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Das Diktat im Orthographieunterricht. Darstellung und Kritik

Titel: Das Diktat im Orthographieunterricht. Darstellung und Kritik

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: Ann Chef (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit über 170 Jahren besteht die Diskussion um die Methode des klassischen Diktats im deutschen Rechtschreibunterricht und dauert auch bis heute aktuell an. An heterogenen Meinungen zum Diktat mangelt es also nicht, denn Pädagogen, wie auch Orthographie- und Sprachdidaktiker befassen sich seit jeher kritisch mit der Diktatpraxis. Und trotz dieser langjährigen Diskussion findet das Diktat immer noch seinen Platz im Deutschunterricht und wird von den Lehrpersonen praktisch ausgeführt, wenn dies auch in den einzelnen Bundesländern aufgrund des Lehrplans unterschiedlich ausfällt.

Wenn das Diktat also als Methode im Orthographieunterricht schon seit so langer Zeit im Kreuzfeuer der Kritiker steht, ist es dann überhaupt noch sinnvoll, es im Unterricht mit einzubeziehen? Diese Fragestellung wird in der vorliegenden Arbeit behandelt, wofür erst eine Darstellung des Diktats erfolgt. Hierfür werden der Begriff sowie die Funktion des Diktats erklärt, inwiefern das Diktat ein Lern-oder Prüfungsinstrument im Erwerbsprozess der Rechtschreibung darstellt. Anschließend wird die Relevanz des Diktats anhand früherer Schulordnungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert erläutert und welche Funktionen zu jener Zeit dem Diktat zugeschrieben wurden. Welchen Stellenwert das Diktat im gegenwärtigen Rechtschreibunterricht hat, wird dann exemplarisch anhand der aktuellen Lehrpläne ausgewählter Bundesländer herausgestellt. Einige ausgewählte Formen des Diktats werden dann im Anschluss daran vorgestellt und schließlich auf ihre Sinnhaftigkeit geprüft.

Im zweiten Abschnitt der Arbeit steht die Diktatkritik im Zentrum, wobei die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Kritikpunkten am klassischen Diktat erfolgt und diese kritisch diskutiert werden. Daraufhin beziehe ich dann persönlich Stellung zur Methode des Diktats, sodass das Fazit als Abschluss dieser Arbeit dient.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung des Diktats

2.1. Begriffsbestimmung und Funktion

2.2. Relevanz des Diktats

2.3. Diktatformen

3. Diktatkritik

4. Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die anhaltende Relevanz und Funktion des klassischen Diktats im deutschen Rechtschreibunterricht vor dem Hintergrund jahrzehntelanger fachdidaktischer Kritik. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen des Diktats als Lern- oder Prüfungsinstrument zu bewerten und alternative Diktatformen sowie Bedingungen für eine sinnvolle Unterrichtspraxis zu diskutieren.

  • Historische Entwicklung und Einbettung des Diktats in den Rechtschreibunterricht
  • Funktionsweise und Bedeutung des Diktats in aktuellen Lehrplänen
  • Kritische Analyse der Validität und psychischen Belastungsfaktoren
  • Vorstellung alternativer Diktatformen (z.B. Laufdiktat, Partnerdiktat)
  • Empfehlungen für eine didaktisch sinnvolle Anwendung im Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.3. Diktatformen

Das Kontrolldiktat sowie das Übungsdiktat stellen die klassischen Diktatformen dar, welche im Rechtschreibunterricht verwendet werden. Bei dem Kontrolldiktat geht es in erster Linie darum, die Rechtschreibfähigkeiten des/der Schülers/in zu kontrollieren, wohingegen diese in einem Übungsdiktat geübt werden sollen und es sich weniger um dessen Kontrolle dreht. Zudem ist ein Übungsdiktat oft kürzer als ein Kontrolldiktat und muss nicht unbedingt, wie das Kontrolldiktat, von der Lehrperson benotet werden.

Doch neben diesen beiden klassisch gehaltenen Arten des Diktats gibt es auch weitere Diktatformen, die im Unterricht verwendet werden können, wie z.B. das Kunstwortdiktat bzw. Fantasiewörterdiktat. Hierbei klingen die Kunst-oder Fantasiewörter den Wörtern aus der deutschen Sprache sehr ähnlich und lassen sich aus dem Sprachsystem herleiten und wären von ihrer Struktur möglich, jedoch sind sie keine realisierten Wörter. Vom Klang solcher ausgedachten Fantasiewörter ließe sich eventuell auch ihre Bedeutung ableiten, welche jedoch individuell ausfällt und daher keine Konvention darüber besteht. Doch sie verweisen darauf, dass Sprachstrukturen durchaus konventionalisiert sind und somit gewähren sie gewissermaßen Einblick in den Aufbau sowie in die Struktur von Sprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die über 170-jährige Diskussion über das Diktat ein und definiert die Fragestellung bezüglich dessen Sinnhaftigkeit und Relevanz im heutigen Rechtschreibunterricht.

2. Darstellung des Diktats: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Diktats, dessen historische Herkunft und Funktion sowie die unterschiedliche Bedeutung in heutigen Lehrplänen ausgewählter Bundesländer.

3. Diktatkritik: Hier werden die zentralen Kritikpunkte am klassischen Diktat, wie die fehlende Validität und die psychische Belastung der Schüler, wissenschaftlich fundiert diskutiert.

4. Stellungnahme: Der Autor bezieht persönlich Stellung und plädiert für eine didaktisch reflektierte Diktatpraxis, die durch individuelles Feedback und den gezielten Einsatz verschiedener Formen ergänzt wird.

Schlüsselwörter

Diktat, Rechtschreibunterricht, Orthographie, Fachdidaktik, Kontrolldiktat, Übungsdiktat, Laufdiktat, Partnerdiktat, Fehleranalyse, Sprachdidaktik, Schulpraxis, Lehrplan, Kompetenzentwicklung, Rechtschreiberwerb, Fehlerkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem klassischen Diktat als Methode im deutschen Rechtschreibunterricht und untersucht, ob dieses angesichts langjähriger fachdidaktischer Kritik noch als sinnvoll erachtet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung, die Funktion des Diktats in aktuellen Lehrplänen, eine kritische Auseinandersetzung mit der Methode sowie die Vorstellung kreativer Alternativformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Stellenwert des Diktats als Kontroll- oder Übungsinstrument zu analysieren und Voraussetzungen für eine pädagogisch wertvolle Anwendung im Unterricht herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Lehrplananalyse, um den Gebrauch des Diktats zu dokumentieren, sowie eine fachdidaktische Diskussion zur Bewertung der Kritikpunkte.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit vertieft?

Im Hauptteil wird primär die Relevanz des Diktats in historischer und aktueller Perspektive beleuchtet, gefolgt von einer tiefgehenden Diktatkritik bezüglich Validität und Belastung der Lernenden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt zusammenfassen?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diktat, Orthographie, Rechtschreibunterricht, Fachdidaktik, Fehlerkultur und Kompetenzentwicklung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Bewertung des Diktats zwischen verschiedenen Bundesländern?

Die Arbeit zeigt, dass es keinen bundesweiten Konsens gibt; während manche Lehrpläne das Diktat als Kontrollinstrument integrieren, lehnen andere (wie z.B. in Nordrhein-Westfalen) das klassische Diktat fachdidaktisch ab.

Welche Bedeutung kommt dem Laufdiktat in der Arbeit zu?

Das Laufdiktat wird als alternative Form vorgestellt, die durch die physische Aktivierung der Schüler zwar motivierend wirken kann, jedoch auch spezifische Anforderungen an Konzentration und Koordination stellt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Diktat im Orthographieunterricht. Darstellung und Kritik
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
2.3
Autor
Ann Chef (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V461373
ISBN (eBook)
9783668914971
ISBN (Buch)
9783668914988
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik Sprachwissenschaft Orthographie Unterricht Lesen Schreiben Rechtschreibung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ann Chef (Autor:in), 2017, Das Diktat im Orthographieunterricht. Darstellung und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461373
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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