In den letzten Jahren hat das Employer Branding immer mehr an Bedeutung gewonnen. Früher haben sich viele Fachkräfte auf die wenigen Stellen in den Unternehmen beworben. In der heutigen Zeit stehen Unternehmen vor der Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte, die sogenannten High Potentials, zu erreichen und für sich zu gewinnen.
Der Kampf um die besten Fachkräfte wird als War of Talents bezeichnet. Bereits in den siebziger Jahren wurde darüber diskutiert, ob ein Unternehmen einem Mitarbeiter oder einem potentiellen Bewerber einen Arbeitsplatz wie ein Produkt verkaufen sollte. Aus diesem Ansatz wurde das Konzept des Produktmarketings auf den Personalbereich übertragen.
Schließlich entstand das Personalmarketing. Mitte der neunziger Jahre wurde aufgrund einer Verknappung der qualifizierten Arbeitskräfte von Simon Borrow und Richard Mosley das Employer-Brand-Konzept entwickelt. Das Ziel war es, eine höhere Identifikation und Bindung der Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber zu erzielen und erfolgreicher im Wettbewerb um Talente zu sein.
Dieses Konzept bildet den Grundstein für das Employer Branding. Durch die bereits genannten Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren, findet dieses Thema immer mehr Beachtung. Es wird zunehmend in vielen Unternehmen diskutiert und vermehrt an einer eigenen Employer Branding Strategie gearbeitet.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Employer Branding. Im ersten Abschnitt wird das Employer Branding theoretisch definiert und auf dessen Wirkungsbereiche eingegangen. Im zweiten Abschnitt geht es um die Kommunikation im Employer Branding. Dazu wird die interne und externe Kommunikation im Employer Branding voneinander abgegrenzt. Weiterhin wird untersucht, über welche Kommunikationskanäle des Personalmarketings das Employer Branding kommuniziert werden kann.
Im vierten Abschnitt wird näher auf das Thema „Neue Medien“ und Social Media eingegangen und die Chancen und Risiken dieser Medien und Kanäle dargestellt. Im fünften Abschnitt werden Ziele im Employer Branding vorgestellt und das Thema Erfolgskontrolle näher definiert. Im sechsten Abschnitt schließt diese Arbeit mit einer Diskussion und einem Fazit mit Ausblick ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Employer Branding
2.1 Employer Branding Definition
2.2 Wirkungsbereiche des Employer Branding
2.3 Begriffliche Abgrenzung: Employer Branding und Personalmarketing
3. Kommunikation im Employer Branding
3.1 Kommunikationskanäle im Employer Branding
3.1.1 Interne Kommunikation im Employer Branding
3.1.2 Externe Kommunikation im Employer Branding
3.2 Social Media
3.2.1 Kommunikationskanäle im Social Media
3.2.2 Chancen
3.2.3 Risiken
4. Ziele des Employer Branding
4.1 Konative Ziele
4.2 Kognitive Ziele
4.3 Affektive Ziele
4.4 Erfolgskontrolle für die Zielerreichung im Employer Branding
5. Diskussion
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und strategische Ausgestaltung von Employer Branding zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte. Die Forschungsfrage fokussiert dabei insbesondere auf die Rolle der Kommunikation und den gezielten Einsatz von Social-Media-Kanälen im modernen Personalmarketing.
- Theoretische Grundlagen und Definitionen des Employer Branding
- Differenzierung zwischen interner und externer Kommunikation
- Einsatz und Herausforderungen von Social Media als Kommunikationskanal
- Zieldefinitionen und Methoden der Erfolgskontrolle im Employer Branding
- Einfluss unterschiedlicher Generationen auf die Arbeitgebermarke
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Interne Kommunikation im Employer Branding
Die Glaubwürdigkeit des Managements und die Kultur eines Unternehmens beeinflussen maßgeblich die Attraktivität des Arbeitgebers. Um diese Glaubwürdigkeit zu erreichen, ist eine offene und transparente interne Employer Branding Kommunikation notwendig. Aus diesem Grund sind die Mitarbeiter die erste und auch wichtigste Zielgruppe für die Employer Branding Aktivitäten. Die Mitarbeiter sollten als Komponente der Arbeitgebermarke verstanden werden. Dies bedeutet, dass die Mitarbeiter als Werbeträger genutzt aber auch als Markenbotschafter gesehen werden sollten, die kompetent und authentisch über ihren Arbeitgeber berichten. Dazu sollten die Mitarbeiter laufend über Veränderungen und Neuigkeiten im Unternehmen informiert werden. Dies hilft dabei, die Vision, das Leitbild, die Strategie des Unternehmens, die Unternehmensziele und Entscheidungen zu verstehen und zur Erreichung der Ziele beizutragen.
