Die menschliche Verdauung (Facharbeit)


Facharbeit (Schule), 2018

11 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Die Verdauungsorgane
2.1. Die Mundhöhle und Speiseröhre
2.2. Der Magen
2.3. Die Bauchspeicheldrüse
2.4. Die Leber mit Gallenblase
2.5. Die Niere
2.6. Der Darm
2.6.1. Der Dünndarm
2.6.2. Der Dickdarm

3. Schlussteil mit Fazit/Zusammenfassung(en)

4. Literaturverzeichnis

5. Abkürzungsverzeichnis

6. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

In folgenden Seiten geht es um die Verdauung des Menschen. Ich habe dieses Thema gewählt, da es mich schon immer genauer interessiert hat, was in uns so vor geht bzw. wie unsere Verdauung funktioniert. Zudem bin ich ein großer Anatomie Interessent und betrachte dies schon beinahe als mein Hobby. Ich hoffe ebenfalls, dass die Leser beim Lesen meiner Facharbeit sich einen kleinen Überblick und Einblick verschaffen können, wie einzelne Abläufe in unseren Körper funktionieren bzw. von statten gehen. Die Ziele für meine Facharbeit sind im Großen und Ganzen die Informationsgewinnung und Wissenserweiterung im Bereich der Anatomie und Medizin in Bezug auf den Menschen. In dieser Facharbeit werde ich bereits gelernte/bekannte, als auch neue Themengebiete aufgreifen, welche ich zum Teil in meiner Ausbildung als Ergotherapeut behandelt hatte oder neu dazu gelernt habe. Meine Gliederung habe ich auf die Hauptverdauungsorgane bezogen, von denen jeder schon mal etwas gehört haben sollte. Ich werde zu jedem dieser Organe die genauen Funktionen, Abläufe und Strukturen bzw. deren Aufbau sowie Versorgungshilfen erklären. Meine Facharbeit wird ein gewissen Anteil an lateinischen Fachbegriffen beinhalte, welche aber für das schreiben dieser Arbeit kein Problem darstellen sollte, da Latein im Bereich der Medizin und Anatomie die führende Sprache ist. Desweiteren ist die Sprache Latein für wissenschaftliche Arbeiten in den genannten Bereichen genehmigt.

2. Die Verdauungsorgane

Von den verschiedenen Verdauungsorganen des Menschen werde ich die Mundhöhle sowie Speiseröhre, den Magen, die Bauchspeicheldrüse, die Leber mit Gallenblase, die Niere und den Darm mit seinen verschiedenen Untergruppierungen genauer betrachten und erläutern. Die von mir gerade geschriebene Aufzählung wird auch mit der Reihenfolge der Facharbeit übereinstimmen. Vorweg kann man schon als groben Einblick sagen, dass im Großen und Ganzen die Nahrung durch den Mund mit Mundspeicheldrüsen und Zähnen in die Speiseröhre, von dort in den Magen und Dünndarm mit Zwölffingerdarm, über den Dickdarm mit dem Blinddarm und Mastdarm zum After gelangt. Zu den einzelnen Schritten und Vorgängen in den Organen wird in folgendem Unterpunkten genaueres beschrieben bzw. bekannt gegeben. Die Definition von Verdauung ist wie folgt: „Als Verdauung bezeichnet man den Abbau von Nahrungsbestandteilen im Gastrointestinaltrakt zu niedermolekolaren Verbindungen, die anschließend ins Blut oder die Lymphe aufgenommen werden können.“ [1]

2.1. Die Mundhöhle und Speiseröhre

In der Mundhöhle befinden sich verschiedene Speicheldrüsen, die Speichel produzieren. Dazu zählt z.B. die Ohr-, Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüse. Um die Vorverdauung im Mund bestmöglich zu nutzen und den Speichel zu produzieren, sollte man daher lange und gut kauen. Beim komple- xen Schluckvorgang gelangt der sogenannte Speisebrei über die Mundhöhle und den Rachen in die Speiseröhre. Beim Schluckenmechanismus arbeiten insgesamt über 20 Muskeln zusammen.

