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Autorschaftsformen der Twitteratur

Twitteratur und ihre Autoren

Titre: Autorschaftsformen der Twitteratur

Dossier / Travail de Séminaire , 2018 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Sascha Lin (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Die mediale Limitierung auf das Buch prägte das bisherige Konzept von Autorschaft. Digitale und vor allem interaktive Netzwerke wie Twitter konnten diese Limitierung nicht nur überwinden, sie sind sogar Grundlage eines eigenen Genres - der Twitteratur. Grenzüberschreitung und Genregründung fordern als logische Konsequenz ein Hinterfragen und eine Transformation, wenn nicht gar Neukonzeption der Trias Text, Leser und Autor, die Twitter als ästhetisches Ausdrucksmedium nutzt. Diese Arbeit wird sich vor allem dem Autor von Twitteratur widmen und der Frage: Gibt gibt es den einen Twitteratur-Autor, der sich nach klar definierten Merkmalen in sein Genre fügt? Außerdem beleuchtet diese Arbeit die Punkte der Qualifikation eines Autors, seinen Schaffensprozess und die Art der Veröffentlichung innerhalb von Twitteratur.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Twitteratur - Form der digitalen Literatur

3. Autorschaftsformen der Twitteratur

3.1 Die Klassische Autorschaft bzw. der Autor als Genie

3.2 Der Kollaborative Autor

3.3 Der marginalisierte Autor

3.4 Die dissoziierte Autorschaft

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Autors im Kontext des digitalen Genres der Twitteratur. Ziel der Untersuchung ist es, die Forschungsfrage zu klären, ob es einen spezifisch definierbaren „Twitteratur-Autor“ gibt, welche Qualifikationsmerkmale diesen auszeichnen und wie sich der Schaffens- sowie Veröffentlichungsprozess in diesem Medium gestaltet.

  • Grundlagen der digitalen Literatur und Abgrenzung zum Genre Twitteratur
  • Analyse verschiedener Autorschaftsformen: genialistisch, kollaborativ, marginalisiert und dissoziiert
  • Bedeutung von Plattform-Spezifika wie Hashtags, Retweets und Live-Video-Funktionen
  • Einfluss poststrukturalistischer Theorien auf das Konzept der Autorschaft im Netz
  • Wechselspiel zwischen Programmierung, algorithmischer Generierung und menschlicher Kreativität

Auszug aus dem Buch

3.3 Der marginalisierte Autor

Der marginalisierte Autor, auf Ebene der Twitteratur, vermag sich auf den ersten Blick hinter seinem Werk zu verstecken, während das Werk klar in den Vordergrund rückt. Dennoch verfügt auch diese Form der Autorschaft über einen dominanten Autorbegriff. Um Eingabetexte von der Tastatur auf dem Bildschirm zu übertragen, bedarf sogenannter Computer- oder Programmiercodes. Diese Codes laufen für gewöhnlich im Hintergrund und für den den Benutzer unsichtbar ab. Codebasierte Werke marginalisierter Autoren rücken diese Codes in den Mittelpunkt und auf den Bildschirm. Es entsteht ein poetisches Werk, bestehend aus Programmiersprache, Cyber-Dokumentation und Protokollen, sowie natürlichen, als auch synthetischen Sprachelementen.

Roberto Simanowski nennt diese Form der Autorschaft „Autor als Programm“ und sieht ihren Kern darin Computer bzw. Computersoftware an die Stelle des Autors zu rücken. Der visualisierte Hintergrundprozess stellt das Werk selbst dar. Innerhalb der Twitteratur und auf Plattform selbst werden codebasierte Werke beispielsweise unter dem Stichwort #java, von dem Blog „Source Code Poetry“ veröffentlicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den medialen Wandel durch das Internet und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Existenz eines spezifischen Twitteratur-Autors.

2. Twitteratur - Form der digitalen Literatur: Das Kapitel definiert die Twitteratur als Teilbereich der digitalen Literatur und arbeitet zentrale Merkmale wie Interaktivität, Intermedialität und Inszenierung heraus.

3. Autorschaftsformen der Twitteratur: In diesem Hauptteil werden vier verschiedene Typologien von Autorschaft – das Genie, der Kollaborative Autor, der marginalisierte Autor und der dissoziierte Autor – im Kontext von Twitter analysiert.

