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Ziele der Erzieher in der Montessori-Pädagogik

Title: Ziele der Erzieher in der Montessori-Pädagogik

Term Paper , 2017 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alina Welke (Author)

Social Work
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In einer Zeit, in der das deutsche Schulsystem stark kritisiert wird, zerbrechen sich die Menschen den Kopf darüber, wie Schule dem Kind wieder nähergebracht werden kann und wie das Interesse der Schüler nachhaltig geweckt wird. Unterricht soll nicht länger die bloße Aneignung von Wissen oder die Erfüllung bestimmter Bildungsstandards sein, sondern vielmehr den Schüler und dessen Individualität als Ausgangspunkt berücksichtigen.

Ziel soll es daher sein, die Selbstständig- und Selbsttätigkeit sowie die Kreativität der Kinder gezielt zu fördern und nicht länger standardisierte inhaltliche Lernziele als Voraussetzung für Erfolg zu sehen. Die Förderung der Selbstständig- und Selbsttätigkeit und das daraus resultierende intrinsisch motivierte Interesse des Kindes wird ausschlaggebend für dessen Lernerfolg sein. Doch wie kann ein Kind gezielt darin unterstützt werden, zu einem mündigen, freihandelnden und selbstständigen Individuum heranzuwachsen? Genau dieser Thematik widmet sich diese Arbeit.

Beschäftigt man sich eine Zeit lang mit den verschiedenen pädagogischen Ansätzen, die sich genau dieses Ziel gesetzt haben, so wird vermutlich recht schnell der Name Maria Montessori auftauchen. Sie gilt bis heute als eine der bekanntesten Pädagoginnen der Reformpädagogik. Nicht nur sie als Person, sondern vor allem ihre Idee, veränderte die Pädagogik bedeutsam. Aus der einfachen Bitte eines Kindes – „Hilf mir, es selbst zu tun“ – entwickelt Maria Montessori ein bisher völlig fremdes Bild von Pädagogik. Sie nimmt gezielt das Kind mit all seinen Bedürfnissen und seiner eigenen Persönlichkeit in den Blick und baut ihren reformpädagogischen Ansatz darauf auf.

Ihr Konzept wird bis heute in zahlreichen Kindergärten und Schulen umgesetzt. Konkret gibt es aktuell in Deutschland über 1000 Montessori-Einrichtungen, davon ca. 600 Kindergärten und über 400 Schulen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Maria Montessori

2.1. Zur Person Maria Montessori

2. 2. Maria Montessoris Bild vom Kind

3. Grundgedanken der Montessoripädagogik

3.1. Rolle der Erzieher in der Montessoripädagogik

4. Die Ziele der Montessoripädagogik

4.1. Vergleich zwischen Zielen der Erzieher in den Bildungs-grundsätzen und der Montessoripädagogik

5. Fazit/ Kritik

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die grundlegenden Ziele der Montessoripädagogik und setzt diese in einen direkten Vergleich zu den aktuellen Bildungsgrundsätzen für Kindertageseinrichtungen und Schulen in Nordrhein-Westfalen, um Gemeinsamkeiten und methodische Parallelen in der Erziehungspraxis zu identifizieren.

  • Historische Einordnung und pädagogisches Menschenbild von Maria Montessori
  • Zentrale Konzepte wie Freiarbeit, vorbereitete Umgebung und Polarisation der Aufmerksamkeit
  • Die spezifische Rolle und Haltung der Erzieher im Montessori-Konzept
  • Analyse der Zielsetzungen in den nordrhein-westfälischen Bildungsgrundsätzen
  • Kritische Reflexion der Übergangsproblematik von der Montessorischule zur Regelschule

Auszug aus dem Buch

3. Grundgedanken der Montessoripädagogik

Ein wichtiger Grundsatz von Montessori lautet: „Hilf mir, es selbst zu tun!“ Mit diesem Leitsatz in Maria Montessoris pädagogischen Ansatz ist gemeint, dass der Pädagoge dem Kind dazu verhelfen soll, selbstständig zu agieren (vgl. Seitz, M. & Hallwachs, U. 1996, S.54). Montessoris Gedanke hinter dieser These ist, dass „die spontane Energie des Kindes in der Selbsttätigkeit einen Ausdruck findet und realisiert werden kann“ (Seitz, M. & Hallwachs, U. 1996, S.55).