Die Speiseröhr, auch Ösophagus genannt, ist ein etwa 25 cm langer elastischer, muskulöser Schlauch und mündet in den oberen Teil des Magens, welcher später genauer betrachtet wird. Die Speiseröhre verläuft hinter der Luftröhre (Trachea) und dem linken Vorhof des Herzens sowie durchbricht sie das Zwerchfell. Man unterteilt die Speiseröhre in drei Bereiche, den Hals-, den Brust- und den Bauchteil. Als besonderes Merkmal für die Speiseröhre sind enge Passagen: Die engste Stelle ist die Kardia (unterste Enge der Speiseröhre). Eine weitere Engstelle beim Schlucken ist der obere Ösophagusmund mit maximal 14 bis 15 Millimeter Breite. Auch die mittlere Aortenenge und die untere Zwerchfellenge, wo die Speiseröhre durch das Zwerchfell tritt, sind solche Engstellen. Die Speiseröhre besteht aus vier Schichten. Diese heißen Mukosa, Submukosa, Muskularis und Adventitia. Diese Schichten erfüllen verschiedene Aufgaben und haben eine unterschiedliche Zusammensetzung. Ihre wesentlichen Strukturen sind Schleimhaut-, Binde-, Drüsen- und Muskelgewebe. Die besondere muskuläre Architektur der Speiseröhre besteht im oberen Teil aus quergestreiften Muskelfasern. Im unteren Teil besteht sie aus längs- und innen ringförmig verlaufenden glatten Muskelfasern- Dies bewirkt, dass der Speisebrei aktiv zum Magen transportiert wird. Abhängig von der Konsistenz passiert der Speisebrei die Speiseröhre innerhalb von fünf bis zehn Sekunden. Was ebenfalls eine Aufgabe bzw. Funktion in diesem Verdauungsbereich ist, ist der Anfang der Kohlenhydrateaufspaltung (Amylase). Eine weitere Aufgabe der Speiseröhre ist der kontrollierte Verschluss zum Magen mithilfe des unteren Ösophagussphinkters. Funktioniert dieser Vorgang nicht einwandfrei, kommt es zum Zurückfließen von Mageninhalt (Reflux), wodurch z.B. Sodbrennen entsteht. Die Übergeordnete Steuerzentrale ist der parasympathische Hauptnerv, welcher N. Vagus heißt.

