Albert Speer und seine Rolle im Nationalsozialismus

Die Debatte über das "Rüstungswunder"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

36 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung.

2. Aufstieg im Nationalsozialismus.

3. Speers Amtszeit als Minister
3.1. Der Amtsantritt und der Ausbau der Machtposition.
3.2. Speers wirtschaftliche Veränderungen.

4. Das Speersche „Rüstungswunder“.

5. Fazit

Quellen– und Literaturverzeichnis.

Anhang

1. Einleitung

Albert Speer ist der vermutlich ambivalenteste aller Protagonisten des NS-Regimes, was vordringlich der Tatsache geschuldet ist, dass er als einer der wenigen Führungspersönlichkeiten des „Dritten Reiches“ im Zuge der Nürnberger Prozesse nicht hingerichtet wurde und somit seine Legende als vom „Führer“ verführter Architekt und Technokrat eigenhändig stricken konnte.1 Während seiner zwanzigjährigen Haft in Spandau verfasste er zwei Memoiren, „Erinnerungen“2 und die „Spandauer Tagebücher“3, die in der Nachkriegszeit Auflagen in Millionenhöhe4 erreichten und überdies ein hohes Interesse im Ausland auf sich zogen. In seiner Rolle als Zeitzeuge und Insider der nationalsozialistischen Diktatur fungierte er nach seiner Haftentlassung häufig als Interviewpartner und startete so nach 1966 eine zweite Karriere, indem er sich –mal distanzierend, mal reumütig– als mahnender Bekenner an die Nachkriegsgesellschaft wendete und als Kronzeuge für die Zeit der Terrorherrschaft auftrat, in der es niemandem –selbst ihm nicht– leichtgefallen war, rechtschaffen und integer zu bleiben.5 Viele Deutsche lasen derartige Geschichten gern, verhalfen sie ihnen doch dabei, persönliche Verantwortung für aktive Handlungen oder passives Unterlassen während dieser Zeit vor sich selbst und anderen zu legitimieren. Es existieren heutzutage immer noch zwei divergente Bilder Albert Speers. Das eine, das ihn als fleißigen Architekten und unpolitischen Technokraten, der stets nur seine Arbeit und seinen Profit im Blick hatte und von den Verbrechen um ihn herum unbehelligt blieb, zeichnet (an dem er selbst tüchtig mitgearbeitet hat), und das andere, wissenschaftlich fundierte Bild, das ihn als das darstellt, was er tatsächlich war: überzeugter und engagierter Nationalsozialist, Vertrauter Hitlers, Kriegslogistiker und Kriegstreiber, Rüstungsorganisator, Mitbetreiber der NS-Rassenpolitik und Zentralfigur des Eroberungs- und Vernichtungskrieges.6