Eine weitere wichtige Thematik in ihrer Pädagogik ist die Freiarbeit. Um zu erklären, was Maria Montessori mit dem Begriff Freiarbeit meint, muss zunächst geklärt werden, was sie unter Freiheit versteht. Sie meint hierbei „die Befreiung des Lebens, das durch unzählige, sich seiner harmonischen, organischen und geistigen Entwicklung entgegenstellende Hindernisse unterdrückt wird“ (Schaub, H. 2013, S.60). Montessori geht davon aus, das Kind könne nur dann frei sein, wenn es sich den Bedürfnissen seiner Entwicklung entsprechend entfalten kann und von der erdrückenden Energie der Erwachsenen unabhängig geworden ist. Freiheit ist für Maria Montessori der Grundbaustein für die Entwicklung des Kindes und damit auch ein Teil des Charakters. Eine Bindung zwischen Freiheit und Unabhängigkeit ist erkennbar (vgl. Schaub, H. 2013, S.60). Diese zeigt sich in dem Bemühen des Kindes nach „Selbsttätigkeit und Unabhängigkeit,“ die nach Montessori Vorstufen zur Freiheit darstellen (Schaub, H. 2013, S.60). Edward Standing erklärt: „Ein Wesen kann zum Beispiel unabhängig sein, ohne frei zu sein; aber man kann nicht wirklich frei sein, ohne zuvor Unabhängigkeit erlangt zu haben“ (Schaub, H. 2013, S.60). Durch die große Relevanz der Freiarbeit in der Montessori Pädagogik sah Maria Montessori Möglichkeiten in Bezug auf die Entwicklung bestimmter Kompetenzen des Kindes. Vor allem die Entwicklung der Selbstständigkeit wird durch die Freiarbeit enorm gefördert, da das Kind unabhängig von anderen selbst entscheidet, wann es sich welchem Themengebiet zuwenden möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Kritik am Schulsystem und führt in Maria Montessoris reformpädagogischen Ansatz als Alternative zur Förderung der Selbstständigkeit ein.

2. Maria Montessori: Dieses Kapitel stellt die Biografie der Pädagogin dar und erläutert ihr spezifisches Menschenbild, welches den inneren Bauplan des Kindes ins Zentrum rückt.

3. Grundgedanken der Montessoripädagogik: Es werden zentrale Säulen wie die Freiarbeit, die vorbereitete Umgebung und das Phänomen der Polarisation der Aufmerksamkeit detailliert beschrieben.

4. Die Ziele der Montessoripädagogik: Hier werden die Erziehungsziele definiert und ein Vergleich mit den staatlichen Bildungsgrundsätzen NRW gezogen, um Gemeinsamkeiten in der kindzentrierten Pädagogik aufzuzeigen.

5. Fazit/ Kritik: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch die Herausforderungen beim Übergang von einer Montessorischule in das Regelschulsystem.

Schlüsselwörter

Montessoripädagogik, Maria Montessori, Freiarbeit, Selbstständigkeit, Bildungsgrundsätze NRW, vorbereitete Umgebung, Polarisation der Aufmerksamkeit, Erzieherrolle, Reformpädagogik, Selbstbildungspotenzial, Kindheit, Lernmotivation, Individualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den pädagogischen Zielen und der theoretischen Basis der Montessoripädagogik sowie deren praktischer Umsetzung und Kompatibilität mit staatlichen Bildungsstandards.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind das Menschenbild von Maria Montessori, die methodischen Ansätze wie die Freiarbeit und der Vergleich der Erzieherrolle mit aktuellen Richtlinien wie den Bildungsgrundsätzen NRW.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Erziehungsziele der Montessori-Pädagogik herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit diese mit modernen bildungspolitischen Vorgaben korrespondieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der pädagogische Fachliteratur zu Montessori sowie staatliche Bildungsvorgaben ausgewertet und in Bezug auf Übereinstimmungen und Unterschiede analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen der Montessori-Pädagogik, die Rolle des Erziehers als unterstützende Instanz und den detaillierten Vergleich mit den Bildungsgrundsätzen NRW 2016.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen die "vorbereitete Umgebung", die "freie Wahl", die "Polarisation der Aufmerksamkeit" und der Leitsatz "Hilf mir, es selbst zu tun".

Welches zentrale Problem sieht die Autorin beim Übergang von der Montessori-Schule zur Regelschule?

Die Autorin hinterfragt, ob Kinder, die ausschließlich an freie Wahl und individuelles Arbeiten gewöhnt sind, sich im starren Regelunterricht mit seinen Vorgaben und Leistungsmessungen zurechtfinden können.

Warum wird der Raum in der Pädagogik als "dritter Erzieher" bezeichnet?

Dieser Begriff, der sowohl in den Bildungsgrundsätzen als auch in der Montessori-Pädagogik bedeutsam ist, beschreibt, dass die Gestaltung der physischen Umgebung maßgeblich die Lernatmosphäre und das eigenständige Handeln der Kinder beeinflusst.

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Details

Title
Ziele der Erzieher in der Montessori-Pädagogik
College
Fliedner University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
1,7
Author
Alina Welke (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V446354
ISBN (eBook)
9783668829893
ISBN (Book)
9783668829909
Language
German
Tags
Montessori
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alina Welke (Author), 2017, Ziele der Erzieher in der Montessori-Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446354
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