Die Welt der Kinder ist vom Umgang mit Medien geprägt. Welchen Einfluss Fernsehen, Werbung, Youtube, Zeitschriften und andere Medien auf Kinder und Jugendliche haben, wird in dieser Hausarbeit gezeigt. Neben positiven und negativen Aspekten wird auch darauf eingegangen, wie eine Sensibilisierung im Umgang mit Medien erreicht werden kann. An Hand von Studien wird ein guter Überblick über das Thema geboten.
Inhaltsverzeichnis
1. Kinder und Werbung – ein Einblick
1.1 Thema und Fragestellung
1.2 Medien als Werbeplattformen
1.3 Herausstellung der Problematik
2. Wirkung von Werbung auf Kinder
2.1 Wie Kinder Werbung wahrnehmen
2.2 Was die Werbeindustrie bezweckt
3. Der Umgang mit Medien und Werbung
3.1 Die Rolle von Medien im kindlichen Leben
3.2 Sensibilisierung im Umgang mit Medien und Werbung durch die Eltern
3.3 Sensibilisierung im Umgang mit Medien und Werbung durch Institutionen
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Werbung auf Kinder in einer zunehmend kommerzialisierten Medienwelt. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Kinder durch Eltern und Bildungseinrichtungen für den kritischen Umgang mit medialen Werbebotschaften sensibilisiert werden können, um eine selbstbestimmte Mediennutzung zu fördern.
- Analyse der Medienrezeption bei Kindern
- Methoden der Werbeindustrie zur Beeinflussung der jüngsten Zielgruppe
- Die Rolle der Medienerfahrung für die Werbekompetenz
- Elterliche Vorbildfunktion bei der Mediennutzung
- Ansätze zur Medienbildung in Kindergarten und Schule
Auszug aus dem Buch
1.2 Medien als Werbeplattformen
Der Begriff Massenmedien meint Medien, die dazu in der Lage sind, Kommunikation quer durch die Gesellschaft zu ermöglichen. Sie verbinden gesellschaftliche Gruppen mit unterschiedlichem sozialen und finanziellen Status, informieren und schaffen die Voraussetzungen für einen Austausch in der Gesellschaft. (Vgl. Baacke 1997: 205) Die Arten der Medien werden zum Teil danach unterschieden, welchen Reiz sie an den Rezipienten liefern. Man unterscheidet zwischen auditiven, visuellen, audiovisuellen und Printmedien. (Vgl. ebd.: 205).
Als Beispiele für auditive Medien können das Radio, Hörbücher, Kassetten und CDs genannt werden. Visuelle Medien beinhalten z.B. Bilder, Fotos oder Stummfilme, während audiovisuelle Medien Filme, Fernsehen oder die bei der Allgemeinheit meist beliebten ‚Youtube-Videos‘ meinen. Unter Printmedien versteht man gedruckte Medien wie Bücher, Zeitschriften und Zeitungen.
Der Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer Dieter Baacke (1997) hat in den 1990’er Jahren einen Beitrag zum Thema Massenmedien veröffentlicht. Die bereits genannte Unterscheidung zwischen den Medien, war also vor gut 20 Jahren aktuell. Sie gilt heute noch immer, jedoch sind einige ‚Medienarten‘ hinzugekommen. In seinem Beitrag nennt Baacke diese Medien extra, um darauf aufmerksam zu machen, dass diese immer populärer werden. In den 1990er Jahren kamen zu den vorhandenen Medien das Internet und Multimedia hinzu. Er nennt Computerspiele als Beispiel für Medien, die eine gewisse Interaktivität ermöglichen. Als Merkmal dieser „neuere[n] Medien“ (ebd.: 206) legt Baacke fest, dass sie zwar Inhalte massenhaft vervielfältigen, es jedoch dem Rezipienten obliegt, wann und wie er sich ihnen zuwenden will.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kinder und Werbung – ein Einblick: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Mediennutzung von Kindern ein und definiert die grundlegenden Medienarten sowie die Forschungsfrage der Arbeit.
2. Wirkung von Werbung auf Kinder: Hier wird untersucht, wie Kinder Werbung wahrnehmen und welche gezielten psychologischen Strategien die Werbeindustrie einsetzt, um Kinder als Konsumenten zu gewinnen.
3. Der Umgang mit Medien und Werbung: Dieser Teil erörtert die notwendige Sensibilisierung durch Eltern und Bildungseinrichtungen, um Kindern eine kritische Werbekompetenz zu vermitteln.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Notwendigkeit von Medienkompetenz und der zentralen Rolle von Erziehungsinstanzen bei der Begleitung dieses Lernprozesses.
Schlüsselwörter
Werbung, Kinder, Mediennutzung, Werbekompetenz, Mediensozialisation, Konsumgesellschaft, Erziehung, Medienpädagogik, Massenmedien, Werbeindustrie, Sensibilisierung, Vorbildfunktion, Schule, Kindergarten, Kindheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Werbung auf Kinder wirkt und wie diese Zielgruppe befähigt werden kann, einen kritischen und reflektierten Umgang mit Medien und Konsum zu erlernen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Medienrezeption im Kindesalter, die Strategien der Werbeindustrie sowie die pädagogische Begleitung durch Eltern und Institutionen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu klären, durch welche Ansätze und Akteure eine Sensibilisierung von Kindern im Umgang mit Medien und Werbung stattfinden kann, um deren Werbekompetenz zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der strukturanalytischen Rezeptionsforschung sowie der Auswertung von Fachliteratur zur Mediensozialisation.
Was wird im Hauptteil der Arbeit vermittelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der kindlichen Wahrnehmung von Werbung, die Absichten der Werbeindustrie und konkrete Ansätze für die Medienbildung in Erziehung und Unterricht.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Werbekompetenz, Mediensozialisation, Konsumgesellschaft und die pädagogische Verantwortungsübernahme von Eltern und Schule.
Warum stellt "Non-Spot-Werbung" ein besonderes Problem dar?
Non-Spot-Werbung ist für Kinder schwieriger als klassische Werbeunterbrechungen zu identifizieren, da sie oft weniger deutlich vom redaktionellen Programm abgegrenzt ist, was die gezielte Beeinflussung erleichtert.
Welchen Einfluss hat das Alter auf die Werbekompetenz?
Mit zunehmendem Alter und der damit verbundenen "Fernseherfahrung" sowie dem Schuleintritt entwickeln Kinder eine stärkere Fähigkeit, die Absichten von Werbung zu durchschauen und zwischen Programm und Werbebotschaft zu unterscheiden.
- Arbeit zitieren
- Luisa Kowaltschik (Autor:in), 2017, Die Wirkung von Werbung auf Kinder. Wie und wo kann eine Sensibilisierung im Umgang mit Medien stattfinden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442770