Zahlreiche internationale Studien belegen, dass Verhaltensstörungen und sozial-emotionale Kompetenzdefizite bereits im Grundschulalter gehäuft auftreten, was universelle Fördermaßnahmen in der Schuleingangsphase notwendig macht. Um zudem einer Verfestigung von Problemverhalten frühzeitig entgegenzuwirken, ist ein präventiver Einsatz von Fördermaßnahmen in der Schuleingangsphase notwendig.
Um emotionale und soziale Kompetenzen bereits zu Beginn der Grundschule zu fördern, wurde das universelle Präventionsprogramm „Lubo aus dem All! – 1. Und 2. Klasse“ entwickelt. Zur Evaluation des Programms wurde eine umfangreiche Studie an Kölner Grundschulen durchgeführt. Ausgehend von den Ergebnissen der Evaluationsstudie zu dem Programm „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“ wird sich diese Arbeit mit den Chancen und Grenzen des Programms befassen.
Nach einer kurzen Vorstellung des Programms für die Schuleingangsphase und der dazu durchgeführten Evaluationsstudie, werden die Ergebnisse der Studie aufgezeigt und Chancen und Grenzen des Programms daraus abgeleitet. Durch einen Blick auf die Umsetzbarkeit des Programms werden weitere Chancen und Grenzen des Programms ergänzt. Im anschließenden Fazit werden die skizzierten Chancen und Grenzen zusammengefasst und eine abschließende Bewertung des Programms vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung / Hinführung zum Thema
2. Das Programm „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“
3. Evaluationsstudie zu „Lubo aus dem All!“
4. Ergebnisse der Evaluationsstudie
4.1 Chancen von „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“
4.2 Grenzen von „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“
5. Umsetzbarkeit von „Lubo aus dem All – 1. und 2. Klasse“
5.1 Chancen der Umsetzbarkeit von „Lubo aus dem All – 1. und 2. Klasse“
5.2 Grenzen der Umsetzbarkeit von „Lubo aus dem All – 1. und 2. Klasse“
6. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht die Effektivität und praktische Durchführbarkeit des universellen Präventionsprogramms „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“. Ziel ist es, auf Basis der vorliegenden Evaluationsstudien Chancen und Grenzen des Programms kritisch zu reflektieren und eine fundierte Einschätzung über dessen Einsatzmöglichkeiten im Grundschulalltag abzugeben.
- Wirksamkeit der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen
- Anwendung des Programms in der Schuleingangsphase
- Vergleich von Experimentalgruppe und Kontrollgruppe
- Praktische Hürden und Anforderungen an die Lehrkräfte
- Langzeiteffekte und Stabilität der erzielten Ergebnisse
Auszug aus dem Buch
4.2 Grenzen von „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“
Auch wenn die Ergebnisse der Studie zunächst überwiegend positiv erscheinen, so werden durch die Ergebnisse auch einige Grenzen des Programms deutlich. Die Autorinnen und Autoren der Evaluationsstudie sprechen zwar fast ausschließlich von signifikanten und längerfristigen Effekten nach dem Training mit dem Präventionsprogramm, aber die Daten und Diagramme der Erhebungen sind bei genauer Betrachtung enttäuschend. Häufig sind die Effektstärken sehr gering oder der Unterschied zwischen den Werten der Experimentalgruppe und denen der Kontrollgruppe sehr klein. Zudem sind zeigt sich oft nur in den ersten Erhebungen, kurz nach Beginn und kurz nach Beendigung des Trainings eine Wirkung des Programms, welche sich dann aber bis hin zur erneuten Erhebung ein halbes Jahr nach der Intervention wieder abschwächt. Dies deutet darauf hin, dass das Präventionsprogramm überwiegend kurzfristige Effekte erzielt. (vgl. Hillenbrand 2013, Abb. 6-14 & Hennemann 2011, Tab.1)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung / Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel motiviert die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Das Programm „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“: Es werden die theoretischen Grundlagen, die Zielsetzung sowie die methodische Durchführung des Programms erläutert.
3. Evaluationsstudie zu „Lubo aus dem All!“: Hier wird das Studiendesign mit Experimentalgruppen und Kontrollgruppen sowie der Erhebungszeitraum der Evaluation beschrieben.
4. Ergebnisse der Evaluationsstudie: Die Untersuchung liefert sowohl Belege für die positive Wirksamkeit des Programms als auch kritische Hinweise auf begrenzte Effektstärken.
5. Umsetzbarkeit von „Lubo aus dem All – 1. und 2. Klasse“: Dieser Abschnitt beleuchtet die praktischen Anforderungen an Lehrkräfte und die organisatorischen Herausforderungen bei der Durchführung.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung und einer Empfehlung für den pädagogischen Einsatz des Programms.
Schlüsselwörter
Lubo aus dem All, Präventionsprogramm, Schuleingangsphase, Sozial-emotionale Kompetenzen, Verhaltensstörungen, Grundschule, Evaluationsstudie, Problemlöseformel, Lehrkraft, Inklusion, Risikokinder, Effektstärke, Klassenklima, Fördermaßnahmen, Unterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert kritisch das universelle Präventionsprogramm „Lubo aus dem All!“ hinsichtlich seiner Erfolgsaussichten und Herausforderungen im Grundschulunterricht.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten, der Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und die methodische Umsetzung in der Schuleingangsphase.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Chancen und Grenzen des Programms durch eine Verknüpfung von wissenschaftlichen Evaluationsergebnissen und praktischen Anforderungen zu evaluieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse von Evaluationsstudien, die empirische Daten zur Wirksamkeit des Programms untersucht haben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Programms, die Auswertung der Ergebnisse der Evaluationsstudie und eine Analyse der Umsetzbarkeit im Schulalltag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Präventionsprogramm, soziale Kompetenzförderung, Grundschule, Evaluation und Umsetzbarkeit gekennzeichnet.
Wie beurteilen Lehrkräfte das Programm in der Praxis?
Lehrkräfte bewerten das didaktische Konzept grundsätzlich positiv, weisen jedoch auf den hohen Zeitaufwand und die Kostenbelastung hin.
Welche Bedeutung hat die „Problemlöseformel“ im Lubo-Programm?
Die Problemlöseformel dient als zentraler, kindgerechter Leitfaden, um Schülern zu helfen, in sozialen Konfliktsituationen angemessen zu reagieren.
Warum ist die Arbeit insbesondere für Inklusionssettings relevant?
Aufgrund der Methodenvielfalt und der gezielten Förderung sozialer Kompetenzen eignet sich das Programm besonders für heterogene Lerngruppen und Risikokinder.
Welche zeitlichen Belastungen entstehen durch das Programm?
Der enorme zeitliche Aufwand von 30 Stunden à 60 Minuten kann zu einer deutlichen Kürzung des regulären Fachunterrichts führen.
- Arbeit zitieren
- Jana Weimer (Autor:in), 2018, Chancen und Grenzen des Programms "Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446976