Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Wintertourismus nachhaltig sein kann. Insbesondere auf ökologische Merkmale im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird Bezug genommen.
Zuerst werden die Auswirkungen des Klimawandels im Allgemeinen beschrieben. Schließlich wird erklärt, inwiefern die Wintersport-Destinationen davon betroffen sind. Es werden verschiedene Maßnahmen betrachtet, die von den Skigebieten angewandt werden, um den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken, der Fokus liegt hierbei auf der Kunstschneeproduktion. Es wird untersucht, ob diese Maßnahmen dem Prinzip der Nachhaltigkeit entsprechen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Auswirkungen des Klimawandel
Kunstschneeproduktion
Entstehung von Kunstschnee
Sind Schneekanonen nachhaltig?
Einfluss der (Kunstschnee-)Pisten auf Landschaft und Umwelt
Kosten der Kunstschneeproduktion
Vorteile von Kunstschnee
Weitere Massnahmen gegen den Klimawandel
Snowfarming als alternative Lösung?
Auswertung
Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit des heutigen Wintertourismus mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit unter besonderer Berücksichtigung des fortschreitenden Klimawandels und dessen Auswirkungen auf Skigebiete. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob technische Massnahmen wie die Kunstschneeproduktion oder Snowfarming einen nachhaltigen Betrieb der Wintersportdestinationen ermöglichen können.
- Ökologische Folgen des Klimawandels für alpine Regionen
- Analyse der Kunstschneeproduktion hinsichtlich Ressourcenverbrauch und Umweltauswirkungen
- Kosten-Nutzen-Betrachtung technischer Beschneiungssysteme
- Bewertung von Snowfarming als Strategie zur Saisonverlängerung
- Notwendigkeit einer strategischen Neuausrichtung des Wintertourismus
Auszug aus dem Buch
Einfluss der (Kunstschnee-)Pisten auf Landschaft und Umwelt
Die künstliche Beschneiung beeinflusst auch Landschaft und Umwelt. Im Vergleich zu Naturschneeflocken, welche eine sechseckige kristalline Form haben, sind die Kunstschneeflocke rundlich und weisen daher eine höhere Dichte auf. Dies führt dazu das sie langsamer schmelzen. Der Schnee bleibt deshalb bei Kunstschneepisten 2-3 Wochen länger bestehen. Somit verzögert sich der Beginn des Pflanzenwachstum und Arten, die normalerweise an Orten mit später Ausaperung wachsen, kommen auf Kunstschneepisten häufiger vor. (SnowTrex, SnowTrex, 2017) Pflanzenwachstum bei Kunstschneepisten unterscheidet sich im Vergleich zu normalen Pisten, da die Temperaturen unterschiedlich sind. Bei Naturschneepisten liegen die Tiefsttemperaturen bei unter -10°C, weil die dünne Schneedicke schlecht isoliert und so der Boden schneller auskühlt. Bei Kunstschneepisten hingegen liegen die Temperaturen bei etwa 0°C. (Rixen, Wipf, & Huovinen, 1999-2001)
„Die Regenerationsphase des Bodens und der Pflanzen wird teilweise empfindlich gestört […]“ (SnowTrex, SnowTrex, 2017) Ende Saison müssen die Skigebiete mit den Pistenfahrzeugen den Schnee wegstossen, damit sich die Natur schneller erholen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Arbeit führt in die Thematik des nachhaltigen Wintertourismus ein und definiert den Fokus auf die Auswirkungen des Klimawandels sowie die Rolle der Kunstschneeproduktion.
Auswirkungen des Klimawandel: Es wird der globale Temperaturanstieg dargelegt und aufgezeigt, wie dieser speziell zum Rückgang der Gletscher und zu massiven Attraktivitätsverlusten für den Tourismus führt.
Kunstschneeproduktion: Dieses Kapitel erläutert die technische Notwendigkeit sowie die physikalischen Grundlagen der künstlichen Beschneiung als Reaktion auf sinkende Schneesicherheit.
Entstehung von Kunstschnee: Hier wird der technische Prozess der Umwandlung von Wasser und Luft in Eiskeime mittels Nukleatordüsen beschrieben.
Sind Schneekanonen nachhaltig?: Die Untersuchung zeigt auf, dass der hohe Energie- und Wasserbedarf sowie die notwendigen Speicherseen die ökologische Bilanz stark belasten.
Einfluss der (Kunstschnee-)Pisten auf Landschaft und Umwelt: Es wird analysiert, wie sich die physikalischen Eigenschaften von technischem Schnee auf das Pflanzenwachstum und die Bodenregeneration auswirken.
Kosten der Kunstschneeproduktion: Dieses Kapitel beleuchtet die immensen finanziellen Aufwendungen für Bau, Energie und Betrieb der Beschneiungsanlagen.
Vorteile von Kunstschnee: Trotz ökologischer Kritik werden die sicherheitstechnischen und ökonomischen Vorteile wie die Planbarkeit der Skisaison hervorgehoben.
Weitere Massnahmen gegen den Klimawandel: Es werden alternative Strategien wie die Förderung des Sommertourismus und die saisonale Anpassung als nachhaltigere Ansätze diskutiert.
Snowfarming als alternative Lösung?: Das Kapitel beschreibt das Verfahren der Sommerlagerung von Schnee und bewertet dessen Nutzen sowie Kosten.
Auswertung: Die kritische Reflexion stellt fest, dass der Wintertourismus aufgrund seiner Struktur kaum vollständig nachhaltig sein kann und weitere Anstrengungen von Touristen und Industrie erfordert.
Schlusswort: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass sich Wintersportregionen langfristig anpassen und verstärkt in den Sommertourismus investieren müssen.
Schlüsselwörter
Nachhaltiger Wintertourismus, Klimawandel, Kunstschnee, Schneekanonen, Gletscherschwund, Snowfarming, Energieverbrauch, Wasserressourcen, Umweltbelastung, Sommertourismus, Skigebiete, Tourismus, ökologischer Fußabdruck, Ressourceneffizienz, Alpen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die ökologische Nachhaltigkeit des heutigen Wintertourismus im Kontext des globalen Klimawandels und hinterfragt die Umweltauswirkungen technischer Gegenmassnahmen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Die Arbeit thematisiert den Klimawandel, die technische Kunstschneeproduktion, ökologische Folgen für Flora und Boden sowie alternative touristische Zukunftsstrategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob Wintertourismus unter den Bedingungen des Klimawandels durch Massnahmen wie Beschneiung überhaupt nachhaltig betrieben werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf aktuellen Studien, Klimamodellen und Berichten von Tourismusverbänden sowie Forschungsinstituten basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Auswirkungen des Klimawandels, die technische Entstehung und die ökologischen sowie ökonomischen Kosten von Kunstschnee sowie alternative Ansätze wie Snowfarming.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie nachhaltiger Wintertourismus, Kunstschnee, Klimawandel, ökologische Auswirkungen und Ressourcenmanagement charakterisiert.
Welche Auswirkungen hat technischer Schnee auf die alpine Flora?
Technischer Schnee hat eine höhere Dichte und isoliert den Boden anders als Naturschnee, was zu einer Verzögerung des Pflanzenwachstums und zur Störung der Regenerationsphase führen kann.
Warum wird Snowfarming in der Arbeit kritisch hinterfragt?
Obwohl Snowfarming die Saisonsicherheit erhöht, ist es mit sehr hohen Kosten für Abdeckmaterialien, Transport und Personal verbunden und energetisch nur bei optimalen Bedingungen vertretbar.
Können Skigebiete den Klimawandel durch Technik kompensieren?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass technologische Massnahmen zwar kurzfristig helfen, den Klimawandel jedoch nicht aufhalten können, was langfristig eine stärkere Ausrichtung auf Sommertourismus erzwingt.
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- Dominic Bettschen (Author), 2018, Ist nachhaltiger Wintertourismus möglich? Auswirkungen und Maßnahmen gegen den Klimawandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453076