Thema dieser Seminararbeit soll es sein, die Frage, welche Unternehmen als die sogenannten „global player“ zu bezeichnen sind, zu behandeln. Zu Beginn soll dabei definitorisch aufgezeigt werden, wie die Begriffe „Globalisierung“, „global player“ und „multinationales Unternehmen“ einzuordnen sind. Dies führt zunächst zu der Diskussion, welche Merkmale die global player kennzeichnen und welche Faktoren diesen Firmen nicht zuzurechnen sind. Ergänzt werden soll hierbei, welcher geographischen Herkunft diese Unternehmen sind, in welchen Branchen diese Firmen ansässig sind und über welche Potenz, vor allem finanzieller Art, sie verfügen. Bei der Frage der Herkunft wird sich so aufzeigen lassen, welchen Wirtschaftsräumen diese Unternehmen vor allem zuzurechnen sind. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärungen
3. Merkmale eines global players
3.1 Geographische Herkunft der global player
3.2 Wirtschaftliche Herkunft der global player
3.3 Transnationalität – Unterschiedliche Ansätze der Regionen, Länder und Branchen
4. Ausländische Direktinvestitionen
5. Exemplarische Darstellungen der Konzernstrukturen der führenden „global player“
6. Fazit
7. Literatur
8. Anhang
8.1 Firmen-Organigramme
8.2 Graphiken und Tabellen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu definieren, welche Unternehmen als „global player“ zu bezeichnen sind, und ihre spezifischen Merkmale sowie ihre Bedeutung in der Weltwirtschaft zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Faktoren multinationale Konzerne kennzeichnen, wie sie sich in Branchen und Regionen verteilen, welchen Grad an Transnationalität sie aufweisen und inwiefern sie durch ihre Konzernstrukturen sowie Investitionen auf zukünftige Marktentwicklungen vorbereitet sind.
- Definition und theoretische Einordnung von Globalisierung und multinationalen Unternehmen
- Analyse der geographischen und wirtschaftlichen Herkunft führender „global player“
- Untersuchung des Transnationalitätsgrades verschiedener Branchen und Regionen
- Betrachtung von ausländischen Direktinvestitionen (ADI) im Zeitverlauf
- Exemplarische Darstellung der Konzernstrukturen, Geschäftsfelder und Verflechtungen führender Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3. Merkmale eines global players
Es lassen sich für ein multi- oder transnationales Unternehmen (diese Begriffe sollen im Folgenden synonym verwendet werden, auch wenn eine definitorische Unterscheidung von einigen Autoren vorgeschlagen wird) mehrere eindeutige Merkmale aufzeigen. Wie in den Definitionen deutlich wurde, ist die wichtigste Grundvoraussetzung für ein multinationales Unternehmen, daß es verschiedene Unternehmensbereiche in verschiedenen Ländern aufweist, im definitorischen „Idealfall“ hat es jeden Bereich, also Produktion, Verwaltung, Entwicklung und Verkauf an den Orten der Welt positioniert, die als idealer Standort für die jeweilige Funktion dient.
Hat also ein Unternehmen einige oder viele Standorte an den verschiedensten Plätzen der Erde und erreicht jede dieser Funktionen die maximal erreichbare Rentabilität, ist dies ein wichtiges Element für seinen Status als „global player“. Die Definitionen gehen bei der Anzahl der Länder, in denen ein Unternehmen ansässig sein muß, um als „transnationales“ Unternehmen zu gelten, auseinander. Während einige Autoren bereits bei Firmen, die in zwei Ländern ansässig sind, diese als „transnational“ bezeichnen, setzen andere den Schwellenwert für eine solche Einstufung erst bei sieben oder zehn Ländern an.
Als weiterer wichtiger Anhaltspunkt kann die Summe der Auslandinvestitionen dienen. Zündorf nennt die relative und/oder die absolute Zahl der Investitionen als wichtigen Indikator. So ist ein Unternehmen um so mehr als „global player“ zu betrachten, je höher die Wachstumsrate der Auslands-Investitionen gegenüber der Wachstumsrate der Inlands-Investitionen ist. Noch relevanter ist anzusehen, wenn die absolute Zahl der Auslandsinvestitionen die Zahl der Investitionen im Inland, also im „Stammland“ des Unternehmens übersteigt.
Auch die Zahl der Arbeitsplätze im Vergleich von In- und Ausland ist ein wichtiger Anhaltspunkt für die Charakterisierung eines Unternehmens als „global player“. Wenn die Zahl der Arbeitsplätze im Ausland stark zunehmend und/oder die Beschäftigtensumme im Inland rückläufig ist oder sogar die im Ausland Beschäftigten in der absoluten Zahl die im Heimatland des Unternehmens übersteigen, dann ist dies ein weiteres wichtiges Merkmal für ein transnationales Unternehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Problemstellung der Arbeit, die darin besteht, „global player“ zu identifizieren und ihre Kennzeichen sowie ihre zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu untersuchen.
2. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Globalisierung, „global player“ und das multinationale Unternehmen, um eine wissenschaftliche Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Merkmale eines global players: Das Kapitel arbeitet die strukturellen, geographischen und wirtschaftlichen Kriterien heraus, die ein Unternehmen zum „global player“ machen, einschließlich Indikatoren wie Auslandsinvestitionen und Transnationalitätsindex.
4. Ausländische Direktinvestitionen: Hier wird die Entwicklung der ADI seit 1990 betrachtet und analysiert, wie sich Investitionsströme zwischen den Industrieregionen der Triade und anderen Teilen der Welt verteilen.
5. Exemplarische Darstellungen der Konzernstrukturen der führenden „global player“: Das Kapitel untersucht exemplarisch die Organisationsstrukturen, Tochterfirmen und Geschäftsfelder von führenden Konzernen aus den Bereichen Pharma, Energie, IT und Finanzen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Bedeutung der Auslandsverlagerung als wesentliches Merkmal und wagt eine Prognose zur weiteren Stärkung der „global player“.
7. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetseiten.
8. Anhang: Enthält detaillierte Firmen-Organigramme sowie umfangreiche statistische Graphiken und Tabellen zum Datenmaterial.
Schlüsselwörter
Global player, Globalisierung, multinationales Unternehmen, Transnationalität, Auslandsinvestitionen, ADI, Triade, Marktkapitalisierung, Weltwirtschaft, Konzernstrukturen, Joint Ventures, Tochterunternehmen, Wirtschaftseliten, Investitionsströme, Branchenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und Identifizierung von sogenannten „global playern“ und analysiert deren Merkmale, Strukturen und ihren Stellenwert innerhalb der globalen Wirtschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Definition multinationaler Unternehmen, die Analyse ihrer geographischen und branchenspezifischen Herkunft, die Betrachtung von Transnationalitätsindizes sowie die Untersuchung von ausländischen Direktinvestitionen und konkreten Konzernstrukturen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, zu klären, welche Kriterien ein Unternehmen erfüllen muss, um als „global player“ zu gelten, und wie diese Unternehmen auf künftige Marktentwicklungen reagieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine empirische Analyse basierend auf Daten der UNCTAD und Ranglisten wie den „Global Top 500“ der Financial Times.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Merkmale von „global playern“ hergeleitet, der Transnationalitätsgrad nach Regionen und Branchen untersucht, die Entwicklung von ADI dargestellt und die Konzernstrukturen ausgewählter führender Unternehmen detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Global player, Globalisierung, Transnationalität, Auslandsinvestitionen (ADI), Marktkapitalisierung, Konzernstrukturen und Weltwirtschaft.
Welche Rolle spielt die „Triade“ in den Analysen des Autors?
Die „Triade“ (Nordamerika, Europa, Asien) dient als primärer Bezugsrahmen, um die Dominanz der wirtschaftsstärksten Regionen bei der Herkunft und den Investitionen der führenden „global player“ aufzuzeigen.
Warum ist der Transnationalitäts-Index (TNI) für die Untersuchung relevant?
Der TNI ist ein wesentlicher Indikator, um objektiv messbar zu machen, in welchem Grad ein Unternehmen seine geschäftlichen Aktivitäten (Aktiva, Umsätze, Beschäftigte) tatsächlich ins Ausland verlagert hat und somit seine globale Ausrichtung zu bewerten.
- Arbeit zitieren
- Timo Cyriax (Autor:in), 2004, Wer sind die 'global player'? Geographische und wirtschaftliche Herkunft der Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46366