"Die zweite Botschaft des Islam". Eine Analyse der Koran-Interpretation Muhammad Tahas


Seminararbeit, 2018

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Überblick über die Geschichte des Sudan im 19./20. Jahrhundert
1. 1. Die osmanisch-ägyptische Herrschaft
1. 2. Der Mahdi-Aufstand
1. 3. Die britische Herrschaft
1. 4. Die Republik Sudan bis 1985

2. Mahmud Muhammad Tahas Leben

3. The Second Message of Islam
3. 1. Zwei Botschaften des Korans
3. 2. Shari´a
3. 3. Freiheit - Determinismus
3. 4. Frauen

4. Überlegungen zu The Second Message of Islam
4. 1. Zur Koranexegese
4. 2. Zur Shari´a und Sunna

Resümee

Bibliographie

Einleitung

1985 wurde der sudanesische Reformdenker Mahmud Muhammad Taha gehängt. Vielerorts wurde man erst dadurch auf diesen Sudanesen aufmerksam und man interessierte sich auch auf internationaler Ebene für seine Lehren und seine Bücher.

So wurde kurz danach auch sein Hauptwerk von Abdullahi Ahmed An-Na'im, einem Rechtsanwalt und Anänger, ins Englische übersetzt und kam 1987 als The Second Message of Islam auf den Markt.1

Diese Seminararbeit setzt sich sohin mit Mahmud Muhammad Taha und seinem Hauptwerk The Second Message of Islam auseinander.

Zunächst einmal wird die politische Geschichte, sowie damit verbundene religiöse Entwicklungen, des Sudan ab der osmanischen Herrschaft bis zum Sturz des Präsidenten Numairi überblicksmäßig skizziert. Im Anschluss daran wird eine kurze Biographie Tahas präsentiert. Die wesentlichen Aspekte seines Hauptwerkes The Second Message of Islam werden aufgezeigt und abschließend mit der Tradition verglichen.

1. Überblick über die Geschichte des Sudan im 19./20. Jahrhundert

1. 1. Die osmanisch-ägyptische Herrschaft

Als die Osmanen den Sudan 1821 eroberten, hatten sich dort bereits zahlreiche Sufiorden und von der Wahhabiya beeinflusste Bruderschaften angesiedelt. Die Einflussreichste unter ihnen waren die Mirganiya oder auch Hatmiya.2

Die Osmanen bemühten sich daher die hanafitische Rechtsschule im neu eroberten Gebiet zu etablieren, um dadurch die Loyalität zum Sultan zu stärken. Zu diesem Zwecke wurden nicht nur Gerichtshöfe, Moscheen und Stipendien eingeführt, sondern auch eine Vereinbarung mit der Hamitiya getroffen. Im Gegenzug für Steuererleichterungen, Subventionen und Landzuweisungen wurden Mitglieder der Hamitiya in eigenen Soldatenkorps organisiert und bevorzugt als Steuereintreiber eingesetzt. Dass diese Bevorzugung bestimmter Bevölkerungsgruppen und der damit verbundenen sozialen Missstände zu Spaltungen in der Gesellschaft führte, wurde hingenommen. Dies sollte sich aber 1881 mit dem Mahdi-Aufstand rächen.3

1. 2. Der Mahdi-Aufstand

Die Ursachen des Mahdi-Aufstandes waren vielfältig. Einer der Auslöser war die seit 1876 von General Charles Georg Gordon vorangetriebene Bekämpfung des Sklavenhandels, von dem viele Stämme im Südsudan direkt oder indirekt gelebt hatten, weshalb das Verbot zur Verarmung ganzer Stämme führte. 1881 erklärte sich Scheich Mohammed Ahmed, Sohn eines Schiffbauers, der schon seit 1871 Anhänger um sich geschart hatte, zum Mahdi und begann seine religiöse Botschaft überregional zu verkünden.4

Am 12. August 1881 begann dann der Aufstand, nachdem der Verhaftungsversuch durch zwei Regimenter gescheitert war. Daraufhin rief der Mahdi zum Krieg auf, gewann viele Stammesführer für sich und sammelte bis 1883 im Südsudan Anhänger, Ansar genannt, um stark genug für die Offensive zu sein, wobei die wiederholten Siege über die Regierungstruppen die notwendigen Waffen lieferten.5

Nach der Kapitulation der Stadt El Obeid/al-Ubayyid am 19. Jänner 1883 beherrschte der Mahdi den Großteil des Sudan.6 Daher wurde General Gordon 1883/84 der Auftrag erteilt nach Karthum zu reisen, um eine Evakuierung der verbliebenen ägyptischen Truppen mit dem Mahdi auszuhandeln. Aber aufgrund einer zu energischem Handeln unwilligen britischen Regierung und schlecht gesetzten Signalen in der Kommunikation zwischen Gordon und dem Mahdi, kam es zur Belagerung und am 26. Jänner 1885 zur Erstürmung Karthums.7 Zwar verstarb der Mahdi bereits im Juni 1885, aber sein Reich bestand noch bis 1898, bis zur Schlacht von Omdurman, in der die Mahdisten letztlich ihre Vorherrschaft im Sudan durch ihre Niederlage verloren haben.8

1. 3. Die britische Herrschaft

Nach der Niederschlagung des Mahdi-Reiches im Sudan 1898 konnte sich der Kriegsherr Rahbih ibn Fadl Allah noch bis 1900 in der Hauptstadt des Westsudan, Bornu, halten. Während der östliche Sudan von den Briten und Ägypten kontrolliert wurde, löste das Vordringen französischer Legionäre 1898 die Faschoda-Krise aus, die 1899 damit beigelegt wurde, dass auch der Westsudan an die Briten fiel, die Franzosen aber den Tschad erhielten und diesen ihrem Französisch-Äquatorialafrika hinzufügen konnten.9

Das langfristige ideologisches Erbe des Mahdi-Aufstandes führte schließlich 1945 zur Bildung der Umma-Partei aus den Madhiya und den Ansar, welche eine Monarchie wünschten und der Nationalpartei 1953 durch die Hamitiya, welche den Anschluss an Ägypten propagierten.10

Während die Briten an der Machtposition der Hamitiya und auch der Ansar im Nordsudan nichts änderten, bemühten sie sich im Südsudan einen Gegenpol aufzubauen, indem sie in ihm die Christianisierung vorantrieben.11

Im Zuge der Ausbreitung der ägyptischen Muslimbruderschaft über die islamischen Länder, schlossen sich 1946 auch verschiedene sudanesisch-islamische Befreiungsbewegungen zum 1948 als “Islamische Befreiungsbewegung“ politisch organisierten sudanesischen Zweig der Muslimbruderschaft zusammen.12 Diese von der neo-salafiya beeinflussten Strömungen stellten neben den alten Sufitraditionen aber nur eine Minderheit im Sudan da.13

Diesen Sufitraditionen nahestehend waren auch die 1945 von Mahmud Muhammad Taha begründeten “Republikanischen Brüder“, die sich weder der Madhiya noch der Hamitiya verpflichtet fühlten, sondern einen eigenständigen Staat Sudan forderten und mit einer neo-salafiya unvereinbar waren.14 Was die diese von allen anderen unterschied war die gleichberechtigte Stellung, die die Frauen in der Gruppe hatten.15 Sie sangen gemeinsam religiöse Lieder, die sie selbst komponiert und getextet hatten, hielten sich aber auch an die rituellen Gebete und Glaubenspflichten, letztlich kann man sagen, dass die “Republikanischen Brüder und Schwestern“ ein reformiertes, mystisches Sufitum vertraten.16

„Der Staatsstreich der Freien Offiziere in Ägypten 1952 läutete auch das Ende der britischen Kolonialherrschaft im Sudan ein. Im anglo-ägyptischen Abkommen von 1953 wurde vereinbart, dem Sudan innerhalb von drei Jahren die nationale Selbstbestimmung zu gewähren.“17

1. 4. Die Republik Sudan bis 1985

Ismail al-Azhari wurde 1954 zum ersten Präsidenten des Sudan gewählt. Doch bereits 1955 begann der 17 Jahre lang andauernde Bürgerkrieg zwischen Norden und Süden. Trotzdem wurde der Sudan 1956 unabhängig. Nach einem Staatsstreich übernahm 1958 General Ibrahim Abbud die Regierungsgeschäfte, trat aber bereits 1964 zurück. Doch auch die folgende zivile Regierung konnte die Lage nicht unter Kontrolle bringen und so kam es 1969 zu einem erneuten Putsch, diesmal unter Oberst Dschafar Muhammad an-Numairi. Numairi versuchte schnell die Macht der Mahdisten zu brechen und ließ sogar eine Insel auf dem Weißen Nil bombardieren, weil sich dort sehr viele Ansars befanden.18

Die “Republikanischen Brüder“ beteiligten sich an keinen dieser Putsche, doch verurteilten sie vor allem den letzten nicht, da ihnen wichtiger war gegen die großfamiliären traditionellen Parteien und gegen die Muslimbrüder aufzutreten als gegen eine Militärdiktatur.19

1970 unternahm die Nationalpartei (hizb al-umma) der Ansar-Bewegung, die von Nachfahren des Mahdi geführt wurde, einen Aufstandsversuch, der nach nicht einmal einem Monat endete.20

Im Jahr darauf putschte die Kommunistische Partei, doch konnte Numairi die Kontrolle nach wenigen Tagen zurückerlangen, da Libyen zu seinen Gunsten eingriff.21 Durch diese Ereignisse glaubte Numairi, dass er „[...] allein in der Integration der städtischen islamischen Öffentlichkeit die Möglichkeit [habe] , ein Bollwerk gegen die ethnischen Sezessionisten, die nationalkonservativen Ordensparteien und gegen die vor allem auch in der Armee und den Gewerkschaften starken linkssozialistischen Gruppierungen zu errichten.“22

Daher erließ er am 14. April 1973 eine neue Verfassung, in der der Islam zur Staatsreligion und der Südsudan zu einer Region mit innerer Autonomie erklärt wurden. Da die neo-salafiya und Saudi Arabien aber auch im politischen Bereich spürbar mehr Einfluss erhielten - so wurde z. B. das medinensische Universitätsaufsichtsratmitglied Kamil al-Baqir, Rektor der islamischen Universität von Umm Durman sowie der sudanesische Vertreter im “Höchsten Weltrat der Moscheen der Islamischen Liga“ - unternahmen die alten Parteien 1976 einen Putschversuch, der erneut scheiterte. Durch den Druck der USA und Saudi Arabiens veranlasste Numairi 1977 eine “Versöhnungskonferenz“ zwischen der neo-salafiya und der hizb al-umma, in deren Rahmen zahlreiche Exilenten zurückkehren durften. Des Weiteren versuchte Numairi sich an Ägypten und somit an die USA anzunähern, da er Libyen verdächtigte den Putsch unterstützt zu haben.23

Die “Republikanischen Brüder“ gingen nun, da sich ab 1977 der Richtungswechsel in der Politik Numairis abzeichnete, oppositionell gegen das Regime vor, da es nun auch politische Beteiligung seitens der Muslimbruderschaft gab.24

Vermutlich auf Anregung Saudi-Arabiens wurden 1983 drei neue Gesetze erlassen, die die Schari´a zur Grundlage des staatlichen und juristischen Handelns machten. Im Zuge dieser Islamisierung des Staatsapparates kam es auch zu einer Islamisierung der Auseinandersetzungen zwischen den städtischen Nationalisten (Muslimbrüder und Nationalpartei) und den ruralen Nationalliberalen (Demokratisch-unionistischen Partei). Wobei die Muslimbrüder in drei große Gruppen mit unterschiedlichen Vorstellungen von der Islamisierung im Sudan, gespalten waren: Um den Politiker Hassan at-Turabi gruppierten sich die konservativen und pragmatischen Gruppen, um den Philosophieprofessor Ga´far Saih Idris die Puristen und um Babakr Karar und Muhammad Yusuf die linkssozialistischeren Avantgarden.25

Die Septembergesetze des Jahre 1983, die eigentlich eine Notstandsverordnung darstellten, waren wegen der schlechten Wirtschaftslage eingeführt worden, um den sich verstärkenden Unruhen zu begegnen. Allerdings führten diese zum Zerwürfnis mit den übrigen islamischen Parteiungen. 1985 lösten die Exekution von Taha am 18. Februar und die Inhaftierung von at-Turabi Unruhen aus, die letztlich am 6. April auch zum Sturze Numairis führten.26

2.Mahmud Muhammad Tahas Leben

Mahmud Muhammad Taha wurde 1909 oder 1911 in Rufa´a im Sudan, am Ostufer des Blauen Nils geboren.27 Seine Eltern waren Kleinbauern, doch konnten sie ihm durch Beziehungen eine gute Ausbildung ermöglichen.28 Sie starben zwar früh, doch waren er und seine Geschwister in der Großfamilie gut aufgehoben.29 Auch wenn er keiner Sufiströmung angehörte, so war sein Denken vom im Sudan verbreiteten Sufismus geprägt.30

Girgis Iskander, ein Schulfreund in Khartum erzählte, dass Taha nach der Schule in Rufa´a für die Regierung gearbeitet hätte, andere Zeitgenossen hingegen sagten, dass Taha gleich danach ans Gordon Memorial College nach Khartum gegangen wäre.31 Jedenfalls führte dieser Schulfreund aus, dass man nicht sagen könnte, was Taha in dieser Zeit am meisten beeinflusste. Fest steht, dass er sehr religiös und auch ein wenig nationalistisch war.32

1936 war Taha ein jedenfalls ein sehr gut ausgebildeter Ingenieur und ging nach Atbara um für die sudanesische Eisenbahn zu arbeiten. „ Taha got work, made money, married and had a son.” 33 : So können die nächsten Jahre auf den Punkt gebracht dargelegt werden. 1940 wurde Atbara durch die Italiener im Zuge des 2. Weltkrieges bombardiert, danach kehrte Taha jedoch mit seiner Frau Amna Lufti dorthin wieder zurück. Wann er genau geheiratet hat, weiß man nicht, jedenfalls muss es 1940 oder 1942 in Rufa´a gewesen sein.34 1944 kehrte seine Frau dann nach Rufa´a zurück, wo sie ihr erstes Kind, einen Sohn, bekam.35

Nachdem Taha einige Jahre als Wasserbauingenieur gearbeitet hatte, begründete er mit anderen Intellektuellen 1945 die “Republikanische Partei“, deren Hauptziel die Errichtung einer föderalistischen Republik Sudan war, denn Taha hatte sich ja bereits in seiner Studienzeit für die Unabhängigkeit des Sudan interessiert, da er sowohl die pro-britische als auch die pro-ägyptische Haltung der bestehenden Parteien ablehnte. Aufgrund antibritischer Flugschriften wurde er 1946 verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, aber wegen starker Proteste bereits nach 50 Tagen aus der Haft entlassen,36 denn „Tahas fortgesetzte Gefangenschaft [war] wohl gefährlicher als sein öffentliches Wirken eingestuft worden.“37

Die “Republikanische Partei“ war mittlerweile besonders daruch bekannt geworden, da sie gegen ein Gesetz der Kolonialmacht, gegen die Mädchenbeschneidung, aufgetreten waren. Natürlich war auch Taha gegen die Beschneidung von Mädchen, doch wollte er eine diesbezügliche Änderung nicht mittels staatlicher Gesetzgebung, sondern mittels Reden und Überzeugen, erreichen. Ja, er rief sogar bei einer Demonstration in diesem Zusammenhang zum gewaltsamen Jihad auf.38

Nach diesem Rufa´a Zwischenfall wurde Taha für zwei Jahre seitens der britischen Kolonialmacht eingesperrt. In der Gefängnisbibliothek studierte er neben dem Koran auch die Werke von al-Bukhārī und al-Ghazālī und all das floss in seine neue Lehre ein.39 Besonders al-Ghazālīs Werk Die Wiederbelebung der Religionswissenschaften wurde im weiteren Verlauf für sein ethisches Handeln von Bedeutung.40

In den anschließenden Jahren unterzog sich Taha einer sufischen Fastenpraxis, an deren Ende er Einblick in die zweite Botschaft des Islam bekam.41 Er lebte in Abgeschiedenheit, fastete und entwickelte seine neue Vision über die Bedeutung des Korans. Danach fing er damit an seine Freunde zu unterweisen42 und ab 1951 verkündeten er und seine Anhänger seine neue Botschaft durch Schriften und Predigten.43 Das Neue daran war, dass er eine sufistische, gewaltfreie Erneuerung des Islam anstrebte, seine Partei laut Marin in eine „soziokulturelle Strömung“ umwandelte und bereits 1952 nicht mehr zum Jhihad, sondern „ explizit zum „zivilen Ungehorsam gegen die britische Kolonialmacht auf[rief]“.44

Nachdem der Sudan 1956 unabhängig geworden war konzentrierten sich die, nun “Republikanische Brüder“ genannte, Gemeinschaft darauf in der Bevölkerung zu werben und verzichtete auf direkte politische Partizipation, von einem kurzen Intermezzo in der Kommission zur Erarbeitung einer Verfassung abgesehen.45

Im folgenden Jahrzehnt kam es zu mehreren Putschen und je konservativer die politischen Machthaber waren, desto mehr Repressalien wurden auf die “Republikaner“ ausgeübt.46 Vor allem welche Stellung der Islam im Sudan nun einnehmen sollte, wurde seitens der traditionellen Sufisten, der säkularen Marxisten und den immer mächtiger werdenden Islamisten kontrovers diskutiert. Taha hielt in diesem Zusammenhang Vorträge zum Thema „ An Islamic Constitution: Yes and No.“ Dabei vertrat Taha die These, dass “[...] the individual’s need for absolute freedom with the community’s need for total social justice.”, versöhnt werden müsse. „This political ideal, he argued, could be best achieved not through Marxism or liberalism but through Islam—that is, Islam in its original, uncorrupted form, in which women and people of other faiths were accorded equal status” 47 Diese Worte hörte 1967 auch ein Jusstudent namens Abdullahi Ahmed An-Na'im, welcher sich daraufhin der Bewegung Tahas anschloss48, der dessen Ideen auch weiterentwickelte und der auch der Übersetzer des Hauptwerkes von Taha ins Englische war.49

1967 kam eben dieses bedeutende Werk Tahas Die zweite Botschaft des Islam, nach Der Weg Muhammads (1966) heraus. Die Muslimbrüder klagten Taha schon 1968 der Apostasie an, jedoch konnte das Todesurteil damals nicht vollstreckt werden.50 Dieses Todesurteil, „[...] [wurde] 1972 durch ein Apostasie-Urteil der ägyptischen Akademie für islamische Forschung an der sunnitischen Al-Azhar Hochschule bestätigt und schließlich 1975 durch ein gleichlautendes Urteil der saudische Islamic World League Organisation ergänzt [...].“51 1976 wurde dann sogar Numairi brieflich aufgefordert „ Taha den Prozeß zu machen, seine Lehre zu verbieten und seine Bücher zu vernichten.“52 Doch geschah vorerst nichts.

[...]


1 Lou Marin: Der gewaltfreie Aufstand gegen die islamistische Militärdiktatur im Sudan (1983-1985). In: Guillaume Gamblin, Pierre Sommermeyer, Lou Marin (Hrsg.): Im Kampf gegen die Tyrannei. Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in arabischen und islamischen Gesellschaften, Der zivile Widerstand in Syrien 2011-2013 und die "Republikanischen Brüder" im Sudan 1983-1985. Heidelberg, 2018 S. 98.

2 Annette Oevermann: Die "Republikanischen Brüder" im Sudan. Eine islamische Reformbewegung im Zwanzigsten Jahrhundert. Frankfurt am Main, 1993 S. 25.

3 Oevermann, 1993 S. 23-26; Hanspeter Mattes: Sudan. in: Werner Ende, Udo Steinbach, Renate Laut (Hrsg.): Der Islam in der Gegenwart. München, 52005, S. 490.

4 Oevermann, 1993 S. 26-27; Wilfried Westphal: Sturm über dem Nil. Der Mahdi-Aufstand. Aus den Anfängen des islamischen Fundamentalismus. Sigmaringen, 1998 S. 23-24.

5 Oevermann, 1993 S. 27; Westphal, 1998 S. 30-37; 44-45; 154-156.

6 Westphal, 1998 S. 44-45.

7 Westphal, 1998 S. 178-179; 194-224.

8 Westphal, 1998 S. 239; Mattes, 52005, S. 491.

9 Reinhard Schulze: Geschichte der islamischen Welt. Von 1900 bis zur Gegenwart. München, 2016 S. 33.

10 Mattes, 52005 S. 491.

11 Lou Marin: Der gewaltfreie Aufstand gegen die islamische Militärdiktatur im Sudan (1983-1985). in: Guillaume Gamblin, Pierre Sommermeyer, Lou Marin (Hrsgg.): Im Kampf gegen die Tyrannei. Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in arabischen und islamischen Gesellschaften, Der zivile Widerstand in Syrien 2011-2013 und die "Republikanischen Brüder" im Sudan 1983-1985 . Heidelberg, 2018 S. 99.

12 Schulze, 2016 S. 195; 374; Mattes, 52005 S. 492.

13 Schulze, 2016 S. 337.

14 Mattes, 52005 S. 494-495; Marin, 2018 S. 100.

15 Kellen Peck: An Analysis of The Second Message of Islam : Part One. In: http://jenkins.sbts.edu/2018/03/18/an-analysis-of-the-second-message-of-islam-part-one/ [abgerufen am 21.7.2018].

16 Khalid Duran: Der »Gandhi des Sudan«. Nachwort auf Al-Ustadh Mahmud Muhammad Taha (1985). In: http://www.muslimliga.de/archiv/taha.html [abgerufen am 21.7.2018].

17 Rainer Tetzlaff: Sudan. In: Udo Steinbach, Rüdiger Robert (Hrsg.): Der Nahe und Mittlere Osten, Politik Gesellschaft Wirtschaft Geschichte Kultur. Wiesbaden, 1988 S. 374.

18 Tetzlaff, 1988 S. 374.

19 Marin, 2018 S. 100.

20 Schulze, 2016 S. 337.

21 Schulze, 2016 S. 338.

22 Schulze, 2016 S. 338.

23 Schulze, 2016 S. 338-339.

24 Marin, 2018 S. 100.

25 Schulze, 2016 S. 375.

26 Andreas Meier: Der politische Auftrag des Islam. Programme und Kritik zwischen Fundamentalismus und Reformen. Originalstimmen aus der islamischen Welt. Wuppetal, 1994 S. 526; Mattes, 52005, S. 493-494; Schulze, 2016 S. 376-377.

27 Abdullahi Ahmed An-Na'im: Translator`s Introduction. In: Mahmud Muhammad Taha: The Second Message of Islam.Translation and Introduction by Abdullahi Ahmed An-Na'im. New York, 1987 S. 2.

28 Marin, 2018 S. 101.

29 Peck, 2016 [abgerufen am 21.7.2018].

30 Duran, 1985 [abgerufen am 21.7.2018].

31 Edward Thomas: Islam's Perfect Stranger: The Life of Mahmud Muhammad Taha, Muslim Reformer of Sudan. London, 2010, Kindle Edition, Position 964.

32 Thomas, 2010, Position 1167.

33 Thomas, 2010, Position 1182, Position 1192, Position 1253.

34 Thomas, 2010, Position 1254-1270.

35 Thomas, 2010, Position 1299.

36 An-Na'im: 1987 S. 2; Thomas Schmidinger: Die zweite Botschaft des Islam. Eine Menschenrechts- und Sozialkonzeption aus dem Sudan. In: https://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/pol_islam_taha.pdf, 2000 [abgerufen am 21.7.2018] S. 1; Mattes, 52005, S. 494; Marin, 2018 S. 102-103.

37 Marin, 2018 S. 103.

38 Marin, 2018 S. 103-104.

39 Thomas, 2010, Position 1722.

40 Duran, 1985 [abgerufen am 21.7.2018].

41 An-Na'im, 1987 S. 3-4; Schmidinger, 2000 S. 1-2; Peck 2016 [abgerufen am 21.7.2018].

42 George Packer: The Moderate Martyr. A radically peaceful vision of Islam. In: https://www.newyorker.com/magazine/2006/09/11/the-moderate-martyr. 2006 [abgerufen am 21.7.2018].

43 Meier, 1994 S. 527.

44 Marin, 2018 S. 104.

45 Schmidinger S. 2.

46 An-Na'im, 1987 S. 8-9; Schmidinger, 2000 S. 2.

47 Packer, 2006 [abgerufen am 21.7.2018].

48 Packer, 2006 [abgerufen am 21.7.2018].

49 Katajun Amirpur: Der Koran spricht nicht. In: https://www.zeit.de/gesellschaft/2016-03/lesart-koran-islam-reform/seite-3. 2016 [abgerufen am 21.7.2018].

50 Mattes, 52005 S. 494-495.

51 Wolfgang Mühlberger: Zeitgenössisches islamisches Reformdenken. Umfeld, Akteure und Ausrichtung des kritisch-progressiven Diskurses - Eine Einführung. 2010 . In. http://www.bundesheer.at/pdf_pool/publikationen/zeitgenoess_islamisches_reformdenken_muehlberger.pdf [abgerufen am 21.7.2018] S. 50.

52 Oevermann, 1993 S. 69.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
"Die zweite Botschaft des Islam". Eine Analyse der Koran-Interpretation Muhammad Tahas
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Religionswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V455132
ISBN (eBook)
9783668871359
ISBN (Buch)
9783668871366
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mahmud Muhammad Taha, Die zweite Botschaft des Islam, Reformislam, Sudan, Sufismus, The Second Message of Islam, Reform, Mahdi, Islam, Reformer, mekkansiche Suren, medinensische Suren, Koran
Arbeit zitieren
Winfried Kumpitsch (Autor), 2018, "Die zweite Botschaft des Islam". Eine Analyse der Koran-Interpretation Muhammad Tahas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455132

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