3.1 Die Klassische Autorschaft bzw. der Autor als Genie: Untersucht wird, inwieweit das traditionelle Konzept des genialen Schöpfers trotz digitaler Interaktionsmöglichkeiten und durch den Autor kontrollierter Auswahlprozesse innerhalb der Twitteratur fortbesteht.

3.2 Der Kollaborative Autor: Dieses Kapitel erläutert den gemeinschaftlichen Produktionsprozess, bei dem mehrere Akteure auf Basis geteilter Kontrolle und Autorisierung an einem Gesamtwerk arbeiten.

3.3 Der marginalisierte Autor: Hier steht die Verlagerung der Autorschaft auf Algorithmen und Programmiercodes im Fokus, bei der der Autor vornehmlich als Gestalter des Generierungsprozesses auftritt.

3.4 Die dissoziierte Autorschaft: Dieses Kapitel behandelt die Auflösung klassischer Autorfunktionen im Rahmen von Konzeptkunst, bei der das Werk zeitlich auf den Moment der Aufführung limitiert ist.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass es keinen einheitlichen Twitteratur-Autor gibt, sondern eine Vielfalt an flexiblen Autorschaftsformen, die sich eng an die technologischen Möglichkeiten der Plattform anpassen.

Schlüsselwörter

Twitteratur, digitale Literatur, Autorschaft, Medientheorie, kollaborative Autorschaft, marginalisierte Autorschaft, Algorithmus, Konzeptkunst, Interaktivität, Intermedialität, Roland Barthes, Michel Foucault, digitale Medien, Autortypologie, Cyber-Dokumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich das Konzept der Autorschaft durch die Nutzung der Plattform Twitter als literarisches Medium verändert hat und welche neuen Rollen der Autor dabei einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Typologie der Autorschaft, die Interaktion zwischen Mensch und Maschine im Schreibprozess sowie die Definition von Twitteratur als eigenständiges digitales Genre.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob es einen spezifisch definierbaren „Twitteratur-Autor“ gibt, der sich durch klare Merkmale auszeichnet, oder ob das Genre vielfältige Autorschaftsmodelle hervorbringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine medientheoretische Analyse, verknüpft mit der Untersuchung aktueller Praxisbeispiele und der Anwendung poststrukturalistischer Theorien wie dem „Tod des Autors“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden vier spezifische Formen der Autorschaft detailliert analysiert: die klassische geniale Autorschaft, kollaborative Prozesse, die marginalisierte Autorschaft durch Programmierung sowie die dissoziierte Autorschaft der Konzeptkunst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Twitteratur, digitale Literatur, Autorschaftsmodelle, Algorithmen, Interaktivität und die Transformation des Autorbegriffs.

Wie unterscheidet sich der marginalisierte Autor vom klassischen Autor?

Der marginalisierte Autor tritt in den Hintergrund und fungiert primär als Programmierer, der Algorithmen zur Textproduktion einsetzt, anstatt den Text Wort für Wort selbst zu verfassen.

Was bedeutet „dissoziierte Autorschaft“ in der Praxis?

Dissoziierte Autorschaft bezieht sich auf künstlerische Projekte, bei denen die Autorschaft teilweise oder ganz zugunsten eines Live-Events aufgelöst wird, wodurch das Werk nur in einem zeitlich begrenzten Moment existiert.

Gibt es einen Einfluss von technischen Plattform-Funktionen auf das Schreiben?

Ja, Funktionen wie Live-Videos, die Umfragefunktion oder Hashtags dienen als strukturelle Rahmenbedingungen, die spezifische Schreibweisen und kollaborative Teilhabe erst ermöglichen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der klassische Autorbegriff im Kontext der Twitteratur nicht mehr haltbar ist, da sich die Autorschaft in diverse, technisch geprägte Formen ausdifferenziert hat.

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Résumé des informations

Titre
Autorschaftsformen der Twitteratur
Sous-titre
Twitteratur und ihre Autoren
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Deutsche Philologie)
Cours
Twitteratur
Note
1,7
Auteur
Sascha Lin (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
14
N° de catalogue
V451376
ISBN (ebook)
9783668844711
ISBN (Livre)
9783668844728
Langue
allemand
mots-clé
Twitteratur Twitter Autor 2.0 Netzliteratur Digitale Literatur der Tod des Autors
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sascha Lin (Auteur), 2018, Autorschaftsformen der Twitteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451376
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Extrait de  14  pages
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