwiegend auf die Koedukation in der Grundschule konzentriert und der tertiäre Bereich des Bildungswesens ganz ausgeschlossen. Ursachen für die langfristigen Auswirkungen des koedukativen Unterrichts entstehen dann, wenn das Kind die soziale Geschlechtsrolle entwickelt.

Einige Aspekte können aus Zeit und Platzmangel nur knapp angerissen werden. Die Vor- und Nachteile der Koedukation unter bildungs-, geschlechter- und institutions-theoretischem Aspekt werden betrachtet und diskutiert und die Rückschritte in der Koedukation sowie die neue Chance heraus kristallisiert. Der Schwerpunkt derArbeit wird auf der Mikroebene liegen.

Die Thesen für diese Hausarbeit lauten:

1.) Koedukation soll wegen der Lebenswirklichkeit als Chance begriffen werden.
2.) Qualitativ guter Unterricht an einer guten Schule fördert gut gebildete Menschen.
3.) Die Probleme des koedukativen Unterrichts können auch im koedukativen Unterricht gelöst werden.

Die Erkenntnis für diese Hausarbeit sind aus Texten entnommen und es wurden keine eigenen empirischen Studien unternommen. Mit verschiedenen Berichten aus der Tagespresse wurde versucht, dieses Defizit auszugleichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

1.1 VORWORT

1.2 DEFINITION UND HISTORISCHER RÜCKBLICK

2 DISKUSSION

2.1 EINGRENZUNG AUF ZWEI SICHTWEISEN

2.1.1 DIE INDIVIDUALEBE

2.1.2 DIE GESCHLECHTERTHEORETISCHER SICHT

2.2 DER RÜCKSCHRITT IN DER KOEDUKATION

2.3 EINE NEUE CHANCE FÜR DIE KOEDUKATION?

3 DIE KOEDUKATION AUS NATIONALER SICHT

3.1 KOEDUKATION IN DER SCHWEIZ

3.2 KOEDUKATION IN DEUTSCHLAND

4 DIE ZUKUNFT DER KOEDUKATION

5 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Entwicklung der Koedukation im öffentlichen Bildungswesen und stellt sich der Frage, ob die gemeinsame Erziehung von Jungen und Mädchen einen Rückschritt darstellt oder eine neue Chance bietet. Ziel ist es, unter Einbezug bildungs- und geschlechtertheoretischer Aspekte die Vor- und Nachteile zu diskutieren und Perspektiven für eine reflexive Koedukation aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung und Definition der Koedukation
  • Analyse geschlechterspezifischer Rollenstereotype und Interaktionsformen
  • Vergleich der Koedukationsdebatte in der Schweiz und in Deutschland
  • Diskussion über "reflexive Koedukation" und den Einsatz phasenweiser Seedukation
  • Bedeutung der sozialen Geschlechtsidentität (Gender) im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.2 DER RÜCKSCHRITT IN DER KOEDUKATION

Kritische Argumente, die der Koedukation entgegen gesetzt werden sind hinreichend empirisch erfasst worden (GRÜNEWALD-HUBER 1997, 282f.; THIES, RÖHNER 2000, 35). Die CHANCENGLEICHHEITSGRUPPE (2001) der Pfadibewegung Schweiz bringt diese Argumente folgendermassen auf den Punkt:

- Jungen werden im Unterricht doppelt so häufig aufgerufen wie Mädchen.

- Jungen werden öfter gelobt oder getadelt, weil sie sich aggressiv in den Vordergrund drängen, und erfahren dadurch mehr Beachtung.

- Mädchen werden häufiger unterbrochen, ihre Beiträge von den Jungen abgekanzelt.

- Jungen mit guten Noten werden von Lehrpersonen für aufgeweckt und intelligent gehalten, Schülerinnen mit guten Noten für fleissig und ordentlich.

- Mädchen werden als "soziale Puffer" missbraucht: Brave und fleissige Mädchen werden neben rüpelhafte Jungen gesetzt.

- Jungen beschweren sich, benachteiligt worden zu sein, wenn die Mädchen mehr als 33% der Aufmerksamkeit erhalten

- Jungen schreien ihre Beiträge häufiger in die Klasse, ohne aufgerufen zu sein. Um das männliche Selbstbild zu stärken, werten Jungen Mädchen ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung definiert den Begriff der Koedukation und steckt den Rahmen der Arbeit auf die Mikroebene der Grundschule ab.

2 DISKUSSION: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur individuellen Entwicklung und zur geschlechtertheoretischen Sichtweise kritisch hinterfragt.

3 DIE KOEDUKATION AUS NATIONALER SICHT: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Ansätze und Debatten zur Koedukation in der Schweiz und in Deutschland.

4 DIE ZUKUNFT DER KOEDUKATION: Es wird erörtert, wie Unterricht in Zukunft gestaltet werden muss, um eine echte Chancengleichheit jenseits kategorialen Denkens zu erreichen.

5 ZUSAMMENFASSUNG: Die zentralen Erkenntnisse über die Chancen und Rückschritte der Koedukation werden abschließend resümiert.

Schlüsselwörter

Koedukation, Seedukation, Geschlechterrolle, Chancengleichheit, Schule, Mädchenförderung, Bubenarbeit, Reflexive Koedukation, Doing Gender, Sozialisation, Pädagogik, Bildungsgeschichte, Unterrichtskultur, Geschlechterstereotype, Interaktionsformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um das koedukative Unterrichtssystem, insbesondere im Hinblick auf dessen Stärken und Schwächen bei der Umsetzung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Koedukation, die Analyse von Geschlechterrollen im Unterricht und die Frage nach pädagogischen Reformmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine "reflexive Koedukation" verfestigte Rollenbilder abgebaut und eine gerechtere Lernumgebung für Jungen und Mädchen geschaffen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Textanalyse vorhandener wissenschaftlicher Studien und Berichte; eigene empirische Erhebungen wurden nicht durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Diskussion von Geschlechterstereotypen, der Analyse der schweizerischen und deutschen Situation sowie der kritischen Auseinandersetzung mit phasenweiser Seedukation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Koedukation, Chancengleichheit, Doing Gender, Geschlechterstereotype und reflexive Koedukation.

Was bedeutet der "heimliche Lehrplan" im Kontext der Arbeit?

Er beschreibt informelle Lernprozesse und unbewusste Erwartungshaltungen in der Schule, die oft zu einer Reproduktion tradierter Geschlechterrollen führen.

Wie bewertet der Autor die phasenweise Seedukation?

Der Autor sieht sie als flankierende Maßnahme zur Aufweichung starrer Rollenmuster, warnt jedoch davor, sie als dauerhafte Lösung zu etablieren, da dies dem eigentlichen Ziel der Koedukation widersprechen könnte.

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Details

Title
Koedukation - Rückschritt oder neue Chance?
College
University of Hagen  (Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung)
Grade
1.0
Author
Christina Schumacher (Author)
Publication Year
2001
Pages
23
Catalog Number
V44269
ISBN (eBook)
9783638419024
ISBN (Book)
9783638657464
Language
German
Tags
Koedukation Rückschritt Chance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Schumacher (Author), 2001, Koedukation - Rückschritt oder neue Chance?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44269
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