Im Zuge dieser Arbeit soll das Konstrukt Reputation erläutert und psychologisch eingeordnet werden. Dabei wird ein Bezug der zentralen Zielgröße des Kommunikationsmanagements ein Bezug zu Wahrnehmungs-, Vergleichs-, und Wertezuschreibungsprozessen sowie zu weiteren psychologischen Konstrukten hergestellt. Der Begriff Reputationsmanagement wird dabei ebenfalls erläutert. Als theoretische Grundlage wird ein Reputationsmodell vorgestellt. Im Anschluss wird erläutert, mit welchen Methoden die Reputation empirisch gemessen werden kann. Ebenfalls wird im Rahmen dieser Arbeit auf die Chancen und Risiken des Reputationsmanagements eingegangen. In Form einer Diskussion wird abschließend erörtert, wie Reputation in einer Organisation durch Kommunikationsmaßnahmen beeinflusst werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Reputation in Organisationen
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Reputation
2.1.2 Reputationsmanagement
2.2 Psychologische Einordnung des Konstruktes Reputation
2.2.1 Reputation als Wahrnehmungs-, Vergleichs-, und Wertezuschreibungsprozess
2.2.2 Abgrenzung der Reputation zu weiteren Konstrukten
3 Erläuterung eines empirischen Messkonzeptes der Reputation
3.1 Vorstellung eines Reputationsmodells
3.2 Erläuterung der empirischen Messung der Reputation
3.2.1 Grundlagen der empirischen Messung
3.2.2 Vorgehensweise und Methoden der empirischen Messung
4 Diskussion
4.1 Beeinflussung der Organisationsreputation durch Kommunikationsmaßnahmen
4.2 Chancen und Risiken des Reputationsmanagements
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konstrukt der Reputation als marktpsychologische Variable innerhalb des Kommunikationsmanagements von Unternehmen mit dem Ziel, die psychologische Verortung sowie Möglichkeiten zur empirischen Messung und Steuerung aufzuzeigen.
- Psychologische Fundierung der Reputation und Abgrenzung zu verwandten Konstrukten wie Identität und Image
- Analyse des Modells nach Schwaiger als Basis für die empirische Messung
- Methodische Ansätze zur Erhebung (Stakeholderbefragung und Medienresonanzanalyse)
- Diskussion von Chancen, Risiken und Steuerungsmöglichkeiten des Reputationsmanagements
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Reputation
Eine allgemein anerkannte Definition des Begriffes Reputation sowie eine klare Differenzierung zwischen den Begriffen Unternehmensreputation, Organisationsreputation und Reputation existiert in der wissenschaftlichen Literatur nicht. Als Grund für diese Uneinigkeit können die unterschiedlichen Forschungsdisziplinen herangezogen werden, die sich mit dem Konstrukt der Reputation aus unterschiedlichen Perspektiven beschäftigt haben.
Der Begriff Reputation stammt aus dem Lateinischen (lat. „reputatio“) und bedeutet übersetzt „Erwägung“ oder „Betrachtung“. Im Folgenden werden einige Definitionen des Begriffs Reputation dargestellt und anschließend reflektiert. Fombrun analysiert die Reputation mit dem Ergebnis, dass Reputation in verschiedene Fachdisziplinen charakterisiert wird. Demnach ist Reputation auf die Unternehmensebene zu übertragender Marktwert und das Ergebnis des Markenbildungsprozesses für das Marketing. Weiterhin beschreibt die marktpsychologische Variable am immateriellen Vermögenswert und als das Ergebnis der Corporate Identity Politik für die Organisationstheorie. Daraus leitet er ebenso ab, dass Reputation eine Markteintrittsbarriere sowie einen Wettbewerbsvorteil darstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Reputation als entscheidenden Führungs- und Organisationsfaktor ein und legt die Zielsetzung sowie Vorgehensweise der Arbeit dar.
2 Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsdefinitionen vorgenommen und das Konstrukt der Reputation psychologisch in Wahrnehmungs- und Vergleichsprozesse eingeordnet.
3 Erläuterung eines empirischen Messkonzeptes der Reputation: Dieser Abschnitt widmet sich der Vorstellung des Reputationsmodells nach Schwaiger und den methodischen Grundlagen zur empirischen Erfassung.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Beeinflussung der Organisationsreputation durch Kommunikationsmaßnahmen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für Unternehmen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines strategischen Reputationsmanagements.
Schlüsselwörter
Reputation, Reputationsmanagement, Organisationsreputation, Marktpsychologie, Stakeholder, Kommunikationsmanagement, Unternehmenskommunikation, Stakeholderbefragung, Medienresonanzanalyse, Wahrnehmungsprozess, Unternehmenswert, immaterielle Vermögenswerte, Markenbildung, Wettbewerbsvorteil, Psychologische Einordnung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Reputation als zentrale marktpsychologische Variable und deren Bedeutung für das moderne Kommunikationsmanagement in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die psychologische Fundierung von Reputation, die theoretische Abgrenzung zu Begriffen wie Image und Identität sowie die praktische Messbarkeit und Steuerung des Konstrukts.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, das komplexe Konstrukt der Reputation theoretisch einzuordnen, ein empirisches Messmodell zu erläutern und die strategischen Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachpublikationen und die Anwendung des empirischen Reputationsmodells nach Schwaiger.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die psychologische Analyse von Wahrnehmungs- und Vergleichsprozessen sowie die detaillierte Vorstellung und methodische Erläuterung zur Messung der Reputation.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Organisationsreputation, Stakeholder, Unternehmenskommunikation und die methodische Erfassung durch Befragungen oder Medienanalysen charakterisiert.
Wie unterscheidet die Autorin Reputation von Image?
Während Image als eher kurzfristiges, oft durch Branding geprägtes Fremdbild verstanden wird, resultiert Reputation aus einer langfristigen Anhäufung von Erfahrungen, Vertrauen und Bewertungen durch verschiedene Stakeholder.
Warum ist das Reputationsmanagement so komplex?
Die Komplexität ergibt sich daraus, dass Reputation ein soziales Konstrukt ist, das nicht direkt gesteuert werden kann, sondern nur durch eine konsequente, authentische Unternehmenskommunikation und die kontinuierliche Pflege von Stakeholder-Beziehungen indirekt beeinflusst wird.
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- Corinna Bauer (Author), 2017, Reputation als marktpsychologische Variable im Kommunikationsmanagement von Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444403