Um Optimierungsprozesse entlang der Wertschöpfungskette optimal gestalten und steuern zu können, hat sich das Konzept des Supply Chain Managements in den letzten Jahren, für zahlreiche Unternehmen als eine bewährte Managementmethode herauskristallisiert und bewährt. Das Supply Chain Management kontrolliert und vereinfacht den Warenfluss zwischen Unternehmen entlang der Supply Chain.
In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird die Entstehung und Bedeutung des Supply Chain Managements, sowie im weiteren Verlauf Aufgaben und Ziele dieser Managementmethode rund um die Supply Chain beleuchtet. In einem weiteren Kapitel werden die beudeutendsten Strategien zur Anwendung und optimalen Umsetzung der Managementziele aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Einführung in das Supply Chain Management
2.1 Definition
2.2 Historie und Entwicklung
2.3 Supply Chain Management und Logistik
3 Aufbau und Aufgaben des Supply Chain Managements
4 Ziele des Supply Chain Managements
5 Lösungsansätze und Strategien des Supply Chain Managements
5.1 Lösungsansätze in der Beschaffung
5.1.1 Push-Prozess
5.1.2 Pull-Prozess
5.1.3 Push-Pull-Prozess
5.2 Strategien
5.2.1 Kooperationsstrategien
5.2.2 Entsorgungs- und Recyclingstrategien
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Supply Chain Managements als strategische Methode zur Optimierung unternehmensübergreifender Wertschöpfungsprozesse in einem zunehmend globalisierten und komplexen Marktumfeld.
- Grundlagen, Definitionen und historische Entwicklung des Supply Chain Managements.
- Abgrenzung und Zusammenhänge zwischen Logistik und Supply Chain Management.
- Analyse der Zielsetzungen, wie Kostenreduktion, Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung.
- Detaillierte Betrachtung der Lösungsansätze Push, Pull und Push-Pull in der Beschaffung.
- Strategische Ansätze zur Kooperation, Entsorgung und zum Recycling.
Auszug aus dem Buch
5.1.1 Push-Prozess
Zu den verschiedenen Lösungsansätzen in der Beschaffung zählt zum einen der Push-Prozess. Bei diesem Prozess liegen keine direkten Aufträge der Kunden vor. Güter werden vom Hersteller vorausschauend, nach einem gewissen Plan und bestimmten vorhergesagten Werten, zu einem gewissen Zeitpunkt produziert und auf den Markt „geschoben“.20 Der Push-Prozess ist speziell für Produkte mit einer hohen Verkaufswahrscheinlichkeit und für Neuerscheinungen am Markt sinnvoll. Der Hersteller kann in diesen Fällen davon ausgehen, dass es zu einer verstärkten Nachfrage der Kunden kommt. Durch die Push-Strategie können Hersteller ihre Abläufe im Vorhinein genau planen und somit benötigte Rohstoffe sowie Volumen danach ausrichten. Dies bringt eine hohe Intensität der Planung mit sich und Hersteller müssen eventuelle Fehlkalkulationen, die zu einer Überproduktion führen können, in Kauf nehmen. Der Kunde hat durch den Push-Prozess, den Vorteil, dass die gewünschte Ware immer direkt zur Verfügung steht.21
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Konkurrenzdruck durch Globalisierung und kurze Produktlebenszyklen und stellt das Supply Chain Management als Lösungsansatz vor.
2 Einführung in das Supply Chain Management: Dieses Kapitel definiert den Begriff, beschreibt seine historische Entwicklung und ordnet ihn in Bezug auf die Logistik ein.
3 Aufbau und Aufgaben des Supply Chain Managements: Hier wird die netzwerkartige Struktur der Wertschöpfungskette und die Koordination verschiedener Akteure thematisiert.
4 Ziele des Supply Chain Managements: Dieses Kapitel erläutert die angestrebten Effizienz- und Effektivitätsvorteile sowie die Bedeutung der Kommunikation zur Vermeidung des Bullwhip-Effekts.
5 Lösungsansätze und Strategien des Supply Chain Managements: Es werden verschiedene operative Ansätze (Push/Pull) sowie strategische Kooperations- und Entsorgungskonzepte detailliert ausgeführt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer sorgfältigen Planung und der Partnerwahl zusammen und betont die wachsende Bedeutung von Kooperationen für die Zukunft.
Schlüsselwörter
Supply Chain Management, Logistik, Wertschöpfungskette, Effizienz, Globalisierung, Push-Prozess, Pull-Prozess, Bestandsmanagement, Bullwhip-Effekt, Unternehmenskooperation, Beschaffung, Recycling, Wettbewerbsvorteil, Prozessoptimierung, Warenfluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in das Konzept des Supply Chain Managements, beleuchtet dessen theoretische Grundlagen und analysiert praktische Strategien zur Optimierung von Warenströmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition des SCM, die Unterscheidung zur Logistik, Zielsetzungen des Managements sowie spezifische Beschaffungs- und Kooperationsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser die Bedeutung und die Mechanismen des Supply Chain Managements näherzubringen und aufzuzeigen, wie Unternehmen dadurch wettbewerbsfähiger agieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und existierende Konzepte der Fachliteratur zusammenführt und strukturiert darstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, die Beschreibung von Aufgaben, Zielen sowie eine detaillierte Analyse von Push-, Pull- und kombinierten Prozessstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Supply Chain Management, Wertschöpfungskette, Logistik, Effizienzsteigerung und verschiedene Prozessstrategien wie Push und Pull.
Was unterscheidet den Push- vom Pull-Prozess?
Beim Push-Prozess erfolgt die Produktion vorausschauend auf Basis von Prognosen, während beim Pull-Prozess erst bei Vorliegen eines konkreten Kundenauftrags produziert wird.
Was ist der sogenannte "Decoupling Point" im Push-Pull-Prozess?
Der Decoupling Point markiert den Übergang innerhalb eines Prozesses, ab dem von einer planbasierten Vorproduktion (Push) auf eine kundenauftragsgesteuerte Fertigstellung (Pull) gewechselt wird.
Warum ist die Kommunikation innerhalb der Supply Chain so wichtig?
Eine transparente Kommunikation ist entscheidend, um den Bullwhip-Effekt zu minimieren, bei dem Nachfrageschwankungen sich von Stufe zu Stufe entlang der Kette massiv verstärken und zu unnötigen Kosten führen.
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- Francesca Müller (Author), 2017, Supply Chain Management. Ziele und Lösungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443198