In den letzten Jahren ist im Controlling das Verhalten von Menschen immer mehr in den Fokus gerückt. Kann ein Mensch überhaupt rein rationale Entscheidungen treffen? Oder ist er ein Individuum, das sowohl rationale als auch intuitive Entscheidungen fällt? In der Unternehmenspraxis werden solche Fragen immer wichtiger.
Luisa Hartmann setzt sich in ihrer Publikation deshalb mit den Auswirkungen der Verhaltenswissenschaften auf das Controlling auseinander. Sie zeigt, wie Investitionsentscheidungen und die Budgetplanung sich dadurch verändern.
Hartmann erklärt das sogenannte Behaviorial Controlling aus theoretischer und aus praktischer Sicht. Dabei stellt sie auch das aktuelle Konzept des homo heuristicus vor, der inzwischen den homo oeconomicus abgelöst hat. Aus ihren Erkenntnissen leitet sie außerdem Handlungsempfehlungen für das Controlling von morgen ab.
Aus dem Inhalt:
- Rationalität;
- Prospect Theory;
- Kennzahl;
- Kennzahlenbildung;
- Heuristik;
- Bias
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Abstract
- Abkürzungsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Grundlagen und Definitorik
- 2.1 Der Controllingbegriff und das Aufgabengebiet
- 2.2 Der traditionelle Ansatz der Erwartungsnutzentheorie und des homo oeconomicus
- 2.3 Behavioral Controlling
- 2.4 Der homo heuristicus
- 3 Verhaltensorientierung als alternativer Controllingansatz
- 3.1 Ausgewählte Heuristiken und Biases des Controllings
- 3.2 Prospect Theory
- 4 Behavioral Controlling in der Unternehmenspraxis
- 4.1 Kennzahlen
- 4.2 Investitionsentscheidungen
- 4.3 Budgetierung
- 5 Fazit und Ausblick
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung von Behavioral Controlling im Kontext des Unternehmensmanagements. Sie beleuchtet die Grenzen des traditionellen, rationalen Ansatzes des Controllings, der auf dem homo oeconomicus basiert, und zeigt auf, wie die Einbeziehung von Verhaltenswissenschaften, insbesondere der Heuristiken und Biases, zu einem realistischeren und effektiveren Controlling führt.
- Die Grenzen des traditionellen Controllings und des homo oeconomicus
- Die Bedeutung von Verhaltenswissenschaften für das Controlling
- Heuristiken und Biases im Kontext des Controllings
- Der Einfluss von Verhaltensfaktoren auf Kennzahlenbildung, Investitionsentscheidungen und Budgetierung
- Handlungsempfehlungen für ein effektiveres Behavioral Controlling in der Unternehmenspraxis
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz von Behavioral Controlling im modernen Unternehmensmanagement erläutert. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Grundlagen des Controllings und der traditionellen Sichtweise des homo oeconomicus. Im dritten Kapitel wird der alternative Ansatz des Behavioral Controlling vorgestellt, wobei die wichtigsten Heuristiken und Biases des Controllings, sowie die Prospect Theory, analysiert werden. Das vierte Kapitel beleuchtet die konkrete Anwendung von Behavioral Controlling in der Unternehmenspraxis, mit Fokus auf Kennzahlenbildung, Investitionsentscheidungen und Budgetierung. Die Arbeit wird mit einem Fazit und Ausblick abgeschlossen, welches die Relevanz des Behavioral Controlling für die Zukunft des Unternehmensmanagements hervorhebt.
Schlüsselwörter
Behavioral Controlling, Homo Heuristicus, Prospect Theory, Heuristiken, Biases, Kennzahlen, Investitionsentscheidungen, Budgetierung, Verhaltenswissenschaften, Rationalität, Intuition.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Behavioral Controlling?
Behavioral Controlling ist ein verhaltensorientierter Ansatz, der menschliche Verhaltensweisen, Heuristiken und Biases in die Steuerungsprozesse eines Unternehmens einbezieht.
Was ist der Unterschied zwischen Homo oeconomicus und Homo heuristicus?
Der Homo oeconomicus handelt rein rational und nutzenmaximierend, während der Homo heuristicus einfache Entscheidungsregeln (Heuristiken) nutzt und durch kognitive Verzerrungen beeinflusst wird.
Welche Rolle spielt die Prospect Theory im Controlling?
Sie erklärt, wie Menschen Entscheidungen unter Risiko treffen, wobei Gewinne und Verluste unterschiedlich bewertet werden, was wichtig für Investitionsentscheidungen ist.
Wie beeinflusst Behavioral Controlling die Budgetierung?
Es hilft zu verstehen, wie psychologische Faktoren (z. B. Budget Slack) die Planung beeinflussen und wie man durch verhaltensorientierte Maßnahmen realistischere Budgets erstellt.
Was sind typische Biases im Controlling?
Typische kognitive Verzerrungen sind unter anderem der Overconfidence Bias (Übersteigerte Selbstsicherheit) oder der Anchoring Effect (Ankereffekt) bei der Kennzahlenbewertung.
- Quote paper
- Luisa Hartmann (Author), 2019, Rationalität versus Intuition? Wie das Behavioral Controlling den Menschen in den Mittelpunkt des Unternehmens stellt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446813