In meinem Forschungsprojekt möchte ich der Frage nachgehen, ob wir bei den Geflüchteten, welche seit 2015 in Deutschland leben, von einer erfolgreichen Integration sprechen können und was unsere Gesellschaft denn eigentlich unter "Integration" versteht. Das Thema ist meines Erachtens aktuell sehr relevant, da der Flüchtlingsstrom aufgrund von Krieg und Verfolgung in deren Heimatländern weiterhin anhält und immer mehr Flüchtlinge in Deutschland ihre Chance auf eine neue Heimat sehen. Aufgrund dieses stetig steigenden Zuwachses kommt es in der Politik immer häufiger zu Debatten, ob Deutschland denn weiterhin Flüchtlinge aufnehmen sollte.
Während Auswanderungen im 19. Jahrhundert noch freiwillig erfolgten, werden Wanderungsbewegungen im 21. Jahrhundert durch politische Verwerfung innerhalb oder zwischen den Staaten ausgelöst. Eine große Rolle spielen ferner ethnische Konflikte und fundamentalistische Bewegungen, die Mehrheit flieht vor islamistischen Terroristen.
Begriffe wie Kultur, Fremde oder Flüchtling sind im Zuge der aktuellen Flüchtlingskrise in den Fokus der deutschen Öffentlichkeit und auf die politische Agenda gerückt. Während die einen eine herzliche Willkommenskultur praktizieren, hetzen andere mit verbaler und physischer Gewalt gegen die Flüchtlinge. Negativschlagzeilen wie "Flüchtlinge passen nicht ins deutsche System", und "Flüchtlinge bleiben zu oft unter sich" schmücken die Titelseiten vieler Medien, wohingegen positive Nachrichten zur Einbürgerung oder besetzten Ausbildungs-, und Arbeitsstellen ausbleiben.
Inhaltsverzeichnis
1. Forschungsdesign
2. Teilnehmende Beobachtung
3. Ethnografisches Interview
4. Fragebögen
5. Synthese
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Integration von Flüchtlingen in Deutschland, indem sie subjektive Erfahrungen von Geflüchteten sowie die Einschätzungen ehrenamtlicher Helfer durch unterschiedliche empirische Methoden analysiert und der theoretischen Debatte um Zugehörigkeit gegenüberstellt.
- Analyse des Forschungsdesigns und theoretischer Grundlagen zur Migrationspädagogik.
- Durchführung teilnehmender Beobachtungen in einer Behörde zur Erfassung des Interaktionsverhaltens.
- Einsatz ethnografischer Interviews zur Erhebung individueller Integrationsbiografien.
- Quantitative und qualitative Auswertung von Fragebögen bei ehrenamtlichen Mitarbeitern.
- Synthese der Ergebnisse im Hinblick auf staatliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Anforderungen.
Auszug aus dem Buch
1. Forschungsdesign
Während Auswanderungen im 19. Jahrhundert noch freiwillig erfolgten, werden Wanderungsbewegungen im 21. Jahrhundert durch politische Verwerfung innerhalb oder zwischen den Staaten ausgelöst. Eine große Rolle spielen ferner ethnische Konflikte und fundamentalistische Bewegungen, die Mehrheit flieht vor islamistischen Terroristen.
Begriffe wie Kultur, Fremde oder Flüchtling sind im Zuge der aktuellen Flüchtlingskrise in den Fokus der deutschen Öffentlichkeit und auf die politische Agenda gerückt. Während die einen eine herzliche Willkommenskultur praktizieren, hetzen andere mit verbaler und physischer Gewalt gegen die Flüchtlinge. Negativschlagzeilen wie „Flüchtlinge passen nicht ins deutsche System“, und „Flüchtlinge bleiben zu oft unter sich“ schmücken die Titelseiten vieler Medien, wohingegen positive Nachrichten zur Einbürgerung oder besetzten Ausbildungs-, und Arbeitsstellen ausbleiben.
Die Ethnologie, als die Wissenschaft vom kulturellen Fremden, ist prädestiniert Themen wie Fluchtursachen und Migration nachzugehen, aber auch das Verhältnis und Zusammenleben zwischen den zusammenkommenden Menschen zu beobachten, verstehen und zu erklären.
In meinem Forschungsprojekt möchte ich der Frage nachgehen, ob wir bei den Migranten und Migrantinnen, welche seit 2015 in Deutschland leben, von einer erfolgreichen Integration sprechen können und was unsere Gesellschaft denn eigentlich unter „Integration“ versteht. Das Thema ist meines Erachtens aktuell sehr relevant, da der Flüchtlingsstrom aufgrund von Krieg und Verfolgung in deren Heimatländern weiterhin anhält und immer mehr Flüchtlinge in Deutschland ihre Chance auf eine neue Heimat sehen. Aufgrund dieses stetig steigenden Zuwachses kommt es in der Politik immer häufiger zu Debatten, ob Deutschland denn weiterhin Flüchtlinge aufnehmen sollte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Forschungsdesign: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet die Relevanz der Migrationsforschung und legt die theoretischen Grundlagen sowie die Forschungsfrage dar.
2. Teilnehmende Beobachtung: Die Autorin dokumentiert ihre Beobachtungen in einem Ausländeramt, um die Interaktionen zwischen Geflüchteten und Behördenmitarbeitern zu analysieren.
3. Ethnografisches Interview: Hier werden persönliche Gespräche mit Geflüchteten und einer Ehrenamtlichen geführt, um individuelle Erfahrungen und Perspektiven zur Integration aufzuzeigen.
4. Fragebögen: Dieses Kapitel präsentiert die quantitative Auswertung von Umfragen unter ehrenamtlichen Mitarbeitern zur Einschätzung des Integrationsverlaufs.
5. Synthese: Die Ergebnisse aus Beobachtungen, Interviews und Fragebögen werden zusammengeführt, kritisch diskutiert und in den theoretischen Kontext der Migrationspädagogik eingeordnet.
Schlüsselwörter
Flüchtlinge, Integration, Migration, Ethnologie, Migrationspädagogik, Ausländeramt, Sprachkenntnisse, Ehrenamt, Identität, Zugehörigkeit, Teilnehmende Beobachtung, Ethnografisches Interview, Gesellschaft, Diskriminierung, Ausbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand der Integration von Flüchtlingen in Deutschland aus ethnologischer Sicht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Felder sind die staatlichen Integrationsbemühungen, das individuelle Erleben von Geflüchteten und die Wahrnehmung durch ehrenamtliche Helfer.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist zu klären, ob von einer gelungenen Integration gesprochen werden kann und welche Faktoren – wie Sprache und Arbeit – dabei eine Rolle spielen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Autorin nutzt einen Methodenmix aus teilnehmender Beobachtung, qualitativen ethnografischen Interviews und einer standardisierten Fragebogenerhebung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Beobachtungen bei Behördenterminen, die Analyse individueller Flüchtlingsbiografien und die Auswertung von Erfahrungen ehrenamtlicher Helfer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Integration, Flucht, Migrationspädagogik, Sprache als Schlüsselqualifikation und das Ehrenamt.
Warum spielt die Sprache laut den Ergebnissen eine so wichtige Rolle?
Die Sprache wird sowohl von den Befragten als auch von der Interviewpartnerin aus dem Ehrenamt als das wichtigste Instrument zur Teilhabe und für den Zugang zu Ausbildung und Arbeit identifiziert.
Welches Hindernis für die Integration wird besonders hervorgehoben?
Ein zentrales Hindernis ist die mangelnde staatliche Finanzierung von Sprachkursen ab einem gewissen Niveau, was die Geflüchteten in ihrer Eigenständigkeit einschränkt.
Welches Bild vermitteln die Interviews von der deutschen Gesellschaft?
Überraschenderweise berichteten die interviewten Geflüchteten von sehr positiven Aufnahmen und einer herzlichen Behandlung, was der Erwartung einer pauschalen Ablehnung widerspricht.
- Quote paper
- Natalie Ruf (Author), 2019, Portfolio zur Integration von Geflüchteten in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457888