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Die Sichtbarkeit der Scham in Nathaniel Hawthornes "The Scarlet Letter"

Title: Die Sichtbarkeit der Scham in Nathaniel Hawthornes "The Scarlet Letter"

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. of Arts Rebekka Merkel (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Scham spielt in der literarischen Forschung nur eine untergeordnete Rolle, obwohl sie häufig Erwähnung findet. Doch die Scham bzw. der sich Schämende verbergen sich und sind somit schwer auszumachen. In dieser Arbeit zu "The Scarlet Letter" soll dies aber genauer untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der Scham

3. Die Handlung in „The Scarlet Letter“

4. Scham und ihre Sichtbarkeit im Roman

4.1. Der scharlachrote Buchstabe als Zeichen der Scham

4.2. Pearl – das Kind der Scham und die Abwesenheit des Schamgefühls

4.3. Minister Dimmesdale und die verborgene Scham

4.4. Scham und Religion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Scham in Nathaniel Hawthornes Roman „The Scarlet Letter“. Das primäre Ziel besteht darin, die unterschiedlichen Formen der Sichtbarkeit und des Umgangs mit Scham bei den Romanfiguren herauszuarbeiten und den Einfluss der puritanischen Religiosität auf die Ausprägung dieses Affekts zu analysieren.

  • Die Darstellung von Scham als öffentliches versus verborgenes Phänomen.
  • Die symbolische Bedeutung des scharlachroten Buchstabens als Zeichen von Scham und Identität.
  • Die Charakterisierung von Hester Prynne und Arthur Dimmesdale als gegensätzliche Scham-Subjekte.
  • Die Rolle der puritanischen Moralvorstellungen bei der Entstehung und Unterdrückung von Schamgefühlen.
  • Die Figur der Pearl als außerhalb des puritanischen Schamsystems stehendes Naturkind.

Auszug aus dem Buch

4.1. Der scharlachrote Buchstabe als Zeichen der Scham

Der scharlachrote Buchstabe ist nicht nur titelgebend für den Roman, sondern auch dasjenige Zeichen, welches Hester Prynne brandmarkt und somit für alle Menschen deutlich macht, dass sie eine Verfehlung begangen hat. Es wird somit zum Zeichen ihrer Scham und macht es ihr damit unmöglich, diese vor der Umwelt zu verbergen. Henry James bezeichnet ihn auch als „blood-coloured A“ und stellt somit eine Verbindung zu dem körperlich martialischen her, entstanden durch das Unverständnis eines Kindes bezüglich der Bedeutung dieses Buchstaben, ähnlich dem Unverständnis Pearls. „He [der Verfasser dieses Textes] was too young to read it himself; but its title, upon which he fixed his eyes as the book lay upon the table, had a mysterious charm.“

Auch ohne den Verweis auf Blut bleibt der Titel mit dem Wort scarlet negativ konnotiert, verweist es doch in gleicher Weise auf eine signalrote Färbung, die von niemanden übersehen werden kann, als auch auf das scarlet fever, also auf Scharlach und somit auf eine Krankheit, mit welchem der Buchstabe bzw. das Mal somit in Verbindung gebracht wird.

Abgesehen von der Farbe wird er vor allem auch durch eine sehr gekonnte und schmuckvolle Handwerkstechnik Hester hervorgehoben, welche es ihr ermöglicht, trotz ihrer Isolation vom gesellschaftlichen Alltag, Geld zu verdienen, indem sie durch ihre Fertigkeit dazu befähigt wird, für die Bürger Bostons Kleidung anzufertigen. „By degrees, not very slowly, her handiwork became what would now be termed fashion.“ Von der Gesellschaft gemieden, scheinen ihre Waren in der Stadt verbreitet zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Motiv der Scham als zutiefst menschlichen Affekt ein und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Sichtbarkeit der Scham in Nathaniel Hawthornes „The Scarlet Letter“ zu untersuchen.

2. Das Konzept der Scham: Dieses Kapitel beleuchtet das theoretische Verständnis von Scham in der Literatur und Psychoanalyse und diskutiert den engen Zusammenhang zwischen Scham, Verbergen und gesellschaftlichen Konventionen.

3. Die Handlung in „The Scarlet Letter“: Hier erfolgt eine inhaltliche Zusammenfassung des Romans, wobei der Fokus insbesondere auf der autobiografischen Verknüpfung zwischen dem Autor Hawthorne und dem erzählenden Ich liegt.

4. Scham und ihre Sichtbarkeit im Roman: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert, wie Scham durch Symbole, Handlungen und die Interaktion mit der puritanischen Moral an den Figuren Hester Prynne, Pearl und Dimmesdale manifest wird.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Literatur als Archiv der Gefühlskultur dient und verdeutlicht, wie unterschiedlich Scham dargestellt wird – von Hesters öffentlicher Demütigung bis zur inneren Zerrissenheit Dimmesdales.

Schlüsselwörter

Scham, The Scarlet Letter, Nathaniel Hawthorne, Schamgefühl, Puritanismus, Schuld, Hester Prynne, Arthur Dimmesdale, Pearl, Schamkultur, Literaturwissenschaft, Affekt, Sichtbarkeit, Moral, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Darstellung des Gefühls der Scham in Nathaniel Hawthornes Klassiker „The Scarlet Letter“ unter Berücksichtigung kulturwissenschaftlicher und psychoanalytischer Ansätze.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen gehören das Spannungsfeld zwischen öffentlicher Scham und privatem Verbergen, der Einfluss religiöser (puritanischer) Normen auf die Psyche sowie die symbolische Aufladung von Objekten wie dem scharlachroten A.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Scham im Roman sichtbar gemacht wird und welche spezifischen Charakteristika diese Darstellung in Bezug auf die untersuchten Protagonisten annimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die zentrale Textstellen des Romans mit theoretischen Positionen zu Scham und Schuld (u.a. von Ulrich Greiner, Andrea Köhler und Till Briegleb) in Beziehung setzt.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise des scharlachroten Buchstabens, das Wesen der Figur Pearl als „Naturkind“ sowie die innere Zerrissenheit des Pfarrers Dimmesdale im Vergleich zu Hester Prynne.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch die Begriffe Schamgefühl, Puritanismus, Schuld, Symbolik und die spezifische Identität der Romanfiguren geprägt.

Warum wird Hester Prynne als „starke Figur“ charakterisiert?

Hester wird als stark wahrgenommen, da sie ihre Strafe offen annimmt, ihre Scham nicht verbirgt und sich im Verlauf der Geschichte von den engen moralischen Fesseln des puritanischen Boston emanzipiert.

Was unterscheidet das Schamempfinden von Dimmesdale von dem Hesters?

Während Hester ihre Scham nicht verbergen kann, da ihre Tat durch das Kind öffentlich wurde, leidet Dimmesdale unter einer „verborgenen Scham“, die ihn aufgrund seines geistlichen Amtes und seines strengen Gewissens psychisch und physisch zermürbt.

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Details

Title
Die Sichtbarkeit der Scham in Nathaniel Hawthornes "The Scarlet Letter"
College
University of Frankfurt (Main)  (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften)
Course
Literatur und Scham
Grade
1,3
Author
B.A. of Arts Rebekka Merkel (Author)
Publication Year
2016
Pages
25
Catalog Number
V446485
ISBN (eBook)
9783668825109
ISBN (Book)
9783668825116
Language
German
Tags
The Scarlet Letter Scham
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. of Arts Rebekka Merkel (Author), 2016, Die Sichtbarkeit der Scham in Nathaniel Hawthornes "The Scarlet Letter", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446485
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