2.2. Der Magen

Der Magen ist ein Hohlorgan, welcher eine Grundrolle für die menschliche Verdauung spielt. Er liegt intraperitoneal und ist zu ¾ im linken Oberbauch. Das restliche ¼, was man auch pars pylorica nennt, befindet sich im rechten Oberbauch unter dem Zwerchfell. Die benachbarten Organe des Magens sind die Leber, die Milz, der Duodenum und das Colon transversum. Die Bestandteile des Magens sind untergliedert in sechs Abschnitte eingeteilt. Der erste Teil ist der Mageneingang (Cardia), welcher auch die Einmündung des Ösophagus ist. Desweiteren gibt es den Magengrund (Fundus), welcher als Raum für verschluckte Luft dient. Der Magenkörper (Corpus), welcher auch zu den Bestandteilen zählt, ist der größte Teil des Magens. Er besitzt eine große und kleine Krümmung. Der Magenausgang (Antrum) ist eine Sammelstelle vor dem Ausgang zu den nächsten Verdauungsorganen. Außerdem gibt es noch den Magenpförtner (Pylorus). Dieser ist ein Ringmuskel, welcher den Speisebrei schubweise ans Duodenum abgibt. Als zusätzlichen und letzten Bestandteil gibt es die Magenstrasse. Diese verläuft entlang der kleinen Krümmung und ist der Durchlaufsort für Flüssigkeiten. Wichtig für den Magen sind außerdem das Vorhandensein, die Struktur und der Besitz der verschiedenen Wandschichten des Magens. Von außen ist der Magen mit Peritoneum überzogen. Anschließend ist er von einer 3-lagigen Muskelschicht umgeben. Diese besteht aus Ring- und Längsmuskelschicht sowie einer zusätzlichen inneren Schicht mit schräg verlaufenden Muskeln für eine optimale peristaltische Wellenbildung zum Transport des Speisebreis. Die innere Magenschleimhaut (Mucosa), zählt ebenfalls zu den Magenwandschichten und ist mit zahlreichen stark verdickten Längsfalten und Magengrübchen mit Magendrüsen ausgestattet. Im Magen gibt es 3 Arten von Zellen. Es gibt die Nebenzellen, welche Schleim bilden. Dieser Schleim dient als Schutz vor der Selbstverdauung und Ersatz abgestorbener Zellen. Die Hauptzellen sind die zweite Art von vorhandenen Zellen im Magen und bilden Pepsinogen. Die dritte Art der Magenzellen sind die Belegzellen. Diese bilden Salzsäure, welche aktivierend aufs Pepsinogen wirkt. Es entsteht Pepsin und kann dadurch Eiweiße aufspalten als auch Keime sowie Bakterien abtöten. Desweiteren wird zusätzlich der Intrinsic Factor zur Vitamin B12 Aufnahme im Ileum produziert. Die Funktion des Magens im Allgemeinen sind Magensaftproduktion, Abtöten von Bakterien und Keimen, beginnende Eiweißaufspaltung, Zerkleinerung des Nahrungsbreis, Verflüssigung der Nahrungsbestandteile (chemisch und mechanisch), Speicherung-, Durchmischung- und Transport von Nahrung bzw. des Nahrungsbreis und/oder auch der Nahrungsbestandteile. Für die Nervenversorgung gibt es drei Phasen. Die nervöse Phase, wird durch den N. Vagus oder Sinneseindrücke stimuliert. Die lokale Phase ist eine Stimulation, welche durch Nahrung selbst geschieht. Die letzte Phase ist die dünndarmbedingte Phase. Hierbei findet eine Rückkopplung durch den Dünndarm und dessen Reaktion statt. Die Blutversorgung des Magens ist durch die Magenarterien (u.a. Arteria gastrica) und dem venösen Abfluß zur Vena Portae gewährleistet. Ein außerdem sehr wissenswereter Aspekt des Magens ist die Kohlenhydrataufspaltung, welche auf Grund des sauren Milieus nicht möglich möglich ist.

2.3. Die Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse liegt retroperitoneal hinter dem Magen im linken Bauchraum. Die angrenzenden Organe sind die Milz, der Magen und das Duodenum.

Der Pankreas wird in fünf Bestandteile unterteilt. Die Cauda pancreatis (Schwanz) ist eines der besagten Bestandteile. Dieser befindet sich unmittelbar am Milzhilus. Der Corpus pancreatis ist der Körper der Bauchspeicheldrüse. Der Caput pancreatis ist der Kopf des Pankreas, welcher sich in der Duodenumschleife befindet. Ein weiteres Bestandteil ist der Ductus pancreatis. Dies ist das sogenannte Ausführungsorgan auf ganzer Länge des Organs. Das letzte Bestandteil ist die Mündung in Duodenum oder auch Vater-Papille.

Der Aufbau und deren Funktionen werden beim Pankreas in zwei Anteile untergliedert. Es gibt den Exokrinen Anteil (Drüsengewebe), welcher für die Bildung des Bauchspeichels mit vorerst inaktiven Verdauungsenzymen verantwortlich ist. Dort vollzieht sich eine Aktivierung nach dieser Passage im Bereich der Papille und wird dort über den Ductus pancreatis im Dündarm geleitet. Desweiteren ist der exokrine Anteil für die Enzyme für die Fett (Lipasen),- Eiweiß (Proteasen),- und Kohlenhydratverdauung (Amylasen) verantwortlich. Die Steuerung der Zusammensetzung des Bauchspeichels wird über den N. Vagus oder Enzyme des Duodenums (Sekretin) bestimmt. Der zweite Anteil ist der Endokriner Anteil (Langerhans- Inseln). Die sogenannten Drüsenzellen des Beschriebenen Anteils sind von Blutkapillaren umgeben. Hier findet eine Produktion von Hormonen statt, welche zur Regulation des Blutzuckerspiegels dienen. Untergliedert werden die Hormone in A-Zellen (Glukagon), welches blutzuckerhebend ist, B-Zellen (Insulin), welches blutzuckersenkend wirkt und D-Zellen (Somatostatin), welches die parakrine-benachbarte- Steuerung der Freisetzung von Glykagon und Insulin zur Aufgabe hat.Die übergeordnete Steuerzentrale ist der Hypothalamus. Insulin und Glykagon sind hydrophile Hormone. Sie setzen an der Außenseite (Rezeptor) der Zelle an und lösen Freisetzung eines zweiten Botenstoffes (second messenger) innerhalb der Zelle aus. Wichtig ist die Unterscheidung von endo- und exokrinen Drüsen. Endokrine Drüsen produzieren ein Signal und Botenstoffe die hämtogen oder lymphogen ihre Zielzellen erreichen (oft weit entfernt). Ein Beispiel wäre hierfür das Insulin in der Leber. Exokrine Drüsen wirken nur im bzw. über das Ausführungsorgan an äußere oder innere Körperoberflächen (nah am Produktionsort). Ein Beispiel hierfür wäre der Pancreassaft im Duodenum.

Das Insulin ist das bekannteste und lebenswichtige Hormon, ohne dass wir nichts Süßes essen könnten. Es ist vor allem wichtig für die Regulation des Kohlenhydratstoffwechsels. Es fördert die Glykogensynthese in der Leber und führt dadurch zur Speicherung von Glykogen und Fett. Es erleichtert die Aufnahme des Glykogens aus dem Blut in den Zielzellen und wirkt damit blutzuckersenkend. Insulin besitzt eine spezielle Wirkungsweise. Es hat einen spezifischen Rezeptor an der Außenseite der Zielzelle. Ist dieser belegt (Insulin ist dabei der erste Botenstoff) erfolgt ein Signal im Zellinneren. Innerhalb der Zelle erfolgt nun die Freisetzung eines zweiten Botenstoffes (second messenger). Durch diesen Prozess verändert sich Zellaktivität.

2.4. Die Leber mit Gallenblase

Die Leber beginnt im rechten Oberbauch, unmittelbar unter dem Zwerchfell. Mit diesem ist es teilweise verwachsen. Desweiteren ist sie bis nach links in die Magengrube reichend. Die Nachbarorgane sind die rechte Niere, das Colon transversum, der Magen und der Duodenum. Die Leber ist die größte Drüse des Menschen und somit auch das größte Organ. Sie hat eine beträchtliche Masse von ca. 1,5 kg. Bei der Leber gibt es eine Zwerchfellfläche in Rundung der rechten Zwerchfellkuppel. Außerdem hat sie eine Fläche bzw. einen Abschnitt, welche(r) sich Eingeweidefläche nennt.

Man unterscheidet bei der Leber den sogenannten äußeren Aufbau und Feinbau des Organs. Zum äußeren Aufbau zählt u.a. der rechte und linke Leberlappen (Lobus hepatis dexter/ Lobus hepatis sinister). Ein weiteres Bestandteil vom besagten Aufbau ist der Quadratische Lappen (Lobus quadratus hepatis) und der Schweiflappen (Lobus caudatus hepatis), welcher sich auf der Unterseite (Eingeweidefläche) mit der Gallenblase sowie mit verwachsener unterer Hohlvene befindet. Dort liegt auch die Leberpforte (Porta hepatis). Der Eintritt von der Pfortader und der Arteria hepatica sowie der Austritt des gemeinsamen Gallenganges (ductus hepaticus communis), welcher sich mit dem Gallenblasengang (Ductus cysticus) zum großen Gallengang vereinigt und später mit dem Pankreasgang ins Duodenum einmündet, befindet sich ebenfalls dort und spielt eine lebenswichtige Rolle.

[...]


[1] Behrends, C. Jan: Physiologie; Ernährung, Verdauung und Absorption, Leber; Georg Thieme Verlag. 2010 S.469

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die menschliche Verdauung (Facharbeit)
Hochschule
BEST-Sabel-Bildungszentrum GmbH
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
11
Katalognummer
V444590
ISBN (eBook)
9783668817920
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Abbildungen sind aus urheberrechtlichen Gründen nicht enthalten
Schlagworte
verdauung, facharbeit
Arbeit zitieren
Max Kremnitz (Autor), 2018, Die menschliche Verdauung (Facharbeit), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/444590

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die menschliche Verdauung (Facharbeit)



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden