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Innovative Geschäftsmodelle der Automobilindustrie

Eine praxisorientierte Analyse

Titel: Innovative Geschäftsmodelle der Automobilindustrie

Bachelorarbeit , 2018 , 53 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lukas Thielen (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist die Analyse von zwei innovativen Geschäftsmodellen der Automobilindustrie. Unter Berücksichtigung der beschriebenen Problemstellung und Zielsetzung werden im Folgenden die Forschungsfragen der Arbeit beschrieben, welche in Kapitel 5.1 aufgegriffen und beantwortet werden. Dabei werden ausgehend von einer zentralen Forschungsfrage drei Unterfragen abgeleitet. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Was charakterisiert innovative Geschäftsmodelle der Automobilindustrie?

Die Automobilindustrie steht vor einem Paradigmenwechsel. Technologie und Innovation revolutionieren die Branche in ihren Grundstrukturen, zwingen Automobilhersteller zur strategischen Neuausrichtung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Zentrale Treiber dieser Entwicklung sind die zunehmende Vernetzung von Automobilen, Digitalisierung und disruptive Innovation branchenfremder Unternehmen. Branchenexperten prognostizieren, dass die Industrie innerhalb der nächsten zehn Jahre mehr Veränderung erfahren wird als in den vergangenen 100 Jahren und verweisen auf die rasante Entwicklung der Technologien, Märkte und Wettbewerber.

Die zunehmende Globalisierung der Märkte, Realisierung von Skaleneffekten und Produkt- beziehungsweise Modell-Vielfalt führen zu immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, höheren Produktionsvolumen und zunehmender Wettbewerbsintensität. Die Untersuchung weiterer innovativer Geschäftsmodelle der Automobilindustrie sowie eine Fokussierung auf Daten basierte Geschäftsmodelle stellen einen vielversprechenden Ansatzpunkt für zukünftige Forschungen dar. Ferner ist es möglich, durch intensive Forschungsmethoden oder enge Eingrenzung des Forschungsumfangs einen hohen Informationsgrad zu erzeugen. Einen weiteren Forschungsansatz stellt der Prozess der Geschäftsmodellinnovation der Automobilhersteller oder Mobilitätsdienstleister anhand alternativer Methoden wie Design Thinking, Lean Venturing oder Lean Startup dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Relevanz der Arbeit

1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung

1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen von Geschäftsmodellen

2.1 Historischer Ursprung und Definition

2.2 Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung

2.2.1 Business Model Canvas

2.2.2 St. Galler Business Model Navigator

2.2.3 Weitere Ansätze

2.3 Geschäftsmodellinnovation

3 Geschäftsmodelle in der Automobilindustrie

3.1 Branchenüberblick Automobilindustrie

3.2 Aktuelle Herausforderungen

3.3 Traditionelle Geschäftsmodelle

3.3.1 Massenproduktion

3.3.2 Nischenproduktion

3.4 Wegweisende Trends

4 Geschäftsmodellanalyse am Beispiel der car2go Group GmbH und der Deutsche Bahn Connect GmbH

4.1 Instrumente der Analyse

4.2 Auswahl der zu analysierenden Geschäftsmodelle

4.3 Analyse der car2go Group GmbH

4.3.1 Entstehung des Geschäftsmodells

4.3.2 Dimensionen nach Business Model Canvas

4.4 Analyse der Deutsche Bahn Connect GmbH

4.3.1 Entstehung des Geschäftsmodells

4.3.2 Dimensionen nach St. Galler Business Model Navigator

4.3 Gegenüberstellung und Ergebnisse der Geschäftsmodellanalyse

4.4 Abgrenzung zu konventionellen Geschäftsmodellen

5 Fazit

5.1 Kritische Zusammenfassung und Erkenntnisgewinn

5.2 Handlungsempfehlung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Paradigmenwechsel in der Automobilindustrie hin zu innovativen Geschäftsmodellen. Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich moderne, auf Carsharing basierende Konzepte von traditionellen Produktionsmodellen abgrenzen und welche Anforderungen dies an die beteiligten Akteure stellt.

  • Grundlagen und Definition von Geschäftsmodellen sowie deren historische Entwicklung.
  • Analyse der Automobilindustrie unter Berücksichtigung aktueller Markttrends und Herausforderungen.
  • Detaillierte Untersuchung der Geschäftsmodelle der car2go Group GmbH und der Deutsche Bahn Connect GmbH mittels etablierter Methoden.
  • Abgrenzung zwischen konventionellen Ansätzen (Massen-/Nischenproduktion) und innovativen Dienstleistungsmodellen.
  • Kritische Reflexion über die zukünftige Bedeutung digitaler Mobilitätsdienstleistungen.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Massenproduktion

Das in der Automobilindustrie weit verbreitete Geschäftsmodell der Massenproduktion ist zurückzuführen auf die Einführung der Fließbandfertigung durch Henry Ford im frühen zwanzigsten Jahrhundert. Der überwiegende Teil der Automobilhersteller baut nach wie vor grundlegend auf dem Geschäftsmodell der Massenproduktion auf, um den Gesamtmarkt potentieller Automobilverwender zu bedienen. Dazu wird im Rahmen der Kundendimension eine Vielzahl heterogener Marktsegmente definiert und durch einheitliche Distributionskanäle beliefert. Diese bestehen sowohl aus Direktvertrieb über Onlinekanäle, als auch aus indirekten Vertriebswegen wie dem Händlernetzwerk der jeweiligen Marken.

Die Nutzendimension zeichnet sich durch eine angestrebte Preisführerschaft der Hersteller aus. Realisiert wird diese durch standardisierte Produkte, Modellvarianz und –vielfalt, sowie den Einsatz produktübergreifender Plattformarchitektur und kundenindividueller Massenproduktion. In Konsequenz zeichnet sich die Realisierung von Lern- und Skaleneffekten als deutlicher Treiber der Wertschöpfungsdimension des Geschäftsmodells ab.

Um Degressionspotenziale und Synergieeffekte zu realisieren, streben Automobilhersteller im Sinne des Massenproduktionsmodells stetiges Wachstum in Form von Fusionen und Übernahmen anderer Hersteller an. In der Wertschöpfungsstruktur des Geschäftsmodells der automobilen Massenproduktion spielt die Partnerdimension eine entscheidende Rolle, da Automobilhersteller vor- und nachgelagerte Produktions- und Distributionsschritte durch Zulieferer und Handelspartner erbringen lassen und sich auf die Kernkompetenz der Produktion spezialisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Wandels in der Automobilindustrie, definiert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Herangehensweise der Literaturanalyse.

2 Theoretische Grundlagen von Geschäftsmodellen: Führt in die Begrifflichkeit und Historie von Geschäftsmodellen ein und stellt Analyse-Frameworks wie das Business Model Canvas und den St. Galler Business Model Navigator vor.

3 Geschäftsmodelle in der Automobilindustrie: Analysiert den Branchenstatus quo, klassische Produktionsmodelle sowie die disruptiven Trends wie Digitalisierung und Carsharing.

4 Geschäftsmodellanalyse am Beispiel der car2go Group GmbH und der Deutsche Bahn Connect GmbH: Dient der praktischen Anwendung der Theorie durch eine detaillierte Fallstudie zweier führender Carsharing-Anbieter.

5 Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die Forschungsfragen kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Branche.

Schlüsselwörter

Automobilindustrie, Geschäftsmodelle, Business Model Canvas, St. Galler Business Model Navigator, Carsharing, Digitalisierung, Disruptive Innovation, Mobilitätsdienstleistungen, Massenproduktion, Nischenproduktion, Wertschöpfungskette, car2go, Flinkster, Strategische Neuausrichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Transformation der Automobilbranche vom reinen Fahrzeugproduzenten hin zum Anbieter von innovativen Mobilitätsdienstleistungen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Analyse ab?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Geschäftsmodellentwicklung, die spezifische Situation der Automobilbranche sowie die praktische Analyse von Carsharing-Konzepten ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu verstehen, was innovative Geschäftsmodelle in der Automobilindustrie charakterisiert und wie sich diese von den traditionellen, produktzentrierten Ansätzen unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, wobei zur praktischen Untersuchung der Geschäftsmodelle etablierte Frameworks wie das Business Model Canvas und der St. Galler Business Model Navigator angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einleitung die Herausforderungen der Automobilindustrie diskutiert und anschließend die Geschäftsmodelle von car2go und der Deutschen Bahn (Flinkster) im Detail analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis zentral?

Begriffe wie disruptive Innovation, Wertschöpfungsarchitektur, Skaleneffekte, Carsharing, Digitalisierung und kundenorientierte Dienstleistungsmodelle stehen im Zentrum der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich car2go in seinem Geschäftsmodell von der Deutsche Bahn Connect GmbH?

Während car2go ein free-floating Modell mit minutenbasierter Abrechnung für urbane Zielgruppen anbietet, fokussiert sich das stationäre Modell von Flinkster verstärkt auf die Integration in die bestehende Mobilitätskette für Pendler und Reisende.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung für diese neuen Geschäftsmodelle?

Die Digitalisierung ist die Grundvoraussetzung für die Carsharing-Dienste, da sie eine automatisierte, nutzerfreundliche und jederzeit verfügbare Interaktion via mobiler Applikation und digitale Schnittstellen ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Innovative Geschäftsmodelle der Automobilindustrie
Untertitel
Eine praxisorientierte Analyse
Hochschule
Europäische Fachhochschule Brühl
Note
1,3
Autor
Lukas Thielen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
53
Katalognummer
V455208
ISBN (eBook)
9783668916227
ISBN (Buch)
9783668916234
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innovative Geschäftsmodelle Automotive industrie automobil industrie stragetie geschäftsmodelle Business model canvas st. galler business model navigator geschäftsmodellinnovation massenproduktion nischenproduktion car2go carsharing car sharing sharing flinkster Deutsche Bahn connect
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Thielen (Autor:in), 2018, Innovative Geschäftsmodelle der Automobilindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455208
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Leseprobe aus  53  Seiten
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