Die vorliegende Arbeit widmet sich einem Handlungsfeld der Sozialen Arbeit- der Behindertenhilfe und gibt dabei einen tieferen Einblick in die professionelle Arbeit mit den Betroffenen, aber auch in die Forschung rund um dieses Arbeitsfeld. Dabei wird insbesondere folgenden Leitfragen nachgegangen:
Was wird in beziehungsweise zu diesem Arbeitsfeld geforscht?
Welche Professionen forschen in diesem Feld?
Lassen sich die Forschungsergebnisse auf bestimmte Art und Weise clustern?
Finden sich Spuren von Theorien der Sozialen Arbeit in der Forschung zu diesem Handlungsfeld?
Inhaltsverzeichnis
1.0. Einleitung und thematische Hinführung
2.0. Zum Umgang mit verkörpertem Anders-Sein in der Geschichte
3.0. Professionelles sozialarbeiterisches Handeln im Feld der Behindertenhilfe und seine inhaltliche Beschreibung
4.0. Wer die Forschenden im Feld der Behindertenhilfe sind und wofür sie sich interessieren
5.0. Spuren von Theorien der Sozialen Arbeit in der Forschung zum Handlungsfeld der Behindertenhilfe
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Handlungsfeld der Behindertenhilfe innerhalb der Sozialen Arbeit, indem sie die historische Entwicklung des Umgangs mit Behinderung beleuchtet, professionelle Handlungsansätze theoretisch fundiert und aktuelle Forschungsergebnisse auf theoretische Spuren der Sozialen Arbeit hin analysiert.
- Historische Entwicklung des gesellschaftlichen Umgangs mit verkörpertem Anders-Sein.
- Professionelle Rahmenbedingungen und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit in der Behindertenhilfe.
- Methoden der Sozialen Arbeit in der Behindertenhilfe und deren Einsatzgebiete.
- Multidisziplinäre Forschungsperspektiven im Feld der Behindertenhilfe.
- Transfer theoretischer Ansätze (Lebensweltorientierung und Systemtheorie) auf empirische Forschungsergebnisse.
Auszug aus dem Buch
2.0. Zum Umgang mit verkörpertem Anders-Sein in der Geschichte
Der geschichtliche Überblick zum Umgang mit dem verkörperten Anders-Sein beginnt mit einer 1000 Jahre umfassenden Epoche- dem Mittelalter. Es wird mit diesem Zeitabschnitt begonnen, da die Sozialarbeit mit dem Focus auf die Hilfe im sozialen Bereich neben der Sozialpädagogik, mit ihrem Blick auf die Hilfen im erzieherischen Bereich in der gesetzlich geregelten Armenpflege wurzelt, die sich als kontrastives Hilfskonzept zur christlichen Nächstenliebe am Ausgang des Mittelalters- im Zuge zunehmender Verstädterung und Industrialisierung europäischer Städte in zunehmendem Maße hervortat. Die Menschen mit Behinderung, die jahrhundertelang zur Gruppe der Armen und Kranken zählten und wie kaum andere auf die Almosenvergabe durch Kirchen, Klöster und Lehensherren sowie auf das zur Schaustellen des eigenen Körpers verwiesen waren, fanden nunmehr besondere Berücksichtigung in den aufkommenden städtischen Armenordnungen. Andersgläubige, sowie Kinder und Frauen mit Behinderungen in armen Familien hatten es aber weiterhin schwer ein gutes Leben zu führen. Kriegsversehrte, christliche Männer und solche die vermögend waren, hatten es da bedeutend einfacher.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0. Einleitung und thematische Hinführung: Die Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, das Handlungsfeld der Behindertenhilfe theoretisch und historisch zu durchdringen und mittels eines aktuellen Forschungsbeispiels zu verknüpfen.
2.0. Zum Umgang mit verkörpertem Anders-Sein in der Geschichte: Dieses Kapitel gibt einen geschichtlichen Überblick über die Transformation des Umgangs mit Menschen mit Behinderung vom Mittelalter bis zur Moderne.
3.0. Professionelles sozialarbeiterisches Handeln im Feld der Behindertenhilfe und seine inhaltliche Beschreibung: Das Kapitel entwickelt anhand von Bedürfnistheorie und Lebensweltorientierung einen professionellen Rahmen für die Soziale Arbeit in der Behindertenhilfe.
4.0. Wer die Forschenden im Feld der Behindertenhilfe sind und wofür sie sich interessieren: Hier wird der multidisziplinäre Charakter der Forschung im Bereich der Behindertenhilfe durch verschiedene wissenschaftliche Disziplinen aufgezeigt.
5.0. Spuren von Theorien der Sozialen Arbeit in der Forschung zum Handlungsfeld der Behindertenhilfe: Das Kapitel stellt Ergebnisse eines Forschungsprojektes vor, um die Anwendbarkeit theoretischer Konzepte Sozialer Arbeit in der empirischen Praxis zu belegen.
Schlüsselwörter
Behindertenhilfe, Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Staub-Bernasconi, Daseinsmächtigkeit, Geschichte der Behinderung, Inklusion, Teilhabe, Sozialisation, Behinderung, Forschung, Theorie, Handlungsfeld, Systemtheorie, Sozialstaat.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Verankerung der Sozialen Arbeit im Handlungsfeld der Behindertenhilfe.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die historische Entwicklung, die theoretische Fundierung des professionellen Handelns sowie aktuelle Forschungsergebnisse in diesem Feld.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Theorien der Sozialen Arbeit in der Forschung und Praxis der Behindertenhilfe Anwendung finden und diese fundieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen und stützt sich auf die Auswertung eines aktuellen Forschungsprojektes aus dem erziehungswissenschaftlichen Bereich.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, die theoretische Gegenstands- und Funktionsbeschreibung sowie die Vorstellung empirischer Forschungsergebnisse zu Lebensentwürfen von Menschen mit geistiger Behinderung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Inklusion, Daseinsmächtigkeit, Lebensweltorientierung, Teilhabe und Systemtheorie.
Welche Rolle spielt die Herkunftsfamilie laut den Forschungsergebnissen?
Die Forschung zeigt, dass die Bindung an die Herkunftsfamilie für Menschen mit geistiger Behinderung eine enorme emotionale Bedeutung hat, auch im Erwachsenenalter.
Was unterscheidet das ambulante vom stationären Wohnen laut den untersuchten Daten?
Im ambulanten Wohnen ist die Lebensführung autonomer möglich, während stationäre Strukturen oft durch starke Fremdbestimmung und restriktive Alltagsgestaltung geprägt sind.
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- Stephan Walk (Author), 2018, Behindertenhilfe als Handlungsfeld der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459442