Bei der internen Kommunikation ist es deshalb wichtig, dass die wichtigen Botschaften konsequent und beständig bekräftigt werden. Weiterhin ist die Art der Kommunikation wichtig, da die Kommunikation die gewünschten Werte und die Persönlichkeit des Arbeitgebers untermauern. Die interne Employer Branding Kommunikation hat das Ziel, Vertrauen, Identifikation, Stolz und gegenseitiges Commitment zwischen den gegenwärtigen Mitarbeitern und dem Arbeitgeber zu erzeugen. Zur internen Kommunikation stehen folgende Kanäle zur Verfügung: Intranet, Flyer und Poster, Mitarbeiterzeitschriften, Newsletter, Broschüren und Merkblätter.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Arbeitsmarktes zum „War of Talents“ und führt in das Konzept des Employer Branding als Antwort auf den Fachkräftemangel ein.
2. Employer Branding: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Arbeitgebermarke, grenzt diesen vom allgemeinen Personalmarketing ab und erläutert die zentralen Wirkungsbereiche.
3. Kommunikation im Employer Branding: Der Hauptteil analysiert die interne und externe Kommunikation sowie die wachsende Bedeutung von Social Media als Instrument für Recruiting und Markenbildung.
4. Ziele des Employer Branding: Hier werden konative, kognitive und affektive Ziele differenziert sowie Methoden zur Erfolgskontrolle, wie z.B. die Brand Score Card, vorgestellt.
5. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und beleuchtet kritisch Herausforderungen wie den Umgang mit verschiedenen Generationen und Kontrollverluste in sozialen Netzwerken.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der zielgruppengerechten Kommunikation zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Generation Z.
Schlüsselwörter
Employer Branding, Arbeitgebermarke, Personalmarketing, Interne Kommunikation, Externe Kommunikation, Social Media, Recruiting, Mitarbeiterbindung, Generation Y, Generation Z, Employer-Branding-Strategie, Brand Score Card, Arbeitgeberattraktivität, War of Talents, Erfolgskontrolle
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Hausarbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem strategischen Prozess des Employer Branding, um Unternehmen als attraktive Arbeitgeber im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zu positionieren.
Welche zentralen Themenbereiche werden behandelt?
Die Arbeit thematisiert die Definition von Arbeitgebermarken, die interne und externe Kommunikation, den Einsatz von Social Media im Personalmarketing sowie Methoden zur Erfolgsmessung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Employer Branding genutzt werden kann, um eine konsistente Arbeitgebermarke aufzubauen und Mitarbeiter nachhaltig zu gewinnen und zu binden.
Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert, ergänzt durch Beispiele aus der Praxis und Umfrageergebnisse zu Kommunikationskanälen.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Kommunikationsinstrumente, insbesondere die Bedeutung von Social-Media-Kanälen wie XING, LinkedIn und Facebook sowie die Notwendigkeit interner Markenbotschafter.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Employer Branding, War of Talents, Personalmarketing, Mitarbeiterbindung, digitale Kommunikation und Generationenmanagement.
Wie gehen Unternehmen mit den Risiken von Social Media um?
Unternehmen müssen sich der Kontrollverluste durch ungesteuerte Kommunikation bewusst sein und benötigen klare Strategien für das Beschwerdemanagement und die Tonalität in sozialen Netzwerken.
Welche Bedeutung hat die Generation Y für das Employer Branding?
Die Generation Y ist besonders onlineaffin und legt großen Wert auf Selbstverwirklichung, Work-Life-Balance und eine partizipative Unternehmenskultur, was Unternehmen zur Anpassung ihrer Strategien zwingt.
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- Mathias Baade (Author), 2017, Kommunikation im Employer Branding, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453835