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Maria Theresia von Österreich als Mutter

Title: Maria Theresia von Österreich als Mutter

Seminar Paper , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anke Seifert (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Wie sah sich Maria Theresia selbst als Mutter und wie wurde sie von ihren Kindern und ihrer Umwelt (Diplomaten, Untertanen) wahrgenommen ? Was bedeuteten Maria Theresia ihre Schwangerschaften und ihre Kinder ? Waren sie die Erfüllung ihrer Träume oder nur Mittel zum Zweck ?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Werdegang Maria Theresias und ihrer Kinder

3. Erziehung der Kinder

4. Beeinflussung der Mutterrolle Maria Theresias durch das damalige Umfeld

5. Wahrnehmung der Mutterrolle

6. Bedeutung der Schwanger- und Mutterschaften für Maria Theresia

7. Anwendbarkeit des „Zwei-Körper-Konzeptes“

8. Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Seminararbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen Maria Theresias Rolle als habsburgische Herrscherin und ihrer Rolle als Mutter. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Erziehung, Heiratspolitik und das dynastische Umfeld die Beziehung zwischen der Kaiserin und ihren Kindern sowie ihr eigenes Selbstverständnis geprägt haben.

  • Analyse der Erziehungsmethoden am Beispiel von Joseph und Marie Antoinette
  • Einfluss der Staatsräson auf die persönliche Lebensgestaltung der Kinder
  • Untersuchung der Schwangerschaften im Kontext dynastischer Notwendigkeiten
  • Anwendung des „Zwei-Körper-Konzepts“ nach Kantorowicz auf die Person Maria Theresia

Auszug aus dem Buch

3. Erziehung der Kinder

Maria Theresia musste sich aufgrund der umfangreichen Regierungsgeschäfte bei der Erziehung ihrer Kinder von den Ajas (bei den Töchtern) und den Ajos (bei den Söhnen), die zumeist adelige Witwen oder zuverlässige Hofbeamte waren, vertreten lassen. Sie versuchte, die Wochenenden mit der Familie zu verbringen sowie ihre Kinder an Fest- und Feiertagen und zur Messe zu sehen. Maria Theresia ließ es sich jedoch nicht nehmen, den Erziehern pädagogische Anweisungen und Instruktionen zu erteilen, wie die Kinder ihrer Meinung nach erzogen werden sollten.

Streng bestand sie darauf, dass die Kinder ihrem Rang nach erzogen werden und auftreten sollten. Gleichzeitig legte sie besonderen Wert darauf, dass die Kinder geboren „sind zu gehorchen“ und sich „mithin beizeiten daran gewöhnen“ sollten. Dementsprechend waren „mit keinem Türhüter oder Kammerheizer Diskurse zu gestatten oder [hatten sie] ihnen Befehle zu geben“. Des Weiteren war das „Dalken“ verpönt. Die Kinder hatten (sofort) korrektes Hochdeutsch zu lernen.

Von klein auf wurde Gewicht gelegt auf Frömmigkeit, Ordnungsliebe und gute Lebensart. Der Tag hatte immer mit einem Gebet zu beginnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der Leitfrage zur Beziehung zwischen Maria Theresia und ihren Kindern im Kontext ihrer herrschaftlichen Aufgaben.

2. Werdegang Maria Theresias und ihrer Kinder: Biografischer Überblick über Maria Theresias Leben und die Lebenswege ihrer 16 Kinder.

3. Erziehung der Kinder: Detaillierte Darstellung der pädagogischen Grundsätze, der Disziplinierung und des Alltags der Kinder.

4. Beeinflussung der Mutterrolle Maria Theresias durch das damalige Umfeld: Analyse der dynastischen Zwänge und der Staatsräson, die das Handeln der Kaiserin gegenüber ihrer Familie bestimmten.

5. Wahrnehmung der Mutterrolle: Untersuchung der Diskrepanz zwischen dem idealisierten Bild der „landesmütterlichen“ Kaiserin und der erlebten Strenge durch die Kinder.

6. Bedeutung der Schwanger- und Mutterschaften für Maria Theresia: Betrachtung der physischen und politischen Belastung durch die zahlreichen Schwangerschaften und den Wunsch nach dynastischer Sicherung.

7. Anwendbarkeit des „Zwei-Körper-Konzeptes“: Theoretische Einordnung von Maria Theresias Wirken anhand der Unterscheidung zwischen natürlichem und politischem Körper.

8. Resümee: Synthese der Ergebnisse, die Maria Theresia als Frau im Spannungsfeld zwischen persönlicher Identität, dynastischer Pflicht und aufklärerischen Einflüssen zeigt.

Schlüsselwörter

Maria Theresia, Habsburger, Erziehung, Staatsräson, Mutterrolle, Dynastie, Joseph II., Marie Antoinette, Aufklärung, Heiratspolitik, Zwei-Körper-Konzept, Herrschaft, Kindheit am Hof, Machtpolitik, Monarchie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis von Maria Theresia zu ihren Kindern und beleuchtet, wie sie ihre familiäre Rolle mit ihrem Herrschaftsanspruch als Monarchin in Einklang zu bringen versuchte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die höfische Erziehung, die dynastische Heiratspolitik, der Einfluss politischer Interessen auf die Familie sowie die psychologische Dynamik zwischen der Kaiserin und ihrem Nachwuchs.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den „roten Faden“ in Maria Theresias Mutterrolle zu finden und zu klären, ob ihre Kinder in erster Linie als Individuen oder als politische Instrumente zur Sicherung der Dynastie betrachtet wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf einer Auswertung von Biografien, Briefkorrespondenzen und zeitgenössischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Erziehungspraktiken, die politische Instrumentalisierung der Kinder (insbesondere durch Eheschließungen) und Maria Theresias Selbstverständnis als „Mutter der Völker“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie dynastische Politik, Staatsräson, Erziehungsinstruktionen und die mütterliche Majestät prägen die Analyse der Arbeit.

Inwieweit wurde das „Zwei-Körper-Konzept“ auf Maria Theresia angewandt?

Die Autorin argumentiert, dass Maria Theresia ihren weiblichen Körper bewusst als „Hülle“ einsetzte, um ihre politisch-männliche Herrschaft zu tarnen und Ziele wie den Machterhalt zu legitimieren.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss der Aufklärung auf Maria Theresia?

Die Autorin stellt fest, dass Maria Theresia trotz ihres konservativen Frauenbildes durch die kritische Haltung gegenüber der „Normalität“ dynastischer Schachbrettfiguren näher an aufklärerischen Denkmustern stand, als sie selbst annahm.

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Details

Title
Maria Theresia von Österreich als Mutter
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Hauptseminar: Herrscherinnen in Biographien, Selbstzeugnissen und Medien
Grade
1,7
Author
Anke Seifert (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V45104
ISBN (eBook)
9783638425698
ISBN (Book)
9783638736589
Language
German
Tags
Maria Theresia Mutter Hauptseminar Herrscherinnen Biographien Selbstzeugnissen Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Seifert (Author), 2005, Maria Theresia von Österreich als Mutter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45104
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