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Kindschaftskonflikte in Trennungs- und Scheidungsfamilien. Die Familienmediation als Verfahren zur Streitbeilegung

Title: Kindschaftskonflikte in Trennungs- und Scheidungsfamilien. Die Familienmediation als Verfahren zur Streitbeilegung

Textbook , 2019 , 59 Pages

Autor:in: Iris Rhodes-Risters (Author)

Social Work
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Seit 1965 hat sich die Zahl der Scheidungen beinahe verdreifacht. Für alle Beteiligten sind sie mit psychischen Belastungen verbunden, nicht selten ergeben sich existenzielle Konflikte. Gerade der Umgang mit gemeinsamen Kindern wird dabei oft zur zentralen Streitfrage.

In ihrer Publikation stellt Iris Rhodes-Risters die Familienmediation als Stütze und Entscheidungshilfe vor. Doch wie genau funktioniert diese Art der Intervention? Und was leistet sie für das Kindeswohl sowie für eine Besserung der psychischen Situation?

Spätestens seit 2016 ist es gesetzlich ausdrücklich erwünscht, konfliktvermeidende und konfliktlösende Ansätze in die Streitschlichtung einzubeziehen. Laut Rhodes-Risters ist das Potenzial der Familienmediation bisher aber noch lange nicht ausgeschöpft. Sie plädiert für eine weitere Förderung des Konzepts durch die Politik.

Aus dem Inhalt:
- Kindschaftsrecht;
- Moderation;
- Familienmodelle;
- Binationale Trennung;
- Streitschlichtungsverfahren

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Relevanz und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Mediation

2.1 Familienmediation – inklusive binationaler Aspekte

2.2 Mediation als außergerichtliches Streitschlichtungsverfahren

3 Soziale Aspekte

3.1 Der Wandel der Familie

3.2 Globalisierung

4 Rechtliche Aspekte

4.1 Das Kindschaftsrecht

4.2 Rechtliche Grundlagen bei Kindesentführung (HKÜ)

4.3 Unterstützung bei der Personensorge und des Umgangs

4.4 Beratung bei Trennung und Scheidung

5 Folgen von Trennung und Scheidung

5.1 Folgen für die Eltern

5.2 Folgen für das Kind

5.3 Eingeschränkte Eltern-Kind-Beziehung

5.4 Mangelnde Bindungsqualität

5.5 Häusliche Gewalt

6 Konfliktbehandlung im familienrechtlichen Kontext

6.1 Definition von Konflikt

6.2 Konfliktentwicklung bei Trennung und Scheidung

6.3 Konfliktstile

6.4 Das Hinwirken auf Einvernehmen im Hochkonflikt

7 Besondere Konflikte in der Familienmediation

7.1 Kindeswohl und Kindschaftskonflikte

7.2 Beziehungsgewalt

7.3 Binationale Kindschaftskonflikte

8 Interventionen

8.1 Abgrenzung von Therapie, Beratung und Mediation

8.2 Familienmediation

8.3 Mediation bei Gewalt in der Familie

8.4 Das themenzentrierte Kinder-Interview

8.5 Mediation bei binationalen Kindschaftskonflikten

9 Formelles Verfahren vs. Mediation

10 Die zukünftige Entwicklung der Mediation

11 Zusammenfassung und Ausblick

11.1 Zusammenfassung

11.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen von Kindschaftskonflikten in Trennungs- und Scheidungsfamilien und analysiert die Rolle der Familienmediation als Verfahren zur außergerichtlichen Streitbeilegung. Im Fokus steht dabei die Frage, wie einvernehmliche Lösungen unter Berücksichtigung des Kindeswohls und bei komplexen Rahmenbedingungen wie Hochkonflikten oder binationalen Hintergründen erzielt werden können.

  • Strukturen und Herausforderungen der Familienmediation
  • Rechtliche Grundlagen des Kindschaftsrechts und der Mediation
  • Konfliktentwicklung und -behandlung im familienrechtlichen Kontext
  • Besondere Konfliktfelder wie Beziehungsgewalt und binationale Konstellationen
  • Methodische Interventionsmöglichkeiten, insbesondere die Einbeziehung von Kindern

Auszug aus dem Buch

6.2 Konfliktentwicklung bei Trennung und Scheidung

Um die Konfliktentwicklung zu strukturieren, wird der Konflikt in unterschiedliche Eskalationsstufen eingeteilt (vgl. Dettenborn/Walter, 2016, S. 143 f.). Dies dient dazu, ihn besser einer sinnvollen Intervention zuordnen zu können, eine Hochkonflikthaftigkeit zu eruieren sowie Abbruchkriterien beim Hinwirken auf Einvernehmen zu definieren. Bei einem ansteigenden Konfliktniveau ist eine Reduzierung der Kooperation und der sozialen Kompetenzen zu beobachten, verbunden mit einem gleichzeitigen Anstieg der Vulnerabilität wie beispielsweise einer mangelnden Impulskontrolle. Hierbei schwindet die Wahrnehmung des Kindes mit seinen Bedürfnissen und Wünschen. Die bloße Konzentration auf das eigene Interesse führt zu einem Empathieverlust, bei dem das Kind instrumentalisiert, verstrickt und überfordert wird (vgl. Dettenborn/Walter, 2016, S. 144). Des weiteren werden in der Trennungs- und Scheidungssituation oftmals Persönlichkeitsstörungen bzw. psychopathologische Auffälligkeiten aufgedeckt, die bei der Partnerfindung unentdeckt geblieben waren.

Um das beobachtbare Verhalten der Konfliktpartner zu beurteilen, wird das Konfliktverhalten deshalb in drei Eskalationsstufen eingeteilt. 1. Wortkonflikte, 2. Konflikthandeln und 3. Hochkonflikthaftigkeit, wobei die einzelnen Stufen aufeinander aufbauen. Auf der Ebene der Wortkonflikte sind Meinungsverschiedenheiten zu finden, wie beispielsweise über Erziehungsstile oder Androhungen von Umgangsverweigerungen (vgl. Dettenborn/Walter, 2016, S. 145 f.). Auf der Konflikthandelsstufe finden sich Einschränkungen bzw. Schikanetendenzen wieder, wie beispielsweise dem Umgangsberechtigten den Zutritt zur Wohnung des betreuenden Elternteils zu verweigern. Hochkonflikthaftigkeit ist durch Gewaltanwendung, Kriminalisierung, gegenseitiges Drohverhalten, Pathologisierung und extremen Belastungen des Kindes gekennzeichnet, bei der die Grenze der Kindeswohlgefährdung erreicht, bisweilen sogar überschritten wird (vgl. Dettenborn/Walter, 2016, S. 146).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Kindschaftskonflikten ein und skizziert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit im Kontext gesellschaftlichen Wandels.

2 Mediation: Das Kapitel definiert Familienmediation als strukturiertes, außergerichtliches Streitschlichtungsverfahren und beleuchtet dessen rechtliche sowie praktische Etablierung in Deutschland.

3 Soziale Aspekte: Hier werden der Wandel des Familienbildes und der Einfluss der Globalisierung als wesentliche Rahmenbedingungen für moderne Familienkonflikte erörtert.

4 Rechtliche Aspekte: Dieser Abschnitt analysiert das Kindschaftsrecht, inklusive Sorge- und Umgangsregelungen, das Vorranggebot sowie die Bedeutung der Einvernehmensherstellung nach FamFG.

5 Folgen von Trennung und Scheidung: Das Kapitel beschreibt die psychischen und sozialen Auswirkungen von Trennungsprozessen auf Eltern und Kinder, mit besonderem Fokus auf Bindungsqualität und häusliche Gewalt.