Durch den unreflektierten und nicht-wissenschaftlichen Umgang mit diesen Selbstauskünften Speers „leisteten“ viele Journalisten und Historiker ihren Beitrag zur Legende Speer, dem unwissend-arglosen und unbescholtenen Künstler, der aus bloßem Zufall und unfreiwillig in die hohen Funktionärskreise des NS-Regimes hineingeriet. Speer verstand es, seine Fabeln über Jahrzehnte hinweg durchzusetzen, da Historiker, Publizisten und der Großteil seiner Leserschaft diesen glauben wollten. Die Geschichtsschreibung zum Nationalsozialismus ist daraus folgend ebenfalls von Speers Legenden durchwoben, vor allem im Hinblick auf die Charakterisierungen zentraler Führungspersönlichkeiten des Regimes (wie beispielsweise Göring, Bormann, Ley und Hitler selbst) und auf politische Entwicklungen, wie den Mythos vom „Rüstungswunder“ oder Speers Verhältnis zu Himmler und Goebbels.7 Durch intensive Forschungsarbeiten in den letzten drei Jahrzehnten konnte hingegen Speers Status als „guter Nazi“ weitestgehend revidiert werden. Es wurde aufgezeigt, dass er in seinen amtlichen Funktionen als Generalbauinspekteur (GBI) und als Rüstungsminister wesentlich mehr von der antisemitischen und rassistischen Vernichtungspolitik des Regimes gewusst hatte, als er später auf der Nürnberger Anklagebank oder in seinen Publikationen zugeben wollte.8 Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die Monographien von Matthias Schmidt9 und Susanne Willems10. Willems wies 2002 anhand von Quellenfunden nach, dass Speer bereits 1938 als Generalbauinspekteur erste Maßnahmen zur Deportation Berliner Juden initiierte, die ab 1941 im Auftrag seiner Behörde durch die Gestapo schließlich durchgeführt wurden.11 Einen großen Beitrag zu Speers Entmythologisierung in Bezug auf seine politische Rolle innerhalb des Regimes leistet Magnus Brechtken in seiner jüngst erschienenen Biographie über Albert Speer. In dieser kritisiert er zum einen die vorherigen Biographen Speers –Gitta Sereny12 und Joachim Fest13 – aus den 1990er Jahren, zum anderen Martin Kitchen, dessen Ausführungen über Speer ebenfalls höchste Aktualität genießen14. Brechtken wirft ihnen vor, allzu naiv und fahrlässig auf Speers Zeitzeugenerzählung zu vertrauen und die Archivarbeit ganz oder teilweise vernachlässigt zu haben. Was Joachim Fest angeht manifestiere sich dessen Scheu, Archive zu konsultieren, schon seit den 1970er Jahren.15 Martin Kitchen verarbeite in seinem Werk zwar die neueste Literatur, verzichte jedoch auf die Durchsicht zentraler Dokumente in den Archiven. Darüber hinaus sei sein Titel „Speer. Hitler’s Architect“ irreführend und verharmlose Speers Rolle. Der Titel stehe überdies in direkter Tradition von Joachim Fests letztem Buch über Speer, das in englischer Sprache mit der Überschrift „Conversations with Hitler’s Architect“16 erschien.17 Der Publizist Golo Mann, Sohn des berühmten Thomas Mann, bediente sich 1978 derselben Wortwahl, als er einen Beitrag mit dem Titel „Des Teufels Architekt“ herausbrachte.18 Als positiv, weil aufklärend und förderlich für die wissenschaftliche Forschung nennt Brechtken „Die Akte Speer“ von Heinrich Breloer, die als Begleitbuch zu einem Film konzipiert wurde und sich auf aus den Archiven recherchierte Einsichten stütze.19 In Brechtkens ausführlicher Darstellung des aktuellen Forschungsstandes finden sich noch weit mehr Historiker und Publizisten, die einen hohen Anteil daran haben, dass sich das von Speer selbst erschaffene Bild des „Gentleman-Nazis“20 so lange aufrecht halten konnte. Der Mythos von Speers sogenanntem „Rüstungswunder“, der elementaren Potenzierung der deutschen Rüstungserzeugnisse seit seinem Amtsantritt im Februar 1942, entstand federführend durch den britischen Ökonomen und späteren Nobelpreisträger Nicholas Kaldor, der während seiner Zeit als Mitarbeiter des United States Strategic Bombing Surveys (USSBS) die Auswirkungen der alliierten Bombenangriffe auf die Kriegsindustrie des Deutschen Reichs untersuchte und die Bedeutung Speers und der ihm zugeschriebenen Reformen für die deutsche Kriegswirtschaft als besonders positiv herausstellte.21 Bis in das Jahr 2006 wurde Speers angebliche Verantwortlichkeit für dieses „Wunder“ in der Forschung kaum in Frage gestellt, bis Jonas Scherner und Jochen Streb die Imagination vom „Rüstungswunder“ in ihrem Aufsatz aus dem Jahr 2006 als tatsächlichen Mythos entlarvten.

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den Leserinnen und Lesern ein dem aktuellen Forschungsstand entsprechendes Bild über Aufstieg, Etablierung und Rolle Albert Speers im NS-Regime aufzuzeigen. Vor allem soll die Frage beantwortet werden, inwieweit das sogenannte „Rüstungswunder“ Wahrheit oder Fiktion in sich birgt. Die Biographie von Magnus Brechtken findet aufgrund ihrer guten wissenschaftlichen Vorgehensweise und Aktualität besonders viel Beachtung, wohingegen die Selbstzeugnisse Speers stets nach kritischer Prüfung und nur im Abgleich mit der Sekundärliteratur zu Rate gezogen werden. Dieser Einleitung folgend schließen sich die Kapitel über Speers Aufstieg im Nationalsozialismus, seine Amtszeit als Minister und Verlauf und Ende der Rüstungsbemühungen unter seiner Leitung an. Abschließend steht ein Fazit, das die Person Albert Speers kurz charakterisieren und die aufgeworfene Fragestellung beantworten soll.

