Die wichtigsten Grundsätze bei einer Operations-Vorbereitung (Anästhesie-Vorbereitung) in einer hausärztlichen Praxis


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016

19 Seiten, Note: 2,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anlagenverzeichnis

Einleitung

Operationsvorbereitung in medizinischen Berufen
Was bedeutet Operation? Definition
Wann wird operiert?
Wann wird nicht operiert?
Relative und absolute Kontraindikationen für eine Operation
Was braucht der Patient alles für eine Operations-vorbereitung?
Warum muss der Patient „nüchtern“ erscheinen?

Anästhesie
Was bedeutet Anästhesie?
Das Anästhesiegespräch
Welche Untersuchungen und Unterlagen benötigt man vom Hausarzt für den Anästhesisten?

Hausärztliches Feedback
Größe / Gewicht
Blutdruck / Puls
EKG (Elektrokardiographie)
Blutabnahme
Urinkontrolle
Medikamentenliste
Juristische Aspekte- Aufklärungspflicht

Fazit

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung Nr. 1 Darstellung des Blutdruckes im Herzens

Abbildung Nr. 2 Darstellung Werte des Blutdruckes

Abbildung Nr. 3 Darstellung der Pulsmessung am

Handgelenk

Abbildung Nr. 4 Darstellung QRS-Zacke

Abbildung Nr. 5 Darstellung Butterfly mit Vacutainer-

System

Abbildung Nr. 6 Darstellung Urinstix Combur 9

Abbildung Nr. 7 Darstellung einer Medikamentenliste

Abbildung Nr. 8 Darstellung eines Aufklärungsbogens

Anlagenverzeichnis

Anlage Nr. 1 Protokollblatt zur Befunddokumentation im

Rahmen der Anästhesievorbereitung

Anlage Nr. 2 Ablaufbeschreibung QM Größe Gewicht

Anlage Nr. 3 Ablaufbeschreibung QM Blutdruck

Anlage Nr. 4 Ablaufbeschreibung QM EKG

Anlage Nr. 5 Ablaufbeschreibung QM Blutabnahme

Anlage Nr. 6 Ablaufbeschreibung QM Urinuntersuchung

Anlage Nr. 7 Ablaufbeschreibung QM Hygienische Händedesinfektion

Anlage Nr. 8 Medikamentenliste / Medikamentenplan

Hinweis der Redaktion: Anhang wurde aus urheberrechtlichen Gründen für die Veröffentlichung entfernt

Einleitung

Aufgrund meiner Anstellung als Erstkrafthelferin, hat mein Arbeitgeber mir die Aufgabe zugeteilt, die wichtigsten Grundsätze bei einer Operations-/Anästhesie-Vorbereitung in unserer hausärztlichen Praxis für alle Mitarbeiter/innen sowie unseren Auszubildenden deutlich darzulegen und ins Qualitätsmanagement mit aufzunehmen.

Eine Operation ist ein chirurgischer Eingriff am / im Körper eines Patienten für eine Therapie oder auch zur Diagnostikstellung die eher selten vorkommt. Jeder Eingriff birgt ein gewisses Risiko für den Patienten. Vor jeder geplanten Operation, ganz gleich ob es sich um einen kleinen oder einem größeren Eingriff handelt, sollte der Patient erstmal zu seinem Hausarzt, da er die Krankheitsgeschichte genau kennt und die Grunderkrankungen im Überblick hat.

In einem Arztbrief für ein Vorgespräch mit dem Chirurgen und dem Anästhesisten, fasst der Hausarzt die aktuellen Laborwerte, den Urinbefund, die Lungenfunktionsüberprüfung, ein EKG-Befund sowie den Blutdruck zusammen, die für so eine Operation nötig ist. Die Befunde der Grunderkrankungen, die aktuellen Medikamente und seine eigene Einschätzung des Operationsrisikos gehören natürlich auch dazu.

Er sorgt aber auch dafür, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Marcumar-Patienten, Diabetiker oder KHK-Patienten vor einer Operation medikamentös richtig eingestellt werden, um das Risiko während und nach der Narkose so gering wie möglich zu halten.

Eine Anästhesie - Vorbereitung gehört zu einem Standardangebot in allen Hausarztpraxen und wird durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Operationsvorbereitung in medizinischen Berufen

Was bedeutet Operation? Definition

Eine Operation ist ein chirurgischer Eingriff unter Verletzung der körperlichen Stellen zur Therapie, Heilung oder zur diagnostischen Zwecken, die mit Hilfe von Instrumenten durchgeführt wird. Sie werden nicht nur in der Chirurgie, sondern auch in anderen medizinischen Fachrichtungen durchgeführt.

Wann wird operiert?

Eine Operation ist erst dann medizinisch notwendig, wenn mit anderen Therapiemethoden eine Heilung ausgeschlossen ist, quasi als letzte Heilungsmöglichkeit. Dafür muss der Patient soweit Gesund sein und dass OK seines Hausarztes bekommen, dass die geplante Operation stattfinden kann. Dies ist natürlich nur mit durchgeführten Untersuchungen und Werten des Patienten möglich.

Wann wird nicht operiert?

Eine Operation ist ausgeschlossen, wenn der Patient gesundheitliche Beeinträchtigungen hat. Im Einzelfall muss der Arzt entscheiden, ob der Patient mit seinen Kontraindikationen operationsfähig ist oder nicht. Diese Beeinträchtigungen könnten zum Beispiel sein:

- Infekte (Normalerweise sollte ein Patient in so einem Fall, nicht in die Narkose versetzt werden, ausgeschlossen ist eine Notoperation)
- Zytostatika - Therapie (Patienten mit dieser Therapie werden ungern operiert, da hier die Infektionsgefahr hoch ist. Es können Wundheilungsstörungen auftreten)

Relative und absolute Kontraindikationen für eine Operation

Eine relative Kontraindikation sind Faktoren, der gegen eine bestimmte Handlung/Maßnahme spricht, doch prinzipiell kann die Operation trotzdem vorteilhaft sein. Der Nutzen des Eingriffs kann höher sein als die Bedrohung, die von den unerwünschten Folgen in ihrer Häufigkeit und Schwere ausgeht. Bei wichtigen Eingriffen würde ein gewisses Risiko dennoch in Kauf genommen werden. Als relative Kontraindikationen gelten unter anderem:

- Alter
- Blutgerinnungsstörung
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche), angeborene Herzfehler
- Bluthochdruck
- Tumoren
- Aber auch Zustände wie z.B. eine Schwangerschaft

Als absolute Kontraindikationen werden Krankheiten / Syndrome bezeichnet, die absolut gegen den Einsatz eines bestimmten Medikamentes sprechen, z.B.: das Narkosemittel. Es muss auf den Eingriff verzichtet werden, da ihre negativen Auswirkungen für den Patienten schwerwiegend bedrohlich sein können

Was braucht der Patient alles für eine Operations-vorbereitung?

Vor einer Operation findet erstmal das Vorgespräch zwischen dem operierenden Arzt und dem Patienten statt. Hier erklärt der operierende Arzt schriftlich und mündlich genauestens detailliert wo, wie und in welchem Umfang die geplante Operation stattfinden wird. Es wird alles genauestens besprochen und alle Fragen beantwortet, so dass der Patient sich beruhigend in Sicherheit fühlt. Zum Schluss muss der Patient die schriftliche Erklärung unterschreiben, dies ist zur Kenntnisname der besprochenen Operation, dass er alles verstanden hat und mit dem Ablauf der Operation einverstanden ist. Für den Anästhesisten bekommt der Patient in der Regel einen Überweisungsschein für den Hausarzt mit der Bitte um eine Operationsvorbereitung und den gewünschten Untersuchungen/ Werten. Die Untersuchungen und Werte sollten vor geplanter Operation nicht älter als 14 Tage sein und der Patient sollte „nüchtern“ kommen. Bei uns in der Praxis sind die üblichen gewünschten Untersuchungen Größe/Gewicht/Blutdruck/Puls, eine Blutabnahme, eine EKG Aufzeichnung, Urinuntersuchung, die aktuellen Medikamente aufgelistet und meistens aber eher selten eine Lungenfunktionsüberprüfung (LUFU). Der Patient muss, soweit es dem Arzt nicht bekannt, seine früheren Narkosen einschließlich Komplikationen mitteilen. Noch dazu muss der Arzt den körperlichen Gesamtstatus des Patienten wie z.B. Kopf/Hals, Thorax/Kreislauf, Abdomen, Psyche untersuchen aber auch Allergien, andere Erkrankungen (z.B. endokrinologische Störungen oder multiple Sklerose), die regelmäßige Medikamenteneinnahme einschließlich Schmerz-/Schlaf-/Beruhigungsmittel, Alkohol und Nikotinkonsum und bei Frauen eine bestehende oder nicht bestehende Schwangerschaft dokumentieren. Hierfür gibt es einen Vordruck, den der Arzt, nach Abschluss aller Untersuchungen ausfüllt. Der nennt sich:

„Protokollblatt zur Befunddokumentation im Rahmen der Anästhesievorbereitung“ (siehe Anlage Nr. 1)

und kann über den W. Kohlhammer Verlag Tel. 0711-7863 7281 kostenpflichtig bestellt werden (100ST kosten 5,90€ Stand 19.02.2016).

Warum muss der Patient „nüchtern“ erscheinen?

Warum muss man nüchtern kommen? Was bedeutet denn nüchtern sein? Darf man nichts trinken oder essen? Das sind die Fragen, was die meisten Patienten stellen. Nüchtern kommen muss der Patient zur Operationsvorbereitung zum Hausarzt und auch zu seiner geplanten Operation in die Klinik/Praxis. „Nüchtern“ sein bedeutet ganz einfach, dass der Patient spät abends und in der Früh nichts essen und trinken darf. Er muss mit „leerem“ Magen erscheinen. Bei uns in der Praxis sind 1-2 Gläser Wasser zur Operationsvorbereitung erlaubt. Aber warum sollte man denn mit leerem Magen kommen? Ein fettreiches Frühstück aber auch ein spätes Abendessen könnten den Cholesterinwert (Normwert < 200 mg/dl) verfälschen, genauso wie den Blutzucker. Der Arzt muss wissen, wie hoch der Nüchtern Blutzucker ist, damit man einen Diabetes ausschließen kann. Ein normaler nüchterner Wert des Blutzuckers beträgt zwischen 70 und 100mg/dl. Sind die gewünschten Werte alle im Normbereich, ist dann auch der Patient operationsfähig. Am Tag und während der Operation, muss der Patient ebenfalls nüchtern sein. Damit soll verhindert werden, dass der Patient während der Operation aspiriert. Aspirieren bedeutet, dass der Mageninhalt in den Rachen gelangt, eingeatmet wird und dadurch der Patient eine Lungenentzündung bekommen kann, denn durch die Anästhesie/Narkose werden auch die Schutzreflexe wie Husten und Schlucken ausgeschaltet.

Anästhesie

Was bedeutet Anästhesie?

Die Anästhesie wird im Volksmund auch Narkose genannt. „Das Wort „Narkose“ lässt sich aufs Griechische zurückführen: „narkōtikós“ bedeutet so viel wie „betäuben“ oder „Schläfrigkeit“. Eine Narkose ist ein medikamentös herbei geführter Schlafzustand des Körpers, bei dem keine Schmerzen gespürt werden. Während dieses Zustandes ist es möglich, chirurgische, diagnostische oder therapeutische Eingriffe durchzuführen.“ Es gibt zwei Arten der Anästhesie. Man unterscheidet zwischen der Allgemeinanästhesie und der Regionalanästhesie. Bei der Allgemeinanästhesie/Vollnarkose wird der Patient so in den Schlaf gelegt, dass das Bewusstsein und die Schmerzempfindlichkeit komplett ausgeschaltet werden. Bei der Regionalanästhesie werden bestimmte Teile des Körpers betäubt, aber der Patient ist hier bei vollem Bewusstsein, nur spürt er keinen Schmerz.

Das Anästhesiegespräch

Nachdem die geplante Operation mit dem operierenden Arzt erfolgt ist, wird der Patient dem Narkosearzt vorgestellt, denn zu jeder Narkose gehört ein ausführliches Vorgespräch mit dem Narkosearzt. In diesem Gespräch plant der Arzt zusammen mit dem Patienten, welche Narkoseart für den Eingriff am besten geeignet ist. In dem Anästhesievorgespräch wird das geplante Narkoseverfahren und der Ablauf erläutert und schriftlich dokumentiert. Er macht sich ein ausführliches Bild vom Gesundheitszustand des Patienten und fragt nach bestehenden Vorerkrankungen und ob bei vorherigen Narkosen Komplikationen aufgetreten sind. Der Anästhesist füllt den Anamnesebogen mit dem Patienten. Nachdem mündlichem Gespräch müssen beide Seiten diesen schriftlich geführten Bogen zur Kenntnis nehmen und unterschreiben. Es müssen eventuell noch Voruntersuchungen vom Hausarzt zur Sicherheit durchgeführt werden, dafür bekommt der Patient einen Überweisungsschein mit den gewünschten Untersuchungen/ Unterlagen vom Hausarzt – also eine Operationsvorbereitung/Anästhesievorbereitung in einer hausärztlichen Praxis.

Welche Untersuchungen und Unterlagen benötigt man vom Hausarzt für den Anästhesisten?

Nach den ganzen Vorgesprächen und Planungen mit dem operierendem und dem Narkosearzt, muss der Patient zur Operationsvorbereitung zum Hausarzt. Aber welche Untersuchungen und/oder Unterlagen braucht denn der Anästhesist? Üblicherweise läuft eine Operationsvorbereitung beim Hausarzt immer gleich ab- Abweichungen sind zwar immer möglich aber eher selten. Für eine Operationsvorbereitung sind die üblichen gewünschten Untersuchungen Größe/Gewicht/Blutdruck/Puls, eine Blutabnahme, eine EKG Aufzeichnung, Urinuntersuchung, die aktuellen Medikamente aufgelistet und selten eine Lungenfunktionsüberprüfung. Der Arzt dokumentiert den körperlichen Gesamtstatus des Patienten wie z.B. Kopf/Hals, Thorax/Kreislauf, Abdomen, Psyche untersuchen aber auch Allergien, andere Erkrankungen (z.B. endokrinologische Störungen oder multiple Sklerose), die regelmäßige Medikamenteneinnahme einschließlich Schmerz-/Schlaf-/Beruhigungsmittel, Alkohol und Nikotinkonsum und bei Frauen eine bestehende oder nicht bestehende Schwangerschaft. Der Patient bekommt dann alle gebrauchten Untersuchungsergebnisse und

Unterlagen z.B. ältere Operationsberichte oder Arztbriefe von Fachärzten von seinem Hausarzt mit, den er dann dem Anästhesisten bringen muss.

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die wichtigsten Grundsätze bei einer Operations-Vorbereitung (Anästhesie-Vorbereitung) in einer hausärztlichen Praxis
Note
2,1
Autor
Jahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V455768
ISBN (eBook)
9783668885134
ISBN (Buch)
9783668885141
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundsätze, operations-vorbereitung, anästhesie-vorbereitung, praxis, Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung, Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung
Arbeit zitieren
Aylin Alicioglu (Autor:in), 2016, Die wichtigsten Grundsätze bei einer Operations-Vorbereitung (Anästhesie-Vorbereitung) in einer hausärztlichen Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455768

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