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Spiele als Medien der Friedenspädagogik

Title: Spiele als Medien der Friedenspädagogik

Thesis (M.A.) , 2004 , 101 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Stephan Schmutz (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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In dem vorliegenden Werk wird eine zivile Handlungsmöglichkeit der Friedensarbeit beleuchtet: der Einsatz von Spielen als Medien im Kontext der Friedensbildung, Friedenserziehung und Friedenspädagogik.

Zu diesem Zweck wird im ersten Teil vorab das Phänomen „Spiel“ erläutert. Hierbei werden zunächst verschiedene Möglichkeiten der Begriffsbestimmung dargelegt, es folgt ein Überblick über verschiedene Definitionen. Schließlich werden verschiedene Spieltheorien und Klassifikationsmöglichkeiten besprochen; den Abschluss bilden weitere Ergänzungen von Klassifikationen und Spielformen. Inhaltlich wurde bei der Bearbeitung des ersten Kapitels ein besonderer Fokus auf jene Themen gelegt, die später im erweiterten Sinnzusammenhang der zu besprechenden Spielexempel hilfreich sein werden.

Das zweite Kapitel befasst sich im weiteren Sinne mit dem Themenkomplex der Friedenspädagogik. Dazu wird zunächst auf den Begriff des Friedens eingegangen, anschließend folgt eine Differenzierung der Themen Friedensforschung, Friedenspädagogik und Friedenserziehung sowie die Erläuterung der genannten Themen im Einzelnen mit Fokus auf den Prinzipien und Zielen einer aktuellen Friedenserziehung.

Das dritte Kapitel stellt schließlich ausgewählte Beispiele für Spiele als Medien der Friedenserziehung zusammen und liefert darüber hinaus eine Analyse dieser Beispiele. Dies geschieht mit dem Ziel, eine fruchtbare Synthese der zuvor besprochenen Themengebiete zu vollziehen. Anhand unterschiedlicher Beispiele für verschiedene Ansätze soll die Funktion der jeweiligen Spiele im Kontext ihrer friedensfördernden Aufgabe deutlich gemacht werden. Aus der Fülle des recherchierten Materials wurden einige besonders prägnante Beispiele ausgewählt, um ganz unterschiedliche friedenspädagogische Herangehensweisen darstellen zu können.

Am Schluss steht der Versuch, ein Bewertungsraster zu entwerfen, in dem verschiedene Spielkonzepte so erfasst werden können, dass die unterschiedlichen friedenspädagogischen Zusammenhänge erkennbar werden. Ein zusammenfassendes Fazit und der Ausblick auf weitere folgende Möglichkeiten der thematischen Auseinandersetzung beschließen diese Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Spiel

1. Zum Begriff des Spiels

2. Spieldefinitionen und Spielmerkmale

3. Spieltheorien und -klassifizierungen

3.1. Anfänge

3.2. Klassische Spieltheorien

3.3. Moderne Spieltheorien

3.3.1. Die kognitive Spieltheorie Jean Piagets

3.3.2. Psychoanalytische Spieltheorien

3.3.3. Dialektische Spieltheorie nach Brian Sutton-Smith

3.4. Ergänzende Klassifikationsmöglichkeiten

4. Spielpädagogik

5. Die Nutzbarmachung des Spiels als Medium der Friedenspädagogik

6. Korrespondierende pädagogische Handlungsbereiche

II. Frieden

1. Zum Begriff des Friedens

2. Friedensforschung

3. Friedenspädagogik / Friedenserziehung

3.1. Frühe Konzepte der Friedenspädagogik und -erziehung

3.2. Klassische Konzepte der Friedenspädagogik und -erziehung

3.2.1. Anthropologisch-personale Friedenspädagogik

3.2.2. Geisteswissenschaftlich-dialektische Friedenspädagogik

3.3. Inhalte, Prinzipien und Aufgaben heutiger Friedenserziehung

III. Friedensspiele

1. Rollenspiele

1.1. Planspiele / Simulationsspiele

1.1.1. Das NATO-Spiel

1.1.2. Soja, Kaffee oder schwarze Bohnen?

1.1.3. Krieg oder Frieden

1.1.4. Model United Nations

1.1.5. World Game

1.1.6. Zusammenfassende Bewertung

1.2. Darstellendes Spiel

1.2.1. Schwarz-Weiß-Begegnungsspiel

1.2.2. Puppentheater

1.2.3. Friedenserziehung mit allen Sinnen

1.2.4. Zusammenfassende Bewertung

2. Gesellschaftsspiele

2.1. Gruppenspiele

2.2. Brettspiele

2.3. Das Spiel für den Frieden

2.4. Zusammenfassende Bewertung

3. Sportspiele

3.1. Kooperative Sportspiele

3.2. Fremdheit in Sportspielen

3.3. Straßenfußball

3.4. Zusammenfassende Bewertung

4. Computer- und Videospiele

5. Gestaltendes Spiel

6. Spiel als Rahmenkonzept

7. Entwurf eines Bewertungssystems

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Spielen als zivile Handlungsmöglichkeit im Kontext der Friedensbildung, Friedenserziehung und Friedenspädagogik. Die zentrale Forschungsfrage liegt darin, wie verschiedene Spielkonzepte als Medien zur Förderung friedensrelevanter Kompetenzen und Strategien fungieren können und wie diese anhand eines Bewertungsrasters in den Kontext friedenspädagogischen Handelns einzuordnen sind.

