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Schema-Theorie der Rezeption

Title: Schema-Theorie der Rezeption

Seminar Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anca Klein (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Die Frage, wie Massenmedien auf das Publikum wirken und wie oder ob sie Einstellungen und dann schließlich Verhalten beeinflussen und nach den eigenen Zielen verändern können, stellt sich, seit dem es Massenkommunikationsmittel gibt. Die Laswell Formel kann man den Anhängern der starken Medienwirkung zuordnen. Laut dieser Theorie spielt nur die eigentliche Information, die vermittelt wird, eine Rolle, „Rezipientenvariablen und die Frage, wie Informationen aufgenommen und verarbeitet werden, waren (...) kaum von Bedeutung." Die Opinionleaders Theorie von Lazarsfeld, Berelson und Gauder bildet den entgegengesetzten Pol und meint, Medien „könnten keineswegs die Meinungen der Bevölkerung beeinflussen, sondern lediglich bereits bestehende Einstellungen verstärken." Laut dieser Auffassung können die Medien die Rezipienten gar nicht direkt erreichen und eine zweischichtige Kommunikation fände statt: direkt zwischen dem Medium und den Opinionleaders und dann eine face-to-face Kommunikation zwischen den Opinionleaders und dem Publikum. Die Medieninhalte und die Art ihrer Präsentation „verloren an Bedeutung, Rezipientenvariablen rückten in den Vordergrund." Die Theorie der Rezeption Schema ist unter der Kategorie der „selektiven Medienwirkungen" zu unterbringen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Ansätze

3. Definition und Funktion von Schemata

4. Forschungen auf dem Gebiet und Kritiken

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Schema-Theorie im Kontext der Massenkommunikation, um zu klären, wie Rezipienten Informationen aktiv verarbeiten, speichern und in bestehende Wissensstrukturen integrieren. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, welche kognitiven Prozesse bei der Interpretation von Medieninhalten ablaufen und inwieweit Schemata als Selektions- und Verarbeitungsmechanismen fungieren.

  • Grundlagen der Rezeptionsforschung und historische Medientheorien
  • Kognitive Mechanismen der Informationsverarbeitung und -interpretation
  • Funktionsweise und Definition von Schemata bei der Rezeption
  • Kritische Reflexion der Schema-Theorie unter Berücksichtigung des Involvements
  • Vergleich zwischen der Informationsverarbeitung beim Menschen und informationstechnischen Systemen

Auszug aus dem Buch

3. Definition und Funktion von Schemata

„In der wissenschaftlichen Literatur gibt es eine Reihe von Begriffen, (...) die dem Schema ähnlich sind, beispielweise: Rahmen (frame), Prototyp, (...) Konstrukt, belief, (...) Stereotyp.“ Gerade aus dieser Vielfältigkeit von Benennungen und Definitionsmöglichkeiten werden sich weitere Probleme und Lücken dieser Theorie ergeben. Hier erscheint auch der erste Widerspruch: Brosius meint, dass der Mensch auf der einen Seite zwar eine aktive Rolle bei der Verarbeitung hat, aber auf der anderen Seite auch, dass diese Selektion „weitgehend automatisch“ geschieht und sich der „bewussten Kontrolle“ des Verarbeitenden entzieht.

Schema kann unter den Begriffen der „Selektionskriterien und Verarbeitungsrichtlinien“ zusammengefasst werden. Laut Graber (1984) ist ein Schema „a cognitive structure consisting of organized knowledge about situations and individuals that has been abstracted from prior experiences. It is used for processing new information and retrieving stored information“. Die Ausbildung und Benutzung von Schemata basiert sich auf der „Fähigkeit, gemeinsame Attribute bei Objekten, Ereignissen und Personen zu entdecken.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert die historische Entwicklung der Wirkungsforschung und ordnet die Schema-Theorie in den Kontext der selektiven Medienwirkungen ein.

2. Ansätze: Hier werden die theoretischen Grundannahmen dargestellt, nach denen der Mensch Informationen nicht passiv aufnimmt, sondern auf Basis kognitiver Schemata aktiv verarbeitet.

3. Definition und Funktion von Schemata: Dieses Kapitel definiert Schemata als kognitive Strukturen und beleuchtet ihre Rolle bei der Vereinfachung und Organisation der Informationsaufnahme sowie ihre Gefahren bezüglich Stereotypisierungen.

4. Forschungen auf dem Gebiet und Kritiken: Der Autor diskutiert empirische Studien zur Schema-Theorie und kritisiert methodische Schwächen wie kleine Stichprobengrößen und die Herausforderung des "Involvements" bei der Informationsverarbeitung.

Schlüsselwörter

Schema-Theorie, Rezeptionsforschung, Informationsverarbeitung, Massenmedien, Kognitive Struktur, Selektive Medienwirkung, Inferenz, Elaboration, Reduktion, Involvement, Opinionleaders, Dekodierung, Enkodierung, Stereotyp, Wissensstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Schema-Theorie innerhalb der Kommunikationswissenschaft, um zu verstehen, wie Individuen Medieninhalte auf Basis ihrer vorhandenen Wissensbestände wahrnehmen und verarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Prozesse der Dekodierung von Nachrichten, die Rolle kognitiver Schemata bei der Informationsverarbeitung und die Dynamik zwischen Rezipient und Medium.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die kognitiven Vorgänge bei der Medienrezeption zu explizieren und den Erkenntnisgewinn der Schema-Theorie kritisch gegenüber älteren Wirkungsmodellen zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze der Kommunikationspsychologie und Rezeptionsforschung synthetisiert und diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Definition von Schemata, die Operationen der Informationsverarbeitung (Inferenz, Elaboration, Reduktion) sowie die Kritik an bestehenden Modellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen kognitive Schemata, Informationsverarbeitung, Rezeptionsforschung und mediale Wirkungsmechanismen.

Welche Rolle spielt das Konzept des "Involvements"?

Das Involvement dient als Erklärungsmodell für Unterschiede in der Intensität der Informationsverarbeitung und hilft, die Lücken der ursprünglichen Schema-Theorie zu schließen.

Wie unterscheidet sich der Mensch in dieser Theorie von einem Computer?

Obwohl Analogien zur Datenverarbeitung gezogen werden, betont der Text, dass der Mensch ein aktives, komplexes Individuum ist, das im Gegensatz zur Maschine subjektiv und zielgerichtet handelt.

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Details

Title
Schema-Theorie der Rezeption
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Course
Publikumsverhalten - Was machen die Menschen mit den Massenmedien ?
Grade
2
Author
Anca Klein (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V44981
ISBN (eBook)
9783638424707
Language
German
Tags
Schema-Theorie Rezeption Publikumsverhalten Menschen Massenmedien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anca Klein (Author), 2003, Schema-Theorie der Rezeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44981
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