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Durch welche Mechanismen entstehen die Preise auf dem Kunstmarkt?

Title: Durch welche Mechanismen entstehen die Preise auf dem Kunstmarkt?

Term Paper , 2016 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lukas Meißner (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Wusste Vincent van Gogh schon zu seiner Zeit, was für Rekordergebnisse seine Werke auf Auktionen einmal erzielen würden? Auch wenn der Maler von seiner künstlerischen Begabung scheinbar überzeugt war, ist davon auszugehen, dass er nicht geahnt haben dürfte, dass sein "Porträt des Dr. Gachet" einmal für 82,5 Millionen US Dollar verkauft werden würde. Auf dem Kunstmarkt wurden und werden Rekordpreise erzielt scheinbar ohne Grenzen nach oben. Welche Faktoren bestimmen diese Preise?

Wissenschaftler aus der Kunstökonomie, Wirtschaftssoziologie, Kunstwissenschaft und anderen Bereichen versuchen bereits seit vielen Jahren etwas über die Regeln und Prozesse dieses Marktes herauszufinden. Mit der Kunst und dem Markt prallen zwei Welten aufeinander, die sonst nicht sehr viel miteinander zu tun haben. Auf der einen Seite steht die Kunst, für die es unzählig viele und individuelle Definitionen gibt. Auf der anderen Seite der Markt, für den es aus der Sicht der Ökonomen sehr ähnliche Definitionen gibt. Der Kunstmarkt aber ist ein häufig undurchschaubares und von Intransparenz geprägtes Konstrukt insbesondere im Hinblick auf seine Preise.

Aus diesem Grund ist es notwendig den Kunstmarkt fernab einer einzelnen Wissenschaft zu betrachten. Dazu werde ich zunächst versuchen eine Definition von Kunstmärkten und Kunsthändlern zu finden. Danach werde ich die Entwicklung des Kunstmarktes in der Geschichte aufzeigen. Um die Entstehung der Preise am Kunstmarkt verstehen zu können ist es zudem nötig sich die Akteure auf diesem genauer anzusehen. Anhand dieser werde ich dann die Entstehung der Kunstmarktpreise und deren Einflüsse untersuchen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eingrenzung Kunstmarkt

3. Definition Kunstmarkt

4. Geschichte des Kunstmarktes

5. Akteure am Kunstmarkt

6. Bildung und Beeinflussung der Preise am Kunstmarkt

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Mechanismen der Preisbildung auf dem Kunstmarkt, indem sie die verschiedenen Einflussfaktoren analysiert, die über den rein ökonomischen Preismechanismus hinausgehen.

  • Strukturelle Analyse von Primär- und Sekundärmarkt
  • Rolle und Einfluss von Akteuren wie Künstlern, Galeristen, Sammlern und Experten
  • Historische Entwicklung des Kunsthandels und dessen Auswirkungen
  • Faktoren der Preisbestimmung (Material, Größe, Reputation, Institutionen)
  • Die Besonderheit des Kunstwerks als symbolisch aufgeladenes Gut

Auszug aus dem Buch

5. Akteure am Kunstmarkt

Zwischen Künstler und Sammler bewegen sich noch zahlreiche weitere Marktteilnehmer am Kunstmarkt, die einen Einfluss auf diesen haben und somit zu dessen Akteuren werden. Um einen besseren Überblick über die wesentlichen Marktteilnehmer und ihren Einfluss auf dem Kunstmarkt zu bekommen, ist es sinnvoll diese zu kategorisieren. Dabei kann man verschiedene Herangehensweisen verfolgen. Sipply und Pommerehne/ Frey gehen dabei einem ökonomischen Ansatz nach, indem sie die Marktteilnehmer in eine Anbieter- und eine Nachfrageseite aufteilen. Dabei wird die ökonomische Rolle gewählt, die als dominant betrachtet werden kann. Denn oftmals ist keine klare Trennung möglich, beziehungsweise wechseln Marktteilnehmer beliebig die Seiten und treten als Nachfrager und Anbieter im Markt auf. Boll hingegen unterteilt die Marktakteure in kommerzielle und inhaltliche Kunstvermittler. Ich werde eine Kombination aus beiden Herangehensweisen wiedergeben da sie den selben Grundgedanken verfolgen und sich gegenseitig ergänzen. Außerdem lässt sich anhand dieser Aufteilung die Preisgestaltung im Kunstmarkt leichter verstehen, auf die ich im nächsten Teil der Arbeit gehen werde.

Auf der Angebotsseite stehen demnach zum einen die Künstler. Diese stellen die Kunst her und stehen somit am Beginn der Wertschöpfungskette. Dabei wird davon ausgegangen das Künstler sich in ihrem künstlerischen Schaffen nicht vom Markt und den Wünschen potentieller Käufer beeinflussen lassen, auch wenn selbstverständlich nicht davon ausgegangen werden kann das gewisse Künstler Anpassungen in Bezug auf Vermarktung ihrer Kunst vornehmen. Außerdem werden nur bereits existierende Bilder und keine Auftragswerke betrachtet. Zum anderen stehen auf der Angebotsseite die Galerien. In der vorherrschenden Literatur werden Galerien aus soziologischer Sicht unter anderem als ´Gatekeeper´ des Kunstmarktes bezeichnet, die als institutionelle Kunstvermittler dienen. Der moderne Galerist sieht sich selbst dabei in einem großen Kontrast zum Kunsthändler. Er betreut nur wenige Künstler, ist an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert und konzentriert sich auf eine bestimmte Stilrichtung. Zusammengefasst lässt sich die Funktion moderner Galerien darin beschreiben, das sie die soziale Sichtbarkeit der Künstler und schlussfolgernd auch deren Marktwert erhöhen sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Intransparenz des Kunstmarktes und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, wie Kunstpreise abseits klassischer ökonomischer Theorien zustande kommen.

2. Eingrenzung Kunstmarkt: Dieses Kapitel definiert den Fokus der Arbeit auf den Markt für zeitgenössische Malerei, um eine fundierte Analyse aufgrund besserer Vergleichbarkeit zu ermöglichen.

3. Definition Kunstmarkt: Hier wird der Kunstmarkt als Spezialmarkt charakterisiert, auf dem Kunst als symbolisch aufgeladenes Gut gehandelt wird und der Begriff der "Kunst" selbst eine werbende Funktion einnimmt.

4. Geschichte des Kunstmarktes: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom frühen Handel mit Kultobjekten bis zur Etablierung moderner Auktionshäuser und der Wandlung der Kunst zum Investitionsobjekt nach.

5. Akteure am Kunstmarkt: Es erfolgt eine Kategorisierung der Akteure in Angebots-, Nachfrageseite sowie inhaltliche und kommerzielle Vermittler, um deren jeweilige Rollen im Preisfindungsprozess zu verdeutlichen.

6. Bildung und Beeinflussung der Preise am Kunstmarkt: Dieser Hauptteil untersucht die signifikanten Einflussfaktoren auf die Preisgestaltung, darunter Materialität, Größe, Karrieredauer, öffentliche Wahrnehmung und institutionelle Anerkennung.

7. Zusammenfassung: Das Fazit resümiert, dass die Preisbildung auf dem Kunstmarkt ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Akteure ist, wobei insbesondere die Rolle von Kunstexperten und institutionellen Auszeichnungen eine entscheidende Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Kunstmarkt, Preisbildung, Kunstökonomie, Galerien, Auktionshäuser, Primärmarkt, Sekundärmarkt, Zeitgenössische Kunst, Kunstsammler, Kunstkritiker, Marktwert, Investitionsobjekt, Wertschöpfungskette, Sozialer Status, Kunstvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen und soziologischen Prozessen, die zur Entstehung von Preisen auf dem Kunstmarkt führen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Struktur des Kunstmarktes, die verschiedenen Akteure (Anbieter, Nachfrager, Vermittler) und die Faktoren, die den Marktwert von Kunstwerken beeinflussen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, wodurch Kunstpreise beeinflusst werden und welche Rolle das Zusammenwirken verschiedener Marktteilnehmer bei der Preisbildung spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer und ökonomischer Konzepte, um den Kunstmarkt als Wettbewerbsmarkt zu untersuchen und Akteurskategorisierungen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Rolle von Künstlern, Galerien, Sammlern und Institutionen sowie Faktoren wie Materialität, Auszeichnungen und die öffentliche Aufmerksamkeit bei der Preisfindung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den zentralen Begriffen zählen Kunstmarkt, Preisbildung, Gatekeeper, Kunstökonomie, Angebots- und Nachfragestruktur sowie der symbolische Wert von Kunst.

Welche Rolle spielen Galerien laut der Untersuchung für die Preisentwicklung?

Galerien agieren als "Gatekeeper" und institutionelle Vermittler, die durch ihre Reputation und die Platzierung von Künstlern in Ausstellungen maßgeblich die soziale Sichtbarkeit und den Marktwert eines Künstlers erhöhen.

Warum ist laut Autor keine exakte Vorhersage von Kunstpreisen möglich?

Da Kunst kein "normales" Handelsgut ist und auf dem Markt große Unsicherheit herrscht, ist die Preisentwicklung stark von unvorhersehbaren Faktoren wie dem Urteil des Kunstestablishments abhängig.

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Details

Title
Durch welche Mechanismen entstehen die Preise auf dem Kunstmarkt?
College
University of Heidelberg
Grade
1,0
Author
Lukas Meißner (Author)
Publication Year
2016
Pages
12
Catalog Number
V459856
ISBN (eBook)
9783668904170
ISBN (Book)
9783668904187
Language
German
Tags
durch mechanismen preise kunstmarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Meißner (Author), 2016, Durch welche Mechanismen entstehen die Preise auf dem Kunstmarkt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459856
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