2. Aufstieg im Nationalsozialismus

Unser Wissen über Albert Speers22 Kindheit generiert sich nahezu gänzlich aus seinen eigenen Erzählungen, die darüber hinaus nicht immer der Wahrheit entsprechen, wie Magnus Brechtken treffend festgestellt hat.23 Fest steht, dass er am 19. März 1905 in eine bürgerliche Mannheimer Familie hineingeboren wurde und in Wohlstand aufwuchs, sich also seit seiner Kindheit niemals Gedanken um Geld machen musste: „Was bedeutet schon Geld –wenn man es hat?“24 Speer war der Zweitgeborene von insgesamt drei Söhnen des Ehepaars Albert Friedrich und Luise Mathilde Wilhelmine Speer, die aus einer reichen Mainzer Kaufmannsfamilie stammte. Albert Friedrich Speer, selbst erfolgreicher Architekt, stieg durch sein erfolgreiches Architekturbüro in Mannheim schnell zum wohlhabenden Bürger auf. Mannheim und Ludwigshafen gehörten zu besonders aufstrebenden Regionen der wilhelminischen Zeit. Durch die unzähligen Aufträge für Fabrikhallen und Verwaltungs- und Wohngebäuden im Zuge der Industrialisierung machte Speers Vater ein Vermögen.25 Die Speers standen demnach stellvertretend für eine jener typischen großbürgerlichen Familien der Jahrhundertwende.26 Im letzten Kriegsjahr 1918 zog die Familie nach Heidelberg, wo Speer Unterricht in einer Privatschule erhielt. Seine Rolle in der Familie wurde oftmals als einsam beschrieben. Dazu passt, dass er sich gegen den großbürgerlichen Stil seiner Familie auflehnte, indem er mit seinem Schulfreund Quenzer Fußball spielte („eine plebejische Anwandlung“27 ) oder seine spätere Frau Margarete Weber, Tochter eines Heidelberger Schreinermeister und somit in den Augen seiner Eltern nicht standesgemäß, kennen- und lieben lernte.28 Ob Speer zu diesem Zeitpunkt schon –wie sein künftiger enger Freund Rudolf Wolters, für den die Welt durch die Niederlage des Kaiserreiches im Ersten Weltkrieg ins Wanken geriet – politische Überlegungen anstellte, ist unbekannt.29 18-jährig nahm Albert, der zunächst den Wunsch hegte, Mathematik zu studieren30, auf Anraten seines Vaters ein Architekturstudium auf, und zwar aus Kostengründen (die Hyperinflation des Jahres 1923 tangierte auch die wohlhabende Familie Speer) zunächst in Karlsruhe. Auch Rudolf Wolters lernte er in dieser Zeit kennen, mit dem er eine mit wenigen Unterbrechungen lebenslange Freundschaft begann, die sich für Speer als eminent wichtig herausstellen sollte.31 Speers Vater wusste sich sehr wohl aus der Malaise jener Jahre der Weimarer Republik zu befreien und verkaufte Grundbesitz gegen Dollarschatzanweisungen, die er teilweise in das Studium seines Sohnes investierte. Albert wechselte in diesem Zug an die Technische Hochschule München und war finanziell besser gestellt als viele seine Kommilitonen, unter denen er als Krösus bekannt war.32 Nachdem er im Sommersemester 1925 sein Vorexamen bestanden hatte, wechselte Speer im Herbst des Jahres an die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg und versuchte zunächst erfolglos in das Seminar von Hans Poelzig, Architekt und Hochschullehrer von exzellentem Ruf, aufgenommen zu werden. Daraufhin studierte er unter Heinrich Tessenow, den Wolters ebenfalls gewählt hatte.33 Der Student Speer war begeistert von seinem Lehrer und schwärmte in einem Brief an Margarete: „Mein neuer Professor ist der bedeutendste, geklärteste Mann, den ich je traf.“34 Die Sympathie schien jedenfalls beidseitig vorhanden zu sein, denn nach seinem Diplom 1927 bekam Albert Speer eine Stelle als Hilfsassistent unter Tessenow, was ihm einen für damalige Verhältnisse ordentlichen monatlichen Verdienst von 300 Mark einbrachte. Mit diesem Geld verfügte er nun über genügend (eigenhändig erarbeitete) Sicherheit, um seine geliebte Margarete zu ehelichen.35 Als ehemaliger Student und anschließendem Mitarbeiter an der Technischen Hochschule Berlin bewegte sich Speer in Kreisen, in denen Meinungsverschiedenheiten in dieser Zeit häufig in tumultartigen Auseinandersetzungen endeten. Die Universitäten Berlins wurden „zu Brutstätten von Intrigen, Demonstrationen, Ausschreitungen.“36 Die Auswüchse der Gewalt (Schlägereien zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten) erreichten seit November 1930 ein derart hohes Ausmaß, dass die Universität im Juni 1931 für einige Zeit geschlossen werden musste. Zeitgleich verzeichnete der NS-Studentenbund (NSDStb) bei den Wahlen zu den Studentenvertretungen große Stimmengewinne: 1929 38 Prozent und 1930 60 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Technische Hochschule, Speers Arbeitsplatz, nahm hier gar die Spitzenposition ein und konnte im Jahr 1930 gar 66 Prozent für sich verbuchen.37 Speer befand sich demnach in einem „Sammelbecken“ der Nationalsozialisten. Die erste Begegnung mit Adolf Hitler machte er schließlich am 4. Dezember 1930, als dieser anlässlich der Berliner Hochschulwahlen in der Neuköllner Hasenheide vor tausenden Professoren und Studenten sprach. Schon die Begeisterung, mit der der spätere Diktator im Saal empfangen wurde, begeisterte Speer. Darüber hinaus war er überrascht vom Auftritt Hitlers: „(…). Aber auch sein Auftreten überraschte mich. Von den Plakaten und Karikaturen kannte ich ihn in Uniformhemd mit Schulterriemen, mit Hakenkreuzbinde am Arm und einer wilden Mähne in der Stirn. Hier aber trat er in gutsitzendem blauen Anzug auf, auffallend demonstrierte er bürgerliche Korrektheit. Später lernte ich, dass er es durchaus –bewusst oder intuitiv– verstand, sich seiner Umwelt anzupassen.“38 Auch wenn diese Formulierung stilistisch wohl eher aus der Feder Joachim Fests stammt, steht der Besuch dieser Wahlveranstaltung sinnbildlich für Speers seit mehreren Monaten sichtbaren Engagements für die NSDAP.39 Speer schöpfte, so beschrieb er 1969 die erste Begegnung mit Hitler, aus dieser Rede die Hoffnung, dass es „neue Ideale“ gab, dass die „Gefahr des Kommunismus“ eingedämmt werden und es statt „trostloser Arbeitslosigkeit sogar einen wirtschaftlichen Aufschwung“ geben könnte.40 Klar ist aber auch, dass Speer mitbekommen haben muss, wie Hitler seine Ideen von völkisch-rassischer Einheit und dem Wettbewerb mit anderen Völkern verkündete. Er behauptete ferner, dass die Regierung (der Weimarer Republik) von „Minderwertigen“ geführt werde und er sprach von „den Besten“, die kommen und das Volk zusammenschließen werden. Hitler zeichnete, so der „Völkische Beobachter“, „das grandiose Bild dieser Besten unseres Volkes, die sich schon jetzt in der Partei zusammengeschlossen haben und opfernd in der S.A. und S.S. kämpfen.“41 Er sei nach der Rede so aufgewühlt gewesen, dass er eine Einladung auf ein Bier mit seinen Kommilitonen ausschlug und mit seinem Wagen zu einem der Berliner Kiefernwälder zu fahren, um zu wandern und um mit sich „ins Reine“ zu kommen.42 In der Tat sorgte der rasante Anstieg der Arbeitslosigkeit in diesem Winter für Existenzängste, es schien nur die Wahl zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus verblieben zu sein. Auch die Architekturbranche hatte in dieser Zeit signifikante Probleme, Aufträge zu erhalten, so auch sein Lehrer Heinrich Tessenow.43 Diese Zustände und Hitlers Rede in der Hasenheide führten wohl zu seinem „Erweckungserlebnis“44, das ihn zu der Entscheidung führte, am 1. März 1931 –nicht Januar, wie Speer selbst berichtete45 – der NSDAP mit der Mitgliedsnummer 474.481 beizutreten. Förderlich für diesen Entschluss war laut Matthias Schmidt die Tatsache, dass Heinrich Tessenow der NS-Ideologie ebenfalls nicht fern stand, wobei Hans-Günter Zelle ihn dazu widersprüchlich als „eher links stehend“ charakterisierte.46 Speers freiwilliger Eintritt in die Partei erfolgte einige Zeit vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler, weswegen es unstrittig ist, dass eher Überzeugung als Eigennutz ihn leiteten. All diejenigen, die nach dem 30. Januar 1933 der Partei beitraten, galten in den Augen der alten Garde als zweitklassige Parteigenossen, als bloße Opportunisten. Speer gehörte demnach der „Crème de la crème“ der Parteigenossen an.47 Neben dem Eintritt in die NSDAP erfolgte zeitgleich der in die S.A., was seinem inneren Drang, die nationalsozialistische Bewegung zu unterstützen ebenso unterstreicht wie sein Wechsel in die S.S. anderthalb Jahre später (Herbst 1932), die sich als rassische Elite verstand. Seinen beruflichen Ambitionen entsprechend schloss er sich darüber hinaus dem „Kampfbund Deutscher Architekten und Ingenieure“. Noch nach dessen Auflösung im Mai 1934 galt dieser als „Sammelbecken“ einer „Führerauslese für die kommenden großen Staats- und Wirtschaftsaufgaben.“48 Speers Entscheidung zum Nationalsozialismus erscheint im Rückblick als Ausdruck eines Prozesses, der sich vor allem im Jahr 1930 manifestiert.49 Offensichtlich sah er seit diesem Jahr das Mitwirken an der nationalsozialistischen Bewegung als Schlüssel für seinen weiteren Werdegang.50 In einer Hagiographie erklärte Speers Freund Wolters 1943: „Sein fester Glaube an den Sieg der Bewegung ließ ihn zum treuen Volksmann und später zu einem der engsten Mitarbeiter des Führers werden.“51 Die Entscheidung, sich dem NS-Regime anzuschließen, sollte ihm bereits kurze Zeit später erste berufliche Vorteile verschaffen, obwohl die Lage für Architekten zu dieser Zeit äußerst angespannt war.52 Umso verwunderlicher war es daher, dass Speer trotz der prekären Auftragslage seine Stelle bei Tessenow mit Ende des Wintersemesters 1931/32 kündigte. Vorteilhaft waren jedoch seine zahlreichen Kontakte, die ihm blieben. Die Konsequenzen, die sich aus dieser Entscheidung ergaben, waren Speer, der sicherlich nicht naiv war, bewusst. Speer arbeite von nun an mit nationalsozialistischem Idealismus mit an der Eroberung der Macht, um selbst Teil dieser Macht zu sein. Mit einer Hochschulanstellung konnte er diesen Anspruch an sich selbst nicht gerecht werden.53 Seine wirtschaftliche Unabhängigkeit erleichterte diesen Schritt ins Ungewisse jedoch.

Es war Speers Kontakt zu Karl Hanke, zuerst Leiter der NS-Kreisleitung Berlin West, ab 1932 persönlicher Adjutant des Gauleiters Joseph Goebbels, zu verdanken, dass er erste Aufträge als selbstständiger Architekt bekommen konnte, obwohl er selbst behauptete, Hanke durch Zufall kennengelernt zu haben.54 1931 baute er den Sitz der NS-Kreisleitung West in der Beymerstraße in Berlin-Grunewald um, ein Jahr später das Gauhaus in der Voßstraße, 1933 die Regierungsstelle und sogar die Wohnung Joseph Goebbels’, der just zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ernannt worden war.55 Neben diesen rein architektonischen Arbeiten, die ihm bei Hitler und Goebbels Anerkennung einbrachten56, wurde er in diesem Zeitraum auch mit Inszenierungen verschiedener nationalsozialistischer Veranstaltungen beauftragt. Obwohl er mit Goebbels einen hochrangigen Parteifunktionär und Minister zu seinen Auftraggebern zählen konnte, blieb Karl Hank zunächst weiterhin sein wichtigster Förderer. Dieser avancierte nach den Reichstagswahlen vom 5. März 1933 zum Sekretär seines langjährigen Mitstreiters und frisch ernannten Ministers für Volksaufklärung und Propaganda. Speer stieß laut eigenen Angaben in dessen Büro auf den Plan für die Dekoration anlässlich der Feierlichkeiten zum 1. Mai 1933 auf dem Tempelhofer Feld und fertigte, weil dieser „sowohl meine revolutionären (!) wie auch meine architektonischen Gefühle (empörte)“57, daraufhin in derselben Nacht einen eigenen an, der den Absichten des Regimes, die diese mit der Massenveranstaltung verfolgten, voll entsprach: Mit riesigen Fahnen und effektvoll eingesetztem Scheinwerferlicht generierte der junge Architekt jenes Szenarium, in dem es den neuen Machthabern ermöglicht wurde, sich öffentlichkeitswirksam darzustellen und die anwesenden Besucher mit Nachdruck beeindrucken zu können.58 An diesem Schauspiel, das vor allem als pompöses Manöver gegen die Gewerkschaften und deren ursprünglichen „Tag der Arbeit“ gerichtet war und den Geist der Volksgemeinschaft stärken sollte, nahmen über eine Millionen Zuschauer teil. Am Tag darauf wurden die Gewerkschaften zerschlagen und gleichgeschaltet.59 Der 1. Mai markierte als neu geschaffener Feiertag eine wichtige Etappe des NS-Regimes auf dem Weg der Machtfestigung, da er für die Einbindung der Arbeitnehmerschaft in das nationalsozialistische System eine bedeutende Rolle spielte. Speer als federführender Organisator dieses Vorganges wirkte demnach von Anfang an bei der Konsolidierung der nationalsozialistischen Macht mit. Speers Schilderung, wie er an diesen Auftrag gelangt sei, gibt jedoch Anlass zum Zweifel und passt zu dem Topos des spontanen Künstlers Speer, der in Notlagen (hier die angeblich schlechte Planung der Kundgebung) auftritt und schnellstmöglich einen eigenen genialen Entwurf entwickelt, der auch keinerlei weiterer Überarbeitung bedarf. Diese Stilisierung findet sich in an vielen Stellen seiner „Erinnerungen“ und wird darüber hinaus auch von der Propaganda aufgegriffen und gepflegt.60 Im Herbst desselben Jahres setzte er eine Großkundgebung auf dem Bückeberg in Hameln in Szene, wobei er erstmalig den sogenannten Lichtdom, eine spezielle Beleuchtungsinstallation verwendete.61 In Zusammenhang mit diesen Inszenierungsaufträgen avancierte Speer wohl zum „Unterabteilungsleiter für architektonische und künstlerische Ausgestaltung von Großkundgebungen in der Reichspropagandaleitung“.62 Nachdem Speer bei Hanke und Goebbels einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen hatte, lag der Schlüssel zum weiteren Aufstieg, das wusste er, bei Hitler selbst. Schon bei seiner ersten Kontaktaufnahme mit Hitler anlässlich des für September 1933 geplanten Reichsparteitags in Nürnberg sowie beim Bau des Berliner Olympiastadions 1935/36, bei der Pariser Weltausstellung 1937, beim Bau der Neuen Reichskanzlei 1938/39, während der Rüstungskrise 1942 und bei der Schilderung des letzten Kriegsjahres lässt sich die eben bereits erwähnte, meist dreistufige und für ihn typische, Dramaturgie deutlich erkennen: scheinbar unlösbare Herausforderung, Auftritt des „Helden“ Speer, wundersame Rettung. Laut eigener Aussage habe der eigentlich beauftragte Architekt für den Nürnberger Reichsparteitag „keinen befriedigenden Entwurf“ vorlegen können (Herausforderung), woraufhin er schnellstmöglich „mit einem Flugzeug nach Nürnberg geholt“ worden sei und seine „Skizzen“ angefertigt habe (Auftritt des „Helden“). Anschließend habe er, nachdem er von Rudolf Heß im „Braunen Haus“ in München empfangen worden sei, seine Zeichnungen vorgestellt. Da dieser nicht über die nötige Weisungsbefugnis verfügt habe, sei er direkt zu Hitlers Wohnung gefahren worden, der sich mit seinen Vorschlägen „einverstanden“ erklärt habe (wundersame Rettung).63 Tatsächlich, so ist es überliefert, spielte Speer bei der Planung des Parteitages 1933 nur eine untergeordnete Rolle, seine Person besaß keine Wichtigkeit.64 Im Sommer 1933 hatte Speer kaum etwas mit Nürnberg und erst recht nichts mit Hitler zu tun, im Gegenteil: Speer musste seinen Mitarbeiter und Freund Wolters entlassen, weil die Aufträge ausblieben. Überdies nahm er an Wettbewerben teil, um Aufträge zu bekommen, was jedoch zunächst misslang.65 Ab Oktober 1933 schaffte er es jedoch, an Projekten mit höheren Bausummen beteiligt zu werden, sei es am Umbau der Diensträume der Alten Reichskanzlei in der Wilhelmstraße 78 in Berlin, für die er eigenverantwortlich handelte, oder an der Umgestaltung der Dienstwohnung Hitlers, bei deren Umsetzung er dessen damalig favorisierten Architekten, Paul Ludwig Troost, begleitete. Durch ihn gelang es Speer, sich in Hitlers unmittelbaren Umfeld zu platzieren und von diesem immer häufiger wahrgenommen zu werden. Troosts Tod im Januar 1934 stellte die Weichen dafür, dass Speer in der Gunst des „Führers“ überhaupt weiter aufsteigen konnte. Auch wenn Speer das plötzliche Ableben seines Konkurrenten in seinen „Erinnerungen“ 1969 sehr bedauerte –ungelegen dürfte ihm dieses Ereignis damals nicht gekommen sein.66 Seine Nähe zu Hitler bescherte ihm fortan weitere Aufträge, unter anderem den Umbau des Palais Borsig als Sitz für die Oberste S.A.-Führung, die Anfang Oktober 1934 in Benutzung genommen wurden.67 Zusätzlich renovierte er in diesem Zeitraum die Wohnung des Staatssekretärs in der Reichskanzlei, Hans Heinrich Lammers, ebenfalls seines Zeichens hoher Parteifunktionär.68 Speers Aufträge und Ämter in dieser Zeit sind so zahlreich, dass sie den Rahmen dieser Arbeit in Gänze sprengen würden.

[...]


1 Um Albert Speer ranken sich viele Legenden und Mythen, deren gänzliche Aufarbeitung und Erläuterung den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Daher liegt der Fokus dieser Arbeit auf dem Mythos vom sogenannten „Rüstungswunder“. Die Behauptung Speers, er habe nichts von der systematischen Vernichtung der Juden gewusst, die sich auf seine angebliche Nichtanwesenheit während der am 4. und 6. Oktober 1943 gehaltenen Reden des Reichsführers-SS Himmlers im Goldenen Saal des Posener Schlosses stützt (Himmler sprach unmissverständlich von selbigen Vorgängen), hat zunächst unkritisch Zugang in die deutsche Geschichtsforschung erhalten, ehe sich der in Harvard lehrende Historiker Erich Goldhagen 1970 dieser kühnen Behauptung Speers annahm. In einem Aufsatz mit dem Titel „Albert Speer, Himmler, and the Secrecy of the Final Solution“ in der in New York erschienenen jüdischen Kulturzeitschrift „Midstream“ widersprach er, indem er auf die im Bundesarchiv Koblenz gefundene Posener Rede Himmlers, die Speers Mittäterschaft thematisiert, stützte, der Selbstdarstellung Speers, lediglich unwissender Komplize bei der Vernichtung der europäischen Juden gewesen zu sein. Diesem bahnbrechenden Fund, den sich hieran anschließenden Verteidigungs- und Antwortschreiben Speers an Goldhagen und der Frage nach seiner Schuld bezüglich der Vernichtung europäischer Juden widmet sich (neben anderen Themen) der Aufsatz von Krebs, Stefan/Tschacher, Werner: Speer und Er. Und Wir? Deutsche Geschichte in gebrochener Erinnerung, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 58, 3, S. 163–173. Der Titel dieses Aufsatzes nimmt Bezug auf die vierteilige Dokumentation Heinrich Breloers mit dem Titel „Speer und Er“, die 2005 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

2 Speer, Albert: Erinnerungen, Berlin 51969.

3 Speer, Albert: Spandauer Tagebücher, Frankfurt a. M. u.a. 1975 (1. Aufl. August 1975, 3. Aufl. September 1975).

4 Speers „Erinnerungen“, die im September 1969 erstmalig erschienen, erreichten allein im ersten Jahr eine Auflage von 180.000 Stück, vgl. Ludwig, Karl–Heinz: Die wohlreflektierten „Erinnerungen“ des Albert Speer –Eine kritische Bemerkung zur Funktion des Architekten, des Ingenieurs und der Technik im Dritten Reich, in: Adalbert Reif (Hrsg.): Albert Speer. Kontroversen um ein deutsches Phänomen, München 1978, S. 411–431, hier S. 411.

5 Vgl. Brechtken, Magnus: Albert Speer. Eine deutsche Karriere, München 2017, S. 9.

6 Vgl. ebd.

7 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 12 f.

8 Vgl. Scherner, Jonas/Streb, Jochen: Das Ende eines Mythos? Albert Speer und das so genannte Rüstungswunder, in: Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 93, H. 2 (2006), S. 172–196, hier S. 172.

9 Schmidt, Matthias: Albert Speer: Das Ende eines Mythos. Speers wahre Rolle im Dritten Reich, Bern 1982.

10 Willems, Susanne: Der entsiedelte Jude: Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau, Berlin 2002.

11 Vgl. Krebs/Tschacher: Speer und Er. Und Wir?, S. 168.

12 Sereny, Gitta: Albert Speer. His Battle with Truth, London 1995.

13 Fest, Joachim: Speer. Eine Biographie, Berlin 1999.

14 Kitchen, Martin: Speer. Hitler’s Architect, New Haven/London 2015.

15 Joachim Fest bewertete Speers Version von seiner Nichtanwesenheit während der Posener Reden von Oktober 1943 überdies als glaubwürdig. Vgl. Fest: Speer, S. 256 und 261 f.

16 Fest, Joachim: Die unbeantworteten Fragen. Notizen über Gespräche mit Albert Speer zwischen Ende 1966 und 1981, Reinbek 2005. Englisch: Conversations with Hitler’s Architect, Cambridge 2007.

17 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 13. und Anm. (Prolog) 2, S. 588.

18 Mann, Golo: Des Teufels Architekt, in: Adalbert Reif (Hrsg.): Albert Speer. Kontroversen um ein deutsches Phänomen, München 1978, S. 314–324.

19 Breloer, Heinrich in Zusammenarbeit mit Zimmer, Rainer: Die Akte Speer. Spuren eines Kriegsverbrechers, Berlin 2006.

20 Roy, Baijayanti: The Making of a Gentleman Nazi. Albert Speer's politics of history in the Federal Republic of Germany, Frankfurt a. M. u.a., 2016.

21 Vgl. Scherner, Jonas/Streb, Jochen: Das Ende eines Mythos?, S. 173.

22 Sein kompletter Name lautet Berthold Konrad Hermann Albert Speer.

23 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 19.

24 Albert Speer, ca. 1978, zit. nach Sereny: Speer, S. 793.

25 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 19 f.

26 Vgl. Schmidt: Albert Speer, S. 34 und van der Vat, Dan: Der gute Nazi. Albert Speers Leben und Lügen, London 1997, S. 23.

27 Speer: Erinnerungen, S. 21.

28 Vgl. Schmidt: Albert Speer, S. 34 f.

29 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 22.

30 Vgl. Schmidt: Albert Speer, S. 36.

31 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 27.

32 Vgl. ebd., S. 36 f.

33 Vgl. Tesch, Sebastian: Hitlers Architekten. Albert Speer (1905–1981), Wien u.a. 2016, S. 29.

34 Zit. nach Speer: Erinnerungen, S. 27.

35 Vgl. Schmidt: Albert Speer, S. 39 und Brechtken: Albert Speer, S. 29 f.

36 Van der Vat: Der gute Nazi, S. 59.

37 Vgl. ebd., S. 59 f. und Schmidt: Albert Speer, S. 39.

38 Speer: Erinnerungen, S. 32.

39 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 31.

40 Vgl. Speer: Erinnerungen, S. 32 f.

41 Hitler, Adolf: Reden, Schriften, Anordnungen Februar 1925 bis Januar 1933. Fünf Bände (in zwölf Teilen) plus Register & Kartenband plus Ergänzungsband „Der Hitler–Prozess 1924“ (in vier Teilen), veröffentlicht vom Institut für Zeitgeschichte, München 1992–2003, hier Rede vom 4. Dezember 1930, S. 147.

42 Vgl. ebd., S. 33 f.

43 Vgl. Zelle, Hans-Günter: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels–Göring–Himmler–Speer, Paderborn 2010, S. 250.

44 Die Narration vom „Erweckungserlebnis“, das durch die Rede Hitlers im Dezember 1930 bei ihm ausgelöst worden sei und die Speers Biographen bis in die aktuelle Zeit übernommen haben, ist eine dramatisierende Erfindung Speers, weil er zu diesem Zeitpunkt bereits Mitglied einer nationalsozialistischen Organisation (dem „Nationalsozialistischen Automobil-Klub“ NSAK, später neugegründet unter dem Namen „Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps“ NSKK ) war und wohl schon nach der Septemberwahl 1930 seinen ersten Parteiauftrag erhalten hatte. Sein Kontakt mit der NSDAP bestand also bereits vor der Rede Hitlers im Dezember desselben Jahres. Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 34 f. Auch Breloer und Zimmer vermuten, dass Speer dem NSKK schon vor seinem Parteieintritt zugehörig war. Vgl. Breloer: Die Akte Speer, S. 428.

45 Vgl. Speer: Erinnerungen, S. 34.

46 Vgl. Schmidt: Albert Speer, S. 43 und Zelle: Hitlers zweifelnde Elite, S. 250.

47 Vgl. Van der Vat: Der gute Nazi, S. 61.

48 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 36 und Ludwig, Karl-Heinz: Die wohlreflektierten „Erinnerungen“ des Albert Speer, S. 412 f.

49 In diesem Jahr beginnt seiner Arbeit für das NSKK, für dessen Mitgliedschaft Speer als Autobesitzer die notwendige Voraussetzung erfüllte, und die Pflege erster Parteikontakte, insbesondere der zu Karl Hanke, dem letzten Reichsführer SS, den er während seiner leitenden Tätigkeit im NSKK Berlin-Wannsee kennengelernt hatte. Vgl. Trommer, Isabell: Rechtfertigung und Entlastung. Albert Speer in der Bundesrepublik, Frankfurt a. M., 2016, S. 27.

50 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 36.

51 Wolters, Rudolf: Albert Speer, Oldenburg 1943, S. 63.

52 Wolters hat vielfach die existenziellen Herausforderungen angesprochen, die der Generation von Architekten aus Wolters Umfeld entgegenstanden. Es gab kaum Chancen, Aufträge zu erhalten. Wolters selbst war in dieser Zeit gezwungen, sein Glück als Architekt in Sibirien zu suchen. Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 37.

53 Vgl. ebd., S. 37 f.

54 Vgl. Speer: Erinnerungen, S. 35.

55 Vgl. Trommer: Rechtfertigung und Entlastung, S. 27 und Fest: Speer, S. 46 f.

56 Vgl. Tesch, Sebastian: Hitlers Architekten, S. 49.

57 Speer: Erinnerungen, S. 21.

58 Vgl. Schmidt: Albert Speer, S. 50.

59 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 46.

60 Vgl. Tesch: Hitlers Architekten, S. 50. Der Zeitgenosse Wilhelm Lotz schreibt in Bezug auf die Inszenierung vom 1. Mai 1933: „Man spricht wohl mit Recht von einem neuen Stil in den Feiern des nationalsozialistischen Deutschland, denn dieser Stil stand plötzlich fertig vor uns, ohne irgendwelche Anfängerkrankheiten und Experimente durchgemacht zu haben, weil er nicht von außen herangetragen wurde, sondern weil er aus dem Sinn und Wesen des Geschehens entstand.“ Lotz, Wilhelm: Bauten, Fahnen und Licht. Albert Speer, der Gestalter der Großkundgebungen, in: Die Kunst für alle, 52, 1937, S. 191–195, hier S. 191.

61 Vgl. Trommer: Rechtfertigung und Entlastung, S. 27.

62 Das genaue Datum der Ernennung ist hierbei unklar. Ein Schreiben von 1934 belegt, dass er diesen Titel während des Parteitages vom 30. August 1933 trägt. Vgl. Tesch: Hitlers Architekten, S. 94.

63 Vgl. Speer: Erinnerungen, S. 41 f.

64 Vgl. Brechtken: Albert Speer, S. 48 f.

65 Vgl. ebd., S. 53.

66 Vgl. ebd., S. 56 f.

67 Der Kostenvoranschlag dieses Projektes (sowie aller anderen) und dessen Prüfung durch dritte Stellen gerät bei Speers Arbeiten von Beginn an zur Formsache, die für ihn, gedeckt oder durch seinen Bauherrn Hitler befördert, keinerlei Verbindlichkeit besitzt. Vgl. Tesch: Hitlers Architekten, S.66.

68 Vgl. ebd., S. 66 f.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Albert Speer und seine Rolle im Nationalsozialismus
Untertitel
Die Debatte über das "Rüstungswunder"
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Das „Dritte Reich“ im Zweiten Weltkrieg
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
36
Katalognummer
V453898
ISBN (eBook)
9783668875074
ISBN (Buch)
9783668875081
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Albert Speer Rüstungswunder Zweiter Weltkrieg Nationalsozialismus Adolf Hitler Hitlers Helfer
Arbeit zitieren
Henning Isenberg (Autor), 2017, Albert Speer und seine Rolle im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453898

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Albert Speer und seine Rolle im Nationalsozialismus



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden