Die nachfolgende Hausarbeit befasst sich mit Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Up-Unternehmen.
Zu Beginn dieses Jahrhunderts fanden in Deutschland jährlich rund eine halbe Millionen Unternehmensgründungen statt. Die Neugründungen sanken zwischen den Jahren 2007 und 2008 ab, stiegen ab dem Jahr 2009 bis 2016 jedoch wieder kontinuierlich an.Die Gründungsfinanzierung gestaltet sich in vielen Fällen trotz erfolgsversprechender Idee und sehr hohem Innovationspotential als sehr schwierig. Die Beteiligungskapitalgeber sind nur sehr schwer zu finden. Diese Finanzierungslücke begründet sich vor allem auf fehlende Sicherheiten und dem erheblichen Risikopotential der Unternehmung.
In der Arbeit wird deshalb ein Einblick in die Gründungsfinanzierung gegeben, wobei Formen des Eigen- und Fremdkapitals erläutert werden. Auf Zuschüsse, Fördermöglichkeiten und öffentlichen Bürgschaften wird ebenfalls eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Finanzierungsplan
2.2 Start-Up Unternehmen
2.3 Goldene Bilanz-/ und Finanzierungsregel
3 Finanzierungsmöglichkeiten aus Eigenkapital
3.1 Venture Capital
3.1.1 Universalbeteiligungsgesellschaften
3.1.2 Kapitalbeteiligungsgesellschaften
3.2 Informelle Kapitalgeber
3.3 Beteiligungsfinanzierung
3.3.1 Stille Beteiligung
3.3.2 Offene Beteiligung
3.4 Mezzanine-Kapital
3.5 ERP-Programme (European Recovery Program)
4 Finanzierungsmöglichkeiten aus Fremdkapital
4.1 Kredite
4.1.1 Bankkredite
4.1.2 Kontokorrentkredit
4.1.3 Lieferantenkredit
4.2 Öffentliche Mittel
4.2.1 Öffentliche Fördermittel
4.2.2 Öffentliche Kredite
4.2.3 Öffentliche Bürgschaften
4.2.4 Öffentliche Zuschüsse
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten von Start-Up-Unternehmen zu geben. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Formen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung für Gründer zur Verfügung stehen und wie diese unter Berücksichtigung von Fördermöglichkeiten und Risiken strukturiert werden können.
- Analyse von Eigenkapitalfinanzierungen (Venture Capital, Business Angels, Beteiligungsformen)
- Untersuchung von Fremdkapitalquellen wie Bankkrediten und Lieferantenkrediten
- Evaluierung öffentlicher Fördermittel, Darlehen und Bürgschaften
- Bedeutung der Finanzplanung für Start-Ups
- Strategische Abwägung zwischen Risiko und Rendite bei der Finanzierungswahl
Auszug aus dem Buch
3.1 Venture Capital
Bei Gründung eines neuen Unternehmens ist das Finden von ausreichenden Kapitalgebern zur Zeiten der schnell wachsenden Märkte immer schwieriger. In solchen Fällen greifen Venture Capital Gesellschaften ein. Diese Firmen geben dem Start-Up in Form einer Minderheitsbeteiligung genügend Eigenkapital zur Realisierung der Geschäftsidee.15 Meist wird diesen Kapitalgebern ein Kontroll- und Mitspracherecht über den kapitalmäßigen Anteil hinaus eingeräumt, bezogen auf grundlegen strategische Entscheidungen und die Verwendung eingebrachter Mittel. Außerdem nehmen Sie eine beratende Managementfunktion ein, welche die inhaltliche Beratung in Fachfragen, prozessuale Unterstützung im Einzelfall oder laufend durch die Einbindung in Gremien ausmacht.16 Das Venture Kapital wird nur für eine bestimmte vereinbarte Zeit zur Verfügung gestellt. Solch eine Beteiligung an einem Start-Up setzt voraus, dass die Erfolgsaussichten als besonders gut eingestuft werden.
Sehr häufig wird auf eine Zwischenausschüttung der Anteile während der Finanzierungsdauer verzichtet. Dies hat den Grund, dass der Kapitalgeber am Vertragsende eine möglichst hohe gewinnbringende Ausschüttung absetzen will. Diese Renditeorientierung ist oft das Hauptziel der Investoren.17 Die Venture Capital Finanzierung stellt für das Start-Up Unternehmen eine gute Möglichkeit dar, zusätzliche Kapitalgeber zu gewinnen. Durch das hohe Risiko verlangt der Kapitalgeber jedoch eine überdurchschnittliche Rendite. Der Gründer hat nach der Beteiligungslaufzeit in der Regel die Möglichkeit Anteile zurückzukaufen. Diese Methode ist jedoch nur für wenige Unternehmen praktikabel, da oft nur innovative Starter mit hohem Wachstumspotential die Auflagen erfüllen können. In der Regel sind dies nur 2% der Neugründungen.18
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die volkswirtschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen und stellt die grundlegende Problematik der Gründungsfinanzierung aufgrund fehlender Sicherheiten dar.
2 Grundlagen: Hier werden die essenziellen Anforderungen an einen Finanzierungsplan definiert und der Begriff des Start-Up-Unternehmens näher beleuchtet.
3 Finanzierungsmöglichkeiten aus Eigenkapital: Das Kapitel detailliert verschiedene Instrumente der Eigenkapitalbeschaffung, darunter Venture Capital, Business Angels sowie unterschiedliche Beteiligungsmodelle und Mezzanine-Kapital.
4 Finanzierungsmöglichkeiten aus Fremdkapital: Dieser Abschnitt widmet sich den klassischen Fremdkapitalinstrumenten wie Bank- und Lieferantenkrediten sowie einer Vielzahl öffentlicher Förderprogramme und Zuschüsse.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine optimale Mischfinanzierung aus Eigen- und Fremdkapital unter Nutzung staatlicher Fördermittel den Erfolg einer Neugründung maßgeblich unterstützt.
Schlüsselwörter
Start-Up-Unternehmen, Gründungsfinanzierung, Eigenkapital, Fremdkapital, Venture Capital, Business Angels, Finanzplan, Bankkredit, öffentliche Fördermittel, Mezzanine-Kapital, Beteiligungsfinanzierung, Existenzgründung, Liquidität, Rendite, Risikokapital.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Analyse und Darstellung verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten für Start-Up-Unternehmen in der Gründungsphase.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Eigenkapitalfinanzierung durch Investoren, die Fremdkapitalbeschaffung durch Banken sowie staatliche Förderprogramme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gründern einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsinstrumente zu geben, um eine optimale Finanzierungsstrategie zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse bekannter finanzwirtschaftlicher Grundlagen und spezifischer Förderrichtlinien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Eigenkapital (z.B. Venture Capital, Business Angels) und Fremdkapital (z.B. Kredite, öffentliche Mittel), welche detailliert erläutert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Gründungsfinanzierung, Venture Capital, Business Angels, öffentliche Fördermittel und Eigenkapital.
Warum ist die Erstellung eines Finanzplans für Start-Ups so wichtig?
Der Finanzplan dient dazu, potenzielle Investoren zu überzeugen, Liquiditätsengpässe zu vermeiden und den tatsächlichen Kapitalbedarf exakt zu kalkulieren.
Welche Rolle spielen Business Angels in der Start-Up-Finanzierung?
Business Angels fungieren als informelle Kapitalgeber, die neben finanziellem Kapital auch Know-How und wertvolle Geschäftskontakte in das junge Unternehmen einbringen.
Warum fällt Start-Ups der Zugang zu klassischem Bankkapital oft schwer?
Dies begründet sich primär durch das hohe Risikopotenzial und die oft fehlenden Sicherheiten, die bei Neugründungen vorhanden sind.
- Arbeit zitieren
- Farouk Saou (Autor:in), 2018, Finanzierungsmöglichkeiten von Start-Up Unternehmen. Eine Übersicht über Finanzmodelle aus Eigen- und Fremdkapital, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461907