6 Konfliktbehandlung im familienrechtlichen Kontext: Hier werden theoretische Definitionen von Konflikt mit praktischen Eskalationsstufen und der Dynamik bei Trennung und Scheidung verknüpft.

7 Besondere Konflikte in der Familienmediation: Dieser Teil widmet sich speziellen Herausforderungen wie der Gefährdung des Kindeswohls, Beziehungsgewalt und der Komplexität binationaler Kindschaftskonflikte.

8 Interventionen: Es wird die praktische Umsetzung der Mediation vorgestellt, inklusive der Abgrenzung zu anderen Beratungsformen sowie Methoden zur Einbeziehung von Kindern.

9 Formelles Verfahren vs. Mediation: Dieser Abschnitt vergleicht das gerichtliche Verfahren mit der Mediation als zwei unterschiedliche Ansätze zur Konfliktlösung.

10 Die zukünftige Entwicklung der Mediation: Hier wird der aktuelle Stand der Schlichtungskultur in Deutschland und das Potenzial des Mediationsgesetzes kritisch hinterfragt.

11 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und formuliert Empfehlungen für die politische und praktische Weiterentwicklung der Mediation.

Schlüsselwörter

Familienmediation, Kindschaftskonflikte, Scheidung, Trennung, Kindeswohl, elterliche Sorge, Umgangsrecht, Hochkonflikt, Mediation, Beratung, Beziehungsgewalt, binationale Kindschaftskonflikte, FamFG, Konfliktmanagement, Elternverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Kindschaftskonflikte in Trennungs- und Scheidungsfamilien und untersucht, wie Familienmediation als Verfahren dazu beitragen kann, einvernehmliche und nachhaltige Lösungen zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, soziale Veränderungen durch Globalisierung und Wandel des Familienbildes, die psychologische Dynamik von Konflikten sowie spezifische Interventionsstrategien in hochkonflikthaften Fällen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf die komplexen Herausforderungen der modernen Trennungs- und Scheidungsmediation einzugehen und lösungsorientierte Ansätze vorzustellen, die insbesondere die Interessen und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literatur- und Rechtsanalyse unter Einbeziehung von familienrechtspsychologischen Erkenntnissen sowie der Auswertung des Mediationsgesetzes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt das Kindschaftsrecht, die Dynamik von Konflikten bei Trennung, die Folgen für betroffene Kinder, die spezifischen Anforderungen bei Gewalt und binationalen Konflikten sowie konkrete Meditations- und Interventionsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Familienmediation, Kindeswohl, elterliche Sorge, Hochkonflikt und rechtliche Streitbeilegung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Mediation von einem gerichtlichen Verfahren?

Während das formelle gerichtliche Verfahren autoritätsgebunden ist und an rechtliche Normen orientiert, setzt die Mediation auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung der Beteiligten und eine konstruktive Verhandlungstechnik zur Beilegung des Konflikts.

Welche Rolle spielt das Kind in der Mediation nach dieser Arbeit?

Das Kind nimmt eine zentrale Stellung ein. Die Arbeit plädiert dafür, das Kind angemessen in den Mediationsprozess einzubeziehen, beispielsweise durch das themenzentrierte Kinder-Interview, um seine Perspektive und Bedürfnisse zu berücksichtigen.

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Details

Title
Kindschaftskonflikte in Trennungs- und Scheidungsfamilien. Die Familienmediation als Verfahren zur Streitbeilegung
Author
Iris Rhodes-Risters (Author)
Publication Year
2019
Pages
59
Catalog Number
V444505
ISBN (eBook)
9783956876998
ISBN (Book)
9783956877018
Language
German
Tags
Kindschaftsrecht Moderation Familienmodelle Binationale Trennung Streitschlichtungsverfahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Iris Rhodes-Risters (Author), 2019, Kindschaftskonflikte in Trennungs- und Scheidungsfamilien. Die Familienmediation als Verfahren zur Streitbeilegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444505
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