  • Theoretische Grundlagen des Spielbegriffs und der Spielpädagogik.
  • Differenzierung der Konzepte Friedensforschung, Friedenspädagogik und Friedenserziehung.
  • Analyse praktischer Beispiele für Friedensspiele, unterteilt in Rollen-, Gesellschafts- und Sportspiele.
  • Evaluierung der Lernfunktionen von Spielen im Kontext der Friedenserziehung.
  • Entwurf eines Bewertungsrasters zur systematischen Einordnung friedenspädagogischer Spielkonzepte.

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Die kognitive Spieltheorie Jean Piagets

Der Schweizer Psychologe Jean Piaget (1896-1980) sieht die Entwicklung des Spielens parallel zu dem bekannten von ihm entwickelten kognitiven Entwicklungsmodell. Die wesentlichen Hauptbegriffe seiner Spieltheorie sind demnach die Systeme der Assimilation und Akkommodation. Diese bilden einen ständig rückkoppelnden Regelkomplex, der der Anpassung des Kindes dient und Adaption genannt wird. Während unter Assimilation die Anpassung der Umwelt an die jeweiligen eigenen geistigen Schemata verstanden wird, erklärt die Akkommodation das Anpassen eines Schemas oder einer Struktur an die jeweilige Situation oder den jeweiligen Gegenstand. Überwiegend akkommodatives Verhalten führt nach Piaget zu Imitation, während ein Übergewicht an Assimilation zu Spiel führt. Nachahmungsverhalten erfordert also zunächst die Akkommodation der Umgebung, wobei dieses Verhalten dann bei zunehmender Beherrschung des jeweiligen Materials in Assimilation übergeht und dann Spiel genannt werden kann.

Piagets Stadien der Denkentwicklung lassen sich wie folgt den entsprechenden Stadien der Spielentwicklung zuordnen: Im sensomotorischen Stadium im Alter vom 2. bis zum 18. Lebensmonat überwiegt das Übungsspiel, in der kognitiven Entwicklungsstufe des verbalen und anschaulichen Denkens vom 2. bis zum 7. Lebensjahr ist das Symbolspiel die vorherrschende Spielform, es wird schließlich in der Phase der konkret operationellen Intelligenz vom 7. bis zum 11. Lebensjahr vom Regelspiel abgelöst, wobei Piaget das Symbolspiel als den „Höhepunkt des Kinderspiels“ ansieht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Spiel: Dieses Kapitel erläutert den komplexen Begriff des Spiels, beleuchtet historische sowie moderne Spieltheorien und führt die Spielpädagogik als Handlungsfeld ein.

II. Frieden: Hier wird der Friedensbegriff aus verschiedenen Perspektiven (völkerrechtlich, theologisch, pädagogisch) analysiert und die historische Entwicklung der Friedenspädagogik nachgezeichnet.

III. Friedensspiele: Das Hauptkapitel präsentiert eine Auswahl an Rollenspielen, Gesellschaftsspielen und Sportspielen, die als Medien der Friedenserziehung dienen, analysiert deren Wirkungsweise und entwirft ein Bewertungssystem.

Schlüsselwörter

Friedenspädagogik, Friedenserziehung, Spieltheorie, Kooperationsspiele, Planspiele, Friedensforschung, Rollenspiel, Sportspiele, Konstruktive Konfliktlösung, Interkulturelle Verständigung, Spielpädagogik, Gewaltprävention, Sozialkompetenz, Simulation, Friedenskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene Arten von Spielen als Medien im Kontext der Friedenspädagogik und Friedenserziehung eingesetzt werden können, um friedensfördernde Kompetenzen zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Fundierung des Spiels, die Konzepte der Friedenspädagogik sowie die Analyse und Bewertung praktischer Spielexempel.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Spiele als Instrumente der Friedenserziehung genutzt werden können, und einen systematischeren Entwurf für ein Bewertungsraster zu entwickeln, um solche Konzepte wissenschaftlich und praktisch greifbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der historischen Aufarbeitung von Spieltheorien und der systematischen Kategorisierung praktischer Fallbeispiele basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Spielbeispiele aus den Bereichen Rollenspiele (Planspiele), Gesellschaftsspiele, Sportspiele, Computerspiele und gestaltendes Spiel unter friedenspädagogischen Gesichtspunkten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Friedenspädagogik, Kooperationsspiele, Spieltheorie, Konfliktlösung und Friedenserziehung.

Inwiefern unterscheiden sich Planspiele von anderen Spielformen in diesem Buch?

Planspiele zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie komplexe Konfliktsituationen oder Handlungsabläufe simulieren und somit den Fokus auf die Interaktion von Spielparteien legen, um politisches oder soziales Verständnis zu fördern.

Was ist der Kern der "Dialektischen Spieltheorie" nach Brian Sutton-Smith?

Sutton-Smith betrachtet das Spiel als ein Mittel zur Konfliktlösung, das gewöhnliche Gegensätze transzendiert und durch reversible Handlungen neue adaptive Verhaltensmöglichkeiten für das Individuum schafft.

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Details

Title
Spiele als Medien der Friedenspädagogik
College
University of Heidelberg  (Erziehungswissenschaftliches Seminar)
Grade
1,0
Author
M.A. Stephan Schmutz (Author)
Publication Year
2004
Pages
101
Catalog Number
V44904
ISBN (eBook)
9783638424103
ISBN (Book)
9783638707411
Language
German
Tags
Spiele Medien Friedenspädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Stephan Schmutz (Author), 2004, Spiele als Medien der Friedenspädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44904
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